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Sonntag, 28. September 2014

Drei Brüder, drei große Übel, das alles vor Teil drei

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und nachdem wir vor nun schon etwas längerer Zeit über „Diablo 3“ mitsamt dem Add-On „Diablo 3 – Reaper of Souls“ sprachen, will ich heute mal einen Blick zurück werfen. Und zwar auf ein Spiel welches noch heute – wenn man die ältere Grafik nicht als Grund missbraucht um wieder aufzuhören – fasziniert und einem viele Stunden des Lebens raubt.

Vor allem war es auch noch ein Spiel vor den „World of Warcraft“-Zeiten, wo noch Skill-Trees, Charakterbuilds und kreativer Umgang mit der Spielfigur im Vordergrund standen und nicht die per Zufall gefundenen Items bestimmen wie gut du im Spiel bist…

Es dürfte ziemlich klar sein, dass ich somit „Diablo 2“ und das dazu gehörige Add-On „Diablo 2 – Lord of Destruction“ in den Fokus des Beitrags rücken will. Vor nun gut vierzehn Jahren erschienen diese beiden Meisterstücke der Spielgeschichte. Jedoch habe ich sie erst einige Jahre später gespielt. Vor allem aber habe ich sie nicht alleine gespielt. Ich glaube, dass die „Diablo“-Reihe ohnehin ein Spiel ist, welches vor allem mit anderen den größten Spaß bereitet.

Eine Tatsache die vor allem in „Diablo 3“ der Fall ist. Doch bleiben wir lieber erst einmal bei Teil zwei. Die Handlung des Hauptspiels umfasst vier Akte, während das Add-On uns einen weiteren – fünften – Akt, so wie zwei neue Klassen beschert. Somit stehen also nun schon sieben Klassen zur Auswahl.

Die Amazone, der Barbar, die Zauberin, der Paladin, , der Totenbeschwörer (meine Lieblingsklasse des Spiels), die Assasine und der Druide. Jede Klasse hatte ihren Kampfstil und diverse Möglichkeiten ihre Fähigkeiten zu nutzen, um die für einen persönlich angenehmste Spielsweise zu finden.

Bevor wir uns in das Spiel, oder genauer gesagt die Spielmechanik, vertiefen, ein kleiner Blick auf die Handlung vorab. Wir sind ein namenloser Held / eine namenlose Heldin, die in Khanduras im Lager  der Jägerinnen mit seiner / ihrer Reise beginnt. Dabei gehen wir vor allem im Lager verschiedenen Personen zur Hilfe und kommen auch wieder nach einer Befreiungsaktion mit Deckard Cain in Kontakt (ist er so etwas wie die typische hilfsbedürftige Prinzessin?).

Dieser klärt uns ein wenig über die Situation auf und dient im Laufe des Spiels auch als gute Informationsquelle, wenn es um Dinge wie den dunklen Wanderer und die unterschiedlichen Übel – allen voran die drei großen Baal, Mephisto und allen voran Diablo – geht.

Irgendwann führt uns unsere Reise sowohl in die Wüste und die darin befindliche Stadt Lut Gholein, wie auch nach Kurast, welches umringt von Dschungel ist. Doch selbst nachdem wir schon zwei der vier kleinen Übel ausschalten konnten, erwartet uns noch einiges, bevor wir uns dem namensgebenden Diablo in den Weg stellen können.

Alles in allem ist die Story von „Diablo 2“ ein hin und her schwanken zwischen genial und durchschnitt. Viele Quests – die ein Stück weit Leben und Substanz in die Spielwelt einbringen – sind für das vorankommen der Handlung nicht notwendig. Und die ersten beiden Akte ist die Handlung ein wenig langsam, was man vielleicht noch als Spannungsaufbau entschuldigen kann, nimmt dann aber zum Glück enorm fahrt auf. Kleine Überraschungen und ein enorm fieser Cliffhanger schürten die Hoffnung auf eine Fortsetzung, die über ein Jahrzehnt auf sich warten lies.

Am Ende lebt das Spiel aber nicht von der Handlung… also nicht primär. Sondern hauptsächlich vom grinden, looten und schnetzeln. Dies beherrscht das Spiel in par excellence. Dazu kommt der Spaß den man hat sich stundenlang mit den drei Skills-Trees jedes Charakters auseinander zu setzen, um neue Builds zu erstellen, die den Fokus auf bestimmte Skills legten. So war ich ein großer Fan des Knochenspeer-Totenbeschwörers (im Jargon auch „Boner“ genannt).

Genau diese Mechanik macht für mich die Langzeitmotivation des Spieles aus. Vor allem da man nicht levelte und Items zu sammeln, sondern wirklich um neue Skillpunkte zu erhalten um den Charakterbuild zu verbessern und zu perfektionieren. Das Equipment stellte hierbei nur den Feinschliff des Prozesses dar.

Eine andere Sache die mir rückblickend auffällt ist, dass ich das Spiel aus düsterer und atmosphärischer empfinde, als das grafisch so grandiose Nachfolgespiel. Anspannung und Gänsehaut waren stetige Begleiter für mich bei „Diablo 2“. Lag dies an der mieseren Grafik? An dem kleineren Sichtfeld, dank dem Lichtradius? Es ist schwer es genau an einem Faktor auszumachen.

Wobei sagte man dies nicht auch bereits im Vergleich zwischen „Diablo“ und „Diablo 2“? Nachfolgetitel haben es immer schwieriger, aufgrund der Erwartungen die daraus entstehen…
Für mich zumindest bleibt „Diablo 2“ im Vergleich mit „Diablo 3“ der bessere Titel.

Ich wünsche euch nun aber noch einen höllisch schönen Tag noch und sage wie immer: cheerio!

Euer King Sirus

Sonntag, 21. September 2014

Duel City? Battle City? Egal, hauptsache D-D-Duell!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und leider bin ich irgendwie in den Wochen durcheinander gekommen, so dass ich dachte ich hätte heute frei und könne in aller Ruhe morgens den Beitrag verfassen. Dumm gelaufen: nix frei und ein verspäteter Beitrag…

Doch ohne Umschweife komme ich daher zum heutigen Spiel, bei dem es sich erneut um einen Titel aus der „Yu-Gi-Oh!“-Reihe handelt. Ich habe damals vor rund zehn Jahren die digitalen Kartenspielversionen gespielt, da ich kaum jemand kannte, der auch das richtige Sammelkartenspiel sammelte und / oder spielte. Während also „Yu-Gi-Oh! World Championship Tournament 2004“ also genau das Richtige war allein dieses Bedürfnis zu befriedigen – denn letztendlich ging es mir ja eher ums duellieren und weniger um epische Storyhandlungen –, gefiel mir das heutige Spiel stets besser da es mehr bot. „Yu-Gi-Oh! Worldwide Edition – Stairway to the Destined Duel“ unterscheidet sich dabei aber gar nicht einmal so stark, vom Nachfolger (den ich nur zuerst besprochen habe).

Das Spiel ist dabei an einen Teil der Animeserie angelehnt und beinhaltet Charaktere querbeet aus dem Anime. So befinden wir uns in Duel City (seltsam Wikipedia sagt es hieße Battle City, aber ich bin irgendwie felsenfest davon überzeugt es hieß damals in der deutschen Synchro Duel City… was zum…? Bleib ich einfach bei Duel City, jawohl ja!) und dürfen jeden Ingametag uns einen Stadtteil neben unserer aktuellen Position aussuchen, dorthin begeben (immernoch schneller als Schnecken!), wo wir dann entweder Gespräche oder Duelle auslösen.

Alles ein bisschen komisch, wenn ich es so beschreibe, an sich aber eine ziemlich coole Sache. Und je mehr Tage ins Land ziehen, Duelle wir gewinnen und uns Booster verdienen – damit wir hoffentlich unser Deck aufbessern können –, umso stärkere Gegner sind auch bereit sich mit uns zu messen. Daneben gibt es noch diverse Turniere im Spiel die für Abwechslung sorgen und sogar die Rare Hunter aus dem Anime zum Einsatz!

Wenn das Spiel mit ähnlich simpler Musik, wie das später erschienene „Yu-Gi-Oh! World Championship Tournament 2004“ aufwartet und die Grafik in beiden Ablegern ähnlich minimalistisch ist, muss man eben mit Wechselwerbewirkung sein Bestes versuchenl. Moment einmal, das klingt so, als wäre „Yu-Gi-Oh! Worldwide Edition – Stairway to the Destined Duel“ nach „Yu-Gi-Oh! World Championship Tournament 2004“ erschienen…

Irgendwas scheint mir da faul…

Egal, wo war ich? Ach ja! Das Problem dieser Art von Spielen war, dass eben nur diese minimalistische Machart auf grafischer Ebene eine sinnvolle Option war. Von einem Nintendo DS Ableger erwarte ich da bereits eine ganz andere Qualität. Hmmm… vielleicht sollte ich mir diese wirklich einmal zu Gemüte führen?

Somit erfüllte dieses Spiel trotz allem seinen Sinn, fesselte mich unheimlich lange – länger als unser anderes besprochenes „Yu-Gi-Oh!“-Spiel – und ist durch das Storyelement und der Animeannährerung extrem geil. Warum rede ich um den heißen Brei herum? „Yu-Gi-Oh! Worldwide Edition – Stairway to the Destined Duel“ ist viel besser als „Yu-Gi-Oh! World Championship Tournament 2004“! So, damit ist es raus.

Außerdem gab es bei „Yu-Gi-Oh! Worldwide Edition – Stairway to the Destined Duel“ sogar die Möglichkeit durch die Eingabe der Kartencodes seine echten Spielkarten zusätzlich zu erwerben und damit einige starke Karten schon sehr früh zu erhalten. Dadurch kam man auch etwas schneller gegen die ersten Gegner voran.

Beim nächsten Mal dann wieder etwas mehr zu lesen, doch für heute wünsche ich nun ‘schönen (Rest)Tag und sage cheerio!
Euer King Sirus

Dienstag, 16. September 2014

Ich hab die Haare schön, ich hab die Haare schön! [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und die beste Demo habe ich mir selbstverständlich zum Schluss aufbewahrt. Im Grunde kriegt ihr sogar zwei Demos zum Preis von Einer und vor Staunen über diese gransiosen, spielbare Kaufanreize, werden euch die Kinnladen runterfallen. Und schmerzhaft auf dem Boden aufschlagen!

Ich stelle euch heute vor: „New Style Boutique: Shopping Experience“ und „New Style Boutique: Fashion Contest“! Doch obwohl die heutige Beitragsüberschrift etwas anderes andeutet, geht es nicht allein um Frisuren und schöne Haare, sondern generell ein perfektes Outfit. Nacheinander gehen wir also die beiden Demos ab und beginnen mit:

New Style Boutique: Shopping Experience
Wie der Name schon sagt geht es hier rund um den Einkauf als Erlebnis. Warum nun die weibliche Damenwelt lieber die digitale Shoppingtour der Realen vorziehen sollte, sei dahingestellt, doch das Angebot bestellt und ist der zentrale Angelpunkt rund um diese Demo.

Bevor es aber mit dem Einkaufsbummel losgehen kann, muss erst einmal ein Charakter erstellt werden. Die Optionen sind ganz in Ordnung, wobei ich mir für die Vollversion beispielsweise mehr Frisuren wünschen würde. Andererseits ändern wir unseren Look ja eh später gefühlt alle zwei Nanosekunden. Wie im echten Leben!

Kaum haben wir diesen Punkt hinter uns, werden wir auch schon wieder belästigt von der… Nachbarin? Leider wird nicht ganz klar, wer die fremde Dame ist, doch behauptet sie offenbar uns schon ansehen zu können, dass wir Ahnung von Fashion hätten, weshalb wir doch mal darüber nachdenken sollten eine Boutique zu eröffnen. Genau, weil das auch so leicht ist. Andererseits schenkt sie uns ein Startkapital dafür. Die kleine Geldspritze umfast… 1.000.000 EURO?!?!

Wo finde ich solche Nachbarn? Will auch eine Boutique eröffnen…

So, weitergeschrieben bis die Nachbarn mit dem Sack voll Geld klingeln. Wo war ich? Ach ja, bei der Dame, die leider auch deutlich die grafischen Schwächen des Spiels hervorhebt. So hat sie beispielsweise eine Halskette an, welche – durch die Bewegungen der Frau – extrem flimmert, wodurch ich richtig Augenschmerzen bekam. Außerdem ist das Spiel stark pixelig, selbst lange bevor man auch nur dran denkt den 3D-Effekt anzumachen. Übrigens würde ich davon abraten, vertraut mir bitte. Tat ebenfalls weh…

Nun muss man dazu sagen, dass die Zielgruppe eher junge Mädchen sein dürfte, die keine grafische Revolution verlangen und / oder erwarten werden. Andererseits bei dem was ich bereits an grafischer Höchstleistung des Nintendo 3DS gesehen habe, wirkt die teilweise kantige Optik der Figuren dennoch sehr altbacken…

Die Musik ist ganz fröhlich, aber auch nichts was besonders heraussticht. So 08/15-Happymusik ähnlich wie der Soundtrack von „Die Sims“, wobei die immerhin Wiedererkennungswert haben.

Hauptsächlich stehen uns die drei Optionen Einrichtung, Kleiderschrank und Make-Up zur Verfügung. Die Einrichtung bezieht sich auf unsere eigene kleine Wohnung, die wir geringfügig nach unserem Geschmack umgestalten dürfen. Doch wirklich nur geringfügig, denn pro Möbelabschnitt stehen uns nur zwei Objekte zur Verfügung. Ein wenig größer ist da die Auswahl im Kleiderschrank. Hier ist das Sortiment dermaßen ergiebig, dass man wirklich etwas Zeit daran verlieren kann sich verschiedene Outfits zusammen zu stellen oder eben damit zu experimentieren. Beim Make-Up sind wir wieder etwas knauserig, aber als Kerl bin ich schon froh, dass ich nur auswählen musste was sie auftragen soll und unser Charakter den Rest dann übernahm.

Abgesehen von diesen drei Punkten gibt es noch das Fashion-Viertel, welcher jedoch eine Internetverbindung bedarf. Diese wollte anfangs nicht so Recht wie ich wollte, beim zweiten Anlauf klappte es dann aber. Da jegliche Erklärung fehlte, füllte ich mich ein wenig verloren. Könnte aber auch daran liegen, dass ich mit einer digitalen Einkaufstour wenig anfangen konnte und daher die Demo nach nicht einmal einer halben Stunde jeglichen Reiz für mich verlor. Wieso man hier seine 30 Start-Anwendungen komplett verbraten sollte, kann ich mir nicht erklären. Ein Drittel davon hätte vermutlich auch vollkommen gereicht. Oder?

Abschließend will ich noch anmerken, dass sich beide Demos komplett mit dem Touchscreen spielen und diese Erste mit über 3000 Speicherblöcken überraschend groß war, was ich ehrlich gesagt nicht erwartet hatte. So etwas kann ich bei einem Titel wie „Monster Hunter 3 Ultimate“ verstehen, aber bei „New Style Boutique: Shopping Experience“?!

New Style Boutique: Fashion-Contest
Die zweite Demo legt einen anderen Fokus. Oder anders ausgedrückt: Es wir ein anderer wichtiger Teil der Vollversion uns präsentiert. Die Fashion-Contests! (Wer hätte dies bei dem Demotitel erwarten können?)

Ich war überrascht. Grafisch ist es sicherlich noch weit von den bombastischen Titeln des Handhelds entfernt, aber schon besser als die andere Demo. Es ist nicht mehr so extrem pixelig wie zuvor, so dass sogar der 3D-Effekt (gerade beim Catwalk der Models) ein Blick wert ist. Auch musikalisch nimmt es rockigere Züge an, die ebenfalls zur Wettbewerbsatmosphäre sehr passend gewählt sind. Also meinem Empfinden nach, doch ich bin eh ein Freund rockigere Klänge.

Wir wählen also aus vier Modeln eine die uns anspricht und hilfreich sein könnte das vorgegebene Thema zu erfüllen. Danach muss das Outfit, die Frisur und das Make-Up angepasst werden. Zum Glück bietet das Outfitmenü wieder eine reichliche Auswahl, wobei man ja leider sagen muss, dass das Spiel einem quasi vorgibt mit welcher Marke man die besten Chancen hätte. Bei der Frisur schrumpft bereits die Anzahl an Möglichkeiten, doch durch die Anpassung der Haare und dem Setzen von Akzenten existiert doch noch etwas Spielraum. Dank an die Kleinigkeiten mit großer Wirkung. Die geringste Auswahl wird uns beim Make-Up geboten, denn hier existieren fünf fertige Sets aus denen wir wählen dürfen. Dennoch bin ich hier wieder als Mann froh, dass die Visagistin das Auftragen übernimmt.

Der schlimmste Teil erwartet uns jedoch im Anschluss: der Moderator.

Ich mein, dieser klischeebehaftete Sprachstil, bei dem zwar deutsch gesprochen wird, aber immer kurze englische Sätze eingeschoben werden, finde ich dermaßen nervig und auf billigcool gemacht, dass ich einfach nur brechen möchte. So etwas war vielleicht vor zwanzig Jahren angesagt, für mich heutzutage eher ein Armutszeugnis. Aber auch hier muss man überlegen, ob ich nicht einfach die falsche Zielgruppe bin… ich armer, armer Tropf…

Aber auch die Models, die wie Storche bei der Jagd herumlaufen, werden leider eher zur Lachnummer. Nach nicht einmal fünfzehn Minuten ist man am Ende angekommen, als Sieger des ersten Contests. Also ich war zumindest Sieger. Erneut stelle ich mir dabei die Frage, ob dieser Inhalt 30 Start-Anwendungen rechtfertigt. Hier bin ich sogar der Meinung, dass die geizigen drei Stück mehr als ausreichend gewesen wären.

Nun bin ich aber nicht weiblich und mein Blick auch eher von Spott, Ironie und einem Hauch Sarkasmus geprägt. Vielleicht sogar Arroganz? Immerhin könnte das Spiel in der eigentlichen Zielgruppe ein richtiger Hit sein, wer bin ich also mir eine Meinung darüber urteilen zu dürfen?

Ohne Spott, Ironie, Sarkasmus oder Arroganz sei euch ein schöner Tag gewünscht und cheerio!
Euer King Sirus

Sonntag, 14. September 2014

Glaubst du an das digitale Herz der Karten?

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und vor über zwölf Jahren erschien ein Sammelkartenspiel, welches mir viel Spaß bereitete und einen Beitrag in der momentan pausierenden Donnerstagskategorie bekommen sollte. Durch die Pause ist der Beitrag aber natürlich auch nur aufgeschoben und nicht aufgehoben. Nun gibt es zu diesem Sammelkartenspiel auch diverse digitale Ableger, die nun auch Beiträge in der virtuellen Sektion erhalten sollen.

Die Rede ist natürlich von „Yu-Gi-Oh!“, doch welches Spiel aus der langen Reihe besprechen wir als Erstes? Ich muss sagen, ab einem gewissen Punkt habe ich weder das Sammelkartenspiel, noch die Videospiele dazu gespielt, da mir das ganze System zu abstrakt und vollgestopft mit neuen Elementen war, die teilweise viel zu viele Sonderregeln mit sich brachten. Etwas was mit den Jahren natürlich ein klassischer Prozess ist, man siehe sich „Magic: The Gathering“ an, welches wir schon als Thema hatten.

Jedoch gibt es schon noch für mich einen großen Unterschied zwischen der Weiterentwicklung des „Magic: The Gathering“-Sammelkartenspiel und dem „Yu-Gi-Oh!“-Sammelkartenspiels, dazu komme ich dann aber bei den Donnerstagsspielen, wenn sie zurück sind.

Für heute habe ich mir „Yu-Gi-Oh! World Championship Tournament 2004“ herausgepickt. Wie der Name schon andeutet erschien es 2004, damals noch für den GameBoy Advance. Dementsprechend dürfte aus heutiger Sicht die Grafik ziemlich altbacken wirken. Damals war sie schon ziemlich gut, vor allem wenn man sich die Karten anschaute, um die Wirkungen nochmals nachzulesen. Doch eben nur da wurde man von guter Grafik verwöhnt, denn der Duellablauf war dagegen grafisch eine Simpelheit sondergleichen.

Nun ja… vielleicht trifft es minimalistisch eher…

Auch die Musik ist natürlich nicht messbar mit heutiger Leistung und für damalige Verhältnisse… auch ganz in Ordnung, würd ich mal sagen. Es hat zumindest für die richtige Stimmung beim Duell gereicht, aber gemutet verpasst man auch nichts.

Das Spiel hat leider ein ganz anderes Problem. „Yu-Gi-Oh!“ kann durchaus ein strategisches Sammelkartenspiel sein, auch wenn es in den Anfangszeiten noch nicht so weit entwickelt war, dass genug Karten existierten um Decks rund um spezielle Strategien herum aufzuziehen. Wobei es durchaus die ersten Anläufe dazu schon gab.

Solche ausgeklügelten Decks kamen erst mit der Zeit nach und nach. Das Fehlen solcher richtigen Strategien merkt man also auch an den Gegnern. Zwar versuchen Leute wie Weevil Underwood mit seiner Riesenmotte halbwegs so etwas wie eine Strategie aufzubauen, meistens hatte man aber eher Gegner wie Rex Raptor oder Mako Tsunami deren Decks eher thematisch sind. Also nur voller Wasser- oder Dinosaurierkarten.

Natürlich gibt es im Laufe des Spiels Duellanten die durchaus eine Herausforderung sein können – ganz klar Seto Kaiba –, aber auch hier erreicht man irgendwann den Punkt (wenn man häufig genug das Duellopfer Tristan Taylor überwalzt und sich mit Boosterpacks als Siegesbelohnung vollgepumpt hat), wo man eine solche Ansammlung an Karten angehäuft hat, dass ein fast schon 100%-Siegerdeck problemlos erstellbar wird.

Ab diesem Punkt verliert das Spiel jeglichen Reiz, denn neben dem herausfordern von Duellanten, um neue Duellanten freizuschalten in der Hoffnung auf neue Herausforderungen (sprich „stärkere“ Gegner), bietet das Spiel nichts. Es existiert keine Handlung, die das Spiel einrahmt und etwas Spannung oder Interesse abseits der Kartenkämpfe bietet.

Sicherlich, wer Spaß am ewigen duellieren hat, wird viel Zeit mit dem Spiel verbringen können. Andernfalls erreicht das Spiel früher oder später ein zwangsläufiges Verfallsdatum… leider!

Nächste Woche widmen wir uns nochmals dem Herz der Karten, doch für heute soll es das gewesen sein, drum ‘nen schönen Tag euch noch und cheerio!
Euer King Sirus

Donnerstag, 11. September 2014

Final Fantasy endlich für Erwachsene?! [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und der vorletzte Beitrag bevor es in die Pause geht für diese Kategorie dreht sich um ein Spiel, welches den guten Nino vor fast genau zehn Monaten noch auf High5 zum Schwärmen brachte. Boah, bin ich mal wieder spät dran, aber egal!

Nun gut, aber eigentlich gab es durchaus einen guten Grund, warum ich so spät dran bin. Denn der Adventure Trailer des Spiels hatte mich einfach so gar nicht gepackt. Geschweige denn meine Neugierde für dieses Spiel geweckt. Dennoch wollte ich den Titel als Demo natürlich nicht außen vor lassen, vor allem da ich ein großer Rollenspielfan bin und das Gefühl habe, dass das Genre momentan etwas schwach auf der Spieletitelbrust ist. Vermutlich weil einfach so wenig aus Japan aktuell rüberschwappt… elendige Durststrecke für uns…

Doch das ist ein Thema für ein Let’s Think und nicht für die [3D]-Kategorie. Außerdem habe ich nun so viel geschrieben, ohne überhaupt das Spiel auch nur einmal namentlich erwähnt zu haben. Unfassbar! Ich beschäftige mich heute mit der Demo zu „Bravely Default“!

Wie schon bei den Demoversionen der beiden „Etrian Odyssey“-Spiele, wird auch bei „Bravely Default“ Beginn einiges klar gestellt. So verfügt die Vollversion über mehr Sprachoptionen, für die Demo belies man es beim für alle verständlichen englisch-only. Was in dem Fall in Ordnung ist, immerhin weiß ich so, dass ich nach dem Kauf alles auf deutsch serviert bekomme. Und so nochmal nachlesen kann, was ich in der Demo nicht kapiert habe, ohne gleich im Duden nachschlagen zu müssen. Denn eh keiner mehr im Haus rumliegen hat. Dafür gibt es ja das Internet.

Außerdem bietet uns die Demo keinen einzigen Fetzen aus der Haupthandlung des Vollspiels, beim Laden des Demospeichers werden auch keine Level, Erfahrungspunkte oder Items übertragen und somit… ähm… wofür soll man dann eigentlich die Demo spielen?

Nur um schon einmal etwas zur Steuerung zu erfahren? Wollt ihr uns verar…?!

Neeee, keine Sorge. Alles in Butter! Die Jungs von Square Enix sind keine fiesen Abzocker, wie… ach ne, dank Kickstarter und Steam Early Access gibt es inzwischen schon zu viele Beispiele für fiese „Gibt mir eure Kohle, dann bin ich weg“-Verarscher.

Die Demo beinhält einfach einen komplett eigenen spielerischen Inhalt, wodurch man nicht gespoilert wird auf Hinblick zum Spieleanfang der Vollversion. Außerdem kann man zwar keine Level, Erfahrung oder Items übertragen, dafür aber bis zu sieben Bonis für die Vollversion freispielen, die dann wohl beim Laden des Demospeichers zur Verfügung stehen werden.

Na ja und nebenbei lernt man halt die Steuerung und sämtliche wichtigen spielerischen Elemente, wodurch man die Tutorials sich später sparen kann.

Das Problem des komplett eigenen Inhalts der Demo ist jedoch, dass ich euch nun nichts zur Story des Spiels sagen kann. Außerdem wurde ich doch noch soweit angefixt – deutlich mehr als von dem langweiligen Trailer, der wie nur ein langweiliger „Final Fantasy“-Abklatsch aussah… gut, wären ja eh dieselben Entwickler –, dass ich wirklich Lust hätte das Spiel mir nun zu holen.

Wo wir gerade den Vergleich zu „Final Fantasy“ schon haben, können wir dabei ja auch gleich bleiben. Denn grafisch erinnerte es mich schon irgendwie an die Nintendo DS Remakes der alten „Final Fantasy“-Titel, jedoch in weniger bunt. Die etwas dunklere Farben und das etwas… „ernstere“… Menü wirken schon fast erwachsener, als es beim berühmteren großen Bruder der Fall war.

Leider ist der 3D-Effekt nicht ganz so prope. Eine klassische leichte Verblassung und die altbekannte Verpixelung hat man hier nicht so wirklich rausgekriegt, so dass ich den eher ausgeschaltet gelassen habe.

Ach ja, auch die Musik hat einen leichten „Final Fantasy“-Flair, schafft aber dennoch eine eigene Note (wann gab es das letzte Mal hier einen so schlechten Wortwitz?!) sich zu bewahren und eine stimmige Atmosphäre zu erzeugen.

Ich möchte aber nochmals kurz auf die Optik eingehen. So ist das Spiel zu einem Großteil mit einer schräg oben Ansicht bestückt, die sogar rauszoomt, wenn man eine zeitlang mal nichts tut. Größtenteils bedeutet letztendlich auch, dass es nicht die ganze Zeit so ist. Im Trailer sieht man es auch ehrlich gesagt etwas deutlicher, dass das Spiel mit unterschiedlichen Perspektiven und Ansichten spielt (boah, so lange keine und nun schon zwei miese Wortwitze in küzester Zeit, das wird noch zum Leidensfest für alle Leser).

In der Demo kriegt man es nur in der einzigen Stadt Ancheim zu sehen. Denn hier wechselt das Spiel auf eine komplette 2D-Perspektive, in der wir unseren Heldentrupp durch das kleine Örtchen jagen dürfen. Ich sehe dies mal als Hommage an die „alten Zeiten“ an, so oder so eine durchaus witzige Idee.

Hier spielt sich ohnehin – wenn man mal vom Kämpfen in den Dungeons absieht – der Hauptteil des Demospiels ab. Denn wenn wir schon keine Story bekommen, muss es ja dennoch etwas geben was uns beschäftigt. Daher hat man die Bewohner Ancheims mit reichlich Questanfragen an uns ausgestattet. Anfangs fallen die noch so leicht aus wie „Besorg mir 3 Dinge hiervon“ oder „5 davon“. Easy!

Später geht das dann aber über zu „Töte den Eindringling des Lagers“ oder „Beseitige die superstarke, gefährliche und komische Steinkröte“. Nicht mehr ganz so easy…

Immerhin gibt es neben der kleinen „Weltkarte“ auch einige Dungeoneingänge darauf, wo wir mit steigendem Level sinnvoller kämpfen können, um Geld anzuhäufen und unsere Charaktere zu verbessern. Denn gerade besagte superstarke, gefährliche und komische Steinkröte kann einen schon ziemlich das Leben schwer machen…

Vor allem auch noch, wenn man so ein Depp ist wie ich zu Beginn. So habe ich das Jobsystem erst einmal nicht verstanden, nicht kapiert das Zauber nicht automatisch durch das aufleveln erlernt werden, sondern gekauft werden müssen und die Sinnhaftigkeit des Abilitysystems nicht verstanden. Alles Aspekte, die bekannt sind aus den zu Anfang erwähnten alten „Final Fantasy“-Teilen. Die ich gerade als Nintendo 3D Remakes gezockt hatte. Umso beschämender, dass ich hier so auf dem Schlauch stand…

Kaum war das dann aber kapiert, lief der Rest ohne Probleme. Und dann kamen auch plötzlich die Erklärungen des Jobsystems…
Zählt das schon zu Mobbing?

Nun gut, am Ende lernt man also eher nach dem Motto: „Learning by doing“, was völlig in Ordnung ist. So stirbt man vielleicht zwanzig Mal, behält es dann aber hoffentlich auf ewig in der Birne und vermasselt es nicht beim nächsten Abklatschspiel…

Insgesamt bin ich schon über sechs Stunden an der Demo tatsächlich dran – da hat man andere Titel schon längst durchgespielt –, weshalb ich fast dazu neige zu sagen, dass dies die erste Demo ist, wo die 30 Start-Anwendungen zu wenig sein könnten.

Besonders wenn man den Blick auf eine letzte Sache richtet, zu der ich abschließend kommen wollte. Und zwar gibt es eine Art von Minispiel, welches im Hintergrund abläuft, und an schlechte getarnte Pay-to-Win Aufbausimulationen erinnert. So habt ihr die Möglichkeit die Heimat eines eurer vier Helden wieder aufzubauen. Offenbar wurde also Norende zerstört. Die einzige Info, die man der Demo zum Hauptspiel entlocken kann, immerhin etwas.

Also wie gesagt, dürft ihr die Häuser der Stadt wieder aufbauen – Waffenladen, Item-Shop, etc. –, um dadurch wiederum neue Objekte im eigentlichen Spielablauf freizuschalten und zu erhalten – stärkere Waffen, bessere Heiltränke und so weiter.

Das doofe ist nur, dass der Bau der unterschiedlichen Häuser Zeit braucht und man mit einem einzelnen Männchen, somit schon einmal zwei Stunden warten muss. Wie lange man also zum Errichten aller Gebäude ganz alleine braucht, will ich mir erst gar nicht vorstellen…

In der Vollversion ist diese Funktion ebenfalls enthalten und – wenn ich es richtig verstanden habe – stark mit dem StreetPass verknüpft. Je mehr Bekanntschaften man hat, umso mehr Helfer zum Bauen stehen zur Verfügung, wodurch die Gebäude natürlich deutlich schneller fertig gestellt werden.

Wie im echten Leben nutzt man seine Freunde also schön dazu aus, sich eine eigene Traumstadt zu errichten… oder so ähnlich.

Übrigens fiel mir auf, dass die Bauzeit bei Abschaltung der Demo nicht verrechnet wird, im Standby-Modus des Nintendo 3DS jedoch schon. Ich gestehe somit Strom vergeudet zu haben, um einen zehn Stunden Bau über Nacht fertig gestellt zu bekommen, um nicht zehn Stunden die Demo spielen zu müssen damit das Haus irgendwann mal fertig wurde.

Schande über mein Haupt.

Was der Tailer verbockt hat, hat die Demo wieder gerade gebogen und ich freue mich schon darauf mich ich dieses Rollenspiel hineinzustürzen. Da sogar eine Fortsetzung schon angekündigt wurde, sollte ich also zusehen diesen Titel vom Stapel der Schande runterzukriegen, bevor „Bravely Second“ hoffentlich auch bei uns erscheint.

Während ich mich noch frage, ob „Bravely Second“ der entgültige oder nur ein Arbeitstitel ist, sei euch ein schöner Tag gewünscht und cheerio!
Euer King Sirus

Dienstag, 9. September 2014

Zwar mit Verspätung, dafür streikfrei!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und leider wird es heute keinen Beitrag geben, da ich leider eine plötzliche Schulung auf Arbeit reingedrückt bekommen hatte, so dass meine Planung natürlich fremdverschuldet über den Jordan gegangen ist und ich nun das anzocken der Demo nicht wie gedacht durchführen konnte.

Zwar habe ich die Demo schon ein klein wenig angespielt, aber es wäre mir einfach zu wenig um darauf basierend schon eine Meinung mir zu bilden. Das liegt vor allem aber daran, dass sie sehr umfangreich ist und daher sicherlich noch einiges zu bieten hätte.

Da wir einen ähnlichen Fall ja schon damals zur Gamescom hatten, werde ich es auch so wie damals erneut handhaben. Der Beitrag erscheint also am Donnerstag.

Ich bitte um Entschuldigung und hoffe auf euer Verständnis, aber unvorhersehbare Dinge können immer eintreten. Vor allem auf beruflicher Ebene.

Euch nun aber einen hoffentlich vorhersehbar schönen Tag noch und cheerio!
Euer King Sirus

Sonntag, 7. September 2014

Wenn Spielzeuge sich fies aufs Maul geben!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und ich hatte einige klassische Spiele im Sinne, über die ich ja mal schreiben könnte. Nur dabei ist mir leider auch aufgefallen, dass ich bei vielen davon – aufgrund der langen Zeit die das letzte Spielen her ist – eine löchrige Erinnerung zu haben scheine. Ergo muss ich mich wirklich immens ausgiebig (macht der Satz bis hierhin überhaupt noch Sinn?) damit beschäftigen wie die Spiele inhaltlich so waren, bevor ich irgendwelchen unsinnigen Senf von mir gebe.

Da ich aber heute keinen Beitrag ausfallen lassen wollte, habe ich mir für ein kleines Beitraglein das Spiel „Pokémon Rumble U“ rausgepickt. Nachdem ich für „ZombiU“ zu viel schiss hatte, war dies somit mehr oder weniger mein erstes Nintendo Wii U Spiel.

Für mich war es zudem auch das erste Spiel der „Pokémon Rumble“-Reihe, obwohl es innerhalb dieser bereits der dritte Titel war. Ich empfinde es als spaßiges Spiel gerade zu Beginn der Wii U wo die großen Fun-Titel die einen zu viert vor die Konsole locken, war dies ein super Titel zur Überbrückung der Wartezeit.

Doch bevor ich auf das Spiel eingehe, möchte ich kurz meine wichtigsten Kritikpunkte äußern. Zum einen nervt es mich wieder einmal tierisch, dass das Spiel nur als Nintendo eShop Download zur Verfügung steht. Natürlich kann ich Nintendo verstehen, dass sie für dieses kleine Spiel keine CDs brennen wollen (ja, die Größe eines CD-Rohlings reicht für „Pokémon Rumble U“ tatsächlich aus), dennoch kann ich auch meine Abneigung über downloadonly Spiele bei Konsolen nicht so einfach abschütteln!

Als nächstes hätten wir die sogenannten NFC-Figuren, welche in mehreren Sets erschienen sind. Dies sind Figuren ähnlich den nun zum neuen „Super Smash Bros.“ erscheinenden Amiibo-Figuren, die auf das Gamepad der Wii U gestellt werden und damit bestimmte Pokémon freischalten. Doof nur, dass diese Figuren niemals in Deutschland erscheinen werden, aus finanziellen Gründen. In England sind sie jedoch zu haben und da sie auch Region-free sind, kann man sie ja importieren…

Diese Figuren kosten in Japan weniger als 2,- €. In Amerika und England erhält man sie für etwa 4 US-Dollar, beziehungsweise Pfund. Übrigens diese Preisangaben sind Stück-, keine Setpreise!

Die Figuren waren im Shop von GAME erhältlich, sind schon seit langem ausverkauft und werden augenscheinlich auch nicht mehr produziert. Beim bekannten Onlinehändler Amazon bezahlt man bereits jetzt für ein Set aus 6 Figuren (Japan-Import) über 40,- €…

Merkt sonst noch jemand, dass wir deutschen Spieler wieder schon gearscht sind?! Hatte ich das Thema nicht schon ausgiebig in einem Let’s Think abgehandelt? Das Land der Vorenthaltungen und so…?

Na ja, so viel zum Negativen. Kommen wir zur Story:
Angesichts des erscheinen der Kapselmonster gibt es in einem Laden (soll dieser einem Pokémon Center gleichen oder womöglich sogar einer sein?) eine Art Premierenfeier. Durch das Wirken einer ominösen, dunklen Macht gehen jedoch die Pokémon-Figuren Pikachu, Serpifeu, Ottaro und Floink verloren, weshalb sie versuchen den Weg zurück zu finden.

Das ist die ganze Spielehandlung. Ja wirklich. Auch später – wenn man erst einmal weitere, stärkere Figuren hat und damit diese vier aus dem eigenen Sortiment rausrutschen – wird nicht weiter auf sie oder ihre Rückreise eingegangen…

OK, ich habe etwas übertrieben. Es wird schon noch auf diese Reise eingegangen, jedoch hat man das Gefühl das Ganze dient nur als Erinnerung, warum wir hier von einem Ort zum Nächsten kämpfen und ursprünglich ja so etwas wie eine Story im Hintergrund am Laufen hätten.

Insofern kann man es auch so sehen, als wäre keine Story vorhanden… toll…

Auch die Level sind wohl ein Thema für sich. Denn während der Eine oder Andere sicherlich davon überzeugt ist, dass sich die Aufgaben der Stages zwar in der Basis wiederholen, vom Spiel her aber abwechslungsreich und spaßig sind, werden andere wie ich nur dem spaßig zustimmen.

Natürlich ist der Aufbau immer etwas anders und dem Spieler wird versucht unterschiedliche Formen von Herausforderungen (nein, nicht die fünf Aufgaben, zu denen komme ich noch) in den Weg zu stellen, doch heruntergebrochen sind es am Ende immer dieselben Aufgaben:
Einen Boss besiegen, eine gewisse Zeit überleben oder eine Burg / mehrere Burgen zu verteidigen…

Doch wie bereits gesagt, gelingt dies so meisterhaft und mit einer perfiden süchtigmachenden Methodik, dass man eben niemals die auf die Basis heruntergebrochene Levelversion sieht, sondern die blöde Stage an der man schon wieder hängenbleibt!

Denn wenn man nicht in Form von klassischen, goldenen oder sogar den mächtigen kristallenen Pokébällen… Verzeihung, Kapseln natürlich!... neue Gefährten dazu bekommt, deren Stärke stetig steigend ist, hat man irgendwann gegen den Computer keine Chance. Egal wie gut man ist, denn am Ende zählt hier eben nur die Zahl unter dem Pokémon!

Am einfachsten erhält man die Kristallkapseln, wenn man sich den optionalen Herausforderungen widmet. Wobei dies auch wieder relativ ist, denn manche davon treiben einen schier zur Weißglut oder sind ohne die Hilfe von drei Freunden gar nicht zu schaffen. Bestes Beispiel ist die  27 Icognito-Herausforderung…

Wie ich die gehasst habe…

Der Multiplayer ist für mich ohnehin das Highlight des Spiels. Denn obwohl man natürlich gemeinsam spielt um das Level zu schaffen und so weiterzukommen, gibt es eben auch die Komponente, dass man seine Mitstreiter sabotiert um mehr Münzen als sie einzusammeln und so in der abschließenden Bewertung auf Platz 1 zu landen.

Für die Sammler unter euch, stehen knapp 650 Pokémon aus den ersten fünf Generationen zur Verfügung. Nun ja, immerhin theoretisch. Denn ich bin der Meinung irgendwo gelesen zu haben, dass einige wenige Pokémon eben doch nur durch die NFC-Figuren zu erhalten sind.

Leider find ich die Quelle nicht mehr, wo ich das glaube gelesen zu haben, also dies bitte selbst überprüfen und nicht mir blind nachplappern.

Viel Gerede um den heißen Brei: Am Ende ist das Spiel in der Gruppe durchaus ein ordentliches Fungame, welches Laune macht und auch durch Sammeltrieb und Herausforderung den alleinigen Spieler eine Zeit lang bei Laune hält. Aber durch den kleinen Inhalt eben nur zu einem Lückenfüller zwischen den „großen Spielen“ degradiert wird. Schade, schade…

An dieser Stelle ist nun auch schon wieder Schluss, somit euch noch einen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Dienstag, 2. September 2014

Das Mädchen von vor tausend Jahren?! [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und erneut landet eine „Etrian Odyssey“-Demo in dieser Rubrik zum aktuell neusten Titel der Reihe: „Etrian Odyssey Untold – The Millennium Girl“.

Bevor ich näher auf das Spiel eingehe, möchte ich eine kleine interessante Info erwähnen, die ich bei meiner zusätzlichen Recherche herausfand. So handelt es sich bei „Etrian Odyssey Untold – The Millennium Girl“ um ein Ramke des allerersten „Etrian Odyssey“ für den Nintendo 3DS. Dabei bietet das Spiel einige Neuerungen und sogar etwas, was es im ersten Teil nicht gab und vermutlich auch der Hauptgrund war, warum ich die Demo nicht als Remake erkannte!

Es gibt nämlich einen richtigen Storymodus. Ich habe das erste „Etrian Odyssey“ damals nur angespielt und war noch nicht weit gewesen, weshalb ich mich inhaltlich nicht so stark erinnere. Jedoch war damals Hauptaugenmerk des Spiels lediglich die Erkundung von Etagen eines Labyrinths, so wie das eigene Gestalten einer Karte der einzelnen Ebenen.

Eine richtige Rahmenhandlung in der dies geschieht, wie es nun bei „Etrian Odyssey Untold – The Millennium Girl“ gab es jedoch noch nicht. Außerdem gibt es noch etwas, was diesen Titel von allen Vorherigen stark unterscheidet. So haben wir im Storymodus eine vorgefertigte, feste Gruppe von fünf Personen und können keine Gildenmitglieder anwerben!

Doch darauf komme ich gleich noch einmal zurück.

Zuerst will ich die neue Handlung des Spiels kurz anreißen. Wir sind ein sogenannter Highlander (nein, unser Name ist nicht Connor MacLeod!) und werden entsandt nach Etria, um dort bei der Untersuchung seltsamer Vorkommnisse zu helfen. Doch sollen wir uns erst unter Beweis stellen, weshalb wir mit Hilfe zweier kurzzeitigen Gefährten die erste Etage des Yggdrasil Labyrinths erkunden sollen.

Nachdem wir diese Aufgabe erfolgreich abschließen, sollen wir eine ominöse Ruine erkunden, die offenbar mit den immer häufiger auftretenden Erdbeben in Verbindung zu stehen scheint. Dort entdecken wir in einer seltsamen Kapsel nicht nur die schlafende Frederica, sondern treffen auch auf Simon, Arthur und Raquna. Diese sind ein Forscherteam der Midgard Bibliothek, welche ebenfalls die seltsamen Erdbeben untersuchen möchten.

Es stellt sich heraus, dass Frederica leider ihr Gedächtnis verloren hat, aber irgendwie mit der Ruine – die offenbar den Namen Gladsheim trägt – in Verbindung steht. Da sie alle das selbe Ziel verbindet – mehr über die Ruine, die Vorkommnisse und die Hintergründe von Frederica herauszufinden – entschließen sich die fünf gemeinsam zu arbeiten.

Leider können wir die Ruinen von Gladsheim nur bis zu einem gewissen Grad erkunden, so dass wir einen anderen Weg in die tieferen Ebenen des Ortes suchen müssen. Und dieser Weg könnte möglicherweise im Yggdrasil Labyrinth verborgen liegen, weshalb die Gruppe eine Gilde gründet und gemeinsam in die Tiefen beider Orte vorzudringen versucht.

So viel zur Story des Storymodus, wer es jedoch klassischer will kann den – wie sollte er auch anders heißen? – Classic-Mode wählen und das Spiel so spielen, wie es schon beim ersten „Etrian Odyssey“ war: Eine Gilde gründen, Mitglieder rekrutieren und Ebene für Ebene das Labyrinth erforschen.

Somit bietet das Spiel durchaus mehrere Ebenen der Unterhaltung und fesselt den Spieler umso länger an sich. In der Demo darf man leider nur etwas in die Story reinschnuppern. Wobei etwas ist gut. Selbst nach über 2 ½ Stunden Spielzeit, habe ich noch immer nicht das Ende der Demo erreicht!

Während wir reichlich Möglichkeiten in der Demo zugesprochen bekommen (Optionseinstellungen, verschiedene Schwierigkeitsgrade), werden wir aber schon wie bei der Demo zu „Etrian Odyssey IV – Legends of the Titan“ direkt auf die Einschränkungen hingewiesen. So können wir wieder einmal maximal das Level 10 mit unseren Helden erreichen und müssen uns mit kürzeren Versionen der Hintergrundmusik zufrieden geben.

Aber hier enden nicht die Gemeinsamkeiten zum Vorgänger. Denn so viel Erneuerung „Etrian Odyssey Untold – The Millennium Girl“ im Gegensatz zum allerersten  Titel hat, so gering sind die Unterschiede zum direkten Vorgänger.

Der Stil des Menüs ist weitesgehen gleich geblieben, so wie der Grafikstil. Noch immer haben wir einen an Animes erinnerden Zeichenstil der Charaktere – was sogar in Animezwischensequenzen gipfelt! – und auch der 3D-Effekt ist identisch mit dem vom Vorgänger. Immerhin haben wir weiterhin kein Ausbleichen oder Verpixeln, was für die gute Qualität spricht.

Leider stört es mich immens, dass in den Zwischensequenzen mit englischer Synchro aber nicht mit Untertiteln gearbeitet wird. Das ist mal wieder besonders hinderlich, wenn man der englischen Sprache nicht so mächtig ist, wie andere. Und da das Spiel auch eher eine jüngere Zielgruppe ansprechen könnte, noch ein weiteres Bein welches man sich hier selbst stellt. Aber sei es drum…

Immerhin hat man diesmal nicht an den Start-Anwendungen gespart, wie bei der letzten Demo. Denn statt nur 3mal, darf man sich nun ganze 30mal in die Ruinen und Labyrinthe stürzen, die nur auf die Erkundung durch uns warten!

Zuletzt möchte ich noch sagen, dass ich das Prinzip der sogenannten Grimoire Steine nicht ganz verstehe. Offenbar möchte man auf diesen Weg das enge Skillkorsett der fünf Helden ein wenig erweitern, wobei ich finde dass dies nicht zwingend notwendig ist. Wenn man sich nämlich ausreichend Zeit nimmt, sich mit den komplexen Skilltrees der Helden zu beschäftigen, wird man feststellen dass einem hier bereits genug Potential geboten wird.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, nach wieviel Stunden ich das Ende der Demo erreiche, weshalb ich einmal weiterspielen bin.

Euch sei aber noch ein schöner Tag gewünscht und cheerio!

Euer King Sirus