Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und die beste Demo habe ich mir
selbstverständlich zum Schluss aufbewahrt. Im Grunde kriegt ihr sogar zwei
Demos zum Preis von Einer und vor Staunen über diese gransiosen, spielbare
Kaufanreize, werden euch die Kinnladen runterfallen. Und schmerzhaft auf dem
Boden aufschlagen!
Ich stelle euch heute vor: „New Style Boutique: Shopping Experience“ und
„New Style Boutique: Fashion Contest“! Doch obwohl die heutige
Beitragsüberschrift etwas anderes andeutet, geht es nicht allein um Frisuren
und schöne Haare, sondern generell ein perfektes Outfit. Nacheinander gehen wir
also die beiden Demos ab und beginnen mit:
New Style Boutique: Shopping Experience
Wie der Name schon sagt geht es hier rund um den Einkauf als Erlebnis.
Warum nun die weibliche Damenwelt lieber die digitale Shoppingtour der Realen
vorziehen sollte, sei dahingestellt, doch das Angebot bestellt und ist der
zentrale Angelpunkt rund um diese Demo.
Bevor es aber mit dem Einkaufsbummel losgehen kann, muss erst einmal ein
Charakter erstellt werden. Die Optionen sind ganz in Ordnung, wobei ich mir für
die Vollversion beispielsweise mehr Frisuren wünschen würde. Andererseits
ändern wir unseren Look ja eh später gefühlt alle zwei Nanosekunden. Wie im
echten Leben!
Kaum haben wir diesen Punkt hinter uns, werden wir auch schon wieder
belästigt von der… Nachbarin? Leider wird nicht ganz klar, wer die fremde Dame
ist, doch behauptet sie offenbar uns schon ansehen zu können, dass wir Ahnung
von Fashion hätten, weshalb wir doch mal darüber nachdenken sollten eine Boutique
zu eröffnen. Genau, weil das auch so leicht ist. Andererseits schenkt sie uns
ein Startkapital dafür. Die kleine Geldspritze umfast… 1.000.000 EURO?!?!
Wo finde ich solche Nachbarn? Will auch eine Boutique eröffnen…
So, weitergeschrieben bis die Nachbarn mit dem Sack voll Geld klingeln. Wo
war ich? Ach ja, bei der Dame, die leider auch deutlich die grafischen
Schwächen des Spiels hervorhebt. So hat sie beispielsweise eine Halskette an,
welche – durch die Bewegungen der Frau – extrem flimmert, wodurch ich richtig
Augenschmerzen bekam. Außerdem ist das Spiel stark pixelig, selbst lange bevor
man auch nur dran denkt den 3D-Effekt anzumachen. Übrigens würde ich davon
abraten, vertraut mir bitte. Tat ebenfalls weh…
Nun muss man dazu sagen, dass die Zielgruppe eher junge Mädchen sein
dürfte, die keine grafische Revolution verlangen und / oder erwarten werden.
Andererseits bei dem was ich bereits an grafischer Höchstleistung des Nintendo
3DS gesehen habe, wirkt die teilweise kantige Optik der Figuren dennoch sehr
altbacken…
Die Musik ist ganz fröhlich, aber auch nichts was besonders heraussticht.
So 08/15-Happymusik ähnlich wie der Soundtrack von „Die Sims“, wobei die
immerhin Wiedererkennungswert haben.
Hauptsächlich stehen uns die drei Optionen Einrichtung, Kleiderschrank und
Make-Up zur Verfügung. Die Einrichtung bezieht sich auf unsere eigene kleine
Wohnung, die wir geringfügig nach unserem Geschmack umgestalten dürfen. Doch
wirklich nur geringfügig, denn pro Möbelabschnitt stehen uns nur zwei Objekte
zur Verfügung. Ein wenig größer ist da die Auswahl im Kleiderschrank. Hier ist
das Sortiment dermaßen ergiebig, dass man wirklich etwas Zeit daran verlieren
kann sich verschiedene Outfits zusammen zu stellen oder eben damit zu
experimentieren. Beim Make-Up sind wir wieder etwas knauserig, aber als Kerl
bin ich schon froh, dass ich nur auswählen musste was sie auftragen soll und unser
Charakter den Rest dann übernahm.
Abgesehen von diesen drei Punkten gibt es noch das Fashion-Viertel, welcher
jedoch eine Internetverbindung bedarf. Diese wollte anfangs nicht so Recht wie
ich wollte, beim zweiten Anlauf klappte es dann aber. Da jegliche Erklärung
fehlte, füllte ich mich ein wenig verloren. Könnte aber auch daran liegen, dass
ich mit einer digitalen Einkaufstour wenig anfangen konnte und daher die Demo
nach nicht einmal einer halben Stunde jeglichen Reiz für mich verlor. Wieso man
hier seine 30 Start-Anwendungen komplett verbraten sollte, kann ich mir nicht
erklären. Ein Drittel davon hätte vermutlich auch vollkommen gereicht. Oder?
Abschließend will ich noch anmerken, dass sich beide Demos komplett mit dem
Touchscreen spielen und diese Erste mit über 3000 Speicherblöcken überraschend
groß war, was ich ehrlich gesagt nicht erwartet hatte. So etwas kann ich bei
einem Titel wie „Monster Hunter 3 Ultimate“ verstehen, aber bei „New Style
Boutique: Shopping Experience“?!
New Style Boutique: Fashion-Contest
Die zweite Demo legt einen anderen Fokus. Oder anders ausgedrückt: Es wir
ein anderer wichtiger Teil der Vollversion uns präsentiert. Die
Fashion-Contests! (Wer hätte dies bei dem Demotitel erwarten können?)
Ich war überrascht. Grafisch ist es sicherlich noch weit von den
bombastischen Titeln des Handhelds entfernt, aber schon besser als die andere
Demo. Es ist nicht mehr so extrem pixelig wie zuvor, so dass sogar der 3D-Effekt
(gerade beim Catwalk der Models) ein Blick wert ist. Auch musikalisch nimmt es
rockigere Züge an, die ebenfalls zur Wettbewerbsatmosphäre sehr passend gewählt
sind. Also meinem Empfinden nach, doch ich bin eh ein Freund rockigere Klänge.
Wir wählen also aus vier Modeln eine die uns anspricht und hilfreich sein
könnte das vorgegebene Thema zu erfüllen. Danach muss das Outfit, die Frisur und
das Make-Up angepasst werden. Zum Glück bietet das Outfitmenü wieder eine
reichliche Auswahl, wobei man ja leider sagen muss, dass das Spiel einem quasi
vorgibt mit welcher Marke man die besten Chancen hätte. Bei der Frisur
schrumpft bereits die Anzahl an Möglichkeiten, doch durch die Anpassung der
Haare und dem Setzen von Akzenten existiert doch noch etwas Spielraum. Dank an
die Kleinigkeiten mit großer Wirkung. Die geringste Auswahl wird uns beim
Make-Up geboten, denn hier existieren fünf fertige Sets aus denen wir wählen
dürfen. Dennoch bin ich hier wieder als Mann froh, dass die Visagistin das
Auftragen übernimmt.
Der schlimmste Teil erwartet uns jedoch im Anschluss: der Moderator.
Ich mein, dieser klischeebehaftete Sprachstil, bei dem zwar deutsch
gesprochen wird, aber immer kurze englische Sätze eingeschoben werden, finde
ich dermaßen nervig und auf billigcool gemacht, dass ich einfach nur brechen
möchte. So etwas war vielleicht vor zwanzig Jahren angesagt, für mich
heutzutage eher ein Armutszeugnis. Aber auch hier muss man überlegen, ob ich
nicht einfach die falsche Zielgruppe bin… ich armer, armer Tropf…
Aber auch die Models, die wie Storche bei der Jagd herumlaufen, werden
leider eher zur Lachnummer. Nach nicht einmal fünfzehn Minuten ist man am Ende
angekommen, als Sieger des ersten Contests. Also ich war zumindest Sieger.
Erneut stelle ich mir dabei die Frage, ob dieser Inhalt 30 Start-Anwendungen
rechtfertigt. Hier bin ich sogar der Meinung, dass die geizigen drei Stück mehr
als ausreichend gewesen wären.
Nun bin ich aber nicht weiblich und mein Blick auch eher von Spott, Ironie
und einem Hauch Sarkasmus geprägt. Vielleicht sogar Arroganz? Immerhin könnte
das Spiel in der eigentlichen Zielgruppe ein richtiger Hit sein, wer bin ich
also mir eine Meinung darüber urteilen zu dürfen?
Ohne Spott, Ironie, Sarkasmus oder Arroganz sei euch ein schöner Tag
gewünscht und cheerio!
Euer King Sirus
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