Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und heute will ich spontan über
ein Spiel reden, welches schon einmal ein spontanes Thema war. Schon einmal?
Ja, jetzt wo der Blog auch schon ein paar Beiträge hat
und über ein Monat alt ist, möchte ich es kurz erwähnen. Ich hatte schon einmal
einen Blog. Jedoch nicht alleine, sondern mit einer guten Freundin. Was
vielleicht ungünstig war, war der Zeitpunkt an dem wir anfingen. Denn obwohl
ich damals motiviert war und wirklich Lust hatte, brauchte ich immer länger um
mal einen neuen Beitrag zu posten. Was viel durch mein privates verschuldet
war. Nun ist die Situation anders und ich fange solo neu an. Der alte Blog
existiert gar nicht mehr, aber um die damalige Arbeit von uns zu ehren,
überarbeite ich die alten Texte und stelle sie wieder online.
Das hat mir auch den Anfang erleichtert, denn so hatte
ich einen größeren Grundstock. Denn brauchte ich auch, da ich ja nebenbei auch
an meinem YouTube-Kanal arbeite, im privaten noch ein zukünftiges Projekt
vorbereite (welches ich auch hoffentlich bald veröffentlichen kann ;D) und auf
Facebook die YouTube-Aktivität zusätzlich präsentiere.
Soviel zum Ausflug in alte Kamellen. Jedenfalls worauf
ich hinaus wollte, war der Punkt dass ich damals ein Spiel innerhalb eines
Tages durchgespielt hatte und direkt im Blog anpreisen wollte. Das Witzige war,
dass ich damals „Another Code: Doppelte Erinnerung“ beinahe gar nicht gespielt
hätte.
Dies war der Berichterstattung über das Spiel geschuldet.
Denn die Informationen die ich so im Internet fand, klangen einfach nicht
interessant und nur wegen toller Grafik alleine habe ich mir eigentlich noch
kein Spiel geholt. Irgendetwas in mir hat mich aber dazu gebracht, dass ich dem
Spiel doch noch eine Chance gab. Ich bin über diesen komischen inneren Drang
froh. Ihm habe ich eine tolle Spielerfahrung zu verdanken.
Ich hätte mir auch kein besseres Spiel aussuchen können,
um über Erinnerungen zu reden. Denn genau mit dieser Thematik beschäftigt sich
das Spiel „Another Code: Doppelte Erinnerung“. Während nämlich unsere fast
vierzehnjährige Protagonistin Ashley mit ihrem geistreichen (das Wortspiel ist
nach all der Zeit nicht besser geworden…) Freund D die Blood-Edward-Insel
erforscht – mitsamt alter verlassener Villa (die seltsamerweise vollgepackt ist
mir allmöglichen Rätseln) –, versuchen beide die fehlenden Erinnerungen ihrer
Vergangenheiten zu erforschen.
Auf diese Weise hoffen sie Antworten über längst
vergangene Zeiten zu erhalten. Dem Geist D geht es dabei heraus zu finden wer
er war und wie er nun eigentlich starb, um endlich in Frieden ruhen zu können.
Ashley aber will wissen warum ihr Vater – den sie für Tod hielt, von dem aber
die Einladung auf die Insel kam – sie vor elf Jahren bei ihrer Tante
zurückließ. Es gibt jedoch noch ein Thema, über das sie sich mehr Aufschluss
erhofft: den Tod ihrer Mutter.
Vor allem entsteht ein neuer Gedanke in ihrem Kopf, den
es zu klären gilt… ist vielleicht auch sie in Wahrheit noch am Leben?
Und die Suche der Beiden wird dann noch mit den, bereits erwähnten,
verschiedenen Rätseln garniert, die man lösen muss um dann wiederum tiefer in
die Villa gelangen zu können. Und weiteren Rätseln in die Arme zu laufen. Wie
so üblich darf der Spieler hier natürlich nicht erwarten, dass der Grundriss
des Gebäudes logisch aufgebaut ist. Geschweige denn ein normales Leben in einem
Bauwerk mit solch umständlichen Rätseln und Blockaden möglich wäre.
Nun gut, verzeihen wir diesen unlogischen Aspekt einfach
mal den Spielemachern und konzentrieren uns lieber auf wichtigere Punkte.
Im Angebot hätte ich da die Tatsache, dass die
DS-Funktionen derartig gut eingebracht wurden, dass die immer noch
uralt-08/15-Rätsel plötzlich in einem neuen, frischen Glanz erstrahlten und
tatsächlich wieder Spaß beim Spieler hervorriefen. Vor allem waren die Stellen
genial, wo man zur Rätsellösung das Spielgerät zuklappen musste, um auf die
Lösung zu kommen. Da habe ich doch richtig dran zu knabbern gehabt, bevor ich
mal auf diese Idee kam.
Das Ganze ist aber noch aus einem anderen Grund ein sehr
wichtiger Faktor gewesen. Denn der Nintendo DS erschien im März 2005 in Europa,
„Another Code: Doppelte Erinnerung“ im Juni desselben Jahres. Es war also eines
der ersten Spiele auf der neuen Handheldgeneration, die viele noch nicht
einschätzen konnten.
Vor allem war man wegen dem doppelten Monitor, aber auch
dem Touchscreen skeptisch. Und letzteres ist heute ja fast schon zum Standard
geworden.
Um aber wieder zurück zum Thema zu kommen: Der
Schwierigkeitsgrad des Spieles selbst lässt sich trotz der neuen Umsetzungsart
der Rätsel, immer noch als „Baby-Mode“ bezeichnen. Denn es sind und bleiben
eben altbackene Rätsel, die man bereits mehrfach in diversen Spielen gesehen
hat und daher fast schon im Schlaf zu lösen vermag. Schade eigentlich, denn
dadurch hat man das Spiel locker an einem Tag durch (so wie ich eben) und dafür
aber 40€ beim sofortigen Kauf damals zum Erscheinungstermin zu blechen,
hinterlässt wieder einmal ein Gefühl von „wurde ich da gerade wieder
abgezockt?!“.
Man hatte hier also Potential des neuen, jungen Gerätes
vergeudet, aber das ist generell ein typisches Problem neuer Konsolen- oder
Handheldgenerationen. Oftmals trauen sich die Entwickler noch nicht so viel
oder haben schlicht und einfach noch nicht die richtigen Ideen was man alles
mit den neuen Funktionen anstellen kann.
Optisch präsentiert sich das Spiel in einer stark Manga /
Anime orientierten Grafik, die jedoch alles andere als kindisch wirkt, sondern
eher sehr erwachsen und bisweilen auch etwas düster. Ein Look der mir ehrlich
gesagt sehr zusagte und in ähnlicher Form auch in Spielen wie „Hotel Dusk: Room
215“ ebenfalls verwendet wurde. Kein Wunder, ist ja von denselben Machern.
Schade ist lediglich, dass CING sich ausschließlich mit
den beiden „Another Code“-Teilen, so wie dem Zweiergespann „Hotel Dusk“ und
„Last Window“ wirklich Aufmerksamkeit erlangten und seit 2009 auch nur noch für
den Handybereich programmieren.
Zum Abschluss möchte ich noch einen Gedanken abseits des Spieles einbringen.
Wenn man älter wird und seine Erinnerungen verliert,
stört das einen selbst ja bekanntlich eher weniger, denn wir bemerken ja gar
nicht was wir verloren haben. In der Regel ist die Selektion die unser Hirn
vornimmt ja auch ganz in Ordnung.
Schließlich vergessen wir nur unwichtige Informationen
und behalten fast ausschließlich wichtige Dinge, da diese schnell im
Langzeitbereich abgespeichert werden. Oder unser Gehirn lässt uns Dinge nach
einem schrecklichen Ereignis vergessen, um uns bzw. sich selbst zu schützen.
Die Idee welche sich bei „Another Code: Doppelte
Erinnerung“ entwickelt – aber leider auch nur ganz kurz am Ende und
gleichzeitig lediglich nur am Rande angeschnitten wird –, könnte praktisch als
Basis für ein noch viel genialeres Spiel dienen.
Ich rede von dem Anothergerät und den falschen und echten
Erinnerungen, bzw. die Manipulation von Erinnerungen an sich. Ich stelle mir
das Spieltechnisch ungefähr so vor: Ein Spiel, welches mit den Erinnerungen
spielt. Erinnerungen die sich im Spielverlauf verändern können und damit mit
der Frage einhergehen: „Was macht uns zu dem, was oder wer wir sind?“
Unsere Erinnerungen oder vielleicht doch eher unser Umfeld?
So, nun sind wir endlich am Ende, weshalb ich euch noch
‘nen schönen Tag wünsche und cheerio sagen kann!
Euer King Sirus
PS: „Another Code: Doppelte Erinnerung“ bietet den geilsten Satz, den ich jemals
in einem Spiel lesen durfte: „Dass das DAS, dass du...“
Original so im Spiel enthalten und meiner Meinung nach einfach nur göttlich :D
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