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Samstag, 10. Mai 2014

Wir leben in einer Demokratie, also wer soll sterben?

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und erst einmal ein dickes fettes Sorry. Der ganze Streß hat leider seit meiner Rückkehr von der Convention ziemlich zugelegt. Aufgrund der überraschend vielen Besichtigungen meiner aktuellen Wohnung – wegen möglicher Nachmieter –, habe ich völlig den Überblick verloren. Beziehungsweise ich war vor allem auch überfordert. Und so ist es passiert, dass ich ganz vergessen habe den Beitrag vom Donnerstag einzustellen, so dass ich ihn nun leider zwei Tage verspätet nachreichen muss…

Traurigerweise ist dies sogar der zweite Beitrag innerhalb kürzester Zeit, der nachgereicht wird und das bevor der Erste nachgereicht wurde! Klingt verwirrend, ist es auch und wird die Tage verständlicher, ich bitte in dem Punkt ebenfalls um noch ein wenig Geduld.

Jetzt holen wir aber erst einmal den Text vom Donnerstag nach. Und zwar habe ich auf der Convention ein Spiel ausprobieren dürfen, welches mich schon lange interessierte: „Die Werwölfe von Düsterwald“.

Dies ist ein Spiel für größere Gruppen, wo man die Anzahl von acht Spielern längst überschritten hat. Es dreht sich darum, dass jeder Spieler eine verdeckte Rolle zugeschrieben bekommt und innerhalb der Nachtphase nach seiner Rolle handeln darf. Während der Tagphase versucht dann die Dorfgemeinschaft einen Werwolf in ihren Reihen zu finden und zu hängen.

Doch was sind das für Rollen, die da verteilt werden? Da wären natürlich die namensgebenden Werwölfe und ihre Opfer die einfachen Dorfbewohner. Während die Dorfbewohner in der Nachtphase schlafen – also die Augen schließen müssen –, erwachen die Werwölfe an diesem Punkt und suchen sich – natürlich ohne Worte, um sich nicht zu verraten – ein Opfer aus.

Der Spielleiter erklärt dann in der nächsten Tagphase, wer das neuste Opfer der Werwölfe ist, woraufhin der wütende Mob, also known as restliche Dorfbewohner, nun einen unter sich aufknüpfen will. Unterstützung erhalten sie dabei von einigen Dörflern mit besonderen Fähigkeiten, die sich jedoch nicht outen können (und regeltechnisch natürlich auch nicht dürfen). Immerhin könnten die Werwölfe sonst versuchen die größten Bedrohungen erst zu eliminieren!

Da gäbe es beispielsweise das Mädchen, welches manchmal in der Nacht aufwacht und die Werwölfe vielleicht identifizieren kann. Dafür darf der Spieler blinzeln, wenn die Werwölfe erwachen, muss aber vorsichtig sein, dass sie ihn nicht erkennen und töten.

Oder die Seherin, die eine eigene Phase in der Nacht hat, indem sie den Spielleiter fragen kann ob eine bestimmte Person ein Werwolf ist. Auch dies kann einen Vorteil bieten, jedoch wie teilt man anschließend sein Wissen?

Dann hätten wir da noch die Hexe, die zwei Tränke besitzt. Ein Gift- und ein Lebenselixier, womit sie einmal jemand ermorden und jemanden, der von den Werwölfen gerissen wurde, retten kann. Vergessen wir auch nicht den Jäger, der sobald er in der Nachtphase stirbt noch einen letzten Schuss mit dem Gewehr abgeben kann und somit einen anderen Spieler – vorzugsweise einen Werwolf – mit in den Tod reißt.

Und eine einmalige besondere Rolle hat der Amor. Dieser bestimmt zwei Spieler die ein geheimes Liebespäarchen darstellen – nur sie erfahren von ihrer Sonderrolle. Das Problem an dem Liebespaar ist, dass der Partner stirbt, wenn einer von ihnen durch die Wahl des Mobs, den Trank der Hexe, den Schuss des Jägers oder gerissen von einem Werwolf aus dem Leben scheidet.

Aber! Ist einer der Liebenden ein Werwolf, so kann das Liebespaar nur gewinnen, wenn sowohl alle Dörfler, wie auch alle Werwölfe am Ende sterben. Ja, ein wenig Tragik kann es also auch in diesem Spiel geben.

Wer es noch komplizierter will, kann gerne auch noch zu einem – oder mehreren – der drei Erweiterungen greifen. Spaß wird man auf jeden Fall haben, denn es erinnert nicht nur an das klassische „Mörder in der Disco“-Spielprinzip, welches man vielleicht mal auf Klassenfahrten oder Vereinsausflügen kennen gelernt hat, sondern verbindet dies auch noch mit einer interessanten Geschichte und einem komplexeren Spielaufbau. Noch nie hat Demokratie so viel Spaß gemacht und es ist schon erstaunlich, wie schnell man beschuldigt werden kann ein Werwolf zu sein und welche Kleinigkeiten Mitspieler dazu bringen einen zu beschuldigen.

Wobei…
Immerhin muss man die Anderen ja davon überzeugen, wer der Werwolf ist. Oder von sich als Werwolf ablenken… MUHAHAHAHA!

Euch noch einen wolfsfreien, schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

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