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Donnerstag, 28. November 2013

Öffne das Buch und tauche in die Seiten hinein

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und man muss zu Beginn direkt einlenken, dass die Idee zur Handlung des kommenden Spiels nicht unbedingt neu ist. Vielmehr glaube ich, dass es sogar einen innerlichen Traum vieler moderner Menschen ist. Damit ist die Idee sogar nicht einmal einfallsreich, da sie eben nichts Weiteres als eine einfache Gedankenspielerei vieler Menschen darstellt.

„Was wäre, wenn ich in eine andere Welt eintauchen könnte? Zum Beispiel eine voller Monster und Mysterien?“
Geprägt von Helden und damit Heldentum. Umgeben von Magie und Mächten jenseits unserer Vorstellungskraft. „Final Fantasy Tactics Advance“ greift diesen Gedanken auf, um uns anschließend eine Antwort in Form eines Spiels darzubieten.

Geprägt von typischen Elementen des „Final Fantasy“-Universums, tauchen auch seltsame Rassen, Mogrys, Beschwörungen und bekannte Zauberstaffelungen à la Feuer, Feura, Feuga auf.

Erstaunlich ist aber wohl eher, dass diese Thematik so lange brauchte, bis sie auch einmal in der Welt der Spiele umgesetzt wurde. Denn in Büchern ist sie ja praktisch schon Gang und Gebe. Vermutlich auch schon tausendfach im Genre des Fantasy breit getreten, doch nun kam auch endlich eine Umsetzung für den Handheld.
Man kann sich also denken wie ich aus dem Häuschen war, als ich von der Story von „Final Fantasy Tactics Advance“ erfuhr.

Wieder einmal schnappte sich SquareEnix die Pionierflagge und schickten einen einfachen Jungen mitsamt einiger Freunde in die Welt Ivalice (nebenbei bemerkt auch Schauplatz des „Final Fantasy XII“ Teils). Dabei gab es sogar ein wenig Schleichwerbung, doch um diese erwähnen zu dürfen bedarf es dem hier:

SPOILERALARM!!!
Denn die Welt in die unsere vier jungen Helden Marche, Doned, Ritz und Mewt geraten, ist nichts anderes als eine Traumwelt von Mewt, geformt nach dem Vorbild eines „Final Fantasy“-Spiels.
SPOILERALARM WIEDER AUS!!!

Was auch einen gewissen Charme hatte – ohne gleich mit der Moralkeule um die Ecke zu kommen –, waren die verschiedenen Ansichten zu dieser Reise. Diese wurden in Form der verschiedenen Freunde unseres Protagonisten repräsentiert, die alle keinen Grund darin sahen zurück in die Realität zu gehen, da sie allein der Traumwelt ein besseres Leben zu haben schienen. Doned, der Bruder unseres Helden, ist beispielsweise nicht mehr an seinen Rollstuhl gefesselt.

Alle haben dabei Ansichten, welche man nachvollziehen kann. Sie sind verständlich und bisweilen auch sehr tiefgründig. Unsere moderne Realität bietet keinen Platz mehr für wahre Abenteuer und Entdeckungsreisen, was der Grund ist warum die fantastischen Welten nicht nur für die vier Spielfiguren verdammt interessant sind. Dabei ist dies für keinen von ihnen der Hauptgrund ist in Ivalice zu bleiben!

Zwischen den storyvorantreibenden Missionen darf der Spieler die Welt erforschen. Aber nicht nur das. Wir als Spieler dürfen sogar in einem gewissen Rahmen diese Welt auch selbst gestalten, dreihundert stolze Missionen absolvieren und unseren eigenen Clan entwickeln, sowie Mitglieder annehmen oder abweisen und ihnen neue Skills beibringen. Diese Mitglieder brauchen wir auch, um die vielen Missionen auch schaffen zu können und unseren Clan zu Ruhm und Ehre zu bringen.

Anders ausgedrückt: Den Spieler erwartet ein riesiges Pensum an Möglichkeiten!
Ich selbst habe locker meine 350 Stunden mit dem Spiel verbracht. Nicht nur weil mich das taktische Kampfsystem gepackt hatte (welches ich diesmal irgendwie so gar nicht anspreche, muss ich feststellen xD), sondern auch der Ehrgeiz sämtliche Missionen zu absolvieren und alle versteckten Charaktere zu finden.

Ich glaube das letzte Spiel in das ich so viel Zeit gesteckt habe, waren vor langer, langer Zeit die ersten beiden „Pokémon“-Spiele Rot und Blau investiert. Für mich ist jedenfalls „Final Fantasy Tactics Advance“ spielerisch wie auch storytechnisch ein verdammt gutes Spiel.

Das Kampfsystem (ja kommt, ich greif es doch noch kurz auf) ist einfach typisch im Bereich der Taktikspiele die zu der Zeit rauskamen, beispielsweise „Disgaea“ oder „Fire Emblem“. Bei „Final Fantasy Tactics Advance“ läuft es auf einem Raster in isometrischer Perspektive ab, jedoch ohne klischeehaftes Schere-Stein-Papier Prinzip, sondern eher mit dem klassischen Job-System. Da es damit aber auch wirklich austauschhaft ist, werde ich nicht weiter drauf eingehen.

Also habt ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

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