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Dienstag, 16. September 2014

Ich hab die Haare schön, ich hab die Haare schön! [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und die beste Demo habe ich mir selbstverständlich zum Schluss aufbewahrt. Im Grunde kriegt ihr sogar zwei Demos zum Preis von Einer und vor Staunen über diese gransiosen, spielbare Kaufanreize, werden euch die Kinnladen runterfallen. Und schmerzhaft auf dem Boden aufschlagen!

Ich stelle euch heute vor: „New Style Boutique: Shopping Experience“ und „New Style Boutique: Fashion Contest“! Doch obwohl die heutige Beitragsüberschrift etwas anderes andeutet, geht es nicht allein um Frisuren und schöne Haare, sondern generell ein perfektes Outfit. Nacheinander gehen wir also die beiden Demos ab und beginnen mit:

New Style Boutique: Shopping Experience
Wie der Name schon sagt geht es hier rund um den Einkauf als Erlebnis. Warum nun die weibliche Damenwelt lieber die digitale Shoppingtour der Realen vorziehen sollte, sei dahingestellt, doch das Angebot bestellt und ist der zentrale Angelpunkt rund um diese Demo.

Bevor es aber mit dem Einkaufsbummel losgehen kann, muss erst einmal ein Charakter erstellt werden. Die Optionen sind ganz in Ordnung, wobei ich mir für die Vollversion beispielsweise mehr Frisuren wünschen würde. Andererseits ändern wir unseren Look ja eh später gefühlt alle zwei Nanosekunden. Wie im echten Leben!

Kaum haben wir diesen Punkt hinter uns, werden wir auch schon wieder belästigt von der… Nachbarin? Leider wird nicht ganz klar, wer die fremde Dame ist, doch behauptet sie offenbar uns schon ansehen zu können, dass wir Ahnung von Fashion hätten, weshalb wir doch mal darüber nachdenken sollten eine Boutique zu eröffnen. Genau, weil das auch so leicht ist. Andererseits schenkt sie uns ein Startkapital dafür. Die kleine Geldspritze umfast… 1.000.000 EURO?!?!

Wo finde ich solche Nachbarn? Will auch eine Boutique eröffnen…

So, weitergeschrieben bis die Nachbarn mit dem Sack voll Geld klingeln. Wo war ich? Ach ja, bei der Dame, die leider auch deutlich die grafischen Schwächen des Spiels hervorhebt. So hat sie beispielsweise eine Halskette an, welche – durch die Bewegungen der Frau – extrem flimmert, wodurch ich richtig Augenschmerzen bekam. Außerdem ist das Spiel stark pixelig, selbst lange bevor man auch nur dran denkt den 3D-Effekt anzumachen. Übrigens würde ich davon abraten, vertraut mir bitte. Tat ebenfalls weh…

Nun muss man dazu sagen, dass die Zielgruppe eher junge Mädchen sein dürfte, die keine grafische Revolution verlangen und / oder erwarten werden. Andererseits bei dem was ich bereits an grafischer Höchstleistung des Nintendo 3DS gesehen habe, wirkt die teilweise kantige Optik der Figuren dennoch sehr altbacken…

Die Musik ist ganz fröhlich, aber auch nichts was besonders heraussticht. So 08/15-Happymusik ähnlich wie der Soundtrack von „Die Sims“, wobei die immerhin Wiedererkennungswert haben.

Hauptsächlich stehen uns die drei Optionen Einrichtung, Kleiderschrank und Make-Up zur Verfügung. Die Einrichtung bezieht sich auf unsere eigene kleine Wohnung, die wir geringfügig nach unserem Geschmack umgestalten dürfen. Doch wirklich nur geringfügig, denn pro Möbelabschnitt stehen uns nur zwei Objekte zur Verfügung. Ein wenig größer ist da die Auswahl im Kleiderschrank. Hier ist das Sortiment dermaßen ergiebig, dass man wirklich etwas Zeit daran verlieren kann sich verschiedene Outfits zusammen zu stellen oder eben damit zu experimentieren. Beim Make-Up sind wir wieder etwas knauserig, aber als Kerl bin ich schon froh, dass ich nur auswählen musste was sie auftragen soll und unser Charakter den Rest dann übernahm.

Abgesehen von diesen drei Punkten gibt es noch das Fashion-Viertel, welcher jedoch eine Internetverbindung bedarf. Diese wollte anfangs nicht so Recht wie ich wollte, beim zweiten Anlauf klappte es dann aber. Da jegliche Erklärung fehlte, füllte ich mich ein wenig verloren. Könnte aber auch daran liegen, dass ich mit einer digitalen Einkaufstour wenig anfangen konnte und daher die Demo nach nicht einmal einer halben Stunde jeglichen Reiz für mich verlor. Wieso man hier seine 30 Start-Anwendungen komplett verbraten sollte, kann ich mir nicht erklären. Ein Drittel davon hätte vermutlich auch vollkommen gereicht. Oder?

Abschließend will ich noch anmerken, dass sich beide Demos komplett mit dem Touchscreen spielen und diese Erste mit über 3000 Speicherblöcken überraschend groß war, was ich ehrlich gesagt nicht erwartet hatte. So etwas kann ich bei einem Titel wie „Monster Hunter 3 Ultimate“ verstehen, aber bei „New Style Boutique: Shopping Experience“?!

New Style Boutique: Fashion-Contest
Die zweite Demo legt einen anderen Fokus. Oder anders ausgedrückt: Es wir ein anderer wichtiger Teil der Vollversion uns präsentiert. Die Fashion-Contests! (Wer hätte dies bei dem Demotitel erwarten können?)

Ich war überrascht. Grafisch ist es sicherlich noch weit von den bombastischen Titeln des Handhelds entfernt, aber schon besser als die andere Demo. Es ist nicht mehr so extrem pixelig wie zuvor, so dass sogar der 3D-Effekt (gerade beim Catwalk der Models) ein Blick wert ist. Auch musikalisch nimmt es rockigere Züge an, die ebenfalls zur Wettbewerbsatmosphäre sehr passend gewählt sind. Also meinem Empfinden nach, doch ich bin eh ein Freund rockigere Klänge.

Wir wählen also aus vier Modeln eine die uns anspricht und hilfreich sein könnte das vorgegebene Thema zu erfüllen. Danach muss das Outfit, die Frisur und das Make-Up angepasst werden. Zum Glück bietet das Outfitmenü wieder eine reichliche Auswahl, wobei man ja leider sagen muss, dass das Spiel einem quasi vorgibt mit welcher Marke man die besten Chancen hätte. Bei der Frisur schrumpft bereits die Anzahl an Möglichkeiten, doch durch die Anpassung der Haare und dem Setzen von Akzenten existiert doch noch etwas Spielraum. Dank an die Kleinigkeiten mit großer Wirkung. Die geringste Auswahl wird uns beim Make-Up geboten, denn hier existieren fünf fertige Sets aus denen wir wählen dürfen. Dennoch bin ich hier wieder als Mann froh, dass die Visagistin das Auftragen übernimmt.

Der schlimmste Teil erwartet uns jedoch im Anschluss: der Moderator.

Ich mein, dieser klischeebehaftete Sprachstil, bei dem zwar deutsch gesprochen wird, aber immer kurze englische Sätze eingeschoben werden, finde ich dermaßen nervig und auf billigcool gemacht, dass ich einfach nur brechen möchte. So etwas war vielleicht vor zwanzig Jahren angesagt, für mich heutzutage eher ein Armutszeugnis. Aber auch hier muss man überlegen, ob ich nicht einfach die falsche Zielgruppe bin… ich armer, armer Tropf…

Aber auch die Models, die wie Storche bei der Jagd herumlaufen, werden leider eher zur Lachnummer. Nach nicht einmal fünfzehn Minuten ist man am Ende angekommen, als Sieger des ersten Contests. Also ich war zumindest Sieger. Erneut stelle ich mir dabei die Frage, ob dieser Inhalt 30 Start-Anwendungen rechtfertigt. Hier bin ich sogar der Meinung, dass die geizigen drei Stück mehr als ausreichend gewesen wären.

Nun bin ich aber nicht weiblich und mein Blick auch eher von Spott, Ironie und einem Hauch Sarkasmus geprägt. Vielleicht sogar Arroganz? Immerhin könnte das Spiel in der eigentlichen Zielgruppe ein richtiger Hit sein, wer bin ich also mir eine Meinung darüber urteilen zu dürfen?

Ohne Spott, Ironie, Sarkasmus oder Arroganz sei euch ein schöner Tag gewünscht und cheerio!
Euer King Sirus

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