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Samstag, 26. Oktober 2013

Der Beginn von Vielem

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und mein erster richtiger Post wird sich um mein erstes, richtiges und eigenes Konsolenspiel handeln. Zwar gab es auch schon Spiele davor, die ich auf dem Commodore 64 meines Onkels oder auf dem NES meines Cousins spielte, doch waren dies eben nicht meine Spiele auf nicht meinen Systemen.

Gerade was den C64 angeht – der mir später überlassen wurde, hach, herrliche Zeiten –, muss ich zudem schändlicher Weise gestehen, dass ich lediglich zwei Spiele noch namentlich nennen kann und das obwohl ich einige hatte die ich sehr gerne mochte und mich auch noch gut an sie erinnere, aber eben nicht mehr namentlich.
Die mir noch bekannten waren „Bubble Bobble“ und „Maniac Mansion“. Aber das ist wohl eher Stoff für zukünftige Beiträge.

Denn heute soll es sich gänzlich um „Super Mario World“ drehen, welches damals für den SNES (Super Nintendo Entertainment System oder auch Super Nintendo genannt) erschien. Wie eingangs schon erwähnt, hatte ich ja bereits Spiele gespielt und war immer begeistert davon gewesen. Doch meine Eltern hatten nicht viel Geld zur Verfügung und so schien eine eigene Konsole stets ein eigener Traum zu bleiben. Doch dann kam es zu einem Ereignis und einer Entscheidung, die für mich persönlich von unglaublicher Wichtigkeit war und wohl prägender kaum sein konnte.

Noch heute erinnere ich mich gut an den Tag. Wir besuchten einen Flohmarkt in meiner Heimatstadt und dort bot jemand einen funktionierenden SNES samt zwei Controller, dem GameBoy Adapter und den Spielen „Super Mario World“ und „Super Mario Kart“ an. Irgendwie doof, dass ich dann zu betteln begann diese haben zu wollen. Denn meine Eltern, die heimlich geplant hatten mir eine N64-Konsole kaufen zu wollen die etwa zwei Wochen vor meinem 9. Geburtstag erscheinen sollte, waren nun in Bredouille. Sie erzählten mir von ihrem Plan und stellten mich vor die Wahl: Jetzt den SNES haben können oder in zwei bis drei Wochen die nächste Generation kriegen.

Ich Steppke mit meinen 8 Jahren war natürlich nicht der Geduldigste, denn ich wollte mit meinen Freunden über Spiele reden können. Doof nur, dass dann alle eine N64 hatten und ich das alte Problem wieder hatte – weshalb ich einige Jahre später meine damalige Entscheidung auch kurz bereute.

Aus heutiger Sicht war es aber die beste Entscheidung meines Lebens. Denn inzwischen bin ich der Ansicht, dass viele SNES-Spiele besser sind als so mancher PS3, Xbox oder Wii Triple-A Titel! Woher kommt das? Nun, eigentlich sollte es auf der Hand liegen: Da tolle Graphik nicht wirklich ein Thema der alten Generationen waren (in relativem Maße natürlich gesehen), wurde noch mehr Augenmerk auf Spielstory und Umsetzung gelegt.

Von den beiden Spielen setzte ich mich zuerst an „Super Mario World“ und spielte damit quasi mein allererstes, eigenes Konsolenspiel. Eine Freundin hat mal so schön mir gesagt, dass es kein perfektes Spiel gibt. Dem stimme ich zu, aber dann auch wieder nicht. Es hängt eben alles von der Definition ab.
Ein wirklich perfektes Spiel wäre eines, welches lediglich positive Resonanz bekäme und niemals negativ beanstandet würde. Ein Spiel, das von allen geliebt werden würde! Und ja, ein solches Meisterwerk gibt es wohl wirklich nicht und wird es nie geben.
ABER! Für einen selber, kann und gibt es immer das perfekte Spiel.

Ein Spiel, welches einen von Anfang an fesselt und man nicht mehr aus der Hand gibt, bis man es durch hat… was nicht bedeutet, dass man körperlichen Bedürfnissen nicht nachgehen dürfe! Wir sind ja noch nicht so verrückt, wie die Asiaten.
Solche Spiele gibt es wiederum durchaus. Und ein solches Spiel war für mich definitiv Super Mario World.

Mario ist nicht umsonst die herausragendste Kultfigur der Spielewelt. Es gibt kaum eine Spielfigur, die es mit seiner Historie, seinem „Ruf“, seiner Vielfalt und seinem Charme aufnehmen kann.
Er ist ein Multitalent und Tausendsassa. Der Stefan Raab der Spieleindustrie, mit ähnlicher beruflicher Erfolgsquote. Durchaus mag es den einen oder anderen geben, der den berühmtesten Klempner der Welt hasst, doch noch viel mehr die ihn lieben! Zu denen ich halt auch gehöre.

Ihr seht schon, ich verliere mich in vielen Nebensächlichkeiten und rede zu wenig über das Spiel. Also back to topic!

„Super Mario World“ ist ein abwechslungsreiches und forderndes Spiel. Es bietet ein witziges Paket an Items (von Feder über P-Ballon, hin zum Schlüssel und den Yoshi-Flügeln) und eine schöne Abwechslung an Orten, die mit sich charakteristische Level bringen. Die haben ohnehin ein schönes Design. Man darf dabei natürlich nicht die enorme Anzahl an variierenden Gegner vergessen. Allein die Reznor find ich bis heute so genial (die ja auf dem 3DS nu ihr Comeback feiern, yeaha!).

Dazu begleitet uns auch wieder das coolste Reittier der Spielegeschichte, unser Kumpadre Yoshi (sogar in vierfacher Farbausführung, auch wenn drei davon nur in der Sternenwelt auftauchen). Besagte Sternenwelt ist auch eine von zwei Geheimwelten, die noch zusätzlichen Schwierigkeitsgrad ins Spiel treiben. Gott war ich stolz, als ich wirklich alle Level durchgespielt hatte! Aber wenn wir schon bei hohem Schwierigkeitsgrad sind, muss auch Bowser selbst erwähnt werden, der einen mit seinen drei Stufen schier in den Wahnsinn treibt.

Ich selbst habe Tage und Nächte an diesem Spiel verbracht. Sogar mein Vater – der damals nicht viel von Konsolen hielt – wurde von diesem Spiel gepackt und fand damit seinen Weg in die Zockerwelt.

Wenn es ein perfektes Spiel geben darf – sobald man an seine eigene Kindheit denkt – dann trägt „Super Mario World“ diesen Titel zu Recht.

Also habt ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

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