Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und ursprünglich wollte ich ja die zusammenhängenden Titel „Castlevania –
Aria of Sorrow“ und „Castlevania – Dawn of Sorrow“ besprechen, musste letzte
Woche dann aber kurzfristig alles umwerfen. Warum? Weil ich mein „Castlevania –
Aria of Sorrow“-Spiel nicht mehr finde, um es nochmals kurz anzuspielen.
Das tue ich gerne, um mich vor dem Schreiben eines Beitrags wieder
richtig reinzufinden. Ergo – bis ich irgendwann mein Spiel wiederfinde und
beide Titel nacheinander abhandeln kann – machen wir diese Woche zwar mit der
„Castlevania“-Reihe weiter, aber mit „Castlevania – Order of Ecclesia“!
Doch zuerst etwas zu Handlung des Spiels:
Nachdem es offenbar keine Belmonts mehr gibt, die sich um die
Eliminierung Draculas kümmern können (schon wieder nicht? Machen die Urlaub?),
hat sich der Orden von Ecclesia gebildet, um dieses höhere Ziel anzustreben.
Vermutlich bis die Belmonts aus dem Urlaub zurück sind.
Wir schlüpfen dabei in die Rolle von Shanoa, welche damit die erste
alleinstehende weibliche Protagonistin eines „Castlevania“-Titels darstellt.
Charlotte musste sich die Position mit Jonathan teilen. Doch zurück zu Shanoa,
die auserwählt wurde eine mächtige, dreiteilige Glyphe namens Dominus in sich
aufzunehmen, um damit den Fürst der Finsternis ein für alle mal zu vernichten –
wie oft uns das schon versprochen wurde… konnte ja nicht gut enden…
Ja, auch in „Castlavania – Order of Ecclesia“ geht der Plan nicht auf,
was jedoch an dem guten Albus liegt. Dieser werte Herr ist ein abtrünniges
Mitglied des Ordens, der die mächtige Glyphe in dem Moment stielt, als Shanoa
sie in sich aufnehmen soll. Auf der Jagd nach Albus, finden wir dabei heraus,
dass er die Bewohner eines gesamten Dorfes – Dorf Wygol, ruhiger Ausgangspunkt
an den wir stets zurückkehren können, um uns auszuruhen oder schick einzukaufen
– entführt hat.
Was seine Beweggründe hierfür sind, gilt es im Laufe des Spiels
herauszufinden, wie auch Dominus zurück zu erlangen und die entführten
Dorfbewohner zu befreien. Welche uns im Übrigen zum Dank mit weiteren
Nebenaufgaben zuschütten, na vielen Dank auch…
Dabei nehmen die Dörfler eine interessante Rolle ein. Denn wie so viele
„Castlevania“-Spiele zuvor, bietet „Castlevania – Order of Ecclesia“ mehrere
Enden. Zwei um genau zu sein. Und welches man davon sieht, hängt davon ab ob
man alle Dorfbewohner befreit hat oder nicht.
Am Ende darf man sich – nach einigen Wendungen, Drehungen und
Auflösungen – trotzdem noch dem guten Dracula in den Weg stellen und ihm so
ordentlich den Hintern versohlen. Ohne ihn wäre es halt einfach kein
„Castlevania“, oder?
Ähnlich wie im Vorgänger bewegen wir uns erneut nicht allein im
gefürchtsteten Schloss der Menschheitsgeschichte, sondern vornehmlich an vielen
kleinen Orten drum herum. Ja klein…
Denn trotz der enormen Anzahl von fast zwanzig Schauplätzen (darunter
eben auch Draculas Schloss und Dorf Wygol als Erholungsresort), sind ein großer
Teil wenige Abschnitte groß. Somit kein Vergleich zu dem umfangreichen
Bildwelten aus „Castlevania – Portrait of Ruin“. Schade eigentlich, denn es
stellt sich damit für mich als ungenutztes und vergeudetes Potential heraus.
Dabei ist die Grafik wieder gewohnt fantastisch, wie auch schon in den
beiden Vorgängertiteln des Nintendo DS, wirkte aber auf mich wieder etwas
düsterer und ernster, weshalb ich diesen Teil optisch am ansprechensten fand.
Vor allem war schön zu sehen, dass man zum traditionellen westlichen
Gothic-Stil zurückgekehrt ist, was Charakterbilder angeht. Immerhin sieht man
die dank den Dörflern auch relativ häufig.
Dazu kommt die erneut fantastische Musik, die auch auf die vielen
verschiedenen Orte angepasst und abgestimmt ist, so wie die Auswahl zwischen
einer englischen oder japanischen Sprachausgabe. Selbst wenn wir Deutschen also
nur lesen dürfen, da man beim Zuhören Fremdsprachenkenntnisse brauch, hat man
immerhin die Auswahl welche Sprache man nicht verstehen können möchte.
Die Spiel ist vor allem eines: sehr, sehr, sehr, sehr schwer!
Liegt es daran, dass die Angriffe irgendwann nicht übertrieben stark
werden und alles wegschnetzeln was sich einem in den Weg stellt? Oder man das
Gefühl hat, dass Shanoa sich – im Gegensatz zu Jonathan / Charlotte oder auch
Soma – weniger agil steuern lässt? So oder so bietet das Spiel einiges an
Herausforderung an, der man sich stellen kann und muss, wenn man am Ende
siegreich hervor gehen möchte.
Wenn man erst einmal siegreich war, kann man im Albus Mode erneut sein
Können unter Beweis stellen.
Abschließend möchte ich noch kurz auf das Gameplay eingehen. So ist
inzwischen ein häufiges Element der Spiele, dass wir uns mit verschiedenen
Fähigkeiten (beispielsweise den Seelen unserer Feinde als Soma Cruz) verbessern
und stärken, um den stetig anwachsenden Herausforderungen gerecht zu werden. In
„Castlevania – Order of Ecclesia“ funktioniert dies durch Glyphen.
Hierbei haben wir pro Hand des Charakters einen Glyphenslot, so wie
einen für den… Rücken? Insgesamt also maximal drei Glyphen, mit deren Hilfe wir
die Schergen des Grafen in die Flucht schlagen können. Hierbei ersetzt ein
Glyphenslot sogar erstmals die typische Waffenberüstung, dank der frühere
Helden Schwerter, Äxte oder auch die legendäre Peitsche „Vampir Killer“
führten. Ja, die ist sogar genauso verschwunden aus dem Spiel, wie der
Belmont-Clan… mysteriös!
Stattdessen hat man nun Sensen-,
Speer-, Schwert- und weitere waffenartige Glyphen. Klingt komisch, ist aber so…
In der anderen Hand dagegen
landen häufig magisch orientierte Glyphen, die beispielsweise Feuersäulen
entstehen lassen, Energiekugeln verschießen oder heilige Strahlen erzeugen.
Und auf dem Rücken sind oftmals
passive Glyphen vertreten, wie etwa kurze Zeit zu fliegen, den Angriff oder die
Abwehr zu verstärken. Natürlich sind das alles nu grobe Verallgemeinerungen,
denn nicht immer ist die Einteilung dabei wirklich so gehalten.
Die Glyphen selbst verbrauchen
bei der Nutzung auch Mana, welches sich mit der Zeit wieder aufläd. Daneben gibt
es aber auch die Möglichkeit Glyphen mit einer Tastenkombination zu einer
mächtigeren Spezialattacke zu verbinden, wodurch Herzen verbraucht werden, die
man sich dann erst wieder mühseelig zusammen sammeln muss. Ein Zeugnis älterer „Castlevania“-Spiele,
welches ich jedoch gut umgesetzt finde.
„Castlevania – Order of Ecclesia“
war für mich einer der besten Titel der Reihe, neben beispielsweise den beiden
Abenteuern rund um Soma Cruz, die ich abhandle sobald ich mein „Castlevania –
Aria of Sorrow“-Spiel wiederfinde…
Umso trauriger finde ich, dass
die Reihe sich – nachdem die Titel wieder in der Qualität anzogen – nun versucht
durch das Reboot umzustrukturieren, welches wir als Demo ja bereits abgehandelt
haben.
Hilft mir jemand beim Suchen des
Spiels? Nicht… schade! Trotzdem wünsche ich euch ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus
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