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Dienstag, 31. Dezember 2013

Hast du Rhythmus und lange Finger? [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und die neue Rubrik beschert uns auch den letzten Beitrag im Jahre 2013 in meinem Blog. Da ich ja erst Ende Oktober angefangen habe, kann ich eben nur von zwei Monaten sprechen, die es ihn nun schon gibt und zum ersten Mal lasse ich hier das Jahr ausklingen.

Dazu habe ich mir aber eine 3DS-Demo rausgesucht, die ein wenig anders ist in ihrem Genre, wie ich finde. So anders, wie auch meine Reviews und Beiträge hier anders sind, als es vielleicht die Norm wäre.

Es handelt sich um „Rhythm Thief & der Schatz des Kaisers“.
Und dabei handelt es sich – wie der Titel unschwer zu verkennen lässt – um ein Musik- / Rhythmusspiel. Wobei ich da eigentlich grad größere Töne spucke, als ich vermutlich sollte, denn da dieses Genre eigentlich nicht so unbedingt meins ist, kann ich nur bedingt beurteilen ob es sich wirklich derartig von Spielen wir „Rhythm Paradise“ oder „Elite Beat Agents“ unterscheidet.

Furchtbar immer, diese Selbstdarsteller. Oder?

Nun gut, zum Glück habe ich ja – gerade weil ich absolut kein Rhythmusgefühl habe und daher tatsächlich beim ersten der drei enthaltenen Minispiele immer und immer wieder elendig abgekackt habe – mir eine Testspielerin besorgt. Diese hat sich die Demo mal angeschaut, ich ihr über die Schulter geschaut, und gemeinsam haben wir dann unsere Gedanken dazu ausgetauscht.

Mit 20 Start-Anwendungen konnten wir das sogar ein paar Mal wiederholen, wobei es sich letztendlich nur bedingt lohnt bei wie gesagt drei Spielen aus der Vollversion. Diese reichen aber auch für einen ersten Eindruck des Spiels und sind zum Glück auch in der Art ziemlich unterschiedlich.

Beginnt die Demo noch mit einem ganz typischen Tanzrhythmus-Level namens „Showtime“, wo wir als Teil einer Boyband auf und vor einem Wahrzeichen den Hampel… ähm… next Detlef D. Soost raushängen lassen, sieht es danach im „Louvre-Raub“ schon etwas anders aus.

Hier rennen wir einen schier unendlich langen Gang entlang – welches Museum wird in Schlauchform gebaut, obwohl… so schlecht ist die Idee nicht – und müssen aufpassen nicht von den Wachmännern entdeckt zu werden. Dazu verstecken wir uns hinter den passenden Ausstellungsstücken.

Zum Schluss gilt es in „Teuflische Schlacht“ auch einige Fieslinge im passenden Takt zu verprügeln.
Schön ist dabei, dass die Klicks selbst auch schön rhythmisch zum Hintergrundlied passend ablaufen und gerade Leute mit Rhythmusgefühl oder genereller Musikaffinität einen Heidenspaß an dem Spiel haben dürften.

Dumpfohren wie ich verzweifeln jedoch dabei im richtigen Moment zu drücken, auch wenn das Spiel einem das mit enger werdenden Kreisen noch visuelle veranschaulicht.

Bei der schönen Optik und der Story die sich dahinter aber zu verbergen scheint, gestehe ich zum ersten Mal traurig darüber zu sein ein solches Spiel dank mangelndem Taktgefühl nicht vernünftig genießen zu können.

Wenn ich jedoch noch einen Tipp geben dürfte, für diejenigen die mit dem Gedanken spielen zu zugreifen: Holt euch das Spiel ja nicht im Nintendo eShop.
Dort werden dreiste 44,99 € (mein letzter Stand) verlangt, wohingegen große Internetportale – *hust* Amazon *hust* – gerade einmal 7,95 € verlangen. Zudem habt ihr dann auch wenigstens noch ein Spiel in der Hand und nicht nur einen virtuellen Download, der viel zu überteuert ist.

Nintendo macht es seinen Fans aber auch nicht leicht gemocht zu werden…

Euch mag ich aber umso mehr, darum habt ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Sonntag, 29. Dezember 2013

Mit der Oma, dem Pizzaboten und einem Alien am Tisch

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und als begeisterter Pen-&-Paper-Rollenspieler, hatte ich schon lange einen Blick auf „Knights of Pen and Paper“ geworfen. Als es bei Steam dann die Herbstaktion gab und die Preise purzelten, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten.

Das Spiel gekauft und auch schon bald gesuchtet. Dabei musste ich mich aber auch erst einmal reinarbeiten in das Spiel. So war ich über die Charaktererstellung auch ein wenig überrascht. Denn man hat die Wahl zwischen verschiedenen Spielern, die sich zum Pen-&-Paper-Abend treffen. Dabei haben diese verschiedene passive Fähigkeiten, so dass sie sich für bestimmte Charakterklassen super eignen. Bei anderen hat man da ein bisschen mehr Freiheit, weil sich hier nicht so die Zwangszusammenstellung ergibt.

Natürlich habe ich damals absolut falsche Kombinationen mir zusammengestellt, was den Einstieg nicht so einfach machte. Vor allem da ich auch erst einmal verstehen musste wie das Spiel selbst noch funktionierte. Der Ablauf ist eigentlich erst einmal einfach.

Ganz klassisch kann man Quests annehmen oder einfach in eine Höhle rennen und Monster verprügeln. Das Interessante hierbei ist, dass man sich bei Kämpfen auch ein wenig selbst die Schwierigkeitsstufe bestimmen kann. Je mehr Monster man sich reinholt, umso härter werden die Kämpfe natürlich auch wieder.

Problematisch ist es eher bei der großen Auswahl an Möglichkeiten, wie soll man ins Spiel einsteigen um vernünftig im Level aufzusteigen, damit man nicht mit stupiden aufleveln Stunden verplempert. So wie ich es leider machen musste, da ich es ein wenig verbockt hatte. Man sollte eben nicht zu schwere Quests annehmen…
Sondern die Richtigen, denn die Quests erzählen schon so etwas wie eine Storyhandlung.

Die Musik ist auch sehr angenehm und passend, während das Spiel sich selbst in Oldschool Pixelgrafik präsentiert. Diese hat aber einen gewissen Charme, da Pen-&-Paper-Rollenspiele eben ähnlich alt sind wie Computerspiele. Und sogar in gewisser Weise eine gemeinsame Vergangenheit. Da Pen-&-Paper-Rollenspiele halt auch die Basis für heutige RPG-Videospiele sind.

Das Spiel ist nicht sonderlich teuer, selbst wenn man nicht auf Sale-Aktionen von Steam wartet. Der Spaß hält aber lange an und die Spielzeit die man investiert, kann sich mit teuren Spielmeisterwerken bei weitem messen. Wieder sieht man, dass es nicht Grafikmuskelprotze sein müssen oder teure Spiele, die einen ewig bei der Stange halten.
Außerdem kann man es sogar auf Deutsch stellen, wobei ich es letztendlich doch hauptsächlich auf Englisch spiele.

Was mir persönlich auch sehr gefiel, waren nicht nur die witzigen Dialoge zwischen dem Meister und den Spielern oder den NPCs und den Spielern oder die vielen verschiedenen humorvollen Figuren, die auftauchen.
Nein, ich war auch begeistert davon, dass es viele offensichtliche und weniger offensichtliche Querverweise in die Spiel- und Filmindustrie gibt.

So etwa das Monster „Keine Nummer“, welches eindeutig eine Anspielung auf „Missingno“ aus der ersten „Pokémon“-Generation darstellt. Und sogar genauso aussieht.

Oder die fast wörtliche Imitation des Gespräches von Legolas und Gimli nach der Schlacht von Helms Klamm, wo es darum ging wer mehr Orks getötet hat und es zu Gimlis lustigem Ork-zuckt-wegen-Axt-Zitat kommt. Genau dieses Zitat findet während einer Quest den Weg ins Spiel, was ich persönlich genial fand.

Oder Gremny, der ja bloß nicht mit Wasser in Berührung kommen darf. Aber wieso denn nicht? Ich kann es überhaupt nicht verstehen. Aber vom Aussehen erinnert er mich so ein bisschen an Gizmo. Bei dem war doch auch so ein Problem mit Wasser… hmmm… ;D
Ja, ist ja gut, ihr habt es alle bereits als ein Verweis auf die Gremlins erkannt.

Oder… oder… oder… so viele Querverweise!!!

Diese zu suchen, zu entdecken oder einfach mitzubekommen, ist eine schöne Hommage an die verschiedenen Größen aus Spiel und Film.
Hiermit habt ihr also ein Spiel, nicht nur für die Fans des Pen-&-Paper-Rollenspiels. Sondern auch für Fans anderer Spiele oder für die Fachmänner verschiedenster Filmklassiker. Spaß hat man so oder so, egal wovon man letztendlich Fan ist.

Auch allen Nicht-Fans wünsche ich natürlich ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Freitag, 27. Dezember 2013

Wenn Robotern langweilig wird

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und nach meiner Gedankenteilung von gestern, will ich das Ganze natürlich nicht auf Kosten des eigentlichen Donnerstagbeitrags machen. Daher reiche ich diesen heute einen Tag verspätet nach.

Wir beschäftigen uns diesmal mit einem Boardgame und zwar einem ziemlich chaotischen auch noch. Aber keine Sorge, wenigstens in diesem Beitrag soll die Ordnung erhalten bleiben. Ganz anders also, als bei „RoboRally“. Na ja… vielleicht… hoffentlich… ist zumindest so geplant…
Egal, weiter im Text!

Das schöne an „RoboRally“ ist nicht nur, dass es mit bis zu sieben Freunden (also ach Spielern!!!) spielbar ist, sondern auch dass man den Umfang des Spiels selbst bestimmen kann. So sind im Spiel mehrere Spielfelder beiliegend und je mehr man benutzt um ein individuelles Spielfeld zu erzeugen, umso länger dauert das Spiel.

Zudem bietet der Spieleverlag auf ihrer Website noch zusätzliche Pläne zum Download an, so dass man diese ausdrucken kann, um das Ganze noch weiter auf die Spitze treiben zu können…

Doch wozu sind die Spielpläne und was ist überhaupt das Ziel des Spiels? Ganz einfach: Die Spieler sind Roboter auf einem Planeten, der schon lange von den Menschen verlassen wurde. Mit der Zeit wurde den Robotern in den alten Fabrikanlagen der Menschen immer langweiliger, bis sie auf die verrückte Idee kamen ein Rennen zu veranstalten.

Hier kommt wieder ein toller Punkt dazu, nämlich dass nicht nur über die Spielpläne die Spiellänge definiert wird, sondern auch über die Anzahl an Fähnchen die es abzuklappern gilt. Bis zu acht Checkpoints kann man so wild auf der Karte positionieren oder sich sogar bewegen lassen. So oder so, der Spielspaß wird immer mehr in die Höhe getrieben. Oh und der Wahnsinn auch.

Denn so kompliziert, wie das Spiel wirkt ist es zum Glück nicht. Man kann sich gegenseitig sabotieren, abschießen, upgraden und irgendwann hat man vielleicht auch keine Leben mehr. Dann ist man raus, aber kann ja wenigstens noch zuschauen.

Ihr merkt schon, so richtig ordentlich wie erhofft ist dieser Beitrag nun doch nicht wirklich. Hab ich euch schon davon erzählt, wie die Spielmechanik funktioniert? Ihr erhaltet neun Handkarten jede Runde, die verschiedene Bewegungen definieren. Davon müsst ihr fünf auswählen und in Reihenfolge bringen, um quasi die Bewegungen eures Roboters einzuspeichern.

Doof nur, wenn ihr dann verschoben werdet und anders läuft als geplant. Oder noch blöder wird es, wenn man Schaden nimmt. Weil für jeden Schadenspunkt habt ihr eine Handkarte weniger. Und irgendwann werden eure letzten Bewegungen dauerhaft eingespeist, wenn ihr zu viel Schaden genommen habt. Sprich ihr weniger als fünf Handkarten habt!

Wenigstens kann man sich ja reparieren, solange man in der Zeit nicht wieder massig auf die Mütze bekommt.

Ich muss aus Erfahrung sagen mit bis zu vier Spielern spielt es sich noch relativ geordnet. Bei fünf bis acht Leuten, setzt sich einer an die Spitze ab und gewinnt mit ziemlicher Sicherheit auch, während der Rest hinten sich den Arsch aufreißt. Aber auch mächtig am Ablachen ist.

Leider habe ich noch etwas in meiner Erfahrung mit dem Spiel gemerkt. Ich habe es mit einigen weiblichen Personen auch bereits in lustiger Runde gespielt. Zwei davon haben davor schon von ihrer Links-Rechts-Schwäche gewusst, die Anderen haben hinterher entschieden, dass sie die Schwäche haben.

Frauen scheinen ein ziemliches Problem mit dem Spiel zu haben, da man immer die Blickrichtung seines Roboters bei der Einprogrammierung der fünf Bewegungen beachten muss. Und leider gelang dies den Damen nicht so gut, so dass der Frustfaktor eher vorherrschte und nicht einmal der Chaoshumor die Stimmung mehr heben konnte.

Damit will ich niemanden diskriminieren, nur vorwarnen.
Jetzt habe ich aber endlich das Ende erreicht, nachdem ich mich wirr durch das Spiel bewegt habe. Das heftige ist, ich konnte nicht einmal im Kopf wirklich Ordnung schaffen, da ich am Liebsten alles gleichzeitig angesprochen hätte.

Furchtbar sowas… aber nun habt ihr es endlich geschafft! Glückwunsch!!!

Eigentlich dachte ich (und ihr wohl gerade auch), ich wäre fertig gewesen mit dem Spiel, aber…
Shit Happens!

Ne, ne, ne, kaum überprüfe ich noch einmal meine Unterlagen, sehe ich dass ich abseits der Grundbeschreibung noch einige interessante News habe. Daher will ich das noch fix abfrühstücken.

Es gibt auf deutsch noch eine Erweiterung, während man auf englisch die Wahl zwischen vier Erweiterungen hat. Zum Glück hab ich das Basisspiel auf englisch, da hab ich keinen Sprachenmix, muha!

Es erschien erstmal 1994 damals noch bei „Wizards of the Coast“, fünf Jahre später kümmerten sich „Amigo Spiele“ für eine Vermarktung in Deutschland. Seit 2005 hat dies „Avalon Hill“ übernommen, die genauso wie „Wizards of the Coast“ von „Hasbro“ aufgekauft wurden. Indirekt ist das Spiel also wieder zurück zu den Wurzeln gelangt.

Und wenn wir schon bei Wizards sind und damit der Magie (was eine Überleitung), muss man auch unbedingt den Erfinder dieses grandiosen Spiels erwähnen: Richard Garfield.
Auch wenn ich ihn damals nicht so namentlich genannt habe im Beitrag zu „Magic: The Gathering“, ist dieser Mann auch für das berühmte Trading Card Game verantwortlich! Hat also gleich zwei Suchtspiele verschuldet *g*

Ich liebe sie beide jedenfalls und habe unzählige Stunden mit beiden verbracht.
Für die künstlich begabten sei noch gesagt die Figuren lassen sich super anmalen. Ein guter Kumpel von mir hat meine Figuren angemalt, wodurch das Spiel und vor allem die witzigen Roboter noch mehr Liebenswürdigkeit gewonnen hat.

Jetzt ist aber Schluss! Echt jetz!

Ich hoffe ihr habt jetzt noch ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Gedanken an einem besinnlichen Tag

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und heute nutze ich diesen Blog ein wenig zweckentfremdet. Als ich einige neue Beiträge vorbereitete, merkte ich dass der 24. und 26. Dezember auf Beitragstage fallen würden. Beziehungsweise zu dem Zeitpunkt wo ihr es liest, gefallen sind.

Dabei begannen meine Gedanken – aufgrund der besagten Festtage und was man mit ihnen verbindet – ihren eigenen Lauf zu nehmen. Wie sie es oftmals bei mir tun.
So habe ich ein wenig über mich nachgedacht und wie ich die Welt so sehe. Natürlich fielen mir dabei auch Sachen ein, wie etwa die tolle Aktion „YouTuber gegen Nazis“ oder auch die Aktion von SceneTakeTV, bei der sie einfach nur Leuten auf der Straße eine Freude machen wollen.

Ich denke an Gronkh, wenn er in seinem Minecraft Let’s Play davon redet, wie wichtig es ist miteinander auszukommen. Ja sogar so weit geht, dies in seiner Neujahrsansprache zu einem Plädoyer auszuweiten!
Und ich freue mich auf die nächste Ansprache.

Ich denke an LeFloid, wenn er über mangelnde Hilfsbereitschaft redet oder Cyber-Mobbing / Cyber-Bullying verurteilt und mit diesem Video sogar den Webvideopreis – zu Recht – gewinnt. Noch heute kriege ich Gänsehaut, wenn ich es schaue.

Ich denke an so viele Leute, die versuchen auf ihre Weise und im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Welt zu verbessern. Die dies im Internet teilen, um anderen Hoffnung zu geben. Und ich denke an die Seite www.givesmehope.com, wo ich Geschichten lesen kann, die mir den Glauben an die Menschheit wieder ein Stück weit zurückgeben.

Und wieder frage ich mich, warum die Welt so aus den Fugen geraten ist?
Warum es so viel Leid und Kummer geben muss, wo wir doch die Möglichkeit haben allen Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen?
Dabei muss man nicht einmal an die großen Dinge denken, wie etwa der weltweite Hunger. Nein, es reicht ja eigentlich schon im Kleinen anzufangen. Zum Beispiel jemanden essen geben, der hungrig auf der Straße sitzt und darum bittet.

Und ich denke an Nächte, die ich durchgemacht habe mit diesen Gedanken. Nächte in denen ich haufenweise Videos schaute, wo Menschen hilfsbereit waren. Selbstlos, herzerwärmend und nächstenliebend. Dinge die heutzutage nicht mehr selbstverständlich sind.
Oftmals habe ich nach so einer Nacht mich ins Bett gelegt (ja, bisschen Restschlaf war doch von Nöten) und fühlte mich schuldig.

Schuldig dafür, dass ich so oft die Obdachlosen sah und ignorierte. Dass ich Leute anlog, wenn sie mich am Bahnsteig um 50 Pfennig oder auch Cent baten, um sich ein Ticket kaufen zu können. Dass ich in einer dieser abgeschirmten Kabinen auf meinen Zug wartete, drei Plätze neben mir ein Obdachloser mit seinem Hund saß und ich nicht den Mut besaß ein paar Euro zu investieren, um ihm oder wenigstem seinen Haustier eine Freude zu bereiten.

Ja, ich hatte tatsächlich nicht den Mut. Ich war in meinem Handeln eingeschränkt, weil damals sich mein Denken in dem Moment zu sehr darum drehte, was man über mich vielleicht schlechtes Denken würde, obwohl ich einem Fremden nur helfe. Beziehungsweise etwas Gutes tue.

So denke ich daran, dass ich die guten Dinge in meinem Leben genoss, ohne einen Gedanken zu verlieren an die Menschen um mich herum, die von diesem Luxus träumten.

Wie oft habe ich über mein Leben gejammert und geklagt? War in psychischen Tiefs, vielleicht sogar in einer Vorform der Depression? Und das alles obwohl es mir doch eigentlich gut geht. Ich bin gesund, habe ein Dach über dem Kopf, kann mir Essen und Trinken leisten. Das ist teilweise mehr als bei den Leuten, denen es wirklich schlecht geht!

Ich lebe nicht in einem Land wo die Straßen und Häuser zerstört sind, weil Krieg herrscht. Ich habe nicht viel Geld zur Verfügung, aber genug um jeden Tag mich satt essen zu können. Ich bin sogar mit ein wenig mehr Kilo als Nötig auf den Rippen gesegnet und muss nicht jeden Tag überlegen ob ich den morgigen noch erlebe oder in der Nacht an meinem Hunger sterbe. Ich bin glücklich genug, um nicht meinen Kummer in Alkohol zu ertränken, weil er so schwer auf meinen Schultern lastet.

Jetzt gerade im Winter ist der Punkt mit dem Dach über dem Kopf, dem Essen und dem schwer auf mir lastenden Kummer nicht zu verachten. So habe ich tatsächlich Angst vor meinem schlechten Gewissen, wenn die ersten Meldungen in den Nachrichten zu hören sind, von Leuten die in der Kälte erfroren sind weil sie in Parkanlagen übernachten mussten, da sie kein eigenes Heim mehr haben.

Warum ist es nur so schwer ein besserer Mensch zu sein?
Wobei warum besser? Besser als wer?
Es geht hier nicht um das Messen, es geht hier um eine gute Tat.
Um das Richtige!

Es ist nicht schwer ein guter Mensch zu sein. Man muss es einfach machen.
Einfach freundlich sein zu Anderen. Ein Lächeln kann ein Herz erwärmen. Ein Euro tut dir nicht weh, macht einen Fremden aber satt. Einfach mal aufstehen und machen. Es ist nicht nur leicht zu sagen, sondern auch leicht zu tun.
Nur sich davor zu drücken ist noch leichter…

Hier muss ich an meine Freundin denken und an ein Erlebnis, als wir miteinander einmal durch die Stadt liefen. Ich hatte wenige Tage zuvor noch mit ihr über eine solche Thematik gesprochen.
Als sie nun an diesem besagten Tag einen Mann sah, der auf der Straße saß und ein Schild in der Hand hielt, auf dem eine Bitte um Essen formuliert war, trieb ihr schlechtes Gewissen die Tränen in die Augen.

Spontan entschlossen wir uns ihm eine warme Mahlzeit zu kaufen und zu schenken. Diesmal war es auch mir endlich egal was die Anderen dachten. Warum sollten sie etwas Schlechtes denken? Warum sollte man überhaupt etwas Schlechtes denken, wenn man sieht wie jemand einfach mal nett ist!?
Ich hätte jedenfalls in dem Moment nicht stolzer auf sie sein können. Gleichzeitig wurde mir wieder einmal klar, wie einfach es doch sein kann ein guter Mensch zu sein.
An andere zu denken, denen es nicht so gut geht, wie einem selbst.

Und es kostet mich nicht einmal viel, also kann ich mich damit nicht rausreden. Bereits für einen Euro kriege ich eine warme Speise, die ich jemand hungrigem schenken kann. Doch wir verschließen lieber die Augen vor der Wahrheit, weil gerade diese Leute denen es nicht so gut geht ein trauriger Spiegel unserer Gesellschaft sind, der uns beinahe schon mit Gewalt vor Augen gehalten wird. Es ist ein Bild dafür, dass am Ende doch jeder nur sich selbst der Nächste ist.

Obwohl ich die Bibel und die Kirche immer kritisch beäuge, muss ich doch sagen wir sollten öfter an die Gebote denken. Erst dann merkt man, wie wichtig die Aussage dort ist: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Vor kurzem habe ich ein schönes Beispiel gesagt bekommen, warum es uns so leicht fällt uns aus der Verantwortung herauszuwinden, die wir eigentlich diesen Menschen gegenüber empfinden sollen. Sehen wir jemanden mit langen Haaren, schmutzigen Klamotten und der vielleicht auch generell ein wenig ungewaschen wirkt, fällt es uns viel schwerer Sympathie für so eine Person zu empfinden.

Kaum wirkt er gut gepflegt, hat anständige Kleidung an und redet vielleicht auch in einem guten Umgangston, wirkt dieselbe Person ganz anders auf uns ein. Er ist uns sympathisch und wir sind offener ihm gegenüber eingestellt. Wir haben nicht mehr automatische Vorteile ihm gegenüber. Denken uns nicht mehr, dass er sich doch eh nur Alkohol von dem Geld kauft oder dergleichen.

Aber ich will mich nicht an der Thematik der Obdachlosen festbeißen, denn das Richtige kann man auch woanders tun. In einem vermutlich sogar noch wichtigerem Umfeld: In der Schule.
Oder um es doch ein wenig wieder auszuweiten: Im Internet!

Ich rede hier von (Cyber-)Mobbing / (Cyber-)Bullying.

Man hat Angst sich anderen in den Weg zu stellen. Vor allem wenn im Fernsehen wieder ein Bericht gezeigt wird, dass jemand totgeprügelt wurde der sich schützend für einen Mitmenschen einsetzte. Oder wenn man Berichte von „Happy Slapping“, „Knock-Out-Games“ oder Schlimmeren hört.

Was nützt es mir, Auszeichnungen für Zivilcourage zu erhalten, wenn ich dafür mit dem Leben bezahlt habe? Wenn wir alle ein wenig mehr Mut zur Zivilcourage hätten, dann müsste es solche Fälle nicht mehr geben. Wenn wir alle nur ein wenig mehr an Andere denken würden und nicht nur uns selbst am Wichtigsten sind.
Dann wäre das Leben an der Schule auch angenehmer, ist doch der Unterrichtsstoff schon Horror genug. Da sollten es nicht auch noch die Mitschüler sein.

Und dann gebe es weniger Fälle wie Amanda Todd, die den Tod nicht verdient hat wegen einem Fehler den sie mal gemacht hat.

Gerade in einer Gruppe ist man auch stärker, wenn wir also alle bereiter zur Zivilcourage wären, wären wir genau diese starke Gruppe in der nicht der Einzelne um sein Leben fürchten muss. Stattdessen wäre man eine Macht, die der Gewalt und Ungerechtigkeit Einhalt gebieten könnte.

Angst…
Vorurteile…
Geiz…
Mangelnde Empathie…

Unser Denken wird von so vielen negativen Aspekten bestimmt und es fällt schwer sich dagegen zu wehren, um mal über den Tellerrand hinweg zu schauen. Dann würde man auch mal erkennen, dass die Welt eine Kugel und keine Scheibe ist und Geben wirklich seliger ist als Nehmen.

Hier kann ich nur wieder auf das „Let’s Rutsch in Richtung 2013“ vom lieben Gronkh verweisen, wo er selbst es anspricht. Wir haben das Schenken verlernt und wenn jemand Fremdes einfach nur aus gutem Willen heraus etwas schenkt, sind wir direkt skeptisch und wittern einen nicht vorhandenen Haken an der Geschichte, statt uns einfach darüber zu freuen.

Langsam sollte ich zum Schluss kommen, weil ich schreibe hier meine Gedanken runter, ohne zu wissen in welche Richtung ich letztendlich will. Aber ich konnte auch nicht anders, als sie wenigstens teilweise mit euch zu teilen.

Aber trotz der vielleicht leicht negativen oder melancholischen Grundstimmung, möchte ich mich daher mit einem dennoch schönen Gefühl von euch heute verabschieden. Und so möchte ich zudem nicht nur ein schönes Weihnachten oder einen guten Rutsch euch wünschen.
Nein heute möchte ich euch wünschen:
Geht mit einem guten Gefühl ins Bett!

Und damit dies vielleicht ein wenig leichter fällt hier ein kleines Video, welches ich dank dem guten Herrn Gregor Onkh gefunden habe und weiterteilen möchte.


Also habt einen wunderschönen Tag, drücke euch die Daumen damit das kommende Jahr das Beste eures Lebens wird und sage zum Schluss cheerio!
Euer King Sirus

Dienstag, 24. Dezember 2013

Die Hasen sind wieder los!!! [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und das ist das dritte Mal, dass wir uns zu [3D] treffen ;D
Das Spiel, beziehungsweise die Demo, die ich dafür ausgewählt habe ist „Rabbids Rumble“.

Und wer die kleinen, verrückten Raymanhasen kennt, weiß dass da nichts normal läuft. Ich habe bereits einmal „Rayman Raving Rabbids TV-Party“ gespielt und war daher eigentlich gewappnet verrückte Minispiele antesten zu dürfen.

Die drei Minispiele, die man letztendlich serviert bekommt (Rabbid-Rhythmus, Ballon-Bengel – ein Außenkameraspiel, welches Augmented Reality einsetzt – und Kuh-Kanone), waren aber überraschend harmlos und unscheinbar. Die Hasenverrücktheit war hier eigentlich gar nicht zu spüren.
Und die sollen sieben Welten füllen? Immerhin gibt es in der Vollversion auch nur zehn Minispiele.

Vor den kleinen Minispielen, durfte man noch ein Prügelbasistraining absolvieren. Was das da zu suchen hatte, verstand ich nicht wirklich. Wirkte das Spiel doch wie ein Klon von „Mario Party“.

Tjaaa… als ich dann mal den Trailer sah, verstand ich dass dies das eigentliche Spiel war und hätte mich eher fragen müssen, was die Minispiele darin zu suchen haben…
Plötzlich ist es auch verständlicher, dass im vollen Spiel nur zehn Minispiele enthalten sind…

Von einer Demo erwarte ich einen Einblick ins Spiel und nicht falsche Darstellung, so dass ich am Ende doch die Katze im Sack kaufe. Hier könnte man schon fast von arglistiger Täuschung sprechen. Und das wäre dann schon wieder ein Unterpunkt zum Betrug, beziehungsweise eine Sache die bei Nichtigkeit eines Vertrags relevant werden würde.

Klar klingt das alles hochtrabend und ein wenig abstrus – wer würde schon sich die Mühe machen einen Kaufvertrag für ein Spiel nichtig erklären zu lassen, um das Geld wieder zu bekommen, weil er sich arglistig getäuscht fühlt durch eine Demo?

Das Problem ist, dass diese Demo ohnehin nicht wirklich die Bezeichnung Demo verdient hat.
Man muss immer wieder alle Minispiele durchspielen, wenn man beispielsweise Lust auf das Kuh-Kanonen-Spiel hat. Und die großzügigen 30 Start-Anwendungen werden da nicht einmal ansatzweise gebraucht.
Dazu dann noch die falsche Präsentation des Spiels, wo man sich beim weiteren informieren ein wenig betrogen fühlt.

Ich meine, man ist da doch schon anderes gewohnt und irgendwie will man sich ja doch auch nicht mehr alles von den Spieleentwicklern gefallen lassen. Nach der „Sim City“-Verarsche seitens EA oder der Cut-Scene-Eigenklau von „Call of Duty: Ghost“ bei „Call of Duty: Modern Warfare 2“.
Da muss man sich doch echt fragen, wo das ganze enden soll. Und ob man wirklich sagt: „Jetzt mach mal keinen Aufriss, nur weil du die Demo missverstanden hast.“

Ich hoffe ihr habt ‘nen ehrlichen und schönen Tag noch und cheerio!
Euer King Sirus

Sonntag, 22. Dezember 2013

In den wirren Windungen deines Hirnes unterwegs

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und das nächste Spiel, worüber wir reden wollen ist dermaßen wirr und verwoben, aber genau darin geil und genial. Denn es ist zudem ein Puzzle- und Logikspiel.

Wenn man das Spiel startet, wird man direkt mit einem sehr offensichtlichen Faktor des Spiels konfrontiert: Die Grafik.
Das komplette Spiel wirkt nämlich wie eine Bleistiftzeichnung. So wird beispielsweise die Figur bei Start des Rätsellevels erst einmal rohskizziert – samt Hilfslinien – und dann noch fix gezeichnet, bevor der Spieler dann loslegen kann. Ich persönlich fand das alles sehr atmosphärisch und geil gemacht. Auch passt dieser generelle, simple Look sehr gut zum Spiel und hat seinen eigenen, schönen Charme.

Außerdem passt es auch noch aus einem anderen Grund zum Spiel, denn ich war so stets an das Bild „Relativität“ vom niederländischen Maler M. C. Escher erinnert, welches ein unmögliches Konstrukt zeigt, dass in sich aber eine gewisse Logik verfolgt. So sind auch die Rätsel dieses Spieles.

Auf den ersten Blick mögen sie unmöglich wirken, doch da wir die Konstrukte drehen können und uns dadurch in den Ebenen derselbigen bewegen können, verfolgt jedes Level eine gewisse Logik.

Gerade in den ersten drei Kapiteln ist diese Logik auch noch leicht nach zu vollziehen. Mit ein wenig rumprobieren, etwas Gehirnschmalz und notfalls der Try-and-Error-Methode kommt man relativ fix durch. So habe ich pro Kapitel mit, ich glaub, jeweils sieben Leveln jedes Mal nur ca. eine Stunde gebraucht.

Auch in Kapitel 4 kommt man so noch relativ gut durch, doch dann dreht sich der Schwierigkeitsgrad mit einem Schlag um 180°, so wie wir manches Gebilde gedreht haben. Das Level „Dreiklang“ fand ich persönlich jedenfalls irrsinnig schwer, was vor allem auch daran lag, dass ich das neue Rätselelement des Kapitels nicht so richtig verstand.

Die Level danach werden ebenfalls noch wirrer und diffuser – soweit dies bei einem Spiel wie „The Bridge“ überhaupt noch möglich ist – und ich kann mir gut vorstellen, dass für Leute mit Problemen bei räumlichem Denken hier der Spaß endet.

Ab der Spiegelwelt wird das Ganze sogar noch einmal auf die Spitze getrieben, so dass ich es hier als pervers schweren Schwierigkeitsgrad bezeichnen möchte. Einige Level sind nicht einmal mehr richtige Puzzle- und Logikrätsel, sondern es hält auch vermehrt der Faktor Geschicklichkeit in das Spiel Einzug.

Das Spiel erinnerte mich auch ein wenig an „Braid“, da es ebenfalls zwischen den Kapiteln oder generell hin und wieder mit mysteriösen Aussagen dem Spieler die Story näher bringt. Aber dies ist nicht der einzige Punkt, bei dem ich Ähnlichkeiten sehe. Beide Spiele sind zudem großartige Indie-Hits (man war ich baff, als ich erfuhr dass „The Bridge“ von nur zwei Leuten gemacht wurde!!!) und was „The Bridge“ für mich noch zusätzlich herausstechen lässt ist der künstlerische Touché.

Das Spiel erinnert nicht nur an ein berühmtes Kunstwerk, es ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Computerspiele immer mehr selbst ein Medium für Kunst sind. In derselben Sparte sehe ich zum Beispiel auch Titel wie „flOw“, „Journey“ oder eben auch „Shadow of the Colossus“!

„The Bridge“ ist also ein wunderbares Spiel, welches man günstig erwerben kann, einen aber lange packt, bei der Stange hält und wenn man es zulässt auch auf geistiger Ebene erreichen kann.

Einen schönen Tag noch und cheerio!
Euer King Sirus

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Ein Berg an Bibern

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und dieses Mal habe ich wieder ein Kartenspiel in petto. Es handelt sich hierbei um das witzige Spiel „Biberbande“.

Dieses Spiel von „Amigo Spiele“ ist nicht nur etwas für Kinder, auch wenn es den optischen Anschein macht und Amazon tatsächlich die Altersempfehlung mit lächerlichen 6 – 16 Jahren angibt. Gerade für ältere Semester kann dieses Spiel, welches man mit fünf Freunden und spaßiger Runde genießen kann, eine Mordsgaudi werden.

Wenn einer direkt zu Beginn abklopft und die anderen sich aufregen oder man kurz bevor die Punkte ausgezählt werden noch eine wichtige Karte verliert. Ja, bei solchen Aktionen sterben Freundschaften :D
(Übrigens wird das Spiel auf der Verpackung als eher ruhig, statt turbulent angepriesen. Ich denke mal es geht hier um den Ablauf und die Spielgeschwindigkeit, weil von dem was ich bereits mit dem Spiel erlebt habe, gab es schon reichlich „turbulente“ Momente, mit Geschrei und kurzzeitigen Wutanfällen.)

Aber worum geht es in diesem Spiel überhaupt? Ganz einfach: Jeder Spieler hat vor sich eine Reihe von vier verdeckten Karten liegen, von denen er sich zu Beginn der Runde zwei anschauen darf und danach nicht mehr. Gutes Gedächtnis ist hier also gefragt und man muss aufpassen, dass viel Gerede einen nicht die eigenen Karten vergessen lässt (alles schon passiert).

Das Ziel ist es möglichst wenig Punkte mit seinen vier Karten insgesamt zu erzielen. Hierzu wird zu Beginn des Zuges die oberste Karte des Zugstapels gezogen und entweder mit einer eigenen Karte ausgetauscht oder abgelegt. Alternativ darf man auch die oberste Karte des Ablagestapels nehmen, wenn sie einen Zahlenwert hat. Ist immer schön, wenn der vorherige Spieler eine Karte abwirft die er nicht kannte und darunter eine 0 zum Vorschein kommt, die der Nächste dankend annimmt.

Es gibt aber auch drei Sonderkarten. Die Lupe – mit der man eine beliebige verdeckte Karte sich anschauen darf –, die Tauschkarte – um Mitspielern bekannte niedrigwertige Karten abzuluchsen – und die Doppelbiber – mit denen darf man nochmals bis zu zwei Karten ziehen.

Möchte ein Spieler die Runde beenden so klopft er auf den Tisch und jeder Spieler nach ihm, darf noch genau einmal einen Zug machen. Am Ende werden die Karten aufgedeckt und zusammen gezählt. Die Punkte können dann in einem beiliegenden Block eingetragen werden und der Spieler, der nach sechs Runden die wenigsten Punkte hat gewinnt.

So simpel wie das Spiel ist, so unglaublich viel Spaß macht es auch.
Da die Regeln schnell erklärt sind und die sechs Runden bei geübten Spielern durchaus unter dreißig Minuten ablaufen können, ist es ein tolles Spiel für Zugreisen. Auf genauso einer habe ich das Spiel im Übrigen auch kennen gelernt.

Hinzu kommen auch noch liebevolle und witzige Illustrationen auf den Karten, die das Ganze auch optisch zu einem Leckerbissen machen. Ich kann es also nur wärmsten empfehlen.

Also habt noch ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Dienstag, 17. Dezember 2013

Magiebegabte muss man andauernd beschützen… [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und es ist wieder Zeit für [3D]!
Diesmal beschäftigen wir uns mit der Demo zu „Witch and Hero“.

Als ich die ersten Demos aus dem 3DS eShop angetestet hatte, war ich etwas enttäuscht darüber dass sie alle die Idee einer Demo sehr spartanisch ausrichteten. Zumeist nur drei bis vier Level, kaum Features des Spiels wurden präsentiert, man sollte eben nur einen ersten Eindruck gewinnen. Manchmal war dies für einen ersten Eindruck aber auch noch zu wenig.

„Witch and Hero“ war da ganz anders. Wir können ganze neun Level spielen und dabei hat das vollständige Spiel gerade einmal zwanzig! Man bekommt in der Demo also mehr oder weniger das halbe Spiel präsentiert!!!

Das Ganze in Retropixelgrafik inspiriert durch alte 8-Bit Klassiker. Die Level der Upgrades sind auf 10 und das eures Helden auf 25 begrenzt. Ich frage mich, ob dies wie bei den Spielleveln die Hälfte darstellt, von dem was man im vollständigen Spiel zu Auswahl hat?

Jedenfalls ist das für eine Demo überraschend viel gewesen. So sind die 30 Start-Anwendungen die man frei Haus bekommt, auch schnell mal aufgebraucht, da man sich an diesem „halben“ Spiel auch schon süchtig suchten (macht die Dopplung überhaupt Sinn? :D) kann.
Ach ja, drei Speicherslots bietet die Demo auch noch an… ja is‘ denn heut schon Weihnachten? :D

Zudem hat man die Möglichkeiten seinen Status zu sehen, es gibt einen Shop zum Kauf der besagten Upgrades und kriegt so insgesamt einen tollen Einblick in das Spiel. So etwas nenne ich dann wirklich einen Anreiz zum Kauf.

Dabei ist das Spielsystem anfangs etwas verwirrend. Zumindest war es das für mich. Unsere Namensgebende Helden waren in den Kampf gegen die Medusa gezogen, doch wurden sie vernichtend geschlagen. Dabei wurde die Witch leider in Stein verwandelt, unser Hero konnte sie und sich aber noch retten. So galt es nun die Wunden zu lecken und einen Weg zu finden, doch noch die Medusa zu bezwingen, damit wieder Frieden herrschen kann.

Hier setzt nun das Spiel an. Denn wir müssen die besagte versteinerte Witch beschützen vor Horden von Gegnern. Dazu müssen wir die Gegner quasi anrempeln, was uns selbst natürlich auch etwas schadet. Später gibt es dann noch die Möglichkeit für kurze Zeit die Witch wieder vom Fluch zu befreien, damit sie uns mit ihren mächtigen Zaubern etwas unter die Arme greift.

Es ist also eines von diesen Spielen wo man irgendwann den ganzen Bildschirm voller Monster hat und mit mächtigen Angriffen und vielen Effekten alles wegbasht, was einem vor die Flinte kommt. Ich habe einige solcher Spiele bereits gespielt (vorwiegend als Flashgames auf irgendwelchen süchtigmachenden Flashgame-Seiten :D), aber kaum eines hatte mich so gepackt wie „Witch and Hero“.
Oh, und keine Sorge, es gibt im vollständigen Spiel auch noch zwei zusätzliche Modis!

Was ich aber wirklich erstaunlich finde ist, dass CIRCLE Entertainment sich scheinbar als Indie-Publisher hauptsächlich auf DSiWare und Nintendo eShop konzentriert. Und dass ich mit meiner positiven Meinung zu dem Spiel irgendwie alleine dastehe. So hat das Spiel beispielsweise auf „Metacritic“ gerade einmal einen Score von 44 erreicht. Auch andere Spiele von CIRCLE Entertainment werden eher niedrig bewertet. Darunter beispielsweise ein „Game Dev Tycoon“-Klon namens „Publisher Dream“.

Ich persönlich finde die „Witch and Hero“ Demo grandios und werde mir wohl das Spiel zulegen und auch nach anderen Spielen des Publishers mal schauen, um mir selbst mal ein Bild zu machen, ob die niedrigen Bewertungen gerechtfertigt sind oder sich doch hier ein verkannter Geheimtipp verbirgt.

Oh und bevor ich es vergesse: Den Spielstand der Demo kann man auch noch in die Vollversion übertragen, solange man noch Start-Anwendungen für die Demo übrig hat. Das macht die Spielemacher noch viel sympathischer. Weil so sind die Mühen, die man in die Demo steckt, nicht hinterher umsonst und man spielt die bekannten Passagen im Spiel nochmal durch.

Euch wünsche ich jetzt aber erst einmal ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Sonntag, 15. Dezember 2013

Noch mehr gespaltene Persönlichkeiten und dazu ein paar Herrschaftspläne

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und nachdem ich mich nun ausgiebig damit beschäftigt habe sieben Welten unter meine Kontrolle zu bringen und dabei mehrere Overlords, aber auch Helden zu meinen Dienern gemacht habe, will ich euch von meinem Werdegang berichten.

Die Rede ist von dem knallbunten und völlig durchgeknalltem Japano-RPG „Mugen Souls“. Dies ist von Compile Heart entwickelt und durch Nippon Ichi Software herausgegeben worden. Tja und gerade die Firma Nippon Ichi Software dürfte durch die Disgaea-Reihe Ruhm und Ehre erlangt haben. Wobei ihr Maskottchen (ist es auch offiziell ihr Maskottchen?) – die pinguinähnlichen Prinnys – vermutlich noch bekannter sein dürfte ;D
Ich schweife ab, daher schnell zurück zum eigentlichen Thema.

Wie ich bereits erwähnte, ist es ein durchgeknalltes Spiel, welches vor allem mit Seitenhiebe auf das eigene Genre nicht geizt. So werden diverse typische RPG-Klischees auf die Schippe genommen. Hier kann ich direkt ein Beispiel aus der ersten Welt anbringen, wo der dortige Held haufenweise Vasen zerstört, fremde Wohnungen durchsucht und seine weibliche Gefährtin, dank dem Vorrecht des Helden, stets in Bikinis einkleidet. Immerhin haben diese ja die höchsten Verteidigungswerte!
Ist ja auch völlig logisch. Was? Nicht? Ähm… schnell weiter…

Die diversen Helden und Demon Lords sind dabei selbst auch unterschiedlich und somit ein lebhafter Haufen. Aber vor allem sind sie unterschiedlich humorvoll und überspitzt gestaltet. Vor allem gerade in ihren unterschiedlichen Klischeerollen. Ich persönlich hatte dabei aber nie das Gefühl, dass irgendwer in seiner Darstellung über die Stränge schlug, so dass man sich daran wirklich ergötzen und amüsieren konnte, ohne den Fremdschämfaktor zu haben.

So kam es echt vor, dass ich einige Male beim Spiel laut lachen musste, was bei mir eigentlich selten der Fall ist. Dazu passt auch der generelle Look, der typisch für asiatische Spiele etwas bunter ausfällt. Nicht alles bleibt aber stets in der 3D-Optik, gerade während der Dialoge sind die Dialogteilnehmer in schön gezeichneter Form zu sehen.

Die Story von „Mugen Souls“ wirkt ebenfalls auf den ersten Eindruck eher komisch und befremdlich, so wie die grafische Komponente einige westlichen Gamer die Nase rümpfen lassen dürfte. Ich meine sieben Welten erobern und alles unter die eigene Kontrolle bringen, indem man alles Lebendige und teilweise sogar nicht Lebendige sich untertan macht.

Dies ist jedoch ein Trugschluss, wie sich bald abzeichnet. Spätestens wenn man Belleria trifft, die ähnliche Kräfte hat wie unsere Größenwahnsinnige Chou-Chou, und andere Lebewesen sich untertan macht, um sie ihrem Vater zu opfern, merkt man das mehr hinter der ganzen Sache stecken muss.
So verstecken sich hinter dem anfangs eher unscheinbaren Bild, einige überraschende und einige weniger überraschende Plottwists, wodurch sich eine wunderbare Handlung mit Tiefgang entwickelt.
Aktuell bin ich sogar noch einmal an dem Spiel im New Game+ dran, um das alternative Ende auch noch zu sehen, welches sich während des ersten Durchspielens andeutete.

Daneben ist natürlich noch etwas zu erwähnen, was für ein Rollenspiel von essentieller Wichtigkeit ist neben einer guten Handlung. Ich rede natürlich von der Kampfmechanik. Diese wirkt erst einmal wie eine überladene Bonbontüte. Von allem ist was drin, so dass man eigentlich gar nicht weiß was man am Liebsten zuerst versuchen will.

Es finden sich einige erfrischend neue Ideen wieder, wie aber auch altbekanntes. Letztendlich wird aber auch das Rad nicht neu erfunden. Eine witzige Idee ist jedenfalls die „Blast Off“-Fähigkeit, die manche Skills besitzen. Dadurch wird ein Gegner weggeschleudert und kann mit anderen Gegnern, Partymitgliedern oder auf dem Feld befindlichen Kristallen kollidieren. Dadurch erhöht sich der Schaden, den der Widersacher erleidet.

Oder, wenn einem das nicht hilfreich genug ist, man entschließt sich dazu die Monster per Chou-Chou-Airline einen Freiflug zu verpassen. So kann der „Blast Off“ auch in die Luft gerichtet werden, wo sich Objekte befinden die dadurch abgeschossen werden können. Darin können sich wertvolle Items oder weitere Gegner verbergen.

Das Ganze kann man dann noch auf die Spitze treiben, wenn man den großen Hauptkristall in der Mitte des Kampfbereichs bezirzt und damit den „Fever Mode“ auslöst. Dadurch werden in der Luft vier Kugeln freigeschaltet und wenn man dann einen Gegner per „Blast Off“ hochschießt, wird er wie beim Flipper zwischen den vier Kugeln rumgeschubst und man selbst erfährt einen finanziellen Geldsegen. Haufenweise Bonusmoney, yay!

Generell macht es Sinn die vielen kleinen und den einen großen Kristall zu entfernen, da diese in einem gewissen Radius um sich herum Zusatzregeln einführen. So kann es beispielsweise mal schnell sein, dass man sich nicht mehr heilen oder bewegen kann, wenn man einem der Kristalle zu nah kommt.
Den Kleinen kann man ja noch fern bleiben, anders sieht es bei dem Großen aus, denn der gilt für das gesamte Kampffeld.

Doch was meinte ich da zuvor mit dem „bezirzen des großen Kristalls“?
Tjaaa, wie bereits gesagt versucht unsere kleine, quirlige Chou-Chou alles und jeden zu… nun… in gewisser Weise zu versklaven. Dies gelingt ihr aber nur, wenn sie andere zuvor bezirzt. Dies kann man sich im Kampf auch zu Nutze machen. So kann man Gegner bezirzen, damit sie sich in Items verwandeln oder zu Dienern (den sogenannten Shampurus) werden. Verärgert man sie jedoch, kriegen sie auch noch einen Stärkeschub.

Beim Bezirzen muss man die acht verschiedenen Gesinnungen – im Spiel als „Moe“ bezeichnet – beachten. Verschiedene Gesinnungen sind ähnlich und erleichtern das Bezirzen, andere sind sich zu verschieden. Und natürlich hat unsere Göttin der Galaxie Chou-Chou die Fähigkeit zwischen sieben weiteren Persönlichkeiten zu wechseln, um so immer die optimale Gesinnung zum Bezirzen zu haben.

Wozu sollte ich aber überhaupt Shampurus sammeln? Nun, dass macht sich unter anderem in Chou-Chous Charm-Level bemerkbar, was ihr dann wiederum das Bezirzen stärkerer Gegner erleichtert. Ein kleiner Teufelskreis also, der uns aber zu Gute kommt.
Daneben brauch man Shampurus auch, um Chou-Chous ultimativen Angriff zu stärken: Den „Peon-Ball“.

Dieser Angriff wird im Laufe des Spieles immer größer (von Stadtgröße, zu Inselgröße und noch viel weiter) und damit auch gefährlicher. Denn nicht nur die Feinde sollten diese Attacke fürchten, auch man selbst. So gibt es einen Wahrscheinlichkeitswert, der durch verschiedene Dinge beeinflusst wird, und wenn dieser zu hoch geht, kann es schnell mal passieren dass der „Peon-Ball“ von sich aus hochgeht und dabei das Team, statt die Gegner trifft.

Aber noch für eine dritte Sache sind die Shampurus wichtig. Sie erhöhen die Werte des Raumschiffes, mit dem man von Welt zu Welt reist. Denn zwischen den Welten – oder auch an anderen Punkten des Spieles – kann es schnell mal dazu kommen, dass man sich gegen andere Raumschiffe verteidigen muss.

Diese Raumschiffkämpfe sind aber eine schöne Abwechslung und funktionieren nach dem einfachen Schere-Stein-Papier-Prinzip. Manche Attacken werden stärker, wenn sie gegen bestimmte andere Attacken oder Aktionen laufen. Diese Taktikkomponente bringen massig Spannung ins Spiel, gerade wenn man gegen deutlich stärkere Schiff ins Feld zieht und dennoch es schafft siegreich zu sein.

Im Laufe des Spiels kommt noch eine Art Zusatzdungeon, das „Mugen Field“, hinzu. Hier kann man sich von Etage zu Etage kämpfen, so dass man hier eine super Levelstelle hat. An bestimmten Passagen kann man auch wieder aussteigen oder dort zum späteren Zeitpunkt wieder einsteigen. Auch kann man sich selbst die Schwierigkeit erhöhen, um höhere Bonus-Ratings für EXP, Geld und Mugen Points zu bekommen.

Meiner Meinung sitzt man gerade am Mugen Field die meiste Zeit dran. Jedenfalls war es bei mir so, da es einfach massig Spaß bereitet und durch Zwischensequenzen auch witzige Zwischenunterhaltung bietet. Außerdem ist es für das bereits erwähnte alternative Ending von Bedeutung.

Um noch einmal auf Gemeinsamkeiten mit anderen Spielen von Nippon Ichi Software zurück zu kommen, will ich kurz über die Erschaffung von Helfern sprechen. Dies funktioniert bekanntlich in jedem der Spiele ein klein wenig anders, doch selten hatte ich so Schwierigkeiten damit. Bei „Makai Kingdom“ war es das System gewesen, was ich irgendwie nie so richtig verstanden hatte. Bei „Mugen Souls“ liegt das Problem eher bei den Mugen Points. Diese bekommt man deutlich spärlicher zusammen, da man sie aber in vielen Bereichen braucht, hat man hier durchgehend einen immensen Mangel. Da ist man verleitet die Punkte woanders reinzustecken, als in die Erschaffung von Zusatzcharakteren. Vor allem, da man storybedingt ja auch zahlreiche Helden und Demon Lords bekommt, die für einen in die Schlachten ziehen können.

Was gibt es zum Schluss dieses Monsterbeitrags zu erwähnen? Boah, ich glaub der einzige Beitrag der länger war, als dieses Ungetüm war der zu „Pokémon X“ und „Pokémon Y“.

Ach ja, sämtliche Ausrüstungsgegenstände können verstärkt werden durch ein Levelsystem und auch mit Zusatzeffekten beschmiedet werden. Das kann durchaus mal hilfreich sein, wenn man genug Geld angesammelt hat und nicht wirklich die Lust hat zu leveln, jedoch irgendwo festsitzt.

Das Spiel bietet eine japanische und englische Sprachausgabe, je nach Geschmack. Die Dialogtexte sind jedoch leider nur in Englisch gehalten. Man versteht es mit simplen Schulenglisch aber ohne Probleme.

Ich glaube ansonsten habe ich alles Wichtige Angesprochen. Als kleinen Hinweis möchte ich jedoch noch erwähnen, dass es eine Fortsetzung mit dem Namen „Mugen Souls Z“ gibt, welches in Japan bereits erschienen ist und wohl im Frühjahr des nächsten Jahres zu uns nach Europa und nach Nordamerika kommen soll.
ICH FREU MICH!
Und ihr könnt euch dann auf einen Bericht zur Fortsetzung hier freuen.

Ich hoffe das Versprechen vermiest euch jetzt nicht den schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus


PS: Manchmal kann ich mich nur über Reviews und Kritiken auf Internetportalen wundern, die gerne noch über den verrückten Stil japanischer Spiele die Nase rümpfen und dort alles schlecht machen, was nicht halbwegs ernst sein kann. Dann muss ich mich selbst immer wieder daran erinnern, dass es eben verschiedene Geschmäcker gibt und scheinbar der typische Deutsche zum Lachen in den Keller geht.
Oder zumindest die typischen Reviewschreiber und Spielekritiker.
Bisschen mehr Kichererbsen vielleicht frühstücken (schlechter Wortwitz: Check).

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Virtueller Kleinkrieg

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und wir beschäftigen uns heute wieder mit einem Spiel abseits digitaler Augen- und Hirnschmalzvernichter. Dabei möchte ich euch ein Spiel präsentieren, was vermutlich ziemlich unbekannt sein dürfte. Kein Wunder, versucht man im Internet es zu finden, ist dies schier unmöglich. Dabei handelt es doch mehr oder weniger genau darum!

„The Net“ ist ein geniales Spiel wie ich finde. Wenn ich das auf der Verpackung richtig identifizieren konnte, wird es von der russischen Firma „Syndicat 13“ vertrieben und von den beiden Russen Vladimir Lukin und Vladimir Polozhevets erfunden.

Ich habe das Spiel mit Freunden auf der Spiel ’13 in Essen entdeckt, ausgetestet und direkt gekauft. Eine gute Entscheidung, weil ich mich sonst wohl nun geärgert hätte, da ich es im Internet nirgends zum Kaufen finde :D

Es geht darum, dass ein Spieler als System Administrator sein Netzwerk vor Hackern schützen muss. Die anderen Spieler (man kann bis zu acht das Spiel spielen) können dabei in einer von drei Rollen auftreten: Die Hacker, der Insider und der IT-Generalist.

Einige dieser Rollen sind gegen den System Administrator ausgelegt, jedoch nicht alle. So ist der IT-Generalist jemand, der dem System Administrator helfen möchte. Das doofe ist nur, dass alle Rollen außer der des Admins geheim sind und so kann es schnell mal passieren, dass genau dieser versehentlich einen ihm freundlich gesinnten Spieler aus dem Netz rausschmeißt.

Je mehr Spieler übrigens mitmachen, umso mehr Vertreter der einzelnen Rollen nehmen auch teil, was gerade in größeren Gruppen für zusätzlichen Spaß sorgt und den Admin vor die schwierige Rolle stellt, die richtigen Leute rauszuschmeißen aus dem Spiel.
Jede Rolle hat auch eigene Ziele – sprich Siegbedingungen – und teilweise auch Fähigkeiten.

Das Spiel selbst funktioniert über eine Kartenmechanik. So zieht jeder Spieler zu Beginn seines Zuges Karten und spielt diese anschließend, um entweder Angriffe zu starten, sich per Firewall zu schützen oder durch Spezialkarten seine Position zu stärken, bzw. die der Mitspieler zu schwächen.

Verschiedene Spielmechaniken sind aber nicht immer ganz klar und so kann es mal zu Regelunklarheiten kommen. Dann muss man sich auf eine Interpretation einigen, da das dünne Regelheft nur die Spielmechanik erklärt und solche Probleme darin nicht behandelt werden.

Außerdem ist auch besagtes Regelheft komplett in Englisch gehalten und selbst ich, der dieser Sprache nur bedingt mächtig ist, habe so manchen Fehler gefunden. Aber darüber kann man ja getrost hinwegsehen. Selbst bei großen Anbietern findet man so manchen charmanten Fehler in den Anleitungen, von daher.

Wenn ihr eine Quelle habt, wo man das Spiel beziehen kann, so gebt mir doch bitte einmal Bescheid. Ich würde diese dann hier auch vorstellen, um das Spiel zu unterstützen. Verdient hätte es dies jedenfalls!

Ich wünsche ansonsten noch ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Dienstag, 10. Dezember 2013

Es hängt alles von der Perspektive ab [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und wir starten hiermit mit der neuen Kategorie: [3D].
Leider hat es für das „S“ nicht gereicht, um den Wortwitz zu vervollständigen :D
[3D] steht wie am Samstag bereits erklärt für: [3]DS-Demo-Dienstag.

Und wie der Name schon vermuten lässt, geht es hier um die Demos die man im 3DS eShop sich ziehen kann. Welche Demos sind interessant und machen wirklich Lust auf das Spiel? Und welche Demos versprechen viel, bzw. erhofft man sich viel von und bringen es am Ende doch nicht?

Ich fange hierbei mit einem Spiel an, welches für mich unscheinbar wirkte. Eigentlich sogar vorab schon von mir im Geiste als „Was ist das für ein Kinderspiel?“ verteufelt worden und am Ende sich doch als spaßiges Spielchen erwies: Ich rede hier von „Crush 3D“.

Leider bietet es nur ein „3S“ (hey, da haben wir unser „S“ für den Wortwitz von vorhin :D), sprich eine „Standard-Start-Story“. Ein bisschen 08/15, nicht wirklich erwähnenswert, weil ziemlich austauschbar.

Verrückter Wissenschaftler baut dauernd Erfindungen die in die Hose gehen, dies soll sich aber mit seinem neuen Glanzstück ändern. Dafür missbraucht er leider seinen Freund Danny als Versuchskaninchen. Ich frag mich ob die sich noch bessert, wenn man das vollständige Spiel bis zum Ende spielt. So aber wirkt sie ohne viel Substanz und Tiefgang.

Was aber interessant ist: Bei meiner Recherche fand ich heraus, dass das Spiel zuerst auf der PSP erschien und dort eine etwas ernstere Story darbietet, so dass sie in dem Punkt tatsächlich zwei eigenständige Spiele sind.

Aber auch in der Grafik sieht man die verschiedenen Plattformen. Während das Spiel auf dem 3DS sehr kindlich, mit einer geilen comicartigen Grafik und dadurch einem generell schönen Look daher kommt, wirkt das Spiel auf der PSP viel düsterer und dunkler in „normaler“ 3D-Optik.

Vom Spielprinzip handelt es sich in beiden Fällen aber um einen Puzzle-Platformer, bei dem man zwischen der zweiten und dritten Dimension regelmässig wechselt, um sich durch die Level ans Ziel zu kämpfen. In der Demo auf dem 3DS darf man hierbei – wenn ich das noch richtig im Kopf habe – drei Level antesten. Samt auch versteckter Objekte, die man in jedem Level finden kann.

Die Steuerung ist sehr einfach gehalten und nach einer kurzen Zeit hat man sich bereits daran gewöhnt.

Alles in Allem hat mich diese Demo, von der ich anfangs nicht viel hielt, doch sehr positiv überrascht. Und mit 30 Start-Anwendungen kann man einige Male mit den ersten Leveln beschäftigen. Eigentlich sind so viele gar nicht nötig, denn spätestens nach dem fünften Mal dürfte es eh langweilig werden und man greift dann doch endlich zur Vollversion.

Ich jedenfalls werde es wohl tun, denn es macht durchaus Spaß. Die Frage ist dann letztendlich nur, wie hoch der Preis ist und wie lange man wirklich an der „Story“ des Spiels hockt.

Wir sind am Ende angekommen, daher möchte ich euch ‘nen schönen Tag wünschen und sage cheerio!
Euer King Sirus


PS: Ich wurde freundlicherweise darauf hingewiesen, dass ich den Namen des Spiels vergessen hatte zu erwähnen. Habe es nun im dritten Abschnitt noch fix reingeschummelt. Kann ja mal passieren :D

Sonntag, 8. Dezember 2013

Mario das Multitalent - Heutige Folge: Mario Paint

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und was fällt einem ein, wenn man an den Namen Mario denkt? Na ja, vermutlich zu viele unterschiedliche Sachen, als das mein Gedanke hier auftaucht…
Worauf ich hinaus wollte war der Begriff: Multitalent.

Denn wenn man sich mal so anschaut, was der gute Klempner in seiner dreißigjährigen Karriere alles schon gemacht hat, kann man ja auch nur auf eben diesen Schluss kommen. Ich meine der Ottonormalklempner ist vermutlich nicht so ein Tausensasser, sondern – um mal mit Klischees daher zu kommen – eher das fehlende Bindeglied zwischen Mensch und Affe.

Hier nur mal eine kleine Zusammenfassung, was Mario bereits alles war und angestellt hat:
Affenfänger, Doktor, Golfer, Rennfahrer, Rollenspielfigur, Jump ‘n‘ Run Held, Flipperkugel, Tennisspieler, Prügelspielfigur, Partylöwe, Baseballspieler, Fußballer, Wettkämpfer olympischer Spiele, Basketballer und noch so einiges Anderes!
Ach ja, nicht zu vergessen: Maler.
Ja, Mario hatte eine kurze Malerkarriere, der wir uns heute auch widmen wollen.

Damit dreht es sich wieder um ein SNES-Spiel und auch wieder um ein Spiel mit Mario. Dennoch auch um ein Spiel, was ich hier einfach erwähnen musste! Denn wie einige vielleicht wissen, hat es ein bestimmter Teil des Spiels… ja man kann bereits sagen zum Kultstatus geschafft.

Gemeint ist natürlich der Musikbereich innerhalb des ursprünglichen Malspieles. Das Besondere daran – was vermutlich mitverantwortlich daran war, dass der Kultstatus erreicht wurde –, war die besondere Art der Musikgestaltung.

Anstatt Noten setzt man Symbole ein – wie etwa einen Gameboy, eine Katze, einen Hund und derartiges. Das ergab dann ziemlich lustige Melodien und war ein größerer Spaßfaktor, als die Kindermalstunde mit ein paar Ausmalmöglichkeiten.

Denn die damaligen Zeichenmöglichkeiten mit SNES-Maus waren noch in den Kinderschuhen und dann sollte man als Kind auch lieber auf Papier zeichnen, als bereits diese letzte Bastion der kindlichen Entwicklung in den Technikbereich zu verschieben…
Es bereitet darüber zwar auch etwas Spaß, aber schnell verliert dieser sich auch wieder und so sind es die vielen Kleinigkeiten abseits des Malens, die einen bei der Stange halten.

Wie etwa die Minispiele, die in das Spiel eingebaut wurden. Da es etwas her ist, seit ich Mario Paint zuletzt angefasst habe, weiß ich nicht mehr so genau ob es noch weitere gab neben dem „Fliegenklatschspiel“. Doch dieses eine brannte sich förmlich in mein Gedächtnis.

Was ein tolles Gimmick war, war die extra für dieses Spiel entwickelte SNES-Maus. Doof nur, dass es neben „Mario Paint“ nur ein weiteres Spiel gab, welches dieses Gerät unterstützte. Und so blieb es nichts mehr als ein lustiges Gimmick, das den Spaßfaktor nur minimal erhöhte und ansonsten eher eine traurige Existenz fristete.
War Nintendo damals lediglich seiner Zeit voraus?

Dass der Musikbereich von „Mario Paint“ es sogar zu einem eigenen Programm für den PC schaffte, mit dem einige Liedcover bei YouTube präsentiert wurden, zeigt doch im Grunde nur welcher Bereich in dem Spiel das wirkliche Highlight war.

Man könnte über „Mario Paint“ wohl sagen: Ein Spiel was viel wollte und an dem Meisten davon vorbei rauschte. Dennoch aber dank eines kleinen Bereichs sowohl spielbar, als auch interessant wurde.

Also habt ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus