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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Zieht euch die grünen Strumpfhosen an

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und diesmal widme ich mich einem Spiel in Vorbereitung auf ein anderes… ähm, sozusagen.

In einem Monat etwa erscheint bei uns nämlich „The Legend of Zelda – A Link between worlds“, der Nachfolger zu meinem ersten Zelda-Titel: „The Legend of Zelda – A Link to the past“. Um letzteren Titel soll es sich heute drehen und bei gegebener Zeit dann um Ersteren.

Vielleicht liegt es daran, dass es mein erster Zelda-Titel war, aber bis heute ist und bleibt es auch mein liebster Titel. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass ich aufgrund mangelnden Geldes eh kaum eine Konsole hatte, geschweige denn Zelda-Spiele zu kaufen T_T *schnief*
Aber das ist eh ein Thema für sich!

Ich habe mich auch extra nun einmal hingesetzt und ein wenig recherchiert. Tja… meine Güte hab ich geguckt, als mir klar wurde, dass die Zelda-Titel alle irgendwie storybedingt zusammenhängen. Bei den Wenigen die ich zocken konnte, war mir das ja nie klar geworden… FAIL!

Also schneller Themenwechsel: Es gibt noch einen weiteren Fail, den ich mir leider auch eingestehen muss. Ich habe den spielbezogenen Wortwitz des Titels wirklich all die Jahre nicht gerafft. So hatte ich das Wort „Link“ wirklich nur als Bezug auf den Namen unseres Protagonisten gesehen und dabei völlig die englische Bedeutung des Begriffes ignoriert. So verstehe ich inzwischen die wahre Intention beider Spieletitel „A Link to the past“ und „A Link between worlds“. Ich werde den SNES Titel also nicht mehr einen irreführenden Titel unterstellen.

Peinlich, peinlich, wie man über Jahre hinweg sich mit Starrsinn Dingen gegenüber verschließen kann. Ich bin auch selbst erstaunt wie wenig mir über diese Spielereihe eigentlich bekannt ist und das obwohl der alte SNES Teil dieser Reihe mich und meine Kindheit enorm prägte.

Wir beginnen als der einfache Junge Link, der mitten in einer stürmischen Nacht erwacht. Er wird geweckt von einem telepathischen Hilferuf der Prinzessin. Zwar will unser Onkel die Rettung übernehmen, doch pubertäre Kinder machen ja eh nie was wir sollen. Und ein Storyprotagonist sowieso nicht! Wir folgen ihn in den Palast, wo wir ihn tödlich verwundet vorfinden. Am Ende liegt die Rettung der Prinzessin also doch bei uns…
Dabei soll es aber nicht bleiben: ganz Hyrule braucht unsere Hilfe!

Auf dem Weg zu unserem Ziel müssen wir uns jedoch so manchen Aufgaben stellen. Sei es drei Amuletten sammeln, das Meisterschwert aus dem Stein ziehen oder die Mondperle auftreiben um in der Schattenwelt nicht als knuffiges Knuddelhäschen rumzurennen – Frischfleisch mit Hasenohren… yeah…

Aber dort hört es noch nicht auf, denn die Schattenwelt nimmt den größten Teil des Spieles ein. Wir müssen sieben Prinzessinnen aus den Klauen des Bösen befreien, bevor wir uns unserem ewigen Widersacher Ganondorf stellen dürfen.
Und bevor mir jemand hier ankommt ich solle Spoilerwarnungen aussprechen: Wer das Spiel noch nicht gespielt hat, hat was falsch gemacht! Es gab doch sogar schon ein GBA-Remake!

Die Story war für simpel und linear. Fast schon märchenhaft. Wir sind der strahlende Retter, der die Prinzessin vor dem Bösen retten muss. Merkst selbst, die Neuerfindung des Rades ist das nicht. Musste es aber auch nicht sein!
Denn zu fesseln wusste das Spiel trotzdem. Ich persönliche spreche es dem einfachen, aber eben deshalb so ansprechendem Spielprinzip zu. Mit Schild und Schwert bewaffnet kämpfen wir uns durch einen Dungeon nach dem Anderen, die alle aus einer Verkettung von einzelnen Räumen bestanden. Hinzu kommt die schiere Anzahl an nutzbaren Objekten und der bis heute unübertroffenen Anzahl von Dungeons eben. Je nach Zählung und Definition kommt man hier auf zwölf beziehungsweise dreizehn Stück. Wie gesagt so viel wie in keinem anderen Titel!
Fest definiert und unbestreitbar sind dagegen die Endbosse. 13 an der Zahl.

Wie schon eben kurz angesprochen ist auch die Anzahl der Items soweit ich weiß hier unübertroffen. Aber selbst wenn nicht sticht „A Link to the Past“ mit vier Schwertformen, drei Schilden, drei Kleidungssets, vier speziellen Ausrüstungsgegenständen und zwanzig aktiv nutzbaren Items heraus. Dabei habe ich bei den letzten beiden Rubriken nicht einmal mehr die Aufbesserungen – siehe Bumerang oder Handschuh – mitgezählt. Dies war auch ein Punkt der mich als Steppke einfach so überzeugte und begeisterte.

Noch heute vermisse ich es, wenn ich doch mal mir einen Zelda-Titel leiste und gönne, dass suchen und sammeln der vielen, alle sinnig nutzbaren Gegenständen. Ich bin einfach aus der SNES-Zeit verwöhnt, furchtbar…
Große Dungeons mit vielen Herausforderungen, Minibossen, kniffligen Rätseln und der Wut wenn man von Moldorm wieder Heras Turm runtergeschubst wird und erneut hochkraxeln muss. ARGH, noch heute kommt mir dabei die Galle hoch ;D

Und wo wir schon um dieses Thema rumhüpfen, gehen wir doch nun direkt drauf ein. Die Bossgegner.
Noch heute habe ich das Gefühl, dass trotz aller Übung und Routine die man beim Spielen doch gewinnt, zumindest die Endbosse nicht leichter zu werden scheinen. Im Gegenteil!
Jeder von ihnen stellt den Spieler vor neuen Herausforderungen. Ich sage nur Trinexx.
Wer verzweifelte da nicht, wenn die Magieleiste leerzugehen drohte, bevor man die beiden Elemenköpfe bezwungen hatte, weil man dauernd gemisst hatte?!
Aber alle stehen im Schatten des ewigen Widersachers: Ganon!
Der schwierigste Boss des Spiels, an dem ich so oft verzweifelt bin.



Ich kann dieses Spiel nur empfehlen und man merkt mein verklärtes Schwärmen schon deutlich an. Aber so ist das mit den Spielen aus der eigenen Kindheit. Man blendet gerne die Macken und Fehler aus.
Um ein Rad zum Anfang zu schlagen und damit den Kreis meiner wirren Gedanken doch zu komplettieren: Vielleicht liegt es daran, dass es mein erster Titel der Spielereihe war oder ich nicht in den Genuss allzu vieler Titel kam, aber für mich ist und bleibt dies der Beste Zelda-Teil der gesamten Reihe.

Umso mehr freue ich mich auf „The Legend of Zelda – A Link between worlds“. Besonders wenn ich mir den Trailer anschaue, der wie ein Remake aus alten Zeiten erst wirkt, aber dann doch zeigt dass einiges anders und neu sein wird. Noch einmal Kind sein dürfen…

Also habt ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

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