Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und vor über zwölf Jahren erschien ein
Sammelkartenspiel, welches mir viel Spaß bereitete und einen Beitrag in der
momentan pausierenden Donnerstagskategorie bekommen sollte. Durch die Pause ist
der Beitrag aber natürlich auch nur aufgeschoben und nicht aufgehoben. Nun gibt
es zu diesem Sammelkartenspiel auch diverse digitale Ableger, die nun auch
Beiträge in der virtuellen Sektion erhalten sollen.
Die Rede ist natürlich von „Yu-Gi-Oh!“, doch welches Spiel aus der
langen Reihe besprechen wir als Erstes? Ich muss sagen, ab einem gewissen Punkt
habe ich weder das Sammelkartenspiel, noch die Videospiele dazu gespielt, da
mir das ganze System zu abstrakt und vollgestopft mit neuen Elementen war, die
teilweise viel zu viele Sonderregeln mit sich brachten. Etwas was mit den
Jahren natürlich ein klassischer Prozess ist, man siehe sich „Magic: The
Gathering“ an, welches wir schon als Thema hatten.
Jedoch gibt es schon noch für mich einen großen Unterschied zwischen der
Weiterentwicklung des „Magic: The Gathering“-Sammelkartenspiel und dem „Yu-Gi-Oh!“-Sammelkartenspiels,
dazu komme ich dann aber bei den Donnerstagsspielen, wenn sie zurück sind.
Für heute habe ich mir „Yu-Gi-Oh! World Championship Tournament 2004“
herausgepickt. Wie der Name schon andeutet erschien es 2004, damals noch für
den GameBoy Advance. Dementsprechend dürfte aus heutiger Sicht die Grafik ziemlich
altbacken wirken. Damals war sie schon ziemlich gut, vor allem wenn man sich
die Karten anschaute, um die Wirkungen nochmals nachzulesen. Doch eben nur da
wurde man von guter Grafik verwöhnt, denn der Duellablauf war dagegen grafisch
eine Simpelheit sondergleichen.
Nun ja… vielleicht trifft es minimalistisch eher…
Auch die Musik ist natürlich nicht messbar mit heutiger Leistung und für
damalige Verhältnisse… auch ganz in Ordnung, würd ich mal sagen. Es hat zumindest
für die richtige Stimmung beim Duell gereicht, aber gemutet verpasst man auch
nichts.
Das Spiel hat leider ein ganz
anderes Problem. „Yu-Gi-Oh!“ kann durchaus ein strategisches Sammelkartenspiel
sein, auch wenn es in den Anfangszeiten noch nicht so weit entwickelt war, dass
genug Karten existierten um Decks rund um spezielle Strategien herum
aufzuziehen. Wobei es durchaus die ersten Anläufe dazu schon gab.
Solche ausgeklügelten Decks
kamen erst mit der Zeit nach und nach. Das Fehlen solcher richtigen Strategien
merkt man also auch an den Gegnern. Zwar versuchen Leute wie Weevil Underwood
mit seiner Riesenmotte halbwegs so etwas wie eine Strategie aufzubauen, meistens
hatte man aber eher Gegner wie Rex Raptor oder Mako Tsunami deren Decks eher
thematisch sind. Also nur voller Wasser- oder Dinosaurierkarten.
Natürlich gibt es im Laufe des
Spiels Duellanten die durchaus eine Herausforderung sein können – ganz klar
Seto Kaiba –, aber auch hier erreicht man irgendwann den Punkt (wenn man häufig
genug das Duellopfer Tristan Taylor überwalzt und sich mit Boosterpacks als
Siegesbelohnung vollgepumpt hat), wo man eine solche Ansammlung an Karten
angehäuft hat, dass ein fast schon 100%-Siegerdeck problemlos erstellbar wird.
Ab diesem Punkt verliert das
Spiel jeglichen Reiz, denn neben dem herausfordern von Duellanten, um neue
Duellanten freizuschalten in der Hoffnung auf neue Herausforderungen (sprich „stärkere“
Gegner), bietet das Spiel nichts. Es existiert keine Handlung, die das Spiel
einrahmt und etwas Spannung oder Interesse abseits der Kartenkämpfe bietet.
Sicherlich, wer Spaß am ewigen
duellieren hat, wird viel Zeit mit dem Spiel verbringen können. Andernfalls
erreicht das Spiel früher oder später ein zwangsläufiges Verfallsdatum… leider!
Nächste Woche widmen wir uns nochmals dem Herz der Karten, doch für
heute soll es das gewesen sein, drum ‘nen schönen Tag euch noch und cheerio!
Euer King Sirus
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