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Dienstag, 29. April 2014

Virtuelles Frühstück gefällig? [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und da momentan sich ja alles bei mir überschlägt, wird es diesmal nur ein kurzer Blick, auf eine kurze Demo. Quasi etwas was man beim Frühstück spielen kann…

Die Überleitung war wirklich schlecht, ich gebe es zu… tut mir Leid… kommt erst einmal nicht mehr vor… für diesen Beitrag.

Ich habe mir diesmal „Brunch Panic“ angeschaut und dachte mir: „Hey, sieht witzig aus. Fast wie „Cooking Mama“!“

Doch über diese Hauptspeise reden wir nächste Woche, heute bleiben wir erst einmal beim Frühstück.

Die Story ist schnell zusammengefasst. Die gute Bonnie würde gerne die Welt sehen, aber weiterhin für andere kochen können. Ihr Großvater erfüllt ihr diesen Traum, indem er ihr eine fahrbare Imbissbude schenkt – leider nicht so cool wie die aus Jackie Chans „Powerman“, aber auch ganz hübsch.

Nun sind wir inzwischen in Paris angekommen, wo hungrige Kunden auf unsere Speisen warten. Trotzdem sprechen hier alle japanisch (zumindest in der Sprachausgabe) und englische Texte erklären uns das Spiel. Wahlweise kann man diese auch auf japanisch und chinesisch stellen. Zumindest deute ich die Zeichen in der Optionsauswahl als japanisch und chinesisch…

Irgendwie ist das doch ein wenig befremdlich, aber hauptsache wir verstehen das Tutorial und können somit nach einer kurzen Einweisung voll durchstarten. Dazu werden wir von netter, witziger Musik begleitet. Nicht so nett ist dagegen der extrem schrille Ton, wenn man ein Level geschafft hat. Mein Tipp an der Stelle dringend den Sound in den Optionen runterschrauben, sonst platzt euch das Trommelfell!

Dazu kommt der eher westlich angehauchte Comic-Grafiklook, welcher mich durchaus überraschte aber schön ist und durchaus zum Spiel passt. Außerdem wurde auf den 3D-Effekt verzichtet. Wenn man es schon nicht umsetzen kann ohne das es gut aussieht, sollte man es ganz weglassen, denn manchmal ist eben doch weniger mehr. Wie in diesem Fall.

30 Start-Anwendungen lang kann man Donuts oder Crossaints rausgeben, mit Honis oder Milchcreme begießen und dazu Kaffee oder Milch ausschenken. Eher fraglich ist, ob man mit einem solchen Spielprinzip wirklich eine Vollversion gefüllt kriegt…

Also habt ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Sonntag, 27. April 2014

Auch digitale Verbrechen lohnen sich nicht

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und endlich! ENDLICH!
Scheinbar sind endlich die Sehnsüchte und Wünsche der Fans erhört worden. Wie lange hatte ich gehofft, dass der gute Conan Edogawa auch in Deutschland den digitalen Spielemarkt erobert?

Obwohl Mangareihen wie „One Piece“, „Naruto“ und „Detektiv Conan“ bereits seit Jahren Erfolge im Land der aufgehenden Sonne und auch bei uns feiern, sind nicht alle davon auch auf dem Spielemarkt erfolgreich vertreten. Zumindest nicht bei uns.

Denn der geschrumpfte Detektiv feierte erst 2009 mit „Detektiv Conan – Die Mirapolis-Ermittlung“ sein Konsolen-Debüt bei uns. Eigentlich eine traurige Bilanz, bedenkt man wie viel Umsatz den Firmen dabei durch die Finger rinnt und von wie vielen Dingen wir gewisser Maßen ausgeschlossen werden. Und das auch noch vor dem Hintergrund, dass die Fanbase immer noch am wachsen ist!

Nun aber zurück zu dem besagten Conan-Spiel, welches den deutschen Fans endlich die Möglichkeit bot mit Gosho Aoyamas Superspürnase einen kniffligen Fall zu lösen, rund um eine mysteriöse Mordserie im Mirapolisfreizeitpark.

Das „Mira“ in Mirapolis steht übrigens für das englische Wort „Mirage“ – was „Trugbild“ oder „Illusion“ bedeutet. Dies ist nicht nur einer der ersten Sätze, die man relativ früh im Spiel zu hören bekommt, sondern definiert auch einen guten Teil des Spiels bereits zu Beginn.

Denn auch die heile Welt rund um die Eröffnung des neuen Freizeitparks ist eigentlich nichts weiter als eine Illusion, die sich über eine finstere Vergangenheit legt, als wollte sie diese verschwinden lassen. Wären da nur nicht die Geister der Vergangenheit, die einen ein Leben lang verfolgen und sich nicht vertreiben lassen.

Und so findet sich schon bald – nachdem man ein wenig die Minispiele kennen lernen durfte und auch sein Einspielrätsel absolviert hat – die erste Leiche und Conan sich mitten drin in einem neuen Fall. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist nicht sonderlich hoch angesetzt,

Es fallen aber auch recht schnell so einige negative Aspekte auf. Zum einen die traurige Tatsache, dass mal wieder eine japanische und englische Sprachausgabe in das Spiel eingefügt wurden, man sich aber noch immer nicht die Mühe machte auch mal die deutschen Synchronsprecher in das Werk einzubinden. Kickt da lieber die miese englische Synchro – und vor allem die damit verbundenen Namensveränderungen! Wer will hören, dass plötzlich Ran Rachel, Genta George und Mitsuhiko Mike heißen?! Die spinnen die Amis… – die will doch kein Schwein hören.

Na gut, ich habe mich dann halt mit japanisch abgefunden, immerhin etwas…

Ach ja, dann gibt es natürlich auch die lustigeren Fehler. Beispielsweise das Nichtbeachten der Textboxgrenze. Plötzlich geht der Satz über die rechte Textboxseite einfach hinweg, verschwindet im Nichts und ist damit nicht mehr lesbar. Tja, da kann man wohl nur sagen: FAIL!

ARGH!!! Die englische Synchro hat mich infiziert! HILFE! (Kleiner Scherz auf Kosten der Synchro)

Auch die Spiellänge ist nicht sonderlich berauschend. Eine Spielzeit von sieben bis zehn Stunden ist wohl das Maximum, wenn es um die reine Story geht, die man erwarten darf. Auf der Jagd nach allem Freischaltbarem, kann man seine Spielzeit zwar ein wenig ausweiten, aber die Minispiele sind leider auch nicht die Süchtigmacher vorm Herrn.

Gerade hier machen sich die schlechte Nutzung der Wii-Remote und vor allem die immense Ungenauigkeit derselbigen bemerkbar.

Das Gameplay ist hauptsächlich darauf bezogen, dass wir im Hotel des Freizeitparks herumrennen und Hinweise suchen, um logische Schlüsse ziehen zu können. Eigentlich besteht fast das ganze Spiel nur daraus und dann trösten auch kein Auftritt von Heiji oder die Nutzung des originalen Soundtracks der Serie darüber hinweg.

Auch die Grafik überzeugt leider nicht unbedingt. Lag es vielleicht daran, dass die Wii einfach auch nicht zu viel mehr damals fähig war? Wurden daher die Figuren beim Sprechen als gezeichnetes Pendant mit eingeblendet, damit man wenigstens hier optisch etwas zu bieten hatte?

Insgesamt ist die erste deutschsprachige und gleichzeitig auch erste Wii-Umsetzung enttäuschend. Vielleicht sollten sie lieber alte GameBoy, GameBoy Color oder auch GameBoy Advance Teile als Remake neu ausetzen. Vielleicht wäre das einfach die bessere Idee gewesen. Dabei hatte die Story des Spiels ihre Stärken und hat viel rausgerissen. Es hätte nur ein besseres Paket drum herum bedurft.

Also habt ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Donnerstag, 24. April 2014

Welche von euch hässlichen Maden ist Schuld am Scheitern der Mission?!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und bei diesem Spiel finden wir ausnahmsweise Mal nicht heraus, wer am Ende siegreich mit Ruhm und Ehre überschüttet wird, sondern verliert und zur Strafe gefoltert und gevierteilt (vielleicht auch schlimmeres) wird!

Denn hier geht es einzig und allein darum einen Verlierer auszumachen, statt einen Spielsieg zu erringen. Und der Weg dahin, dass es einen Verlierer gibt, ist äußerst unterhaltsam. Ich kannte „Ja, Herr und Meister“ schon länger, hatte es aber nie gespielt. Als ich nun um Silvester herum bei einigen Bekannten ja zu Besuch war, bekam ich endlich die langersehnte Chance das Spiel an- und auch auszutesten.

Doch worum geht es nun überhaupt? Dank relativ wenigen und simplen Regeln, kann man sehr schnell eine Spielrunde beginnen. Im Grunde ist nur wichtig, dass jeder Spieler drei sogenannte Hinweiskarten und drei Aktionskarten bekommt. Wirklich jeder Spieler?

Nun nicht ganz, denn ein Spieler hat die Ehre der Meister über die restlichen Spieler (die im Zuge der Spielhandlung eine Bande Goblins darstellen und dem bösen, dunklen Meister Rigor Mortis unterstehen) zu sein und herauszufinden, welcher in der Truppe der Unfähige war auf dessen Konto das Scheitern der Mission geht.

Scheitern? Mission? Wie jetzt?

Na gut, na gut, ich merke ich sollte bei der Handlung ansetzen. Also wie in der Klammer schon erklärt stellen die Spieler eine Gruppe von Goblins dar, die von einer gescheiterten Mission zurückkehren – diese darf sich der „Meisterspieler“ zu Beginn ausdenken, wie etwa die Entführung der Prinzessin, das Finden eines mächtigen Artefakts oder halt auch der Ikea-Einkauf… eine Mission halt! – und nun Rechenschaft ziehen müssen.

Hier kommen die Hinweiskarten ins Spiel. Diese stellen nämlich Objekte, Orte oder Figuren dar, welche nun in die Erklärung eingebaut werden müssen. Vom „dunklen Wald“ oder dem „mega-monströsen Monster“, bis hin zum „stöhnenden Buch“ oder dem „wasserlöslichen Schwert“, sind da sinnvolle wie auch absolut sinnlose (aber witzige) Karten dabei.

Die Herausforderung ist es aus den Karten die man hat eine Geschichte zu Basteln, bei der man am Ende eben nicht Schuld für das Scheitern ist, sondern einer der anderen Goblins. Und wenn man nicht weiter kommt, kann man ja notfalls auch mit der Aktionskarte „Verantwortung zuschieben“ einen anderen Spieler weitererzählen lassen. Im besten Fall wird der am Ende zum Sündenbock.

Doch Vorsicht, so etwas kann schnell nach hinten losgehen, wenn andere Spieler mit der zweiten Aktionskarte, dem „Einspruch“, sich in die eigene Geschichte einmischen. Denn „Einspruch“ erlaubt eine Hinweiskarte in die Erzählung eines Mitspielers reinzuzwingen, die dieser dann irgendwie schnell verarbeiten muss.

Argumentieren und Improvisation können sich also als nützliche Eigenschaften erweisen, damit man keine drei bösen Blicke (quasi die Strafen, die der Meister verteilen darf) abbekommt, zum Sündenbock wird und damit das Spiel gelaufen ist.

Wir waren auf der Silvesterparty ein großer, bunter Haufen von Pen-&-Paper-Rollenspielern gewesen und ich weiß nicht, ob dies einen gewissen Vorteil bot, aber an jenem Abend sind Geschichten entstanden, Kartenkonstellationen geschaffen worden und Insiderwitze enstanden, dass ich diesen Beitrag mit einem breiten Grinsen aufgrund der Erinnerung schreibe.

Leider ist es aber natürlich wieder einmal ein Spiel, welches mit seinen Spielern – auch dem „Meisterspieler“ – steht und fällt. Doch wer sich drauf einlässt und sich kreativ in einem Spiel ausleben kann und will, hat mit diesem Spiel einen wahren Schatz gefunden.

Ich hoffe auch bald schon die Erweiterung „Gnade, Herr und Meister“ einmal austesten zu dürfen und möchte noch anmerken, dass der Comiclook der Karten sehr gut zum Stil des Spiels passt und den humoristischen Aspekt sehr gut unterstreicht. Der Zeichner Riccardo Crosa (hoffe ich habe in diesem Punkt richtig recherchiert, da ich leider nicht selbst ein Exemplar des Spiels besitze) hat hier eindeutig eine tolle Arbeit geleistet.

Auch der Aspekt des um Gnade winselns, wenn man drei böse Blicke bekam, ist eine Regeloption die man je nach Runde streichen kann oder nicht. Bei uns damals zu Silvester habe ich so schöne Gnadenersuche erlebt, wie in so manchen Spielen, Filmen oder Büchern noch nicht.

Zwar kann das Spiel tatsächlich in einer halben Stunde durch sein, unsere Runde dauerte eher eine Stunde oder vielleicht sogar zwei, weil wir als große Gruppe einfach so drinnen waren und uns so toll die Storybälle zuspielten (oder eben nicht, je nachdem wie man es betrachtet), dass unsere Meisterin den Tränen nahe war vor Lachen und nicht wirklich dazu kam böse Blicke zu verteilen.

Aber vielleicht schwärme ich als Leseratte und selbst Geschichtenschreiber so sehr von dem Spiel, weil es genau diese künstlerische Ader in mir anspricht. Einfach mal selbst ausprobieren wäre damit mein Fazit.

Ich hoffe aber, dass ihr wenigstens einen schönen Tag habt, wenn schon keine klare Spielemeinung von mir und cheerio!
Euer King Sirus

Dienstag, 22. April 2014

Eine Odyssey, ein Baum in der Ferne und eine Titanenlegende? [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und heute will ich endlich mal eine Demo aufgreifen zu einem der größeren Spiele. Aber auf „Mickey Epic“ und „Monster Hunter“ müsst ihr noch ein wenig warten, stattdessen beginne ich mit „Etrian Odyssey IV – Legend of the Titan“.

„Etrian Odyssey“ ist eine Reihe die mich total überraschte, aber sofort überzeugte. Wieso total überraschte? Nun, weil ich First-Person Rollenspiele eher vom PC gewohnt war. Außerdem war ich damals noch der Überzeugung, dass sie eher Zeugen alter Zeiten waren, wo noch keine grafischen Höchstleistungen zu erwarten waren.

Oh Gott, dass sage ausgerechnet ich, der eigentlich Grafik immer in die zweite Reihe stellt.

Dem alten Stil bleibt auch der vierte Teil der Reihe treu und die Macher erlauben uns einen Blick ins Spiel zu werfen. Allerdings tatsächlich nur mickrige 3 Start-Anwendungen lang. Klingt ziemlich wenig und ist es auch irgendwie… weil es viel zu süchtig macht!

Mit einem kurzen Intro, werden wir in die Welt des Spiels eingeführt, wo wir auch erfahren warum wir als wackerer Held uns auf gefährliche Missionen begeben sollten. Es dreht sich alles um den Yggdrasil Baum, der – obwohl er sehr weit entfernt liegt – am Horizont für die Bewohner von Tharsis ersichtlich ist, jedoch ein großes Geheimnis darstellt, da noch Niemand zu ihm gelangte und seine Geheimnisse erkundete.

Dies soll sich nun ändern und so versuchen viele Abenteuerer Ruhm und Ehre in der Erfüllung dieser Aufgabe zu suchen. Auch wir und dafür müssen wir uns erst einmal einen Namen machen.

Die Demo macht uns recht schnell klar, dass wir den Anfang des Spiels vor uns haben und nur bis zu einem gewissen Punkt kommen werden (so wird uns beispielsweise vom ersten NPC überhaupt gesagt, dass wir in der Demo maximal Level 10 erreichen können). Gerade deshalb vermute ich aber, dass man den Speicher der Demo auch in die Vollversion wird übertragen können.

Ich muss auch gestehen, dass ich vom Umfang der Demo überrascht war. Ich habe mich gut über eine Stunde hineingestürzt bisher – für mehr war leider noch keine Zeit – und kann daher nur basierend darauf meine Meinung kundtun, habe in der Zeit aber noch nicht einmal den ersten Dungeon samt erster Mission geschafft. Vermutlich wird aber auch nur das der Umfang der Demo sein.

Diese Stunde hat mir aber wie schon angedeutet viel Information über das Spiel beschert. So konnte ich mir beispielsweise die schönen, stimmungsvollen und atmosphärischen Stücke des Soundtracks zu Gemüte führen, die mich überzeugten. Die Japaner haben für Musik einfach ein Händchen – gerade im Rollenspielbereich – und so lässt man die Finger ganz weit weg vom Lautstärkeregler. So etwas will man halt nicht verpassen.

Auch den 3D-Effekt des Nintendo 3DS wussten die Jungs von Atlus (also ich werde wirklich noch Fanboy von denen, was die schon alles rausgehauen haben, sagenhaft!) gut zu nutzen. So ähnelt die Grafik einem typisch, asiatischem Animestil, kaum macht man aber den 3D-Effekt an unterteilt sich das Bild quasi in Ebenen. Dadurch kommt die bildschöne Hintergrundszenerie deutlicher ins Blickfeld des Betrachters und die Textbox scheint ein Stück näher an den Spieler heran zu rücken. Die Gesprächspartner bleiben dagegen quasi dazwischen stehen.

Klingt nun nich wirklich nach 3D, ist aber dennoch ein wirklich schöner Blickfang. Vor allem bleiben die Farben echt und grauen nicht aus oder auch die Kanten werden nicht unscharf. Ein häufig zu beobachtendes Problem beim 3D-Effekt.

Zudem bekommt man die Möglichkeit – und das obwohl es eben doch nur eine Demo ist – in den Optionen beispielsweise die Textgeschwindigkeit anzupassen oder auch den Schwierigkeitsgrad auszuwählen. Dinge die für Vollversionen das Normalste auf der Welt sind, in Demos jedoch eher seltener Einzug finden.

Oh und wo wir schon beim Rumfuschen sind. Auch in den Karten der Dungeons darf man sich wieder ausgiebig auslassen. Denn diese zeichnet sich nicht wie von Zauberhand selbst, sondern muss vom Spieler schon eigenständig vervollständigt werden.

Denn sonst hat man nur grobe Züge des Höhlenkomplexes auf dem Touchscreen visualisiert. Erst das eigene Einzeichnen von Wänden, verborgenen Durchgängen oder markieren besonderer Stellen, macht aus dem Ganzen eine richtige Karte, auf die man gerne auch zurückgreift.

Zum Schluss noch etwas zum Partykonzept von „Etrian Odyssey IV – Legend of the Titan“. Man hat nämlich zu Beginn die Wahlmöglichkeit zwischen sieben Klassen – darunter rollenspieltypische wie der Heiler, Tank oder Magier, nur eben mit eigenständigen Namen wie Medic, Fortress oder Runemaster – und ich vermute, dass wohl auch noch geheime, freischaltbare Klassen auf ihre Entdeckung warten.

Hat man sich nun für eine Klasse entschieden, darf man noch zwischen vier verschiedenen Figuren als optisches Aussehen wählen. Zwei Männlein und zwei Weiblein. Abschließend geht es noch zur Namensbestimmung und erfährt dann… dass man ganze 30 CHARAKTERSLOTS zur Verfügung hat?!

Japp, bis zu 30 Helden können eurer Gilde beitreten. Diese könnt ihr in eine Party und drei Squads unterteilen. Dabei sind die Zusammenstellungen stets so aufgebaut, dass es zwar drei Plätze in der Front und drei Plätze hinten als Unterstützung gibt, jedoch nur insgesamt fünf dieser sechs Positionen belegt werden können.

Da muss man sich schon überlegen welche Zusammenstellungen man bevorzugt und von Erfolg gekrönt sein könnten.

Ihr merkt schon, ich bin nicht nur von der Demo, sondern auch von dem Spiel und der Reihe maßlos begeistert. Und vor allem stecken sicherlich auch noch so viele Feinheiten drin, die ich in meiner Stunde noch gar nicht entdeckt habe. So habe ich erst kurz vorm Ende meiner Spielzeit herausgefunden, wie ich Skillpunkte verteilen kann und dabei entdeckt, dass jede Klasse einen individuellen Skilltree aufweist, der nicht nur Möglichkeiten für verschiedene Builds bietet, sondern auch massig Chancen zum Verskillen.

Vielleicht mache ich noch einmal einen Nachtrag, wenn ich die Demo durch habe. Jetzt aber… will ich weitersuchten!

Somit euch noch ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Sonntag, 20. April 2014

Wenn Nintendo seine Helden von der Kette lässt!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und wir wissen alle, dass nicht jedes tolle Spiel uns mit seiner Story, Grafik oder Idee überzeugt. Manchmal reicht es uns den Spielern, wenn wir einem Klempner eins mit dem Baseballschläger überziehen, einen Igel in die Luft sprengen oder einen Helden in Strumpfhosen in die Tiefe stürzen lassen dürfen.

Die Meisten dürfen in dieser Einleitung bereits unser heutiges Spielethema erkannt haben. Und einige möchten daher vielleicht anmerken: „Hey! In Super Smash Bros. Brawl sind nicht nur Figuren von Nintendo drinne! Deine Überschrift ist also nicht ganz korrekt und diskriminiert die anderen Helden wie Sonic oder Snake!“

Ernsthaft?

Diese Stimmen ignorieren wir in aller Ruhe und widmen uns unserem Thema wieder. Naaa!
So eine Dreckssau bin ich nicht, aber primär stammt das Spiel von Nintendo und der allergrößte Großteil sind eben auch Nintendofiguren. Und davon gibt es eine ganze Menge, erst Recht wenn man die versteckten Kämpfer alle freigespielt hat.

Zehn Newcomer werden uns geboten, mit dreizehn Veteranen kehren alte Kämpfer zurück und immerhin vierzehn Leute müssen erst freigeschaltet werden. Das macht nach Adam Riese siebenundreißig Helden, die sich durch die Stages prügeln. Damit dürfte wirklich für jeden etwas dabei sein.

Da ja nun bereits ein neues „Super Smash Bros.“ für die neue Generation angekündigt wurde – und sogar diesmal für den Nintendo 3DS –, wollte ich mal einen Blick zurück auf mein erstes Spiel dieser Reihe werfen. Ja, ich bin mit dem Wii-Titel spät eingestiegen. Aber umso stärker habe ich einen Narren daran gefressen.

In schöner, teils auch bunter Grafik prügelt man sich durch die verschiedensten Stages. Diese sind ebenfalls in großer Vielzahl vertreten (mit einundvierzig sogar mehr als Kämpfer) und mit kreativen, wie auch witzigen Stolpersteinen versehen. Und wem das nicht genug ist, baut einfach ein paar eigene Stages.

Vermutlich werden die meisten Leute genau damit ihre Zeit verbringen. Online oder einfach mit ein paar Freunden sich stupide auf den Maps aufs Maul hauen. Dabei bietet das Spiel auch noch einiges Anderes, womit man sich stundenlang beschäftigen könnte.

So gibt es mit dem „Subraum-Emissär“ einen Abenteuer-Modus, der einer Art Storymodus gleicht und mit dessen Hilfe sich einige der freischaltbaren Helden leichter in die Sammlung übernehmen lassen. Daneben gibt es noch einen Klassischen Modus, wo man sich durch zwölf Stages mit Gegnern hauen muss. Weniger Story als, aber genauso viel Haue. Sehr schön.

Wer sich vielleicht da nicht direkt reintraut, kann sich ja auch erst einmal im Training mit der Steuerung vertraut machen oder im Missions-Modus erst einmal an kleine Aufgaben heranwagen, ehe man sich mit den etwas länger andauernden Modi beschäftigt.

Oder man macht auch einfach stundenlang Minispiele im Stadion wie etwa Sandsackweitprügeln, Scheiben-gegen-die-Zeit-zerstören oder Last Man Standing in Smash Bros. Manier. Hell yeah! Oh, natürlich darf nicht das etwas verstecktere Münzschleuder vergessen werden, wo man seine ganzen hartersammelten Münzen im wahsten Sinne des Wortes verschleudern darf.

Ist schon ziemlich viel zu tun, nicht wahr? Damit sind wir noch weit weg von dem, was man alles gibt. Neben den freischaltbaren Stages und Kämpfern, gibt es auch allgemein haufenweise Meilensteine zu erringen. Aber auch alte Spieleklassiker als Demos werden einem geboten, falls man etwas pixelige Ablenkung braucht.

Für alle Sammelfans gibt es noch zudem Trophäen und Sticker. Mit den Letzteren widerum kann man sogar noch den Charakter stärken. Ein seltsames, aber witziges Konzept – habe ich selbst nie genutzt.

Man merkt schnell, wenn man mit „Super Smash Bros. Brawl“ anfängt, dass das Spiel kein Beat’em Up Spiel im herkömmlichen Sinne ist. Wer also zwanzigstellige Combos sucht, zum auswendiglernen und angeben, wird somit auch ganz fix enttäuscht. Wie schon bei so vielen anderen Spielen, versucht Nintendo ein Genre oder Konzept familientauglicher, casualgamertauglicher oder einfach massentauglicher zu machen.

So können sich selbst unerfahrene Spieler schnell ins wilde Getümmel stürzen. Eine einfache Steuerung und dem bereits erwähnten Wegfall unnötig komplizierter Combobefehle sei dank!

Auf diese Weise wird auch wieder nur das eigene Geschick und Können zum Maßstab des Erfolgs. Aber genau das macht für mich den Charme dieses Spiels aus. Denn diese Reihe versteht sich als Fungame, als lustiger Haudrauf für die ganze Familie. Auch für Generation Mama und Papa.

Dennoch heißt dies nicht, dass es nicht auch fordernd sein kann. Gerade wenn man sich die vielen Schwierigkeitsstufen anschaut zwischen denen mal wählen kann, sollten dies verdeutlichen.

Letztendlich gibt der Erfolg dem Spiel Recht und ich freue mich schon auf die neuen Umsetzungen, die ja dieses Jahr den Kauf einer Wii U lohnenswerter machen oder zum ersten Mal auch auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn möglich sind.

Habt ansonsten ‘nen schönen, aber veilchenfreien Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Donnerstag, 17. April 2014

10 Phasen purer Spannung

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und das heutige Spiel ist eigentlich weltberühmt. Sogar das zweitbestverkaufte Kartenspiel der Welt nach „Uno“. Und dennoch habe ich davon erst vor etwa zwei Jahren etwas erfahren. Ja, ich dachte damals sogar noch, dass das ein völlig unbekanntes Spiel sei. Ich rede dabei von „Phase 10“.

„Phase 10“ existiert in einigen verschiedenen Abwandlungen und Varianten bereits und ich will mit euch über „Phase 10 Master“ reden, welches die Version war mit der ich das Spiel kennen lernte.

Wie schon angedeutet handelt es sich um ein Kartenspiel. Jeder Spieler bekommt dabei zehn Handkarten und zu Beginn jedes eigenen Zuges, zieht man entweder die oberste Karte vom Nachziehstapel oder darf sich die oberste Karte des Ablagestapels schnappen.

Wenn man nun die Bedingungen der Phase, in der man sich aktuell befindet, nicht erfüllen kann, muss man jetzt zum Schluß eine Karte ablegen und der nächste Spieler darf weiter machen. Hat man jedoch alle Karten für die entsprechende Bedingung, darf man diese vor sich Ausspielen.

Nun werden passende Handkarten an die offen ausliegenden angelegt – auch an die der Mitspieler. Erst wenn ein Spieler nach Phasenerfüllung alle Handkarten losgeworden ist, endet die Runde und die restlichen Handkarten werden als Punkte aufgezählt.

Dies ist wichtig, falls zwei Spieler gleichzeitig die zehnte Phase erfüllen können, damit ermittelt wird wer nun der genaue Sieger ist.

Generell ist das Erreichen der zehnten Phase das Spielziel, jedoch werden die Phasen für Phase immer schwieriger.

So einfach und simpel wie die Regeln sind, so viel Spaß macht das Spiel selbst. Erst Recht mit hohen Spielerzahlen, wenn man einerseits versucht die eigenen Phasen zu erfüllen, gleichzeitig aber versucht herauszufinden, welche Karten der Spieler nach einem sammelt, um keine abzuwerfen die ihm helfen könnten.

So kommt sehr viel Strategie und auch Emotion in das Spiel hinein. Viel trauriger ist doch fast, dass ich über ein so tolles, interessantes Spiel nur so wenig schreiben kann. Aber vielleicht sollte ich diesen Umstand auch vielmehr als etwas Positives sehen, denn damit bedeutet es doch dass es nicht viel zu kritisieren gibt.

Die einfachsten Spiele, sind doch eben die Besten.

Euch wünsche ich wie immer einen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Dienstag, 15. April 2014

Zwei Spiele, wie Hund und Katze?! [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und diesmal werde ich euch nicht drei Demos präsentieren, sondern nur zwei. Dafür aber diese im direkten Vergleich, da sie mehr oder weniger denselben Kinderwunsch digital bedienen: Haustiere!

„I love my pets“ und „Nintendogs + cats“ beschäftigen sich beide mit Hunden und Katzen, den klassischen Wunschhaustieren vieler tierliebender Kinder. Doch was haben die einzelnen Spiele zu bieten? Gibt es einen Sieger in diesem „Duell“ – möchte ich fast sagen – oder kann man die Spiele am Ende doch gar nicht vergleichen?!

Fangen wir quasi mit dem Nachmacher an:

I love my pets
Gerade einmal 5 Start-Anwendungen gibt euch das Spiel, um herauszufinden ob es euch interessiert oder nicht. So traurig es klingt, dass man so sparsam euch die Demo präsentiert, so ausreichend ist es aber auch gleichzeitig.

Ist die Frage, ob dies nicht vielleicht sogar die traurigere Erkenntnis ist.

Man hat die Wahl zwischen dem Hund Bohne und der Katze Molly. Das ausgewählte Tier sitzt brav vor euch und wartet, was ihr mit ihm oder ihr vorhabt. Der andere animalische Gefährte tobt derweil im Hintergrund durch die Wohnung.

Was die Demo leider nicht beantwortet, vom Titel aber durchaus ein wenig suggeriert wird: Gibt es in der Vollversion noch andere Haustiere?!
Trotz meiner versuchten Recherche konnte ich die Frage nicht eindeutig klären, es scheint sich aber doch allein mit Hunden und Katzen zu beschäftigen.

Na ja, wobei beschäftigen relativ ist. Anders als beim großen Konkurrenten kümmert ihr euch nicht wirklich um euer Haustier, sondern habt eine Auswahl von zwölf… sagen wir mal „Minispielen“. Davon sind lediglich fünf in der Demo freigeschaltet zum ausgiebigen austesten. Hierbei gleichen sich vier der Spiele bei Hund und Katze, lediglich eines ist je nach Tier unterschiedlich.

Der Punkt ausgiebig austesten ist im Übrigen auch nur relativ. Denn fast bei allen Minispielen habe ich im Erstversuch die vollen drei Sterne abkassiert und viel mehr gibt es dann nicht zu holen. Ein Highscore existiert auch nicht, so dass zudem keine Langzeitmotivations aufkommt – geschweige denn der Wunsch ein Minispiel öfter als einmal anzuspielen.

Die Musik ist hier mitunter einer der positivsten Aspekte des Spiels. Sehr stimmungsvoll und irgendwie auch witzig, dudelte es im Hintergrund umher, während ich Minispiel für Minispiel ausprobierte. Leider kann die Grafik da nicht so gut mithalten. Denn kaum macht man den 3D-Effekt des Nintendo 3DS an, sieht man ein unscharfes, unschönes Bild. Ohne ist hier definitiv besser.

Der Versuch etwas vom Haustierspielekuchen abgreifen zu wollen, ist in den Ansätzen ja vielleicht noch ganz OK, aber die Umsetzung nicht einmal ansatzsweise. In meinen Augen ist der Aspekt, der diese Spiele überhaupt erst spielenswert macht der, dass man frei mit den Tieren interagieren kann und eine direkte Reaktion erhält. Eine Freiheit, die einem hier eben versagrt wird.

Nintendogs+Cats
Dieses Spiel bietet immerhin schon einmal doppelt so viele Start-Anwendungen wie der Vergleichspartner, also ganze 10. Eher überraschend ist, dass es nicht im Nintendo eShop erhältlich ist, was inzwischen schon eine außergewöhnliche Sache darstellt.

Was die tierische Wahl angeht, so sucht man bei „Nintendogs+Cats“ lediglich den Hund aus und kriegt die Katze quasi als Bonus dazu. Dabei stehen ein Pudel, eine Bulldogge und ein Retriever zur Auswahl. Ob die Katzen besonderen Rassen angehören weiß ich leider nicht, jedoch kann ich zumindest ihre Farben nennen. In Reihenfolge der Hunde handelten es sich um eine Rotgetigerte, eine Graue und eine Graugetigerte.

Bevor ich auf den spielerischen Inhalt eingehe, möchte ich kurz etwas zur technischen Leistung sagen. Die Musik selbst ist etwas ruhiger als beim Vergleichskonkurrenten, dennoch aber sehr angenehm, melodisch und passend. Hier sticht somit keiner den Anderen aus.

Anders sieht es schon bei der Grafik aus. Diese ist nämlich wirklich super und es ist unglaublich wie realistisch die süßen Tiere aussehen. Selbst wenn man den 3D-Effekt anschaltet, bleibt die Grafik des Spiels gestochen scharf.

Was für mich „Nintendogs+Cats“ aber wirklich perfekt macht, sind die spielerischen Möglichkeiten die ich eben noch übersprungen hatte. So hat man eine große Bandbreite an Untensilien zur Verfügung, um sich mit Hund und Katze zu beschäftigen.

Spielzeug zum Spielen, Trockenfutter und Wasser für die lebenswichtigen Bedürfnisse, aber auch Bürsten zur Körperhygiene sind vorhanden. Leider endet die Demo stets nach einer gewissen – viel zu kurzen – Zeit. Beziehungsweise startet sich selbst einfach neu.

Anreiz ist aber genug vorhanden zur Vollversion zu greifen und auch ich kann den Reiz dieses Spiels vollstens verstehen, auch wenn er doch ein sehr indealistisch Tierverhalten aufzeigt und Kinder die Schwierigkeiten mit dem Tier verschleiert – was zu Problemen führen könnten, wenn tatsächlich ein Hund oder eine Katze einmal ins Haus einziehen sollten.

Nun muss ich meine Terrorkatze beruhigen und trauere meiner perfekten 3DS-Katze nach, während wenigstens ihr vielleicht einen schönen Tag habt. Und nicht vergessen: Cheerio!
Euer King Sirus

Sonntag, 13. April 2014

Hier liegt zwar nicht der größte Schatz der Welt, aber immerhin ein Abenteuer

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und oftmals hat man als deutscher Fan das Gefühl benachteiligt zu werden. Während sich die Japaner über haufenweise Filme, Spiele und Specials zu ihren Lieblingsmanga / -anime freuen dürfen, müssen wir uns mit lediglich einem Bruchteil des Vergnügens zufrieden geben.

So gehört Eiichiro Oda’s „One Piece“ neben „Dragonball“ und „Naruto“ zu den Manga- / Animevertretern mit den meisten Spieleadaptionen auf dem deutschen Markt, schaut man sich aber die Fülle an Spielen die es dazu in good old Japan gibt, ist selbst das nur ein Bruchteil des Möglichen.

Heute möchte ich mir aus der Auswahl an deutschen „One Piece“-Spielen gerne das für die Wii erschienene „One Piece Unlimited Cruise 1“ rauspicken.

Natürlich hätte ich sehr gerne die Originalstory nachgespielt, doch bei dem Umfang den sie inzwischen umfasst ist das mehr als reines Wunschdenken. Dennoch muss sich die Handlung des Spiels nicht verstecken, denn sie wurde vom Meister persönlich kreiert.

Dies merkt man auch an vielen Spielen. So ist beispielsweise in praktisch jeder Rendersequenz der typische Humor vorzufinden. Ironischerweise – um an diesem Punkt noch kurz zu bleiben – haben mir die Gags im Spiel jedoch besser gefallen, als sie es inzwischen im Manga tun. Während ich hier so manches Mal wirklich laut loslachen musste, empfinde ich es im Manga inzwischen sehr überzogen und eher lächerlich als noch witzig.

Die Story folgt dem typischen „Ruffy entdeckt etwas, dass ihn neugierig macht und zu einem großen Abenteuer wird“-Aufbau, den man bereits aus diversen Movies und Vorgängerspielen kennt. Auch vom Ablauf her ist sie leider etwas zu linear geraten und so gibt es eigentlich nichts, was ich in diesem Punkt besonders hervorheben kann und möchte, auch wenn sie an und für sich solide ist und sich gut in die „One Piece“-Welt einfügt.

Gerade wenn es um das Untersuchen der Inseln geht, hätte man dem Spieler ruhig ein wenig mehr Freiheit lassen können. Dies wird aber mit den diversen Spielzusätzen ausgeglichen. So gibt es einige Tätigkeiten mit denen man einige Stunden Spielspaß verbringen kann, ohne der Handlung weiter folgen zu müssen.

Sei es das Angeln und somit Sammeln aller Wasserlebewesen (immer wieder herrlich, wenn man einen Seekönig an Land zieht und wie die unterschiedlichen Strohhüter auf den Fang dann reagieren) oder wenn man an Land auf Insektenjagd geht. Bei diesen beiden Alternativtätigkeiten bleibt es aber natürlich nicht.

Wir hätten da noch die Vervollständigung aller Rezepte an der Seite von Meistersmutje Sanji, die Umsetzung aller Kreationen in Choppers Chemieküche oder das Basteln aller Erfindungen unter dem wachsamen Auge von Lysop. Oh, halt! Und natürlich noch das Finden von zehn geheimen (plus einer extra geheimen) Schatzkisten, um Namis unstillbare Berrygier zu stillen!

Wer lieber auf Kämpfe steht, kann sich auch noch an den mehr oder weniger schwierigen geheimen Endbossen versuchen. Insgesamt gesehen gibt es also reichlich zu entdecken. Für Fans würde ich daher schon fast von einem Pflichtkauf samt Hochgenussempfinden sprechen, aber auch Nicht-Fans können mit dem Werk reichlich Spaß haben. Wie schon zuvor erwähnt: Der Humor allein ist wirklich grandios!

Schnell findet auch jeder seinen Lieblingscharakter, mit dem er am Besten zu Recht kommt, obwohl eigentlich jeder seine persönlichen Stärken aufweist und damit spieleswert ist. So dürften viele vermutlich Nami, Lysop, Robin, Chopper, Franky und Brook völlig unterschätzen und kaum nutzen – außer vielleicht wenn es Lieblingsfiguren sind – und sich auf das Machttrio Ruffy, Zorro und Sanji stürzen.

Habe ich ehrlich gesagt anfangs auch so gehandhabt. Sobald man aber die vermeintlich schwächeren Crewmitglieder etwas trainiert hat, weiß so mancher mit tollen Attacken und damit verbundenen Strategien zu überzeugen

Die Grafik fand ich ganz in Ordnung, dafür dass die Wii wegen ihrer Leistung in diesem Bereich ja gerne immer etwas verteufelt wird. Doch zeigt dieses Spiel eben auch, dass solche Faktoren zweitrangig werden können, wenn der Rest stimmt.

Leider stimmt dieser Rest nicht zu 100% und so gibt es auch etwas zu beanstanden. Etwas was so gravierend ist, dass es viel von diesem tollen Werk kaputt macht. Es handelt sich um die Steuerung, die mit dem Wii-Nunchuk und natürlich dann auch mit der Wiimote arbeitet.

Eben diese Steuerung empfand ich oftmals als sehr ungenau, schwammig und manche Attacken in ihrer Angriffsrichtung kaum bis gar nicht kontrollierbar. Es ärgert einen somit schon immens, wenn man statt einer Sprintattacke einen Special Angriff macht und damit wertvolle SP vergeudet. Gerade auch zu Anfang, wenn man wenig SP hat und keine Heilsachen, ist das gelinde gesagt extrem ärgerlich und nervig.

Doch das hat sich ja nun eigentlich alles hauptsächlich auf den Story-Mode bezogen, gibt es denn keine weiteren Modi oder versteckte Extras? Doch, es gibt noch einen VS.-Mode, wo man in klassischer Beat’em Up Manier sich gegenseitig die Schädel einmatscht und auch viele Kämpfer erst freispielen muss. Oh und es gibt den Survival-Mode noch, dessen Name wohl relativ selbsterklärend ist.

Wenn man die Story einmal durchgespielt hat, werden natürlich auch neue Schwierigkeitsgrade freigespielt. So etwa der Hard Mode oder danach sogar noch der Very Hard Mode. Und wer vielleicht seinen Errungenschaften hinterher trauert bevor er „One Piece Unlimited Cruise 2“ einlegen will, sei getröstet. Die Fortsetzung setzt nicht nur storytechnisch da an, wo Teil 1 aufhörte, nein ihr könnt auch eure Speicherdaten übernehmen!

Und wer ohnehin beide Spiele spielen will, kann sich ja das „One Piece Unlimited Cruise Double Pack“ besorgen, denn da sind beide Teile in einem schicken Schuber verpackt. Eher stutzig machte mich dagegen „One Piece Unlimited Cruise SP“ und „One Piece Unlimited Cruise SP 2“.

Während nämlich in Japan und Amerika „One Piece Unlimited Cruise SP“ die Nintendo 3DS Variante beider „One Piece Unlimited Cruise“-Teile in einem ist – samt spielbaren Marine Ford Arc als neuer Bonusinhalt – wird uns europäern das Geld in der Tasche gezogen, indem man die Nintendo 3DS Version genauso wie die ursprünglichen Wii-Spiele splittet.

Und so werden wir hier in Europa doch mal wieder gegeiselt und gepeinigt, aber sind wir ja irgendwie schon fast gewohnt. Insgesamt bleibt die Aussage von oben aber stehen, das Spiel ist gut und nun habe ich sogar wieder Lust bekommen, mal wieder nach Seekönigen zu angeln!

In diesem Sinne euch einen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Donnerstag, 10. April 2014

Bist du eine Maus oder ein Mann? Streng genommen… Beides!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und diesmal haben wir wieder so einen Fall von: „Besitze ich nicht selbst, ist aber so toll dass ich es euch nicht vorenthalten kann!“

Es ist ein Spiel, welches mehr einer gespielten Geschichte gleich kommt, einen schon fast an Rollenspiel denken lässt, ein Spiel dass für mich erfrischen kreativ war. Doch welches Spiel ist es denn nun?

Wer dank dem Titel noch nicht drauf gekommen ist, dem will ich es natürlich verraten: „Maus und Mystik“.

„Maus und Mystik“ erzählt die Geschichte des jungen Prinzen Collin, der seinen Vater und sein Königreich vor der bösen Zauberin Vanestra bewahren will. Leider wurden er und seine treuen Gefährten von ihr gefangen genommen, bevor sie etwas erreichen konnten. Um nun erst einmal aus dem Verlies zu entkommen und um dann das weitaus größere Ziel verfolgen zu können, werden sie daher vom Magier Maginos in Mäuse verwandelt.

Hier beginnt das große Abenteuer von Collin und Co., welches in mehreren Kapiteln erzählt wird. Die etwas seltsame Zeitangabe auf der Verpackung, die eine Spieldauer von 60 – 90 Minuten verspricht, ist im übrigen pro Kapitel der Story zu verstehen.

Oder wahlweise die Dauer, um vermutlich die Regeln des Spiels zu verstehen. Denn obwohl diese durchaus, beziehungsweise großteils eher simpel aufgebaut sind, ist das Regelwerk eher ein verwirrendes und teilweise ungeordnetes Sammelsurium dieser simplen Spielregeln.

So muss man sich manches Mal wieder quer durch die Regeln lesen oder sucht eine bestimmte Regel, die im Spiel aufkam und verbringt damit unnötige Minuten die den Spielfluss stören. Gerade hier sollte eine dringende Überarbeitung für zukünftige Auflagen stattfinden.

Sieht man von diesem Problem ab, ergibt sich jedoch ein sehr schönes Spiel, welches durch das Storybook und damit die vorlesbaren Geschichtenabschnitte – die besonders viel zur Stimmung beitragen können und den Spieler in der Welt des Spiels, oder wahlweise auch in der Rolle seines Mäuserichs versinken lassen – wunderbar ergänzt wird.

Nun gut, Spielebesitzer, die mehrere Male das Spiel gespielt haben dürften, wird gerade dieses Handlungsvorlesen irgendwann auf den Keks gehen, so dass man sich vielleicht dabei ertappt das Buch dem noch unwissenden Spieler einfach rüberzureichen, mit den Worten: „Lies ma fix durch.“

Ein Verlust und Stimmungsbrecher, der aber nach dem fünften Mal spielen verständlich sein dürfte. Vielleicht gibt es gerade deswegen bereits drei Erweiterungen für das Spiel, die neue Handlungen erzählen und damit neuen Spaß in das Spiel auch für Besitzer bringen.

Ein weiteres Problem ist die Variation der Spielerschaft. So werden manche Kapitel nicht mit den vollen vier Spielern, sondern vielleicht nur mit zweien gespielt, weshalb man sich dann überlegen muss, wie geht man vor? Setzen zwei nun aus und schauen nur zu? Oder macht man das Kapitel einfach mit allen vieren weiter, wodurch die Gegner lächerlich einfach werden, da das Balancing des Kapitels durcheinander gebracht wurde?

Gerade in Anbetracht dessen, dass die Story sich auch als Kampagne spielen lässt und dies sogar in den Regeln – viel zu kurz – aufgegriffen wird, sind solche Dinge eher ein Ärgernis, als eine Bereicherung.

Ach ja, für die Tabletopfans unter euch: Die Figuren lassen sich auch prima bemalen und wenn das mit einigermaßen Können geschieht, sehen die detailverliebten Figuren und Gegner nicht nur wunderbar aus, sondern unterstützen noch zusätzlich diesen netten Charme der dem Spiel inne wohnt.

Leider ist dies ein Bonus in dessen Genuss eben nicht jeder kommen wird. Mein Glück, dass meine Bekannten das machen und können. So war ich noch viel, viel verliebter in meine Rolle als Mäusemagier Maginos! MIT MIEPS!

Wer will keinen kleinen Drachen aka Marienkäfer als Kampfgefährten?!

Trotz allem macht gerade das kooperative Gameplay mächtig Spaß, dabei bin ich eigentlich kein großer Fan von kooperativen Spielen, da ich hier in der Vergangenheit einfach zu oft negative Erfahrungen gemacht habe. Scheinbar bessern sich aber Ideen, Konzepte und Umsetzungen in diesem Segment und so hat mich „Maus und Mystik“ auf jeden Fall positiv gestimmt.

Vielleicht aber der wirklich schönste Aspekt ist, dass obwohl so viel Glück den Ablauf des Spiels bestimmen – dem man nur durch strategischen Handeln in den Kämpfen versuchen kann etwas entgegen zu wirken –, man dies dem Spiel verzeiht. Vielleicht weil dadurch gewissermaßen eine dramaturgische Entwicklung der Handlung auch simuliert wird, die eben zu jeder guten Geschichte dazu gehört.

Und wenn wir bei dieser auch schon wieder angekommen sind, möchte ich noch erwähnen dass man sogar ein wenig Einfluss auf die Handlung nehmen kann, da dem Spieler immer die Möglichkeit geboten wird Nebenquests zu erfüllen, um so zusätzliche Abschnitte der Handlung als Erlebnis mitzunehmen.

Ein wenig nachträglicher Feinschliff in den nächsten Auflagen – oder vielleicht wurde dies ja versucht mit den Erweiterungen umzusetzen? – und aus dem Rohdiamanten, wird ein wahres Schmuckstück, welches im Regal glänzen darf.

Euch aber jetzt noch einen unverzauberten, aber schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Dienstag, 8. April 2014

Tot oder lebendig? Hauptsache was aufs Maul! [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und diesmal machen wir uns mit der Demo eines echten Prügelspiels warm, bevor wir uns witzigen Funprüglern demnächst widmen. Welches Spiel eignet sich zu diesem Zweck also besser, als eines der großen vier Prügelreihen?

Oder um es ein wenig leichter verständlich auszudrücken, es geht um „Dead or Alive: Dimensions“ für den Nintendo 3DS.

Das Spiel ist nicht im Nintendo eShop erhältlich – was für mich immer ein Pluspunkt, als ein Manko ist, denn ich als Sammler von Spielen hasse nichts mehr, als lediglich die Option eines Downloadspiels zu haben –, außer die Demo die man dann 30 Start-Anwendungen lang ausprobieren kann.

Wobei leider nicht viel zum Ausprobieren ist. Es gibt lediglich immer denselben Kampf im Storymodus (auch Chronik genannt) und wenn man den Arcademodus wählt, kann man zwischen vier Kämpfern wählen, um sich fünf Gegnern in den Weg stellen zu dürfen.

Spaß bis zum Abwinken… oder so. Aber OK, letztendlich geht es nur um das Kloppen und das sollte man in der Demo doch bei der Gegnerauswahl ausreichend oder? Wenn wir mehr serviert bekämen, wären wir doch sicherlich bereits im Vollpreisspiel, oder?

Ja… mehr oder weniger. Zwar ist die Musik cool und angenehm dezent im Hintergrund, macht aber genug Stimmung dass man sich in den Kämpfen verliert. Und auch die Grafik zeigt einfach was die Handheldgeneration heutzutage zu bieten hat. Ein gestochen scharfes Bild, dass alte Konsolengenerationen nicht zu bieten haben und wir heutzutage in der Hosentasche mit uns herumtragen.

Aber kaum schaltet man den 3D-Effekt an, hat man das Gefühl dass der Nintendo 3DS irgendwie in der Hose vergessen wurde, weshalb er in der Waschmaschine gelandet sein muss. Denn das Bild sieht seltsam verschwommen aus, unsauber und zum ersten Mal hat mir der 3D-Effekt doch tatsächlich Übelkeit und Kopfschmerzen bereitet, was ich sonst immer nur von anderen gehört habe…

Der kleine Einzelkampf der Chronik / Story / Nennswieduwillst zwischen Kasumi und Ayane deutet tatsächlich an, dass die Prügelspiele vernünftige Storylines aufzubauen versuchen. So kommt die kleine Sequenz actiongeladen daher, ist aber zu wenig um etwas über die Qualität aussagen zu können.

Man sieht aber auch, welche Möglichkeiten die Prügelspiele auf dem Nintendo 3DS haben, denn auf dem unteren Bildschirm sieht man die Combomöglichkeiten, weshalb ewiges auswendiglernen nicht mehr von nöten sein wird.

Wegen der Steuerung…
Bevor ich dazu etwas sage, ich habe seit Jahren keine typischen Beat’em Ups mehr gezockt. Daher sei mir bitte verziehen, wenn ich etwas bemängele was vielleicht inzwischen Genrestandard ist, doch war es für mich sehr irritierend, dass keinerlei Form von Sprung möglich war.

Auch das eher eingeschränkte Bewegungsfeld empfand ich als störend und unangenehm. Denn mehr oder weniger agiert und reagiert man nur. Das auf den Spieler zu oder vom Spieler wegbewegen innerhalb der Tiefenebenen des Spiels habe ich im Grunde nie benutzt, da es keinen Sinn machte.

Vielleicht bin ich aber einfach ein Fossil der 2D Beat’em Up Zeiten, wo sowas einfach nicht vorhanden war. Außerdem hat diese Tiefenbewegung für mich eher nur hervorgehoben, dass es letztendlich nur eine gefakte dreidimensionale Bewegungswelt ist.

Gerade bei solchen Demos würden mich eure Rückmeldungen und Meinung interessieren. Für mich ist das Spiel nichts, aber tu ich dem Titel vielleicht auch Unrecht mit meiner Ansicht?

Aber bitte ohne Prügelei kommentieren und lieber einen schönen Tag haben! Oh und cheerio!
Euer King Sirus

Sonntag, 6. April 2014

Niemand legt sich mit dem Tod an… außer MIR!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und worum sollte es bei der Überschrift gehen, wenn nicht um das langerwartete Add-On von „Diablo 3“, „Reaper of Souls“. Doch eigentlich soll es nicht um das Add-On alleine drehen, nein ich will generell meine Gedanken und Eindrücke vom dritten Teil dieser großartigen Spielreihe niederschreiben.

Es tut mir auch Leid, dass dieser Beitrag verspätet online geht, aber ich wollte mich gründlich mit den Spielen beschäftigen. Aus diesem Grund habe ich mich auch eingehend mit der Entwicklung befasst, von den ersten Demos aus 2008, bis hin zu dem was es heute ist.

Um euch aber vorweg zu warnen: Ich werde mich inhaltlich nicht zurück halten! Oder anders ausgedrückt, ich werde meine Meinung nicht spoilerfrei verfassen. Damit ihr euch entscheiden könnt, ob ihr weiterlesen wollt, daher gebe ich euch im Vorfeld Bescheid!

AB HIER ALSO MIT SPOILERN!!!

So, auch wenn ich über Basisspiel und Add-On schreiben will, werde ich mich anfangs erst einmal auf „Diablo 3“ konzentrieren, bevor wir Malthaels Treiben auf Sanktuario betrachten. Wie lange mussten wir auf dieses Spiel warten? Über ein Jahrzehnt lies sich der Herr des Schreckens Zeit, um seine Wiederaufstehung zu planen.

Ein Jahrzehnt, bei dem die Erwartungen größer und größer wurden und die Frage der man sich stellen musste war: Ist „Diablo 3“ diesen Erwartungen überhaupt gewachsen? Und könnte es jemals den Erwartungen gewachsen sein, beziehungsweise gerecht werden?

Vermutlich nicht, denn allgemeinhin waren die Begeisterungsstürme der Fans über das fertige Spiel eher verhalten. Und das obwohl es im Vorfeld doch so vielversprechend und toll wirkte!

Ob man nun unbedingt eine Minimap, zusätzliche Taschen im Inventar oder Schriftrollen braucht, sei dahingestellt. Dass man die Runen aber aus dem Spielkonzept wieder rausgenommen hat ist dagegen eher verwunderlich und auch die Edelsteine wurden um zwei – im Vergleich zu „Diablo 2“ – Exemplare reduziert. Ist das Spiel also nur grafisch besser, aber vom Gameplay her eher eine Reduzierung des früheren Erfolgsrezepts?

Am Ende definiert sich das Spiel aber meiner Meinung nach durch andere Aspekte, wie etwa die Charaktere. Wie schon im Vorgänger startet „Diablo 3“ mit fünf Charakterklassen, wobei nur mit dem Barbar und Zauberer alte Klassen ihr Comeback feiern und auch nicht mehr geschlechtsgebunden sind.

Zwei der alten Klassen erhalten ein gewisses Äquivalent im neuen Spiel, so löst der Hexendoktor den Totenbeschwörer ab und der Dämonenjäger die Amazone. Als Ersatz für den Paladin, kann man als Mönch mit den Dämonen den Boden aufwischen. Und wer möchte keinen Charakter spielen, der den Chuck-Norris-Roundhouse-Kick beherrscht?!

Wer sich nun aber bereits die Hände reibt, um sich in ein interessantes Skill-Tree-Konzept stürzen zu dürfen und den perfekten Build zu suchen, wurde schnell von Blizzard enttäuscht. Weder an den Stats, noch an den Skills durfte man großartig schrauben. Stattdessen wurde einem das Prinzip „dein Equip definiert deine Stats“ aufs Auge gedrückt…

Danke WoW, die dieses Prinzip mit als die Ersten groß machten und ebenfalls von Blizzard stammte.

Und wo wir schon bei Dingen sind, die versprochen waren und dann doch nicht kamen: Was ist aus der Mystikerin geworden, die schon für „Diablo 3“ angekündigt war und in Berichten rund um 2010 auftauchte? Was war aus dem PvP-Modus geworden, der versprochen war? Weitere Enttäuschungen die den Spaß an einer Legende schmälerten.

Gut, gut, wir merken also die Charaktere bieten zwar jeder eine tolle Hintergrundgeschichte, haben aber keinen spielerischen Tiefgang mehr und somit auch keinen Grund sich besonders lange mit ihnen zu beschäftigen… Thema Langzeitmotivation…

Zudem wurden wir mit Versprechungen gelockt und angefixt, die sich am Ende als heiße Luft herausstellten. Super gemacht Blizzard. Bietet das Spiel denn wenigstens eine vernünftige Herausforderung oder entwickelt es sich zu einem Spiel für jedermann, ohne Herausforderung?

Um diese Frage anzugehen, sollte man sich die Heiltränke tatsächlich anschauen. Denn diese bekamen tatsächlich einen Cool Down und stattdessen wurde das Heilkonzept mit dem Droppen von Healing Orbs erweitert. Damit sollte das Tränke-Spammen aus „Diablo 2“ unterbunden werden, was einen höheren Schwierigkeitsgrad mit sich bringen sollte.

Dies ist zwar wieder nur meine Meinung, aber das ist doch eher ein Witz als ein gutes Spielkonzept? Gut, meine Meinung kann ich jedoch auch nur in dem von mir gespielten Rahmen aussprechen. Ich persönlich bin nämlich damals in den Schwierigkeitsmodi Normal und Alptraum mit meinem Mönch nicht einmal gestorben oder war auch nur dem Tode nahe. Danach verlor sich so langsam die Lust am Spiel (die Lanzeitmotivation, wie schon angedeutet ebenfalls ein Manko an „Diablo 3“) und ich versuchte mich nicht mehr an Hölle oder Inferno.

Hat „Diablo 3“ denn aber auch irgendetwas an sich, was mich begeisterte? Nun, trotz all seiner Mängel war es ein gewohnter Süchtigmacher. Ich habe unzählige Stunden in „Diablo 2“ investiert, um meinen Totenbeschwörer zu perfektionieren, doch in „Diablo 3“ hielt mich die tolle Story an der Stange. Und das für ganze zwei Durchläufe!

Denn wenn eines absolut grandios ist, dann eben der Handlungsablauf. Die Plottwists sind überraschend, es gibt so viele Dinge die der Welt Leben einhauchen zum nebenbei erforschen (Bücher in den Dungeons, Gespräche mit NPCs oder Zufallsdungeons mit Hintergrund und Nebenquests) und die Dialoge gerade mit den Gefährten sind wirklich toll gelungen.

Alles in Allem wollte das Spiel zu viel und hat sich daran verstemmt. Doch zum Glück kann man Probleme ja mit Add-Ons angehen und hier wären wir auch schon bei „Diablo 3: Reaper of Souls“.

Dieses reicht Wunschaspekte und Versprechungen nachträglich ein, wie etwa die Mystikerin als dritte „Handwerkerin“ und das Loot 2.0 System, welches das Misslungene Item-System fixen sollte. Gleichzeitig wurde Blizzards Versuch die Hand aufzuhalten beim Itemhandel der Spieler endgültig abgeschaltet – R.I.P. Auktionshaus, aber bitte RUHE FÜR IMMER!!!

Daneben erfreuen wir uns an neuen Dingen wie dem Abenteuermodus samt Nephalemportalen, dem fünften Akt und das Paragonsystem 2.0. Zudem hat sich das System der Schwierigkeitsgrade von Normal, Alptraum, Hölle, Inferno in Normal, Schwer, Profi, Meister, Qual abgewandelt.

Doch kann man das Nachreichen langversprochener Dinge dem Add-On als positiven Aspekt anrechnen und was bedeutet das alles nun überhaupt für den Spieler? Soviel sei zu Anfang schon verraten: „Diablo 3: Reaper of Souls“ verbessert das Gameplay ungemein, auf Kosten der Kreativität…

Was das nun wieder heißen soll? Der Abenteuermodus, die hochgelobte Alternative zum langweiligen Leveln im Storymodus, hat mich eher enttäuscht. Im Grunde dürft ihr euch auf der Karte nur einen Abschnitt aus dem Storymodus aussuchen und diesen gezielt nochmals spielen. Dabei variiert die Vielfalt an Aufgaben nicht sonderlich. Einen bestimmten Gegner suchen und nebenbei 100 Monster töten, eine bestimmte Dungeonetage säubern oder nochmals einen Endgegner killen. An und für sich eine nett gemeinte Idee, doch wirkt es eher so, als hätte man nicht die Zeit gehabt sich wirklich neue Abenteuer für den Abenteuermodus auszudenken.

Interessanter sind da schon die Nephalemportale, die wirklich Abwechslung in zufallsgenerierten Dungeons bieten, wo euch irgendwann ein besonders starker Portalwächter auf den Zahn fühlt. Doof nur, dass man im Abenteuermodus sich die Items zusammensuchen muss, um diese Portale genießen zu dürfen.

Dann wäre da noch das Paragonsystem 2.0, welches doch wieder ein wenig Characterbuilding ermöglichen soll. Für mich ein guter und richtiger Schritt, denn gerade dieser Aspekt hatte mir in „Diablo 2“ so gefallen und in „Diablo 3“ schmerzhaft gefehlt. Wenn ich mit Freunden spielte, merkte ich dass immer wieder gleiche Charaktere mit gleichen Attackensets gespielt wurden. Doch wollen wir nicht alle ein wenig Individuell sein mit unserem Helden? Hier könnte Paragon also wirklich zu einem Segen für das Spiel werden, je nachdem was vielleicht auch noch kommt. Denn das weitere Erweiterungen kommen, zeigen viele Indizien in „Diablo 3: Reaper of Souls“. Die offenen Enden der Gefährtenstories, das maximal Level von 70 aktuell und das generelle offene Spieleende.

Und hier wären wir nun an dem Punkt, wo man über die Story des Add-Ons reden könnte. Wenn man wollte und eigentlich will ich das nicht. Denn ich maßlos enttäuscht davon. Der einstige Erzengel der Weisheit sieht sich nun als „der Tod höchstpersönlich“, bietet Stoff für eine viel interessantere Story, als uns geboten wurde.

Gerade den Todesaspekt hätte man durch ein „Totenreich“ oder das Comeback Verstorbener (wie hatte ich auf ein Wiedersehen mit Leah oder Deckard Cain gehofft – vor allem nach dem der Figur nicht gerecht werdenden Ableben…) viel stärker einbinden können. Vergeudete Chancen, weshalb ich zuvor sagte, dass die Verbesserungen auf Kosten der Kreativität gehen.

Ich denke aber, wir dürfen uns auf die Zukunft freuen, denn endlich hat Blizzard die Kurve gekriegt und die Fans dürfen sich über eine würdige Fortsetzung freuen.

Die Sucht hat mich im Griff und so bin ich zwar heute nicht so ganz mit dem Beitrag zufrieden, doch meine Gedanken scheinen schon längst wieder beim Zocken zu sein.

Euch also noch reichlich Legendaries und cheerio!
Euer King Sirus

Donnerstag, 3. April 2014

Er schrieb den Bericht und war kurz darauf tot, wieso?

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und heute wird es rabenschwarz, obwohl es draußen ja eher sonnig werden sollte. Aber rabenschwarz wird es eher wegen dem Spiel, welches ich heute vorstelle. Es ist ein Rätselspiel der etwas anderen Art!

Wer kennt sie nicht? Die etwas abstrakteren Geschichten, die man sich in langweiligen Schulstunden als Ablenkung erzählte, statt dem Lehrer zu zuhören? Geschichten deren Hintergrund jedoch die Mitschüler (aka Mitspieler) erraten mussten und das nur indem sie Fragen stellten, welche man mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann.

Diese sogenannten Rätselgeschichten – oder auch Laterale genannt – dürfte dem Einen oder Anderen schon einmal untergekommen sein. Und wer dafür bezahlt hat, dürfte sie höchst wahrscheinlich als „Black Stories“ kennen.

Die „Black Stories“ haben jedoch, wie der Name bereits erahnen lässt, einen eher makaber, schaurigen Handlungsverlauf, den es zu erraten gilt. Als ich das erste Mal eine der Geschichten spielte, war ich überrascht wie weit abseits des normalen Denkens man sich auch mal bewegen muss, um am Ende überhaupt auf die Lösung zu kommen.

Für mich als Rätselfan war dies somit eine gänzlich neue und lustige Erfahrung. Nun stellt sich aber auch die Frage, ob man wirklich für eine Sammlung von 50 Geschichten Geld ausgeben muss, pro Edition, wenn man hunderte Laterale kostenlos im Internet finden kann.

Ich glaube, es ist die Aufmachung und das kleine Image, welches sich die „Black Stories“ erarbeitet haben, die dem Spiel damit einen gewissen Besonderheitswert geben. Denn wenn man die Zeichnungen – die recht marginal ausfallen und in spartanischem Rot / Schwarz gestaltet sind – auf den Karten betrachtet, sind die sicherlich kein Kaufargument. Auch wenn sie trotz allem zum Stil und Image passen.

Die Qualität der besagten Karten ist zwar sehr gut, doch auch dies dürfte sicherlich nicht alleine der Grund sein, dass man zum Spiel greift. Und so bleibt am Ende eben der Erstgedanke bestehen, dass es dieses Image vom „makabren Spiel über kuriose Todesfälle“, der den eigentlichen Kaufreiz ausmacht. Auch mich hat im Grunde eben nur dieses Image dazu bewogen.

Das alles darf aber die großteils tollen Geschichten aber nicht schmälern, die durchweg außergewöhnlich knifflig zu lösen sind. Leider nur manchmal vielleicht zu abwegig oder absurd, könnte vielleicht auch nur Geschmackssache sein.

Der Erfolg gibt dem Spiel Recht und so gibt es neben den normalen neun Editionen, auch verschiedene Sonderausgaben, wie etwa: „Real crime“, „Sex & Crime“, „Mittelalter“ oder „Shit happens“.

Doch hier endet das Konzept noch nicht, denn inzwischen wurden auch kindergerechte Versionen als Junior-Editionen herausgebracht, die als „White Stories“ Geistergeschichten, als „Silver Stories“ Weltraumgeschichten oder als „Blue Stories“ Meeresgeschichten nach dem gleichen Schema aufgreifen.

Und wer hier denkt, dass es langsam gut sein müsste: Weit gefehlt.
Neben einer „Stadt, Land, Fluss“-Variante namens „Stadt-Land-Tod“, existiert auch eine „Schwarzer Peter“-Abwandlung im Stile der „Black Stories“ mit dem kreativen Namen „Black Pete“. Ach ja, und wer lieber Brettspiele bevorzugt, kann sich ja an „Black Stories – Das Spiel“ samt Erweiterung versuchen.

Durch die einfachen Regeln, den minimalistischen Aufwand aber maximalen Spaß, kann man dem Konzept nicht viel vorwerfen. Denn gerade in größeren Gruppen, wo viele kreative und abwegige Ideen entstehen, kann das Spiel seine Stärken voll ausspielen (schlechter Wortwitz – check!).

Ob man nun dieses kostenlose Prinzip bekannt als „Laterale“ auf kommerzieller Ebene ausschlachten muss (oder man dies unterstützen will), sollte am besten jeder selbst für sich entscheiden.

Ich habe durchaus meinen Spaß mit dem Spiel, gerade mit den Sonder-Editionen und bereue den Kauf auch nicht. Ob ich aber wirklich alle Editionen will und / oder mir hole, muss ich für mich selbst auch noch festlegen. Vorläufig reicht mir, was ich habe.

Euch lieber ‘nen schön sonnigen, statt rabenschwarzen Tag und cheerio!
Euer King Sirus


PS: Oh, fast hätte ich es vergessen. Eine Kleinigkeit, die ich leider nur mal aufgegriffen hatte und nach eigener Recherche nicht bestätigen konnte. Aber offenbar gibt es einige gemeinsame „Geschichten“ zwischen der erfolgreichen Fernsehserie „CSI: Den Tätern auf der Spur“ (leider Gottes inzwischen kreativ umbenannt in „CSI Vegas“) und dem hier vorgestellten „Black Stories“.

Da die Fernsehserie 2000 in Amerika und 2001 in Deutschland ausgestrahlt wurde und das Spiel erst 3 Jahre später erschien, dürfte – wenn überhaupt – das Spiel sich eher kreativ von der Serie inspiriert haben lassen. Vermutlich sind jedoch die ähnlichen Geschichten eher basierend auf allgemeine Urban Legends die in Amerika kuriseren, wie etwa der Fall vom Taucher im verbrannten Wald. Eine Geschichte von der ich definitiv weiß, dass sie in beiden Medien auftaucht.

Nun aber zur vorhin erwähnten Kleinigkeit und zwar habe ich mal aufgeschnappt, dass die erste Staffel von „CSI: Den Tätern auf der Spur“ mehrere Fälle haben, die sich mit „Black Stories“-Geschichten gleichen. Da ich leider weder die erste Staffel auf DVD oder Blue-Ray habe und ich mir nicht alle „Black Stories“-Editionen holen wollte (geschweige denn davon mich zu spoilern, da ich hin und wieder selbst gern mal mit raten wollen würde), frage ich mal in die Welt hinaus.

Weiß jemand wie viel an dieser Behauptung dran ist und wie viele Geschichtengleichheiten wirklich existieren zwischen Serie und Spiel?

Würde mich tatsächlich mal interessieren.