Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und
erst einmal ein dickes fettes Sorry. Der ganze Streß hat leider seit meiner
Rückkehr von der Convention ziemlich zugelegt. Aufgrund der überraschend vielen
Besichtigungen meiner aktuellen Wohnung – wegen möglicher Nachmieter –, habe
ich völlig den Überblick verloren. Beziehungsweise ich war vor allem auch
überfordert. Und so ist es passiert, dass ich ganz vergessen habe den Beitrag
vom Donnerstag einzustellen, so dass ich ihn nun leider zwei Tage verspätet
nachreichen muss…
Traurigerweise ist dies sogar
der zweite Beitrag innerhalb kürzester Zeit, der nachgereicht wird und das
bevor der Erste nachgereicht wurde! Klingt verwirrend, ist es auch und wird die
Tage verständlicher, ich bitte in dem Punkt ebenfalls um noch ein wenig Geduld.
Jetzt holen wir aber erst
einmal den Text vom Donnerstag nach. Und zwar habe ich auf der Convention ein
Spiel ausprobieren dürfen, welches mich schon lange interessierte: „Die
Werwölfe von Düsterwald“.
Dies ist ein Spiel für größere
Gruppen, wo man die Anzahl von acht Spielern längst überschritten hat. Es dreht
sich darum, dass jeder Spieler eine verdeckte Rolle zugeschrieben bekommt und
innerhalb der Nachtphase nach seiner Rolle handeln darf. Während der Tagphase
versucht dann die Dorfgemeinschaft einen Werwolf in ihren Reihen zu finden und
zu hängen.
Doch was sind das für Rollen,
die da verteilt werden? Da wären natürlich die namensgebenden Werwölfe und ihre
Opfer die einfachen Dorfbewohner. Während die Dorfbewohner in der Nachtphase
schlafen – also die Augen schließen müssen –, erwachen die Werwölfe an diesem
Punkt und suchen sich – natürlich ohne Worte, um sich nicht zu verraten – ein Opfer
aus.
Der Spielleiter erklärt dann
in der nächsten Tagphase, wer das neuste Opfer der Werwölfe ist, woraufhin der
wütende Mob, also known as restliche Dorfbewohner, nun einen unter sich
aufknüpfen will. Unterstützung erhalten sie dabei von einigen Dörflern mit
besonderen Fähigkeiten, die sich jedoch nicht outen können (und regeltechnisch
natürlich auch nicht dürfen). Immerhin könnten die Werwölfe sonst versuchen die
größten Bedrohungen erst zu eliminieren!
Da gäbe es beispielsweise das
Mädchen, welches manchmal in der Nacht aufwacht und die Werwölfe vielleicht
identifizieren kann. Dafür darf der Spieler blinzeln, wenn die Werwölfe
erwachen, muss aber vorsichtig sein, dass sie ihn nicht erkennen und töten.
Oder die Seherin, die eine eigene
Phase in der Nacht hat, indem sie den Spielleiter fragen kann ob eine bestimmte
Person ein Werwolf ist. Auch dies kann einen Vorteil bieten, jedoch wie teilt
man anschließend sein Wissen?
Dann hätten wir da noch die
Hexe, die zwei Tränke besitzt. Ein Gift- und ein Lebenselixier, womit sie
einmal jemand ermorden und jemanden, der von den Werwölfen gerissen wurde,
retten kann. Vergessen wir auch nicht den Jäger, der sobald er in der
Nachtphase stirbt noch einen letzten Schuss mit dem Gewehr abgeben kann und
somit einen anderen Spieler – vorzugsweise einen Werwolf – mit in den Tod
reißt.
Und eine einmalige besondere Rolle hat der Amor. Dieser
bestimmt zwei Spieler die ein geheimes Liebespäarchen darstellen – nur sie
erfahren von ihrer Sonderrolle. Das Problem an dem Liebespaar ist, dass der
Partner stirbt, wenn einer von ihnen durch die Wahl des Mobs, den Trank der Hexe,
den Schuss des Jägers oder gerissen von einem Werwolf aus dem Leben scheidet.
Aber! Ist einer der Liebenden ein Werwolf, so kann das
Liebespaar nur gewinnen, wenn sowohl alle Dörfler, wie auch alle Werwölfe am
Ende sterben. Ja, ein wenig Tragik kann es also auch in diesem Spiel geben.
Wer es noch komplizierter will, kann gerne auch noch zu
einem – oder mehreren – der drei Erweiterungen greifen. Spaß wird man auf jeden
Fall haben, denn es erinnert nicht nur an das klassische „Mörder in der Disco“-Spielprinzip,
welches man vielleicht mal auf Klassenfahrten oder Vereinsausflügen kennen
gelernt hat, sondern verbindet dies auch noch mit einer interessanten
Geschichte und einem komplexeren Spielaufbau. Noch nie hat Demokratie so viel
Spaß gemacht und es ist schon erstaunlich, wie schnell man beschuldigt werden
kann ein Werwolf zu sein und welche Kleinigkeiten Mitspieler dazu bringen einen
zu beschuldigen.
Wobei…
Immerhin muss man die Anderen ja davon überzeugen, wer der
Werwolf ist. Oder von sich als Werwolf ablenken… MUHAHAHAHA!
Euch noch einen wolfsfreien, schönen
Tag und cheerio!
Euer King Sirus
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