Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und da
Nintendo so langsam in die Pötte kommt und diesen Monat das erste heiß ersehnte
Spiel von einigen erscheint, wollte ich mir nach dem Selbstsabotagebeitrag
nochmals Gedanken zu Nintendo machen. Oder genauer gesagt zu ihrer aktuellen
Next-Gen-Konsole: der Wii U.
Ich bin immer noch felsenfest
davon überzeugt, dass diese Konsole stark in ihren Möglichkeiten unterschätzt
wird. Gerade der Launchtitel „ZombiU“ hat für mich bewiesen, wie man das Pad –
welches ich ebenfalls zu Anfang skeptisch betrachtet hatte – kreativ und
geschickt in das Spiel einbinden kann. Gut, hat vielleicht bei „ZombiU“ nicht
in allen Punkten immer perfekt gepasst, aber die Konsole steht noch am Anfang
ihrer „Karriere“ und damit ist noch Luft nach oben vorhanden.
Auch Nintendo selbst zeigt
immer sehr gut, in welche Richtung es mit der eigenen Konsole gehen könnte. Die
besten Spiele der Wii erschienen ebenfalls fast alle von Nintendo selbst.
Vermutlich warten alle daher auch auf „Mario Kart 8“, das neue „Super Smash
Bros.“ und das neue „Zelda“-Spiel.
Dabei gibt es auch andere
Spiele, die sich für die Wii U anbieten würden. Wie etwa das lang erwartete „Watch
Dogs“, wo man die ganzen Smartphonefunktionen über das Pad abwickeln könnte.
Eigentlich also ein perfektes Spiel für diese Konsole, wobei das sich
angesichts der aktuellen Situation als herbe Enttäuschung herausstellen könnte.
Wenn ich mich an die Anfänge
der Wii erinnere, waren da auch alle skeptisch, ignorant oder machten sich
darüber lustig. Nun der Erfolg gab den Visionären hinter der Konsole Recht und
Sony, wie auch Microsoft versuchten nach immensen Verlusten den Erfolg
nachzumachen. Mit einem Leuchtdil… – Verzeihung,
vielleicht lesen hier ja Jüngere mit… – und einem Gerät, dass aktuell ein
potentielles NSA-Spionagetool sein könnte und Konsole samt Firma in Diskredit
und arge Bedrängnis bringt.
Glückwunsch an dieser Stelle
an Microsoft, dass sie mit dieser Selbstsabotage beiden Konkurrenten zusätzlich
Oberwasser beschert. Like a gentleman.
Nun reden wir aber wieder über
die Wii U. Über Xbox können wir ein anderes Mal ablästern. Was die Wii U
dringend braucht – das sagte ich auch bereits an anderer Stelle – sind Spiele.
Leistungstechnisch und von den Grafikmöglichkeiten ist sie zwar besser als ihre
Vorgängerin, doch unterliegt sie weiterhin der Konkurrenz.
Und wo Sony und Microsoft
versuchen den aktuellen „Let’s Play“-Trend für sich zu nutzen – durch
konsoleninterne Aufnahmetools, mitsamt direkter Uploadmöglichkeit –, stellt
sich Nintendo in diesem Punkt noch immer quer. Witzig, das in einem Land in dem
Plagiate als die höchste Form der Ehrdarbietung gilt…
OK… Plagiate und „Let’s Plays“
sind nicht unbedingt das Gleiche, aber… egal… weiter im Text…
Seit wann scheren die sich
also um das Urheberrecht? Ach ja, seit dem man überall Geldverlust wittert, wie
die Goldgräber in Amerika das Edelmetall…
Warum aber glaube ich nun so
fest an Nintendo und schreibe die aktuelle Konsole nicht einfach ab? Weil die
Firma ein riesiges Stehaufmännchen ist. Seit Jahrzehnten sind sie bereits im
Geschäft, haben Konkurrenten wie Sega oder Atari hinter sich gelassen, selbst
sich neue Konkurrenz geschaffen im Fall von Sony und bereits harte
Konsolenzeiten mit dem Gamecube überstanden.
Doch ihr ständiger Mut zur
Kreativität, ihr Wunsch nach Innovation und ihre Hartnäckigkeit haben die Firma
bis zum heutigen Tage getragen. Es gibt viele Anwendungsmöglichkeiten für das
Gamepad, jedoch müssen sie schleunigst angezapft werden.
So ließen sich besondere
Mehrspieler-Spiele entwickeln, bei denen der Spieler mit dem Pad eine
Supporter-Rolle einnehmen könnte oder man könnte endlich mehrere Pad zu einer
Konsole kompatibel machen, was gerade im Horror-Spielesegment ein wunderbares
Feature wäre.
„ZombiU“ im Multiplayer? „Dead
Island“, „Left 4 Dead“ oder „Project Zero“ (in Amerika auch als „Fatal Frame“
bekannt) wären nur drei mögliche Beispiele, die von so einer Funktion immens
profitieren würden.
Gerade „Project Zero“ passt
wie die Faust aufs Auge zur Wii U. Wenn ich mich daran erinnere, dass ich mit
dem Pad bei „ZombiU“ meine Umgebung abscannen musste, wäre das Optimal für „Project
Zero“, wo man mit einer Camera Obscura die Gegend nach Geistern absucht, um sie
fotografieren zu können.
Oder bei Action-Adventure-Spielen
wie etwa der „Zelda“-Reihe ließen sich damit interaktivere Rätsel gestalten und
umsetzen. Bei Partyspielen wie den „Mario Party“-Titeln bieten sich durch die
Gamepad-Sonderstellung reichlich reizvolle Möglichkeiten und bei Sportspielen á
la „Mario & Sonic“ haben einige Disziplinen schon längst von diesen
Möglichkeiten des neuen Gamepads profitiert.
Ich hoffe und setze hier ein wenig auf den Indie-Markt, der
nur so vor Kreativität und Innovation strotzt. Bei Kickstarter gab es auch
bereits einige vielversprechende Titel, die sich auf der Wii U ausbreiten
wollten.
„Child of Light“, „Earthlock: Festival of Magic“, „Hyper
Light Drifter“, „Mighty No. 9“, „Organic Panic“, „Shovel Knight“, „Soul Saga“,…
OK, OK, ich höre schon auf. Aber ihr seht: Die Möglichkeiten
und das Potential sind da. Die Zukunft der Wii U kann noch rosig werden!
In diesem Sinne: ich bin
weiter mit dem Umzug beschäftigt, während ihr hoffentlich noch ‘nen schönen Tag
habt und cheerio!
Euer King Sirus