Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und
heute will ich zum Jubiläum des 100. Beitrags mal wieder über ein Spiel
sprechen, welches ich auf der essener Spielemesse entdeckte. Diesmal aber nicht
auf der „Spiel 2012“, sondern ganz frisch erst im letzten Jahr auf der „Spiel
2013“!
Ich habe es damals direkt vor
Ort zusammen mit meinen Freunden ausprobiert. Dabei muss man sagen, dass es ein
Spiel ist, welches total unscheinbar aussah und doch unglaublich viel Spielspaß
zu bieten hatte. Vielleicht war der Spielspaß auch gerade so hoch, weil meine
Erwartungshaltung niedriger war?
„Dixit“ bietet zumindest ein
interressantes Spielprinzip. Das Spiel besteht aus einer Kramerleiste als
Punktetabelle, sechs Holzhasen, Abstimmungsplättchen mit den Werten von 1 bis 6
für bis zu sechs Spieler, so wie ganzen 84 handgroßen Karten mit künstlerisch
hochwertigen Motiven. Dabei ist kein einziges doppelt enthalten. So viel zum
Spieleinhalt, nun kommen wir aber einmal zum Ablauf.
Und zwar müssen wir eine Karte
von unseren sechs Handkarten auswählen und diese beschreiben.
Dies kann man nach gutdünken,
mit beispielsweise nur einem Wort, einem Satz oder auch mit einem Zitat. Das
Herausfordernde dabei ist viel mehr, dass man nicht möchte dass die eigene
Karte erkannt wird, zumindest nicht komplett!
Was so verwirrend klingt, ist
jedoch ganz einfach. Vielleicht macht die Beschreibung einer Spielrunde dies
ein wenig klarer: Sobald eine Handkarte beschrieben wurde, wird sie verdeckt
abgelegt. Jeder Mitspieler legt nun – ebenfalls verdeckt – eine eigene
Handkarte dazu, von der er glaubt dass die Beschreibung sie ebenfalls passend
umfasst. Sobald jeder eine Karte dazugelegt hat wird dieser Mini-Stapel
gemischt und offen ausgelegt.
Nun beginnt die entscheidenste
Phase! Jeder Spieler – außer derjenige der die Beschreibung gemacht hat – muss nun
versuchen unter allen Karten die ursprünglich Beschriebene zu erkennen. Da die
Stimmen „geheim“ bei „Dixit“ abgegeben werden hat jeder Spieler – wie anfangs
bei der Inhaltsbeschreibung erwähnt – Zahlenkärtchen von 1 bis 6 in seiner
jeweiligen Spielfarbe, um seine Stimme abzugeben.
Anschließend wird gemeinsam
aufgedeckt. Nun gibt es je nach Bedingung Punkte. Wenn ein Spieler einen Anderen
mit seiner Handkarte in die Irre führen konnte, bekommt er pro reingelegten
Spieler einen Sonderpunkt. Jeder Spieler, der die ursprünglich beschriebene
Karte erkannt hat, bekommt ganze drei Punkte.
Richtig spannend wird es für
den Kartenbeschreiber. Wenn alle Spieler seine Karte erkannt haben, bekommt er
keinen Punkt, aber alle anderen Spieler zwei! Wenn Niemand seine Karte erkannt
hat, geht er ebenfalls leer aus. Nur wenn er mindestens einen Spieler auf seine
Karte locken konnte, gibt es – wenn ich micht recht entsinne – auch Punkte für
ihn.
Dank dem Internet konnte ich
die Punktevergabe rekonstruieren, denn als ich es versuchte aus meiner
Erinnerung heraus diese niederzuschreiben, kam was völlig falsches dabei
heraus. Kein Wunder, ist der Spielspaß immerhin über ein halbes Jahr her. Ach
ja, wenn die Runde fertig ist, zieht jeder Spieler eine neue Karte und es kann
beim Nächsten weitergehen. Solange bis der Stapel aufgebraucht ist und es zur
Punkteauswertung kommt.
Im Prinzip geht es jedoch
darum in den Beschreibungen der Anderen möglichst viele Mitspieler mit der
eigenen Karte reinzulegen, während man selbst die beschriebene Karte erkennt.
In so einer Runde würde man richtig viele Punkte absahnen.
Wenn man selbst beschreibt,
will man dagegen am Liebsten lediglich einen einzigen Mitspieler auf der
eigenen Karte wissen. Zwar kann man in dieser Runde nicht viele Punkte machen,
aber auch die Anderen nicht! Außer wenn einer es schafft alle auf seine Karte
zu locken und selbst richtig wählt…
Wie man es macht, man macht es
immer falsch… oder so!
„Dixit“ ist ein wunderbar
kreatives Spiel mit tollen Illustrationen und einem etwas anderem Spielprinzip.
Selbstverständlich hat dieses Spiel, welches meiner Meinung nach zu Recht „Spiel
des Jahres 2010“ wurde, auch einige Erweiterungen hervorgebracht. Nur hat der
Asmodée-Verlag diese etwas chaotisch auf den deutschen Markt geschmissen.
Nur was die Hasenfiguren auf
dem Punktefeld sollen, verstehe ich nicht so ganz…
Jemand Ideen?
Aber was ich verstehe, ist wie
toll ein schöner Tag ist. Aus diesem Grund möchte ich euch an dieser Stelle einen
wünsche und cheerio!
Euer King Sirus
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