Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und man muss zu Beginn direkt
einlenken, dass die Idee zur Handlung des kommenden Spiels nicht unbedingt neu
ist. Vielmehr glaube ich, dass es sogar einen innerlichen Traum vieler moderner
Menschen ist. Damit ist die Idee sogar nicht einmal einfallsreich, da sie eben
nichts Weiteres als eine einfache Gedankenspielerei vieler Menschen darstellt.
„Was wäre, wenn ich in eine andere Welt eintauchen
könnte? Zum Beispiel eine voller Monster und Mysterien?“
Geprägt von Helden und damit Heldentum. Umgeben von Magie
und Mächten jenseits unserer Vorstellungskraft. „Final Fantasy Tactics Advance“
greift diesen Gedanken auf, um uns anschließend eine Antwort in Form eines
Spiels darzubieten.
Geprägt von typischen Elementen des „Final Fantasy“-Universums,
tauchen auch seltsame Rassen, Mogrys, Beschwörungen und bekannte
Zauberstaffelungen à la Feuer, Feura, Feuga auf.
Erstaunlich ist aber wohl eher, dass diese Thematik so
lange brauchte, bis sie auch einmal in der Welt der Spiele umgesetzt wurde.
Denn in Büchern ist sie ja praktisch schon Gang und Gebe. Vermutlich auch schon
tausendfach im Genre des Fantasy breit getreten, doch nun kam auch endlich eine
Umsetzung für den Handheld.
Man kann sich also denken wie ich aus dem Häuschen war,
als ich von der Story von „Final Fantasy Tactics Advance“ erfuhr.
Wieder einmal schnappte sich SquareEnix die Pionierflagge
und schickten einen einfachen Jungen mitsamt einiger Freunde in die Welt
Ivalice (nebenbei bemerkt auch Schauplatz des „Final Fantasy XII“ Teils). Dabei
gab es sogar ein wenig Schleichwerbung, doch um diese erwähnen zu dürfen bedarf
es dem hier:
SPOILERALARM!!!
Denn die Welt in die unsere vier jungen Helden Marche,
Doned, Ritz und Mewt geraten, ist nichts anderes als eine Traumwelt von Mewt,
geformt nach dem Vorbild eines „Final Fantasy“-Spiels.
SPOILERALARM WIEDER
AUS!!!
Was auch einen gewissen Charme hatte – ohne gleich mit
der Moralkeule um die Ecke zu kommen –, waren die verschiedenen Ansichten zu
dieser Reise. Diese wurden in Form der verschiedenen Freunde unseres
Protagonisten repräsentiert, die alle keinen Grund darin sahen zurück in die
Realität zu gehen, da sie allein der Traumwelt ein besseres Leben zu haben
schienen. Doned, der Bruder unseres Helden, ist beispielsweise nicht mehr an
seinen Rollstuhl gefesselt.
Alle haben dabei Ansichten, welche man nachvollziehen
kann. Sie sind verständlich und bisweilen auch sehr tiefgründig. Unsere moderne
Realität bietet keinen Platz mehr für wahre Abenteuer und Entdeckungsreisen,
was der Grund ist warum die fantastischen Welten nicht nur für die vier
Spielfiguren verdammt interessant sind. Dabei ist dies für keinen von ihnen der
Hauptgrund ist in Ivalice zu bleiben!
Zwischen den storyvorantreibenden Missionen darf der
Spieler die Welt erforschen. Aber nicht nur das. Wir als Spieler dürfen sogar in
einem gewissen Rahmen diese Welt auch selbst gestalten, dreihundert stolze
Missionen absolvieren und unseren eigenen Clan entwickeln, sowie Mitglieder
annehmen oder abweisen und ihnen neue Skills beibringen. Diese Mitglieder
brauchen wir auch, um die vielen Missionen auch schaffen zu können und unseren
Clan zu Ruhm und Ehre zu bringen.
Anders ausgedrückt: Den Spieler erwartet ein riesiges
Pensum an Möglichkeiten!
Ich selbst habe locker meine 350 Stunden mit dem Spiel
verbracht. Nicht nur weil mich das taktische Kampfsystem gepackt hatte (welches
ich diesmal irgendwie so gar nicht anspreche, muss ich feststellen xD), sondern
auch der Ehrgeiz sämtliche Missionen zu absolvieren und alle versteckten
Charaktere zu finden.
Ich glaube das letzte Spiel in das ich so viel Zeit
gesteckt habe, waren vor langer, langer Zeit die ersten beiden „Pokémon“-Spiele
Rot und Blau investiert. Für mich ist jedenfalls „Final Fantasy Tactics Advance“
spielerisch wie auch storytechnisch ein verdammt gutes Spiel.
Das Kampfsystem (ja kommt, ich greif es doch noch kurz
auf) ist einfach typisch im Bereich der Taktikspiele die zu der Zeit rauskamen,
beispielsweise „Disgaea“ oder „Fire Emblem“. Bei „Final Fantasy Tactics Advance“
läuft es auf einem Raster in isometrischer Perspektive ab, jedoch ohne
klischeehaftes Schere-Stein-Papier Prinzip, sondern eher mit dem klassischen
Job-System. Da es damit aber auch wirklich austauschhaft ist, werde ich nicht
weiter drauf eingehen.
Also habt ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus
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