Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und musste mit entsetzen feststellen, dass ich
tatsächlich bisher nicht auf zwei ähnlich klingende Reihen eingegangen bin. Die
Rede ist natürlich von „Secret of Evermore“ und „Secret of Mana“, was nun
natürlich dringenst nachgeholt werden muss.
Damit bewegen ich mich dann wieder in etwas älteren Schienen – den SNES
Zeiten, um genau zu sein – und damit auch meiner Kindheit, wo sowieso alle
Spiele viel besser und geiler waren als heutzutage. Gefühlt jedenfalls.
Beginnen wir doch heute einfach mal mit „Secret of Evermore“. Und bei „Secret
of Evermore“ sollte man zu allererst mit der Story anfangen. Denn diese war so
ungewöhnlich verrückt, dass ich sie wohl mein Leb lang nie vergessen werde.
Wobei ich bei der Recherche feststellen musste, dass ich sie durchaus verzerrt
in Erinnerung behielt.
Das Spiel beginnt mit einem namenlosen Jungen und seinem Hund – namenlos
sind sie zum Glück nur, bis wir ihnen Namen geben – die gerade ein Kino
verlassen. Dummerweise läuft dem Vierbeiner eine Katze vor die Schnauze und so
kommt es wie es kommen muss. Wuffi rennt hinterher, um dem Fellknäul zu zeigen
wer der Chef ist und Herrchen darf hinterher, um seinen Schosshund wieder
einzufangen.
Dabei rennt dieser plötzlich, statt der Katze ewig hinterher, in ein
verlassenes Haus. Weiterhin darf Herrchen brav hinterherdackeln. Am Ende
entdeckt dieser aber auf der Suche nach seinem Hund ein geheimes, verlassenes
Labor. Der aufmerksame Leser ahnt vermutlich bereits worauf das Ganze hinaus
läuft. Denn unser Held scheint nicht sonderlich mit Glück gesegnet zu sein,
immerhin geht die Maschine los, da sein Hund auf einigen der Kabel rumkaute.
Das Resultat: Beide werden in die seltsame Welt Evermore teleportiert.
Dabei zeigt sich im Laufe des Spiels eine Besonderheit an dieser Welt.
Denn die vier „Abschnitte“ (bin mir nicht mehr ganz sicher, ob es womöglich
sogar geografische Länder waren) des Spiels sind vier Zeitepochen nachempfunden.
Während drei davon in der Vergangenheit angesiedelt sind, soll die letzte die
Zukunft darstellen. Genau hier lag auch mein Erinnerungsfehler, da ich
tatsächlich dachte, dass man Zeitepochen von Evermore durchspielt, aber so ist
es nicht.
Spieltechnisch ähneln sich „Secret of Mana“ (welches in Japan ein Jahr
vorher erschien) und „Secret of Evermore“. Kein Wunder, beide Spiele stammen
von Squaresoft. Da haben es sich die Entwickler in Punkte Gameplay sehr einfach
gemacht. Um eine Aktion durchzuführen, muss sich die Aktionsleiste bis auf 100%
füllen. Dies gilt nicht nur für den Hauptcharakter, sondern auch seinen Hund
(der je nach Epoche eine äußerlich angepasste Form annimmt – vom Wolfshund bis
zum Toasterroboter).
Damit die Kämpfe aber nicht zu öde werden auf Dauer, hat das Spiel sein
eigenes Magiesystem, welches hier jedoch auf Alchemie basiert. So erlernen wir
im Laufe des Spiels von diversen Personen alchemistische Formeln in Hülle und
Fülle, dürfen aber nur eine begrenzte Auswahl davon quasi „ausrüsten“ und somit
verwenden. Zur Anwendung der alchemistischen Tricks bedarf es dann noch
Zutaten, von denen es ebenfalls eine reichliche Palette gibt. Diese kann man
entweder kaufen oder dank der guten Spürnase vom Hundi auch finden.
Das Interessante war immer, dass beide „Secret“-Spiele zwar Rollenspiele
waren, aber mit dem bereits damals schon „klassischen“ Bild eines Rollenspiels
brachen.
Leider kann ich auch nicht intensiver auf die Story oder die zentralen
Figuren die man im Laufe des Spiels trifft eingehen, da ich sonst nur in den
Spoilerbereich verfallen würde. Es sei aber gesagt, dass die Welt, Figuren und
somit das Spiel in seiner Gesamtheit sehr ungewöhnlich und auch ein wenig
verrückt waren, gerade dies es aber war was mir so sehr daran gefiel.
Wirklich schade, dass ich mich
hier so knapp halten muss…
Ich hoffe euer schöner Tag wird nicht knapp, sondern richtig lang. Cheerio!
Euer King Sirus
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