Hidiho,
ich bin euer Kind Sirus und
was passiert, wenn man „Dr. Mario“ nimmt und komische Figuren, samt seltsamer
Fähigkeiten in diversen Abschwächungen, dazu nimmt? Nun, vermutlich bekommt man
„Hebereke’s Popoon“.
Dieses alte SNES-Spiel hatte
ich damals als Kind auf einem Flohmarkt ergattert, unwissend was sich dahinter
verbarg. Es sah cool und witzig aus, dass reichte mir. Dass ich damit einen
Süchtigmacher für mich, aber auch meine Mutter erwarb, wusste ich zu diesem
Zeitpunkt noch nicht.
„Hebereke’s Popoon“ hat
wirklich einfaches Spielprinzip. Wie der etwas abgewandelte „Tetris“-Klon „Dr.
Mario“ hat man zwar nur Blöcke, mit zwei Steinen, welche aber in
unterschiedlichen – das Spiel arbeitet mit vier möglichen Farben für die Blöcke
– oder manchmal auch gleichen Farben daher kommen.
Ziel ist es drei
gleichgefärbte Blöcke in einer waagrechten oder senkrechten Linie zu verbinden,
damit sie sich sprengen.
Dies gelingt anfangs auch noch
mit Leichtigkeit, da man auf Tempo-Level 1 beginnt – was bedeutet, dass man
beim Runterfallen der Steine beinahe einschläft – und erst endet, wo der
eigenen Fähigkeit Grenzen gesetzt sind.
Denn je höher das Tempo-Level,
umso schneller fallen die Steine und umso schwieriger, wird es diese mit den
Schultertasten zu drehen und mit dem Steuerkreuz über die richtige Stelle zu
platzieren. Erreichen die Blöcke dann irgendwann den oberen Rand, dann ist das
Spiel wie in originaler „Tetris“-Manier zu Ende.
Doch was hat dies nun mit den
besagten komischen Figuren und Fähigkeiten zu tun? Nun, es stehen vier
spielbare Gestalten dem Spieler zur Auswahl: Hebereke, Oh-Chan, Sukezaemon und
Jennifer.
Und wenn man in einer
„Explosionsphase“ Steine verschiedener Farben am Stück zum Platzen bringt, wird
eine besondere Fähigkeit der jeweiligen Gestalt ausgelöst. Schafft man es
beispielsweise beim Geist Sukezaemon in einem Ablauf Explosionen drei Farben auszulösen,
taucht ein tonnenschwerer Hammer auf, der je nachdem welcher Hammer einige bis
hin zu allen Steine auf der eigenen Spielseite weghaut.
Wenn ihr wüsstet, wie oft ich
mich über den gefreut habe, als ich kurz davor war zu verlieren…
Das Spiel besitzt eine Art
Storymodus, wo man eine Geschichte erzählt bekommt – aus der Sicht von Hebereke
– und dabei durch eine bunte Comicwelt rennt. Immer wieder trifft man auf
andere NPC-Figuren, die einen dann herausfordern.
Dies ist zwar ganz spaßig,
macht aber eigentlich nur beim ersten Durchlauf Spaß. Der wirkliche Fun-Faktor
ist der Zwei-Spieler-Modus, wo man seinen Freunden zeigen kann, wo die Blöcke
platzen!
Wie oft habe ich gegen meine
Mutter verloren…
Dennoch hat es unglaublich
viel Spaß gemacht, dies mit ihr zu spielen. Und wer die Story bereits durch hat
und keine Freunde findet, die diesen schönen SNES-Titel mit ihm spielen wollen…
Nun ja, der kann sich auch
einfach im Solospiel unter Beweis stellen oder üben. Vielleicht hätte ich das
mehr machen sollen, dann hätte das Besiegen meiner Mutter womöglich auch mal
geklappt… Mist…
Auch wenn ich vielleicht noch
nicht daheim bin (ist ja alles vorbereitet und auf Selbstveröffentlichung
gestellt) und daher nur euch einen vorbereiteten schönen Tag wünschen kann, hoffe
ich dennoch dass ihr eben diesen habt. Ach ja, bevor ich es vergesse: cheerio!
Euer King Sirus
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