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Dienstag, 22. April 2014

Eine Odyssey, ein Baum in der Ferne und eine Titanenlegende? [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und heute will ich endlich mal eine Demo aufgreifen zu einem der größeren Spiele. Aber auf „Mickey Epic“ und „Monster Hunter“ müsst ihr noch ein wenig warten, stattdessen beginne ich mit „Etrian Odyssey IV – Legend of the Titan“.

„Etrian Odyssey“ ist eine Reihe die mich total überraschte, aber sofort überzeugte. Wieso total überraschte? Nun, weil ich First-Person Rollenspiele eher vom PC gewohnt war. Außerdem war ich damals noch der Überzeugung, dass sie eher Zeugen alter Zeiten waren, wo noch keine grafischen Höchstleistungen zu erwarten waren.

Oh Gott, dass sage ausgerechnet ich, der eigentlich Grafik immer in die zweite Reihe stellt.

Dem alten Stil bleibt auch der vierte Teil der Reihe treu und die Macher erlauben uns einen Blick ins Spiel zu werfen. Allerdings tatsächlich nur mickrige 3 Start-Anwendungen lang. Klingt ziemlich wenig und ist es auch irgendwie… weil es viel zu süchtig macht!

Mit einem kurzen Intro, werden wir in die Welt des Spiels eingeführt, wo wir auch erfahren warum wir als wackerer Held uns auf gefährliche Missionen begeben sollten. Es dreht sich alles um den Yggdrasil Baum, der – obwohl er sehr weit entfernt liegt – am Horizont für die Bewohner von Tharsis ersichtlich ist, jedoch ein großes Geheimnis darstellt, da noch Niemand zu ihm gelangte und seine Geheimnisse erkundete.

Dies soll sich nun ändern und so versuchen viele Abenteuerer Ruhm und Ehre in der Erfüllung dieser Aufgabe zu suchen. Auch wir und dafür müssen wir uns erst einmal einen Namen machen.

Die Demo macht uns recht schnell klar, dass wir den Anfang des Spiels vor uns haben und nur bis zu einem gewissen Punkt kommen werden (so wird uns beispielsweise vom ersten NPC überhaupt gesagt, dass wir in der Demo maximal Level 10 erreichen können). Gerade deshalb vermute ich aber, dass man den Speicher der Demo auch in die Vollversion wird übertragen können.

Ich muss auch gestehen, dass ich vom Umfang der Demo überrascht war. Ich habe mich gut über eine Stunde hineingestürzt bisher – für mehr war leider noch keine Zeit – und kann daher nur basierend darauf meine Meinung kundtun, habe in der Zeit aber noch nicht einmal den ersten Dungeon samt erster Mission geschafft. Vermutlich wird aber auch nur das der Umfang der Demo sein.

Diese Stunde hat mir aber wie schon angedeutet viel Information über das Spiel beschert. So konnte ich mir beispielsweise die schönen, stimmungsvollen und atmosphärischen Stücke des Soundtracks zu Gemüte führen, die mich überzeugten. Die Japaner haben für Musik einfach ein Händchen – gerade im Rollenspielbereich – und so lässt man die Finger ganz weit weg vom Lautstärkeregler. So etwas will man halt nicht verpassen.

Auch den 3D-Effekt des Nintendo 3DS wussten die Jungs von Atlus (also ich werde wirklich noch Fanboy von denen, was die schon alles rausgehauen haben, sagenhaft!) gut zu nutzen. So ähnelt die Grafik einem typisch, asiatischem Animestil, kaum macht man aber den 3D-Effekt an unterteilt sich das Bild quasi in Ebenen. Dadurch kommt die bildschöne Hintergrundszenerie deutlicher ins Blickfeld des Betrachters und die Textbox scheint ein Stück näher an den Spieler heran zu rücken. Die Gesprächspartner bleiben dagegen quasi dazwischen stehen.

Klingt nun nich wirklich nach 3D, ist aber dennoch ein wirklich schöner Blickfang. Vor allem bleiben die Farben echt und grauen nicht aus oder auch die Kanten werden nicht unscharf. Ein häufig zu beobachtendes Problem beim 3D-Effekt.

Zudem bekommt man die Möglichkeit – und das obwohl es eben doch nur eine Demo ist – in den Optionen beispielsweise die Textgeschwindigkeit anzupassen oder auch den Schwierigkeitsgrad auszuwählen. Dinge die für Vollversionen das Normalste auf der Welt sind, in Demos jedoch eher seltener Einzug finden.

Oh und wo wir schon beim Rumfuschen sind. Auch in den Karten der Dungeons darf man sich wieder ausgiebig auslassen. Denn diese zeichnet sich nicht wie von Zauberhand selbst, sondern muss vom Spieler schon eigenständig vervollständigt werden.

Denn sonst hat man nur grobe Züge des Höhlenkomplexes auf dem Touchscreen visualisiert. Erst das eigene Einzeichnen von Wänden, verborgenen Durchgängen oder markieren besonderer Stellen, macht aus dem Ganzen eine richtige Karte, auf die man gerne auch zurückgreift.

Zum Schluss noch etwas zum Partykonzept von „Etrian Odyssey IV – Legend of the Titan“. Man hat nämlich zu Beginn die Wahlmöglichkeit zwischen sieben Klassen – darunter rollenspieltypische wie der Heiler, Tank oder Magier, nur eben mit eigenständigen Namen wie Medic, Fortress oder Runemaster – und ich vermute, dass wohl auch noch geheime, freischaltbare Klassen auf ihre Entdeckung warten.

Hat man sich nun für eine Klasse entschieden, darf man noch zwischen vier verschiedenen Figuren als optisches Aussehen wählen. Zwei Männlein und zwei Weiblein. Abschließend geht es noch zur Namensbestimmung und erfährt dann… dass man ganze 30 CHARAKTERSLOTS zur Verfügung hat?!

Japp, bis zu 30 Helden können eurer Gilde beitreten. Diese könnt ihr in eine Party und drei Squads unterteilen. Dabei sind die Zusammenstellungen stets so aufgebaut, dass es zwar drei Plätze in der Front und drei Plätze hinten als Unterstützung gibt, jedoch nur insgesamt fünf dieser sechs Positionen belegt werden können.

Da muss man sich schon überlegen welche Zusammenstellungen man bevorzugt und von Erfolg gekrönt sein könnten.

Ihr merkt schon, ich bin nicht nur von der Demo, sondern auch von dem Spiel und der Reihe maßlos begeistert. Und vor allem stecken sicherlich auch noch so viele Feinheiten drin, die ich in meiner Stunde noch gar nicht entdeckt habe. So habe ich erst kurz vorm Ende meiner Spielzeit herausgefunden, wie ich Skillpunkte verteilen kann und dabei entdeckt, dass jede Klasse einen individuellen Skilltree aufweist, der nicht nur Möglichkeiten für verschiedene Builds bietet, sondern auch massig Chancen zum Verskillen.

Vielleicht mache ich noch einmal einen Nachtrag, wenn ich die Demo durch habe. Jetzt aber… will ich weitersuchten!

Somit euch noch ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

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