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Samstag, 31. Mai 2014

Let’s Think: Wii U, die Unterschätzte

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und da Nintendo so langsam in die Pötte kommt und diesen Monat das erste heiß ersehnte Spiel von einigen erscheint, wollte ich mir nach dem Selbstsabotagebeitrag nochmals Gedanken zu Nintendo machen. Oder genauer gesagt zu ihrer aktuellen Next-Gen-Konsole: der Wii U.

Ich bin immer noch felsenfest davon überzeugt, dass diese Konsole stark in ihren Möglichkeiten unterschätzt wird. Gerade der Launchtitel „ZombiU“ hat für mich bewiesen, wie man das Pad – welches ich ebenfalls zu Anfang skeptisch betrachtet hatte – kreativ und geschickt in das Spiel einbinden kann. Gut, hat vielleicht bei „ZombiU“ nicht in allen Punkten immer perfekt gepasst, aber die Konsole steht noch am Anfang ihrer „Karriere“ und damit ist noch Luft nach oben vorhanden.

Auch Nintendo selbst zeigt immer sehr gut, in welche Richtung es mit der eigenen Konsole gehen könnte. Die besten Spiele der Wii erschienen ebenfalls fast alle von Nintendo selbst. Vermutlich warten alle daher auch auf „Mario Kart 8“, das neue „Super Smash Bros.“ und das neue „Zelda“-Spiel.

Dabei gibt es auch andere Spiele, die sich für die Wii U anbieten würden. Wie etwa das lang erwartete „Watch Dogs“, wo man die ganzen Smartphonefunktionen über das Pad abwickeln könnte. Eigentlich also ein perfektes Spiel für diese Konsole, wobei das sich angesichts der aktuellen Situation als herbe Enttäuschung herausstellen könnte.

Wenn ich mich an die Anfänge der Wii erinnere, waren da auch alle skeptisch, ignorant oder machten sich darüber lustig. Nun der Erfolg gab den Visionären hinter der Konsole Recht und Sony, wie auch Microsoft versuchten nach immensen Verlusten den Erfolg nachzumachen. Mit einem Leuchtdil… –  Verzeihung, vielleicht lesen hier ja Jüngere mit… – und einem Gerät, dass aktuell ein potentielles NSA-Spionagetool sein könnte und Konsole samt Firma in Diskredit und arge Bedrängnis bringt.

Glückwunsch an dieser Stelle an Microsoft, dass sie mit dieser Selbstsabotage beiden Konkurrenten zusätzlich Oberwasser beschert. Like a gentleman.

Nun reden wir aber wieder über die Wii U. Über Xbox können wir ein anderes Mal ablästern. Was die Wii U dringend braucht – das sagte ich auch bereits an anderer Stelle – sind Spiele. Leistungstechnisch und von den Grafikmöglichkeiten ist sie zwar besser als ihre Vorgängerin, doch unterliegt sie weiterhin  der Konkurrenz.

Und wo Sony und Microsoft versuchen den aktuellen „Let’s Play“-Trend für sich zu nutzen – durch konsoleninterne Aufnahmetools, mitsamt direkter Uploadmöglichkeit –, stellt sich Nintendo in diesem Punkt noch immer quer. Witzig, das in einem Land in dem Plagiate als die höchste Form der Ehrdarbietung gilt…

OK… Plagiate und „Let’s Plays“ sind nicht unbedingt das Gleiche, aber… egal… weiter im Text…

Seit wann scheren die sich also um das Urheberrecht? Ach ja, seit dem man überall Geldverlust wittert, wie die Goldgräber in Amerika das Edelmetall…

Warum aber glaube ich nun so fest an Nintendo und schreibe die aktuelle Konsole nicht einfach ab? Weil die Firma ein riesiges Stehaufmännchen ist. Seit Jahrzehnten sind sie bereits im Geschäft, haben Konkurrenten wie Sega oder Atari hinter sich gelassen, selbst sich neue Konkurrenz geschaffen im Fall von Sony und bereits harte Konsolenzeiten mit dem Gamecube überstanden.

Doch ihr ständiger Mut zur Kreativität, ihr Wunsch nach Innovation und ihre Hartnäckigkeit haben die Firma bis zum heutigen Tage getragen. Es gibt viele Anwendungsmöglichkeiten für das Gamepad, jedoch müssen sie schleunigst angezapft werden.

So ließen sich besondere Mehrspieler-Spiele entwickeln, bei denen der Spieler mit dem Pad eine Supporter-Rolle einnehmen könnte oder man könnte endlich mehrere Pad zu einer Konsole kompatibel machen, was gerade im Horror-Spielesegment ein wunderbares Feature wäre.

„ZombiU“ im Multiplayer? „Dead Island“, „Left 4 Dead“ oder „Project Zero“ (in Amerika auch als „Fatal Frame“ bekannt) wären nur drei mögliche Beispiele, die von so einer Funktion immens profitieren würden.

Gerade „Project Zero“ passt wie die Faust aufs Auge zur Wii U. Wenn ich mich daran erinnere, dass ich mit dem Pad bei „ZombiU“ meine Umgebung abscannen musste, wäre das Optimal für „Project Zero“, wo man mit einer Camera Obscura die Gegend nach Geistern absucht, um sie fotografieren zu können.

Oder bei Action-Adventure-Spielen wie etwa der „Zelda“-Reihe ließen sich damit interaktivere Rätsel gestalten und umsetzen. Bei Partyspielen wie den „Mario Party“-Titeln bieten sich durch die Gamepad-Sonderstellung reichlich reizvolle Möglichkeiten und bei Sportspielen á la „Mario & Sonic“ haben einige Disziplinen schon längst von diesen Möglichkeiten des neuen Gamepads profitiert.

Ich hoffe und setze hier ein wenig auf den Indie-Markt, der nur so vor Kreativität und Innovation strotzt. Bei Kickstarter gab es auch bereits einige vielversprechende Titel, die sich auf der Wii U ausbreiten wollten.

„Child of Light“, „Earthlock: Festival of Magic“, „Hyper Light Drifter“, „Mighty No. 9“, „Organic Panic“, „Shovel Knight“, „Soul Saga“,…

OK, OK, ich höre schon auf. Aber ihr seht: Die Möglichkeiten und das Potential sind da. Die Zukunft der Wii U kann noch rosig werden!

In diesem Sinne: ich bin weiter mit dem Umzug beschäftigt, während ihr hoffentlich noch ‘nen schönen Tag habt und cheerio!
Euer King Sirus

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