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Dienstag, 12. November 2013

Folge Sin nach Spira

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und nachdem wir viel auf dem SNES unterwegs und irgendwie auch ansonsten sehr nintendolastig waren, wenden wir uns diesmal einfach der großen Konkurrenz zu. Und so finden wir uns nicht nur auf Sonys PlayStation 2 wieder, sondern auch in einer völlig anderen Welt wieder. Dank Fremdenführer Sin!

Warum aber entscheidet sich euer König der Spiele ausgerechnet für „Final Fantasy X“ und nicht für den ersten Teil mit dem er in die schon legendäre Saga einstieg (dies war Teil VIII im Übrigen) oder den von den meisten Fans abgöttisch geliebten Teil VII?

Ganz einfach, weil „Final Fantasy X“ eben auch ein erstes Spiel war. Zwar nicht mein erster Final Fantasy überhaupt, aber mein erster Final Fantasy auf der PS2 und auch mein erstes Spiel was ich generell auf der damals bereits ihrem Ende entgegenfiebernden Konsolengeneration spielte. Irgendwie hab ich mir fast immer die Konsolen kurz vor ihrem Ende geholt und musste dann immer alles nachholen… ob ich was falsch mache?

Meine PlayStation 2 war zwar aus zweiter Hand – aber es lag sogar noch die Originalverpackung bei samt dem Bundlegame „Prince of Persia – Sands of Time“, welches ich jedoch nie angespielt habe –, aber ich hatte noch viele hunderte Stunden intensiven Spielspaßes auf ihr. Ach ja, die alten Zeiten ;D

Und was die anderen beiden Juwelen aus der riesigen Welt des Final Fantasy Spieleangebots angeht: Natürlich werde ich ihnen auch noch Beiträge widmen, aber eben zu einem späteren Zeitpunkt *g*

So, genug vom eigentlichen Thema abgeschweift und damit den Text ausreichend in die Länge gezogen *g*
Die Frage ist wie man dieses Spiel am Besten bewertet. Das ist nämlich durchaus eine legitime und schwierige Frage, denn „Final Fantasy X“ hat mit vielen alten Gegebenheiten und Traditionen gebrochen. Generell muss man sich eingestehen, dass mit diesem Teil ein Umdenken begann bei der damals noch als SquareSoft bekannten Spieleschmiede.

Dieses Umdenken macht es letztendlich so schwer, denn ein klares Gegenüberstellen mit alten Titeln, um einen Vergleich herzuleiten, ist hier einfach nicht möglich. So ist ein gutes Beispiel für den Umschwung beim Denken das veränderte Level-System. Zwar besitzt jeder Charakter mehr oder weniger noch immer so etwas wie ein „Level“, doch ein „aufleveln“ mit festen Wertverbesserungen ist leider doch passé. Es gibt sogar gar keine Verbesserung der Werte mehr, aber das ist auch nicht wild. Denn nun darf man selbst die Entwicklung der Helden in die Hände nehmen. Auf dem neuartigen Sphärobrett muss man dann nämlich seine „Levelpunkte“ reinstecken und den Pfad der Entwicklung somit vorgeben.

Wobei so ganz ist das ja auch nicht alles richtig und bevor einer meckert, will ich natürlich das Ganze mal fix richtig stellen. Genau genommen aktiviert man nämlich mit einer Sphäre – daher der Name des Brettes, wer hätte es gedacht ;D – beispielsweise einen „HP+200“ Punkt oder es wird einfach eine neue Ability freigeschaltet. Die Punkte vom Level-Up dienen eher nur dazu, um sich auf den Linien des Sphärobretts fortzubewegen. Auf diese Weise erreicht man dann weitere inaktive Sphärenbereiche.
Das Alles klingt letztendlich viel komplizierter, als es in Wahrheit dann aber auch ist.

Eine weitere Erneuerung – oder vielmehr ein weiterer Verlust – ist der Wegfall der Oberweltkarte gewesen. Eine Änderung, die – soweit ich das eben aus meiner Erfahrung in meinem Freundeskreis und beschränkter Sicht der Dinge durch beispielsweise Foren – damals alles andere als wohlwollend aufgenommen wurde. Ich persönlich war auch kein Freund davon, denn auf der Oberweltkarte gab es immer viele Dinge zu entdecken und die statischen Bildschirmabschnitte waren dagegen total uneinsichtig. Hinzu kommt noch, dass ich das Gefühl hatte das die Welt Spiras auf einen mikrokosmosartigen Raum zusammenschrumpfte. Also eine große erkundbare Welt ist das nicht mehr wirklich, eher eine Einengung der Spielfreude.
Der versuchte Ausgleich im Bereich der Welterforschung per Luftschiff und Koordinateneingabe ist doch wohl eher ein Witz gewesen, oder?

„Final Fantasy X“ war auch das erste Spiel, was damit begann am Kampfsystem rumzuspielen. Spätere Titel folgten auf ihre Weise diesem Beispiel. Um mal mit Fachbegriffen total fachkundig angebend um mich zu schmeißen: Das alte „Active Time Battle“ (kurz ATB) System, wich dem neueren „Conditional Turn-based Battle“ (kurz CTB) System.
Ein Wechsel zu dem es wohl keine klare Meinung gibt und geben kann. Ich selbst hab ja auch keine!

Einerseits wird damit den Kämpfen die teilweise, früher vorherrschende Hektik genommen, weil man nun in aller Ruhe die nächsten Züge planen kann. Man könnte sogar fast sagen, dass Taktik Einzug in dieses Rollenspiel einfand, vor allem da man ja sehen konnte zu welchem Zeitpunkt der Boss wieder dreimal hintereinander zuschlagen durfte. Auch durch das Austauschen der am Kampf teilnehmenden Helden zu jedem Zeitpunkt, gewann das Spiel strategischen Touch. Das sind durchaus alles Punkte die mir sehr gefallen hatten und Spaß machten.
Andererseits fällt damit aber auch die actionreiche Dynamik der Ruhe zum Opfer, denn diese konnte nur durch die Hektik existieren. Und auch die Schwierigkeit schien ein wenig an Schwere zu verlieren.

Wo wir gerade bei Kämpfen sind:
Statt den üblichen „Weapon“, werden wir mit einer neuen Art der schwierigsten Gegner im Spiel konfrontiert. Während wir von einer Truppe schwarzer Bestias in den Wahnsinn getrieben werden, können gänzlich großenwahnsinnige Spieler sich vom „Richter“ den Arsch aufreißen lassen.

Aber jetzt überspringe ich hier eigentlich den wichtigsten Teil die ganze Zeit, der doch eigentlich als Erstes immer angesprochen werden sollte.  Natürlich müssen wir doch auch etwas Augenmerk auf die Handlung des Spieles richten.
Ich persönlich habe bis heute noch nicht den Vorgängerteil gespielt (aber inzwischen wenigstens in meinem Besitz :D), aber auch hier habe ich gerade durch mein Umfeld und in Foren den Eindruck gewonnen, dass dieser storytechnisch eher ein Flopp war. In diesem Punkt hatte also „Final Fantasy X“ wieder etwas gut zu machen.
Da ich die Handlung der beiden Spiele aber eben nicht direkt beurteilen kann, sondern eben nur von einem der Beiden, sag ich zu Teil X nur eines: Sie ist schon geil *g*

Mit ganz viel Schmalz und Herzschmerz erobert der Teil vermutlich besonders effektiv die Herzen aller Zockerweiber im Sturme und steigert dies in einer Fortsetzung auch noch – den besitze ich natürlich wie so oft, aber habe ihn halt noch nicht gespielt *seufz*
Selbst diese Fortsetzung war, um noch einmal ein Rad zum Punkt des Umdenkens zu schlagen, etwas zuvor nie Dagewesenes.

Jedenfalls: Ich persönlich mochte die Handlung. Sie war trotz aller Verstrickungen sehr schön logisch und durchdacht. Sie brachte auch einige neue Elemente und Ansätze rein, die so in vorherigen Teilen noch nie vorgekommen waren. Als Beispiel ließe sich hier das Verhältnis zwischen Tidus und seinem Vater erwähnen.

Das was mich an ihr als einziges wirklich stört, ist das sie nicht durchgehend bleibt und so einige Hängerchen entstehen. Im Gesamtpaket bleibt aber ein Spiel, welches auch für Nicht-Fans der Reihe einen Garant auf Spielspaß darstellt.

Oh und bevor ich es vergesse! „Final Fantasy X“ hat auch etwas zu bieten, dass definitiv mal eine eigene Spielumsetzung verdient hätte mit ein wenig mehr Inhalt als es hier der Fall war. Das geilste Minispiel nach Triple Triad. Die Rede ist natürlich von BLITZBALL!
Gott, ich bin süchtig nach diesem Spiel. Es ist einfach nur geil *g*

Habt noch ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

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