Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und
diesmal werde ich euch nicht drei Demos präsentieren, sondern nur zwei. Dafür
aber diese im direkten Vergleich, da sie mehr oder weniger denselben
Kinderwunsch digital bedienen: Haustiere!
„I love my pets“ und
„Nintendogs + cats“ beschäftigen sich beide mit Hunden und Katzen, den
klassischen Wunschhaustieren vieler tierliebender Kinder. Doch was haben die
einzelnen Spiele zu bieten? Gibt es einen Sieger in diesem „Duell“ – möchte ich
fast sagen – oder kann man die Spiele am Ende doch gar nicht vergleichen?!
Fangen wir quasi mit dem
Nachmacher an:
I love my pets
Gerade einmal 5 Start-Anwendungen
gibt euch das Spiel, um herauszufinden ob es euch interessiert oder nicht. So
traurig es klingt, dass man so sparsam euch die Demo präsentiert, so
ausreichend ist es aber auch gleichzeitig.
Ist die Frage, ob dies nicht
vielleicht sogar die traurigere Erkenntnis ist.
Man hat die Wahl zwischen dem
Hund Bohne und der Katze Molly. Das ausgewählte Tier sitzt brav vor euch und
wartet, was ihr mit ihm oder ihr vorhabt. Der andere animalische Gefährte tobt
derweil im Hintergrund durch die Wohnung.
Was die Demo leider nicht
beantwortet, vom Titel aber durchaus ein wenig suggeriert wird: Gibt es in der
Vollversion noch andere Haustiere?!
Trotz meiner versuchten
Recherche konnte ich die Frage nicht eindeutig klären, es scheint sich aber
doch allein mit Hunden und Katzen zu beschäftigen.
Na ja, wobei beschäftigen
relativ ist. Anders als beim großen Konkurrenten kümmert ihr euch nicht
wirklich um euer Haustier, sondern habt eine Auswahl von zwölf… sagen wir mal
„Minispielen“. Davon sind lediglich fünf in der Demo freigeschaltet zum
ausgiebigen austesten. Hierbei gleichen sich vier der Spiele bei Hund und
Katze, lediglich eines ist je nach Tier unterschiedlich.
Der Punkt ausgiebig austesten
ist im Übrigen auch nur relativ. Denn fast bei allen Minispielen habe ich im
Erstversuch die vollen drei Sterne abkassiert und viel mehr gibt es dann nicht
zu holen. Ein Highscore existiert auch nicht, so dass zudem keine
Langzeitmotivations aufkommt – geschweige denn der Wunsch ein Minispiel öfter
als einmal anzuspielen.
Die Musik ist hier mitunter
einer der positivsten Aspekte des Spiels. Sehr stimmungsvoll und irgendwie auch
witzig, dudelte es im Hintergrund umher, während ich Minispiel für Minispiel
ausprobierte. Leider kann die Grafik da nicht so gut mithalten. Denn kaum macht
man den 3D-Effekt des Nintendo 3DS an, sieht man ein unscharfes, unschönes
Bild. Ohne ist hier definitiv besser.
Der Versuch etwas vom
Haustierspielekuchen abgreifen zu wollen, ist in den Ansätzen ja vielleicht
noch ganz OK, aber die Umsetzung nicht einmal ansatzsweise. In meinen Augen ist
der Aspekt, der diese Spiele überhaupt erst spielenswert macht der, dass man
frei mit den Tieren interagieren kann und eine direkte Reaktion erhält. Eine
Freiheit, die einem hier eben versagrt wird.
Nintendogs+Cats
Dieses Spiel bietet immerhin
schon einmal doppelt so viele Start-Anwendungen wie der Vergleichspartner, also
ganze 10. Eher überraschend ist, dass es nicht im Nintendo eShop erhältlich
ist, was inzwischen schon eine außergewöhnliche Sache darstellt.
Was die tierische Wahl angeht,
so sucht man bei „Nintendogs+Cats“ lediglich den Hund aus und kriegt die Katze
quasi als Bonus dazu. Dabei stehen ein Pudel, eine Bulldogge und ein Retriever
zur Auswahl. Ob die Katzen besonderen Rassen angehören weiß ich leider nicht,
jedoch kann ich zumindest ihre Farben nennen. In Reihenfolge der Hunde
handelten es sich um eine Rotgetigerte, eine Graue und eine Graugetigerte.
Bevor ich auf den
spielerischen Inhalt eingehe, möchte ich kurz etwas zur technischen Leistung
sagen. Die Musik selbst ist etwas ruhiger als beim Vergleichskonkurrenten,
dennoch aber sehr angenehm, melodisch und passend. Hier sticht somit keiner den
Anderen aus.
Anders sieht es schon bei der
Grafik aus. Diese ist nämlich wirklich super und es ist unglaublich wie
realistisch die süßen Tiere aussehen. Selbst wenn man den 3D-Effekt anschaltet,
bleibt die Grafik des Spiels gestochen scharf.
Was für mich „Nintendogs+Cats“
aber wirklich perfekt macht, sind die spielerischen Möglichkeiten die ich eben
noch übersprungen hatte. So hat man eine große Bandbreite an Untensilien zur
Verfügung, um sich mit Hund und Katze zu beschäftigen.
Spielzeug zum Spielen,
Trockenfutter und Wasser für die lebenswichtigen Bedürfnisse, aber auch Bürsten
zur Körperhygiene sind vorhanden. Leider endet die Demo stets nach einer
gewissen – viel zu kurzen – Zeit. Beziehungsweise startet sich selbst einfach
neu.
Anreiz ist aber genug vorhanden zur Vollversion zu greifen
und auch ich kann den Reiz dieses Spiels vollstens verstehen, auch wenn er doch
ein sehr indealistisch Tierverhalten aufzeigt und Kinder die Schwierigkeiten
mit dem Tier verschleiert – was zu Problemen führen könnten, wenn tatsächlich
ein Hund oder eine Katze einmal ins Haus einziehen sollten.
Nun muss ich meine Terrorkatze
beruhigen und trauere meiner perfekten 3DS-Katze nach, während wenigstens ihr
vielleicht einen schönen Tag habt. Und nicht vergessen: Cheerio!
Euer King Sirus
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