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Donnerstag, 22. Mai 2014

Die Nadel im Kartenhaufen finden

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und heute will ich zum Jubiläum des 100. Beitrags mal wieder über ein Spiel sprechen, welches ich auf der essener Spielemesse entdeckte. Diesmal aber nicht auf der „Spiel 2012“, sondern ganz frisch erst im letzten Jahr auf der „Spiel 2013“!

Ich habe es damals direkt vor Ort zusammen mit meinen Freunden ausprobiert. Dabei muss man sagen, dass es ein Spiel ist, welches total unscheinbar aussah und doch unglaublich viel Spielspaß zu bieten hatte. Vielleicht war der Spielspaß auch gerade so hoch, weil meine Erwartungshaltung niedriger war?

„Dixit“ bietet zumindest ein interressantes Spielprinzip. Das Spiel besteht aus einer Kramerleiste als Punktetabelle, sechs Holzhasen, Abstimmungsplättchen mit den Werten von 1 bis 6 für bis zu sechs Spieler, so wie ganzen 84 handgroßen Karten mit künstlerisch hochwertigen Motiven. Dabei ist kein einziges doppelt enthalten. So viel zum Spieleinhalt, nun kommen wir aber einmal zum Ablauf.

Und zwar müssen wir eine Karte von unseren sechs Handkarten auswählen und diese beschreiben.

Dies kann man nach gutdünken, mit beispielsweise nur einem Wort, einem Satz oder auch mit einem Zitat. Das Herausfordernde dabei ist viel mehr, dass man nicht möchte dass die eigene Karte erkannt wird, zumindest nicht komplett!

Was so verwirrend klingt, ist jedoch ganz einfach. Vielleicht macht die Beschreibung einer Spielrunde dies ein wenig klarer: Sobald eine Handkarte beschrieben wurde, wird sie verdeckt abgelegt. Jeder Mitspieler legt nun – ebenfalls verdeckt – eine eigene Handkarte dazu, von der er glaubt dass die Beschreibung sie ebenfalls passend umfasst. Sobald jeder eine Karte dazugelegt hat wird dieser Mini-Stapel gemischt und offen ausgelegt.

Nun beginnt die entscheidenste Phase! Jeder Spieler – außer derjenige der die Beschreibung gemacht hat – muss nun versuchen unter allen Karten die ursprünglich Beschriebene zu erkennen. Da die Stimmen „geheim“ bei „Dixit“ abgegeben werden hat jeder Spieler – wie anfangs bei der Inhaltsbeschreibung erwähnt – Zahlenkärtchen von 1 bis 6 in seiner jeweiligen Spielfarbe, um seine Stimme abzugeben.

Anschließend wird gemeinsam aufgedeckt. Nun gibt es je nach Bedingung Punkte. Wenn ein Spieler einen Anderen mit seiner Handkarte in die Irre führen konnte, bekommt er pro reingelegten Spieler einen Sonderpunkt. Jeder Spieler, der die ursprünglich beschriebene Karte erkannt hat, bekommt ganze drei Punkte.

Richtig spannend wird es für den Kartenbeschreiber. Wenn alle Spieler seine Karte erkannt haben, bekommt er keinen Punkt, aber alle anderen Spieler zwei! Wenn Niemand seine Karte erkannt hat, geht er ebenfalls leer aus. Nur wenn er mindestens einen Spieler auf seine Karte locken konnte, gibt es – wenn ich micht recht entsinne – auch Punkte für ihn.

Dank dem Internet konnte ich die Punktevergabe rekonstruieren, denn als ich es versuchte aus meiner Erinnerung heraus diese niederzuschreiben, kam was völlig falsches dabei heraus. Kein Wunder, ist der Spielspaß immerhin über ein halbes Jahr her. Ach ja, wenn die Runde fertig ist, zieht jeder Spieler eine neue Karte und es kann beim Nächsten weitergehen. Solange bis der Stapel aufgebraucht ist und es zur Punkteauswertung kommt.

Im Prinzip geht es jedoch darum in den Beschreibungen der Anderen möglichst viele Mitspieler mit der eigenen Karte reinzulegen, während man selbst die beschriebene Karte erkennt. In so einer Runde würde man richtig viele Punkte absahnen.

Wenn man selbst beschreibt, will man dagegen am Liebsten lediglich einen einzigen Mitspieler auf der eigenen Karte wissen. Zwar kann man in dieser Runde nicht viele Punkte machen, aber auch die Anderen nicht! Außer wenn einer es schafft alle auf seine Karte zu locken und selbst richtig wählt…

Wie man es macht, man macht es immer falsch… oder so!

„Dixit“ ist ein wunderbar kreatives Spiel mit tollen Illustrationen und einem etwas anderem Spielprinzip. Selbstverständlich hat dieses Spiel, welches meiner Meinung nach zu Recht „Spiel des Jahres 2010“ wurde, auch einige Erweiterungen hervorgebracht. Nur hat der Asmodée-Verlag diese etwas chaotisch auf den deutschen Markt geschmissen.

Nur was die Hasenfiguren auf dem Punktefeld sollen, verstehe ich nicht so ganz…

Jemand Ideen?

Aber was ich verstehe, ist wie toll ein schöner Tag ist. Aus diesem Grund möchte ich euch an dieser Stelle einen wünsche und cheerio!
Euer King Sirus

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