Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und nachdem wir vor nun schon etwas längerer
Zeit über „Diablo 3“ mitsamt dem Add-On „Diablo 3 – Reaper of Souls“ sprachen,
will ich heute mal einen Blick zurück werfen. Und zwar auf ein Spiel welches
noch heute – wenn man die ältere Grafik nicht als Grund missbraucht um wieder
aufzuhören – fasziniert und einem viele Stunden des Lebens raubt.
Vor allem war es auch noch ein Spiel vor den „World of Warcraft“-Zeiten,
wo noch Skill-Trees, Charakterbuilds und kreativer Umgang mit der Spielfigur im
Vordergrund standen und nicht die per Zufall gefundenen Items bestimmen wie gut
du im Spiel bist…
Es dürfte ziemlich klar sein, dass ich somit „Diablo 2“ und das dazu
gehörige Add-On „Diablo 2 – Lord of Destruction“ in den Fokus des Beitrags
rücken will. Vor nun gut vierzehn Jahren erschienen diese beiden Meisterstücke
der Spielgeschichte. Jedoch habe ich sie erst einige Jahre später gespielt. Vor
allem aber habe ich sie nicht alleine gespielt. Ich glaube, dass die „Diablo“-Reihe
ohnehin ein Spiel ist, welches vor allem mit anderen den größten Spaß bereitet.
Eine Tatsache die vor allem in „Diablo 3“ der Fall ist. Doch bleiben wir
lieber erst einmal bei Teil zwei. Die Handlung des Hauptspiels umfasst vier
Akte, während das Add-On uns einen weiteren – fünften – Akt, so wie zwei neue Klassen
beschert. Somit stehen also nun schon sieben Klassen zur Auswahl.
Die Amazone, der Barbar, die Zauberin, der Paladin, , der
Totenbeschwörer (meine Lieblingsklasse des Spiels), die Assasine und der Druide.
Jede Klasse hatte ihren Kampfstil und diverse Möglichkeiten ihre Fähigkeiten zu
nutzen, um die für einen persönlich angenehmste Spielsweise zu finden.
Bevor wir uns in das Spiel, oder genauer gesagt die Spielmechanik,
vertiefen, ein kleiner Blick auf die Handlung vorab. Wir sind ein namenloser
Held / eine namenlose Heldin, die in Khanduras im Lager der Jägerinnen mit seiner / ihrer Reise
beginnt. Dabei gehen wir vor allem im Lager verschiedenen Personen zur Hilfe
und kommen auch wieder nach einer Befreiungsaktion mit Deckard Cain in Kontakt
(ist er so etwas wie die typische hilfsbedürftige Prinzessin?).
Dieser klärt uns ein wenig über die Situation auf und dient im Laufe des
Spiels auch als gute Informationsquelle, wenn es um Dinge wie den dunklen
Wanderer und die unterschiedlichen Übel – allen voran die drei großen Baal,
Mephisto und allen voran Diablo – geht.
Irgendwann führt uns unsere Reise sowohl in die Wüste und die darin
befindliche Stadt Lut Gholein, wie auch nach Kurast, welches umringt von
Dschungel ist. Doch selbst nachdem wir schon zwei der vier kleinen Übel
ausschalten konnten, erwartet uns noch einiges, bevor wir uns dem
namensgebenden Diablo in den Weg stellen können.
Alles in allem ist die Story von „Diablo 2“ ein hin und her schwanken
zwischen genial und durchschnitt. Viele Quests – die ein Stück weit Leben und
Substanz in die Spielwelt einbringen – sind für das vorankommen der Handlung
nicht notwendig. Und die ersten beiden Akte ist die Handlung ein wenig langsam,
was man vielleicht noch als Spannungsaufbau entschuldigen kann, nimmt dann aber
zum Glück enorm fahrt auf. Kleine Überraschungen und ein enorm fieser
Cliffhanger schürten die Hoffnung auf eine Fortsetzung, die über ein Jahrzehnt
auf sich warten lies.
Am Ende lebt das Spiel aber nicht von der Handlung… also nicht primär.
Sondern hauptsächlich vom grinden, looten und schnetzeln. Dies beherrscht das
Spiel in par excellence. Dazu kommt der Spaß den man hat sich stundenlang mit
den drei Skills-Trees jedes Charakters auseinander zu setzen, um neue Builds zu
erstellen, die den Fokus auf bestimmte Skills legten. So war ich ein großer Fan
des Knochenspeer-Totenbeschwörers (im Jargon auch „Boner“ genannt).
Genau diese Mechanik macht für mich die Langzeitmotivation des Spieles
aus. Vor allem da man nicht levelte und Items zu sammeln, sondern wirklich um
neue Skillpunkte zu erhalten um den Charakterbuild zu verbessern und zu
perfektionieren. Das Equipment stellte hierbei nur den Feinschliff des
Prozesses dar.
Eine andere Sache die mir rückblickend auffällt ist, dass ich das Spiel
aus düsterer und atmosphärischer empfinde, als das grafisch so grandiose
Nachfolgespiel. Anspannung und Gänsehaut waren stetige Begleiter für mich bei „Diablo
2“. Lag dies an der mieseren Grafik? An dem kleineren Sichtfeld, dank dem
Lichtradius? Es ist schwer es genau an einem Faktor auszumachen.
Wobei sagte man dies nicht auch bereits im Vergleich zwischen „Diablo“
und „Diablo 2“? Nachfolgetitel haben es immer schwieriger, aufgrund der
Erwartungen die daraus entstehen…
Für mich zumindest bleibt „Diablo 2“ im Vergleich mit „Diablo 3“ der
bessere Titel.
Ich wünsche euch nun aber noch einen höllisch schönen Tag noch und sage
wie immer: cheerio!
Euer King Sirus