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Sonntag, 4. Mai 2014

Immer schneller fallende Klötzchen zum weghauen

Hidiho,

ich bin euer Kind Sirus und was passiert, wenn man „Dr. Mario“ nimmt und komische Figuren, samt seltsamer Fähigkeiten in diversen Abschwächungen, dazu nimmt? Nun, vermutlich bekommt man „Hebereke’s Popoon“.

Dieses alte SNES-Spiel hatte ich damals als Kind auf einem Flohmarkt ergattert, unwissend was sich dahinter verbarg. Es sah cool und witzig aus, dass reichte mir. Dass ich damit einen Süchtigmacher für mich, aber auch meine Mutter erwarb, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

„Hebereke’s Popoon“ hat wirklich einfaches Spielprinzip. Wie der etwas abgewandelte „Tetris“-Klon „Dr. Mario“ hat man zwar nur Blöcke, mit zwei Steinen, welche aber in unterschiedlichen – das Spiel arbeitet mit vier möglichen Farben für die Blöcke – oder manchmal auch gleichen Farben daher kommen.

Ziel ist es drei gleichgefärbte Blöcke in einer waagrechten oder senkrechten Linie zu verbinden, damit sie sich sprengen.

Dies gelingt anfangs auch noch mit Leichtigkeit, da man auf Tempo-Level 1 beginnt – was bedeutet, dass man beim Runterfallen der Steine beinahe einschläft – und erst endet, wo der eigenen Fähigkeit Grenzen gesetzt sind.

Denn je höher das Tempo-Level, umso schneller fallen die Steine und umso schwieriger, wird es diese mit den Schultertasten zu drehen und mit dem Steuerkreuz über die richtige Stelle zu platzieren. Erreichen die Blöcke dann irgendwann den oberen Rand, dann ist das Spiel wie in originaler „Tetris“-Manier zu Ende.

Doch was hat dies nun mit den besagten komischen Figuren und Fähigkeiten zu tun? Nun, es stehen vier spielbare Gestalten dem Spieler zur Auswahl: Hebereke, Oh-Chan, Sukezaemon und Jennifer.

Und wenn man in einer „Explosionsphase“ Steine verschiedener Farben am Stück zum Platzen bringt, wird eine besondere Fähigkeit der jeweiligen Gestalt ausgelöst. Schafft man es beispielsweise beim Geist Sukezaemon in einem Ablauf Explosionen drei Farben auszulösen, taucht ein tonnenschwerer Hammer auf, der je nachdem welcher Hammer einige bis hin zu allen Steine auf der eigenen Spielseite weghaut.

Wenn ihr wüsstet, wie oft ich mich über den gefreut habe, als ich kurz davor war zu verlieren…

Das Spiel besitzt eine Art Storymodus, wo man eine Geschichte erzählt bekommt – aus der Sicht von Hebereke – und dabei durch eine bunte Comicwelt rennt. Immer wieder trifft man auf andere NPC-Figuren, die einen dann herausfordern.

Dies ist zwar ganz spaßig, macht aber eigentlich nur beim ersten Durchlauf Spaß. Der wirkliche Fun-Faktor ist der Zwei-Spieler-Modus, wo man seinen Freunden zeigen kann, wo die Blöcke platzen!

Wie oft habe ich gegen meine Mutter verloren…

Dennoch hat es unglaublich viel Spaß gemacht, dies mit ihr zu spielen. Und wer die Story bereits durch hat und keine Freunde findet, die diesen schönen SNES-Titel mit ihm spielen wollen…
Nun ja, der kann sich auch einfach im Solospiel unter Beweis stellen oder üben. Vielleicht hätte ich das mehr machen sollen, dann hätte das Besiegen meiner Mutter womöglich auch mal geklappt… Mist…

Auch wenn ich vielleicht noch nicht daheim bin (ist ja alles vorbereitet und auf Selbstveröffentlichung gestellt) und daher nur euch einen vorbereiteten schönen Tag wünschen kann, hoffe ich dennoch dass ihr eben diesen habt. Ach ja, bevor ich es vergesse: cheerio!
Euer King Sirus

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