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Dienstag, 2. September 2014

Das Mädchen von vor tausend Jahren?! [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und erneut landet eine „Etrian Odyssey“-Demo in dieser Rubrik zum aktuell neusten Titel der Reihe: „Etrian Odyssey Untold – The Millennium Girl“.

Bevor ich näher auf das Spiel eingehe, möchte ich eine kleine interessante Info erwähnen, die ich bei meiner zusätzlichen Recherche herausfand. So handelt es sich bei „Etrian Odyssey Untold – The Millennium Girl“ um ein Ramke des allerersten „Etrian Odyssey“ für den Nintendo 3DS. Dabei bietet das Spiel einige Neuerungen und sogar etwas, was es im ersten Teil nicht gab und vermutlich auch der Hauptgrund war, warum ich die Demo nicht als Remake erkannte!

Es gibt nämlich einen richtigen Storymodus. Ich habe das erste „Etrian Odyssey“ damals nur angespielt und war noch nicht weit gewesen, weshalb ich mich inhaltlich nicht so stark erinnere. Jedoch war damals Hauptaugenmerk des Spiels lediglich die Erkundung von Etagen eines Labyrinths, so wie das eigene Gestalten einer Karte der einzelnen Ebenen.

Eine richtige Rahmenhandlung in der dies geschieht, wie es nun bei „Etrian Odyssey Untold – The Millennium Girl“ gab es jedoch noch nicht. Außerdem gibt es noch etwas, was diesen Titel von allen Vorherigen stark unterscheidet. So haben wir im Storymodus eine vorgefertigte, feste Gruppe von fünf Personen und können keine Gildenmitglieder anwerben!

Doch darauf komme ich gleich noch einmal zurück.

Zuerst will ich die neue Handlung des Spiels kurz anreißen. Wir sind ein sogenannter Highlander (nein, unser Name ist nicht Connor MacLeod!) und werden entsandt nach Etria, um dort bei der Untersuchung seltsamer Vorkommnisse zu helfen. Doch sollen wir uns erst unter Beweis stellen, weshalb wir mit Hilfe zweier kurzzeitigen Gefährten die erste Etage des Yggdrasil Labyrinths erkunden sollen.

Nachdem wir diese Aufgabe erfolgreich abschließen, sollen wir eine ominöse Ruine erkunden, die offenbar mit den immer häufiger auftretenden Erdbeben in Verbindung zu stehen scheint. Dort entdecken wir in einer seltsamen Kapsel nicht nur die schlafende Frederica, sondern treffen auch auf Simon, Arthur und Raquna. Diese sind ein Forscherteam der Midgard Bibliothek, welche ebenfalls die seltsamen Erdbeben untersuchen möchten.

Es stellt sich heraus, dass Frederica leider ihr Gedächtnis verloren hat, aber irgendwie mit der Ruine – die offenbar den Namen Gladsheim trägt – in Verbindung steht. Da sie alle das selbe Ziel verbindet – mehr über die Ruine, die Vorkommnisse und die Hintergründe von Frederica herauszufinden – entschließen sich die fünf gemeinsam zu arbeiten.

Leider können wir die Ruinen von Gladsheim nur bis zu einem gewissen Grad erkunden, so dass wir einen anderen Weg in die tieferen Ebenen des Ortes suchen müssen. Und dieser Weg könnte möglicherweise im Yggdrasil Labyrinth verborgen liegen, weshalb die Gruppe eine Gilde gründet und gemeinsam in die Tiefen beider Orte vorzudringen versucht.

So viel zur Story des Storymodus, wer es jedoch klassischer will kann den – wie sollte er auch anders heißen? – Classic-Mode wählen und das Spiel so spielen, wie es schon beim ersten „Etrian Odyssey“ war: Eine Gilde gründen, Mitglieder rekrutieren und Ebene für Ebene das Labyrinth erforschen.

Somit bietet das Spiel durchaus mehrere Ebenen der Unterhaltung und fesselt den Spieler umso länger an sich. In der Demo darf man leider nur etwas in die Story reinschnuppern. Wobei etwas ist gut. Selbst nach über 2 ½ Stunden Spielzeit, habe ich noch immer nicht das Ende der Demo erreicht!

Während wir reichlich Möglichkeiten in der Demo zugesprochen bekommen (Optionseinstellungen, verschiedene Schwierigkeitsgrade), werden wir aber schon wie bei der Demo zu „Etrian Odyssey IV – Legends of the Titan“ direkt auf die Einschränkungen hingewiesen. So können wir wieder einmal maximal das Level 10 mit unseren Helden erreichen und müssen uns mit kürzeren Versionen der Hintergrundmusik zufrieden geben.

Aber hier enden nicht die Gemeinsamkeiten zum Vorgänger. Denn so viel Erneuerung „Etrian Odyssey Untold – The Millennium Girl“ im Gegensatz zum allerersten  Titel hat, so gering sind die Unterschiede zum direkten Vorgänger.

Der Stil des Menüs ist weitesgehen gleich geblieben, so wie der Grafikstil. Noch immer haben wir einen an Animes erinnerden Zeichenstil der Charaktere – was sogar in Animezwischensequenzen gipfelt! – und auch der 3D-Effekt ist identisch mit dem vom Vorgänger. Immerhin haben wir weiterhin kein Ausbleichen oder Verpixeln, was für die gute Qualität spricht.

Leider stört es mich immens, dass in den Zwischensequenzen mit englischer Synchro aber nicht mit Untertiteln gearbeitet wird. Das ist mal wieder besonders hinderlich, wenn man der englischen Sprache nicht so mächtig ist, wie andere. Und da das Spiel auch eher eine jüngere Zielgruppe ansprechen könnte, noch ein weiteres Bein welches man sich hier selbst stellt. Aber sei es drum…

Immerhin hat man diesmal nicht an den Start-Anwendungen gespart, wie bei der letzten Demo. Denn statt nur 3mal, darf man sich nun ganze 30mal in die Ruinen und Labyrinthe stürzen, die nur auf die Erkundung durch uns warten!

Zuletzt möchte ich noch sagen, dass ich das Prinzip der sogenannten Grimoire Steine nicht ganz verstehe. Offenbar möchte man auf diesen Weg das enge Skillkorsett der fünf Helden ein wenig erweitern, wobei ich finde dass dies nicht zwingend notwendig ist. Wenn man sich nämlich ausreichend Zeit nimmt, sich mit den komplexen Skilltrees der Helden zu beschäftigen, wird man feststellen dass einem hier bereits genug Potential geboten wird.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, nach wieviel Stunden ich das Ende der Demo erreiche, weshalb ich einmal weiterspielen bin.

Euch sei aber noch ein schöner Tag gewünscht und cheerio!

Euer King Sirus

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