Hidiho meine
Lieben,
ich bin euer King
Sirus und nachdem wir viel auf dem SNES unterwegs und irgendwie auch ansonsten
sehr nintendolastig waren, wenden wir uns diesmal einfach der großen Konkurrenz
zu. Und so finden wir uns nicht nur auf Sonys PlayStation 2 wieder, sondern
auch in einer völlig anderen Welt wieder. Dank Fremdenführer Sin!
Warum aber entscheidet sich euer König der Spiele
ausgerechnet für „Final Fantasy X“ und nicht für den ersten Teil mit dem er in
die schon legendäre Saga einstieg (dies war Teil VIII im Übrigen) oder den von
den meisten Fans abgöttisch geliebten Teil VII?
Ganz einfach, weil „Final Fantasy X“ eben auch ein erstes Spiel war. Zwar nicht mein
erster Final Fantasy überhaupt, aber mein erster Final Fantasy auf der PS2 und
auch mein erstes Spiel was ich generell auf der damals bereits ihrem Ende
entgegenfiebernden Konsolengeneration spielte. Irgendwie hab ich mir fast immer
die Konsolen kurz vor ihrem Ende geholt und musste dann immer alles nachholen…
ob ich was falsch mache?
Meine PlayStation 2 war zwar aus zweiter Hand – aber es lag
sogar noch die Originalverpackung bei samt dem Bundlegame „Prince of Persia –
Sands of Time“, welches ich jedoch nie angespielt habe –, aber ich hatte noch
viele hunderte Stunden intensiven Spielspaßes auf ihr. Ach ja, die alten Zeiten
;D
Und was die anderen beiden Juwelen aus der riesigen Welt des
Final Fantasy Spieleangebots angeht: Natürlich werde ich ihnen auch noch
Beiträge widmen, aber eben zu einem späteren Zeitpunkt *g*
So, genug vom eigentlichen Thema abgeschweift und damit den
Text ausreichend in die Länge gezogen *g*
Die Frage ist wie man dieses Spiel am Besten bewertet. Das
ist nämlich durchaus eine legitime und schwierige Frage, denn „Final Fantasy X“
hat mit vielen alten Gegebenheiten und Traditionen gebrochen. Generell muss man
sich eingestehen, dass mit diesem Teil ein Umdenken begann bei der damals noch
als SquareSoft bekannten Spieleschmiede.
Dieses Umdenken macht es letztendlich so schwer, denn ein
klares Gegenüberstellen mit alten Titeln, um einen Vergleich herzuleiten, ist
hier einfach nicht möglich. So ist ein gutes Beispiel für den Umschwung beim
Denken das veränderte Level-System. Zwar besitzt jeder Charakter mehr oder
weniger noch immer so etwas wie ein „Level“, doch ein „aufleveln“ mit festen
Wertverbesserungen ist leider doch passé. Es gibt sogar gar keine Verbesserung
der Werte mehr, aber das ist auch nicht wild. Denn nun darf man selbst die
Entwicklung der Helden in die Hände nehmen. Auf dem neuartigen Sphärobrett muss
man dann nämlich seine „Levelpunkte“ reinstecken und den Pfad der Entwicklung
somit vorgeben.
Wobei so ganz ist das ja auch nicht alles richtig und bevor
einer meckert, will ich natürlich das Ganze mal fix richtig stellen. Genau genommen
aktiviert man nämlich mit einer Sphäre – daher der Name des Brettes, wer hätte
es gedacht ;D – beispielsweise einen „HP+200“ Punkt oder es wird einfach eine
neue Ability freigeschaltet. Die Punkte vom Level-Up dienen eher nur dazu, um
sich auf den Linien des Sphärobretts fortzubewegen. Auf diese Weise erreicht
man dann weitere inaktive Sphärenbereiche.
Das Alles klingt letztendlich viel komplizierter, als es in
Wahrheit dann aber auch ist.
Eine weitere Erneuerung – oder vielmehr ein weiterer Verlust
– ist der Wegfall der Oberweltkarte gewesen. Eine Änderung, die – soweit ich
das eben aus meiner Erfahrung in meinem Freundeskreis und beschränkter Sicht
der Dinge durch beispielsweise Foren – damals alles andere als wohlwollend
aufgenommen wurde. Ich persönlich war auch kein Freund davon, denn auf der
Oberweltkarte gab es immer viele Dinge zu entdecken und die statischen
Bildschirmabschnitte waren dagegen total uneinsichtig. Hinzu kommt noch, dass
ich das Gefühl hatte das die Welt Spiras auf einen mikrokosmosartigen Raum
zusammenschrumpfte. Also eine große erkundbare Welt ist das nicht mehr
wirklich, eher eine Einengung der Spielfreude.
Der versuchte Ausgleich im Bereich der Welterforschung per
Luftschiff und Koordinateneingabe ist doch wohl eher ein Witz gewesen, oder?
„Final Fantasy X“ war auch das erste Spiel, was damit begann
am Kampfsystem rumzuspielen. Spätere Titel folgten auf ihre Weise diesem
Beispiel. Um mal mit Fachbegriffen total fachkundig angebend um mich zu
schmeißen: Das alte „Active Time Battle“ (kurz ATB) System, wich dem neueren „Conditional
Turn-based Battle“ (kurz CTB) System.
Ein Wechsel zu dem es wohl keine klare Meinung gibt und
geben kann. Ich selbst hab ja auch keine!
Einerseits wird damit den Kämpfen die teilweise, früher vorherrschende
Hektik genommen, weil man nun in aller Ruhe die nächsten Züge planen kann. Man
könnte sogar fast sagen, dass Taktik Einzug in dieses Rollenspiel einfand, vor
allem da man ja sehen konnte zu welchem Zeitpunkt der Boss wieder dreimal
hintereinander zuschlagen durfte. Auch durch das Austauschen der am Kampf teilnehmenden
Helden zu jedem Zeitpunkt, gewann das Spiel strategischen Touch. Das sind
durchaus alles Punkte die mir sehr gefallen hatten und Spaß machten.
Andererseits fällt damit aber auch die actionreiche Dynamik
der Ruhe zum Opfer, denn diese konnte nur durch die Hektik existieren. Und auch
die Schwierigkeit schien ein wenig an Schwere zu verlieren.
Wo wir gerade bei Kämpfen sind:
Statt den üblichen „Weapon“, werden wir mit einer neuen Art
der schwierigsten Gegner im Spiel konfrontiert. Während wir von einer Truppe
schwarzer Bestias in den Wahnsinn getrieben werden, können gänzlich
großenwahnsinnige Spieler sich vom „Richter“ den Arsch aufreißen lassen.
Aber jetzt überspringe ich hier eigentlich den wichtigsten Teil die ganze
Zeit, der doch eigentlich als Erstes immer angesprochen werden sollte. Natürlich müssen wir doch auch etwas
Augenmerk auf die Handlung des Spieles richten.
Ich persönlich habe bis heute noch nicht den Vorgängerteil gespielt (aber
inzwischen wenigstens in meinem Besitz :D), aber auch hier habe ich gerade
durch mein Umfeld und in Foren den Eindruck gewonnen, dass dieser storytechnisch
eher ein Flopp war. In diesem Punkt hatte also „Final Fantasy X“ wieder etwas
gut zu machen.
Da ich die Handlung der beiden Spiele aber eben nicht direkt beurteilen
kann, sondern eben nur von einem der Beiden, sag ich zu Teil X nur eines: Sie
ist schon geil *g*
Mit ganz viel Schmalz und Herzschmerz erobert der Teil vermutlich besonders
effektiv die Herzen aller Zockerweiber im Sturme und steigert dies in einer Fortsetzung
auch noch – den besitze ich natürlich wie so oft, aber habe ihn halt noch nicht
gespielt *seufz*
Selbst diese Fortsetzung war, um noch einmal ein Rad zum Punkt des
Umdenkens zu schlagen, etwas zuvor nie Dagewesenes.
Jedenfalls: Ich persönlich mochte die Handlung. Sie war trotz aller
Verstrickungen sehr schön logisch und durchdacht. Sie brachte auch einige neue
Elemente und Ansätze rein, die so in vorherigen Teilen noch nie vorgekommen
waren. Als Beispiel ließe sich hier das Verhältnis zwischen Tidus und seinem
Vater erwähnen.
Das was mich an ihr als einziges wirklich stört, ist das sie nicht
durchgehend bleibt und so einige Hängerchen entstehen. Im Gesamtpaket bleibt
aber ein Spiel, welches auch für Nicht-Fans der Reihe einen Garant auf
Spielspaß darstellt.
Oh und bevor ich es vergesse! „Final Fantasy X“ hat auch etwas zu bieten,
dass definitiv mal eine eigene Spielumsetzung verdient hätte mit ein wenig mehr
Inhalt als es hier der Fall war. Das geilste Minispiel nach Triple Triad. Die
Rede ist natürlich von BLITZBALL!
Gott, ich bin süchtig nach diesem Spiel. Es ist einfach nur geil *g*
Habt noch ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus
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