Translate

Sonntag, 29. Dezember 2013

Mit der Oma, dem Pizzaboten und einem Alien am Tisch

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und als begeisterter Pen-&-Paper-Rollenspieler, hatte ich schon lange einen Blick auf „Knights of Pen and Paper“ geworfen. Als es bei Steam dann die Herbstaktion gab und die Preise purzelten, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten.

Das Spiel gekauft und auch schon bald gesuchtet. Dabei musste ich mich aber auch erst einmal reinarbeiten in das Spiel. So war ich über die Charaktererstellung auch ein wenig überrascht. Denn man hat die Wahl zwischen verschiedenen Spielern, die sich zum Pen-&-Paper-Abend treffen. Dabei haben diese verschiedene passive Fähigkeiten, so dass sie sich für bestimmte Charakterklassen super eignen. Bei anderen hat man da ein bisschen mehr Freiheit, weil sich hier nicht so die Zwangszusammenstellung ergibt.

Natürlich habe ich damals absolut falsche Kombinationen mir zusammengestellt, was den Einstieg nicht so einfach machte. Vor allem da ich auch erst einmal verstehen musste wie das Spiel selbst noch funktionierte. Der Ablauf ist eigentlich erst einmal einfach.

Ganz klassisch kann man Quests annehmen oder einfach in eine Höhle rennen und Monster verprügeln. Das Interessante hierbei ist, dass man sich bei Kämpfen auch ein wenig selbst die Schwierigkeitsstufe bestimmen kann. Je mehr Monster man sich reinholt, umso härter werden die Kämpfe natürlich auch wieder.

Problematisch ist es eher bei der großen Auswahl an Möglichkeiten, wie soll man ins Spiel einsteigen um vernünftig im Level aufzusteigen, damit man nicht mit stupiden aufleveln Stunden verplempert. So wie ich es leider machen musste, da ich es ein wenig verbockt hatte. Man sollte eben nicht zu schwere Quests annehmen…
Sondern die Richtigen, denn die Quests erzählen schon so etwas wie eine Storyhandlung.

Die Musik ist auch sehr angenehm und passend, während das Spiel sich selbst in Oldschool Pixelgrafik präsentiert. Diese hat aber einen gewissen Charme, da Pen-&-Paper-Rollenspiele eben ähnlich alt sind wie Computerspiele. Und sogar in gewisser Weise eine gemeinsame Vergangenheit. Da Pen-&-Paper-Rollenspiele halt auch die Basis für heutige RPG-Videospiele sind.

Das Spiel ist nicht sonderlich teuer, selbst wenn man nicht auf Sale-Aktionen von Steam wartet. Der Spaß hält aber lange an und die Spielzeit die man investiert, kann sich mit teuren Spielmeisterwerken bei weitem messen. Wieder sieht man, dass es nicht Grafikmuskelprotze sein müssen oder teure Spiele, die einen ewig bei der Stange halten.
Außerdem kann man es sogar auf Deutsch stellen, wobei ich es letztendlich doch hauptsächlich auf Englisch spiele.

Was mir persönlich auch sehr gefiel, waren nicht nur die witzigen Dialoge zwischen dem Meister und den Spielern oder den NPCs und den Spielern oder die vielen verschiedenen humorvollen Figuren, die auftauchen.
Nein, ich war auch begeistert davon, dass es viele offensichtliche und weniger offensichtliche Querverweise in die Spiel- und Filmindustrie gibt.

So etwa das Monster „Keine Nummer“, welches eindeutig eine Anspielung auf „Missingno“ aus der ersten „Pokémon“-Generation darstellt. Und sogar genauso aussieht.

Oder die fast wörtliche Imitation des Gespräches von Legolas und Gimli nach der Schlacht von Helms Klamm, wo es darum ging wer mehr Orks getötet hat und es zu Gimlis lustigem Ork-zuckt-wegen-Axt-Zitat kommt. Genau dieses Zitat findet während einer Quest den Weg ins Spiel, was ich persönlich genial fand.

Oder Gremny, der ja bloß nicht mit Wasser in Berührung kommen darf. Aber wieso denn nicht? Ich kann es überhaupt nicht verstehen. Aber vom Aussehen erinnert er mich so ein bisschen an Gizmo. Bei dem war doch auch so ein Problem mit Wasser… hmmm… ;D
Ja, ist ja gut, ihr habt es alle bereits als ein Verweis auf die Gremlins erkannt.

Oder… oder… oder… so viele Querverweise!!!

Diese zu suchen, zu entdecken oder einfach mitzubekommen, ist eine schöne Hommage an die verschiedenen Größen aus Spiel und Film.
Hiermit habt ihr also ein Spiel, nicht nur für die Fans des Pen-&-Paper-Rollenspiels. Sondern auch für Fans anderer Spiele oder für die Fachmänner verschiedenster Filmklassiker. Spaß hat man so oder so, egal wovon man letztendlich Fan ist.

Auch allen Nicht-Fans wünsche ich natürlich ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.