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Sonntag, 20. April 2014

Wenn Nintendo seine Helden von der Kette lässt!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und wir wissen alle, dass nicht jedes tolle Spiel uns mit seiner Story, Grafik oder Idee überzeugt. Manchmal reicht es uns den Spielern, wenn wir einem Klempner eins mit dem Baseballschläger überziehen, einen Igel in die Luft sprengen oder einen Helden in Strumpfhosen in die Tiefe stürzen lassen dürfen.

Die Meisten dürfen in dieser Einleitung bereits unser heutiges Spielethema erkannt haben. Und einige möchten daher vielleicht anmerken: „Hey! In Super Smash Bros. Brawl sind nicht nur Figuren von Nintendo drinne! Deine Überschrift ist also nicht ganz korrekt und diskriminiert die anderen Helden wie Sonic oder Snake!“

Ernsthaft?

Diese Stimmen ignorieren wir in aller Ruhe und widmen uns unserem Thema wieder. Naaa!
So eine Dreckssau bin ich nicht, aber primär stammt das Spiel von Nintendo und der allergrößte Großteil sind eben auch Nintendofiguren. Und davon gibt es eine ganze Menge, erst Recht wenn man die versteckten Kämpfer alle freigespielt hat.

Zehn Newcomer werden uns geboten, mit dreizehn Veteranen kehren alte Kämpfer zurück und immerhin vierzehn Leute müssen erst freigeschaltet werden. Das macht nach Adam Riese siebenundreißig Helden, die sich durch die Stages prügeln. Damit dürfte wirklich für jeden etwas dabei sein.

Da ja nun bereits ein neues „Super Smash Bros.“ für die neue Generation angekündigt wurde – und sogar diesmal für den Nintendo 3DS –, wollte ich mal einen Blick zurück auf mein erstes Spiel dieser Reihe werfen. Ja, ich bin mit dem Wii-Titel spät eingestiegen. Aber umso stärker habe ich einen Narren daran gefressen.

In schöner, teils auch bunter Grafik prügelt man sich durch die verschiedensten Stages. Diese sind ebenfalls in großer Vielzahl vertreten (mit einundvierzig sogar mehr als Kämpfer) und mit kreativen, wie auch witzigen Stolpersteinen versehen. Und wem das nicht genug ist, baut einfach ein paar eigene Stages.

Vermutlich werden die meisten Leute genau damit ihre Zeit verbringen. Online oder einfach mit ein paar Freunden sich stupide auf den Maps aufs Maul hauen. Dabei bietet das Spiel auch noch einiges Anderes, womit man sich stundenlang beschäftigen könnte.

So gibt es mit dem „Subraum-Emissär“ einen Abenteuer-Modus, der einer Art Storymodus gleicht und mit dessen Hilfe sich einige der freischaltbaren Helden leichter in die Sammlung übernehmen lassen. Daneben gibt es noch einen Klassischen Modus, wo man sich durch zwölf Stages mit Gegnern hauen muss. Weniger Story als, aber genauso viel Haue. Sehr schön.

Wer sich vielleicht da nicht direkt reintraut, kann sich ja auch erst einmal im Training mit der Steuerung vertraut machen oder im Missions-Modus erst einmal an kleine Aufgaben heranwagen, ehe man sich mit den etwas länger andauernden Modi beschäftigt.

Oder man macht auch einfach stundenlang Minispiele im Stadion wie etwa Sandsackweitprügeln, Scheiben-gegen-die-Zeit-zerstören oder Last Man Standing in Smash Bros. Manier. Hell yeah! Oh, natürlich darf nicht das etwas verstecktere Münzschleuder vergessen werden, wo man seine ganzen hartersammelten Münzen im wahsten Sinne des Wortes verschleudern darf.

Ist schon ziemlich viel zu tun, nicht wahr? Damit sind wir noch weit weg von dem, was man alles gibt. Neben den freischaltbaren Stages und Kämpfern, gibt es auch allgemein haufenweise Meilensteine zu erringen. Aber auch alte Spieleklassiker als Demos werden einem geboten, falls man etwas pixelige Ablenkung braucht.

Für alle Sammelfans gibt es noch zudem Trophäen und Sticker. Mit den Letzteren widerum kann man sogar noch den Charakter stärken. Ein seltsames, aber witziges Konzept – habe ich selbst nie genutzt.

Man merkt schnell, wenn man mit „Super Smash Bros. Brawl“ anfängt, dass das Spiel kein Beat’em Up Spiel im herkömmlichen Sinne ist. Wer also zwanzigstellige Combos sucht, zum auswendiglernen und angeben, wird somit auch ganz fix enttäuscht. Wie schon bei so vielen anderen Spielen, versucht Nintendo ein Genre oder Konzept familientauglicher, casualgamertauglicher oder einfach massentauglicher zu machen.

So können sich selbst unerfahrene Spieler schnell ins wilde Getümmel stürzen. Eine einfache Steuerung und dem bereits erwähnten Wegfall unnötig komplizierter Combobefehle sei dank!

Auf diese Weise wird auch wieder nur das eigene Geschick und Können zum Maßstab des Erfolgs. Aber genau das macht für mich den Charme dieses Spiels aus. Denn diese Reihe versteht sich als Fungame, als lustiger Haudrauf für die ganze Familie. Auch für Generation Mama und Papa.

Dennoch heißt dies nicht, dass es nicht auch fordernd sein kann. Gerade wenn man sich die vielen Schwierigkeitsstufen anschaut zwischen denen mal wählen kann, sollten dies verdeutlichen.

Letztendlich gibt der Erfolg dem Spiel Recht und ich freue mich schon auf die neuen Umsetzungen, die ja dieses Jahr den Kauf einer Wii U lohnenswerter machen oder zum ersten Mal auch auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn möglich sind.

Habt ansonsten ‘nen schönen, aber veilchenfreien Tag und cheerio!
Euer King Sirus

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