Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und
wir wissen alle, dass nicht jedes tolle Spiel uns mit seiner Story, Grafik oder
Idee überzeugt. Manchmal reicht es uns den Spielern, wenn wir einem Klempner
eins mit dem Baseballschläger überziehen, einen Igel in die Luft sprengen oder
einen Helden in Strumpfhosen in die Tiefe stürzen lassen dürfen.
Die Meisten dürfen in dieser
Einleitung bereits unser heutiges Spielethema erkannt haben. Und einige möchten
daher vielleicht anmerken: „Hey! In Super
Smash Bros. Brawl sind nicht nur Figuren von Nintendo drinne! Deine
Überschrift ist also nicht ganz korrekt und diskriminiert die anderen Helden
wie Sonic oder Snake!“
Ernsthaft?
Diese Stimmen ignorieren wir
in aller Ruhe und widmen uns unserem Thema wieder. Naaa!
So eine Dreckssau bin ich
nicht, aber primär stammt das Spiel von Nintendo und der allergrößte Großteil
sind eben auch Nintendofiguren. Und davon gibt es eine ganze Menge, erst Recht
wenn man die versteckten Kämpfer alle freigespielt hat.
Zehn Newcomer werden uns
geboten, mit dreizehn Veteranen kehren alte Kämpfer zurück und immerhin vierzehn
Leute müssen erst freigeschaltet werden. Das macht nach Adam Riese
siebenundreißig Helden, die sich durch die Stages prügeln. Damit dürfte
wirklich für jeden etwas dabei sein.
Da ja nun bereits ein neues
„Super Smash Bros.“ für die neue Generation angekündigt wurde – und sogar diesmal
für den Nintendo 3DS –, wollte ich mal einen Blick zurück auf mein erstes Spiel
dieser Reihe werfen. Ja, ich bin mit dem Wii-Titel spät eingestiegen. Aber umso
stärker habe ich einen Narren daran gefressen.
In schöner, teils auch bunter
Grafik prügelt man sich durch die verschiedensten Stages. Diese sind ebenfalls
in großer Vielzahl vertreten (mit einundvierzig sogar mehr als Kämpfer) und mit
kreativen, wie auch witzigen Stolpersteinen versehen. Und wem das nicht genug
ist, baut einfach ein paar eigene Stages.
Vermutlich werden die meisten
Leute genau damit ihre Zeit verbringen. Online oder einfach mit ein paar
Freunden sich stupide auf den Maps aufs Maul hauen. Dabei bietet das Spiel auch
noch einiges Anderes, womit man sich stundenlang beschäftigen könnte.
So gibt es mit dem „Subraum-Emissär“
einen Abenteuer-Modus, der einer Art Storymodus gleicht und mit dessen Hilfe
sich einige der freischaltbaren Helden leichter in die Sammlung übernehmen
lassen. Daneben gibt es noch einen Klassischen Modus, wo man sich durch zwölf
Stages mit Gegnern hauen muss. Weniger Story als, aber genauso viel Haue. Sehr
schön.
Wer sich vielleicht da nicht
direkt reintraut, kann sich ja auch erst einmal im Training mit der Steuerung
vertraut machen oder im Missions-Modus erst einmal an kleine Aufgaben
heranwagen, ehe man sich mit den etwas länger andauernden Modi beschäftigt.
Oder man macht auch einfach
stundenlang Minispiele im Stadion wie etwa Sandsackweitprügeln, Scheiben-gegen-die-Zeit-zerstören
oder Last Man Standing in Smash Bros. Manier. Hell yeah! Oh, natürlich darf
nicht das etwas verstecktere Münzschleuder vergessen werden, wo man seine
ganzen hartersammelten Münzen im wahsten Sinne des Wortes verschleudern darf.
Ist schon ziemlich viel zu
tun, nicht wahr? Damit sind wir noch weit weg von dem, was man alles gibt.
Neben den freischaltbaren Stages und Kämpfern, gibt es auch allgemein
haufenweise Meilensteine zu erringen. Aber auch alte Spieleklassiker als Demos
werden einem geboten, falls man etwas pixelige Ablenkung braucht.
Für alle Sammelfans gibt es
noch zudem Trophäen und Sticker. Mit den Letzteren widerum kann man sogar noch
den Charakter stärken. Ein seltsames, aber witziges Konzept – habe ich selbst
nie genutzt.
Man merkt schnell, wenn man
mit „Super Smash Bros. Brawl“ anfängt, dass das Spiel kein Beat’em Up Spiel im
herkömmlichen Sinne ist. Wer also zwanzigstellige Combos sucht, zum
auswendiglernen und angeben, wird somit auch ganz fix enttäuscht. Wie schon bei
so vielen anderen Spielen, versucht Nintendo ein Genre oder Konzept familientauglicher,
casualgamertauglicher oder einfach massentauglicher zu machen.
So können sich selbst
unerfahrene Spieler schnell ins wilde Getümmel stürzen. Eine einfache Steuerung
und dem bereits erwähnten Wegfall unnötig komplizierter Combobefehle sei dank!
Auf diese Weise wird auch
wieder nur das eigene Geschick und Können zum Maßstab des Erfolgs. Aber genau
das macht für mich den Charme dieses Spiels aus. Denn diese Reihe versteht sich
als Fungame, als lustiger Haudrauf für die ganze Familie. Auch für Generation
Mama und Papa.
Dennoch heißt dies nicht, dass
es nicht auch fordernd sein kann. Gerade wenn man sich die vielen
Schwierigkeitsstufen anschaut zwischen denen mal wählen kann, sollten dies
verdeutlichen.
Letztendlich gibt der Erfolg
dem Spiel Recht und ich freue mich schon auf die neuen Umsetzungen, die ja
dieses Jahr den Kauf einer Wii U lohnenswerter machen oder zum ersten Mal auch
auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn möglich sind.
Habt ansonsten ‘nen schönen,
aber veilchenfreien Tag und cheerio!
Euer King Sirus
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