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Sonntag, 26. Oktober 2014

Das Geheimnis einer fremden Welt erwartet dich!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und musste mit entsetzen feststellen, dass ich tatsächlich bisher nicht auf zwei ähnlich klingende Reihen eingegangen bin. Die Rede ist natürlich von „Secret of Evermore“ und „Secret of Mana“, was nun natürlich dringenst nachgeholt werden muss.

Damit bewegen ich mich dann wieder in etwas älteren Schienen – den SNES Zeiten, um genau zu sein – und damit auch meiner Kindheit, wo sowieso alle Spiele viel besser und geiler waren als heutzutage. Gefühlt jedenfalls.

Beginnen wir doch heute einfach mal mit „Secret of Evermore“. Und bei „Secret of Evermore“ sollte man zu allererst mit der Story anfangen. Denn diese war so ungewöhnlich verrückt, dass ich sie wohl mein Leb lang nie vergessen werde. Wobei ich bei der Recherche feststellen musste, dass ich sie durchaus verzerrt in Erinnerung behielt.

Das Spiel beginnt mit einem namenlosen Jungen und seinem Hund – namenlos sind sie zum Glück nur, bis wir ihnen Namen geben – die gerade ein Kino verlassen. Dummerweise läuft dem Vierbeiner eine Katze vor die Schnauze und so kommt es wie es kommen muss. Wuffi rennt hinterher, um dem Fellknäul zu zeigen wer der Chef ist und Herrchen darf hinterher, um seinen Schosshund wieder einzufangen.

Dabei rennt dieser plötzlich, statt der Katze ewig hinterher, in ein verlassenes Haus. Weiterhin darf Herrchen brav hinterherdackeln. Am Ende entdeckt dieser aber auf der Suche nach seinem Hund ein geheimes, verlassenes Labor. Der aufmerksame Leser ahnt vermutlich bereits worauf das Ganze hinaus läuft. Denn unser Held scheint nicht sonderlich mit Glück gesegnet zu sein, immerhin geht die Maschine los, da sein Hund auf einigen der Kabel rumkaute.

Das Resultat: Beide werden in die seltsame Welt Evermore teleportiert.

Dabei zeigt sich im Laufe des Spiels eine Besonderheit an dieser Welt. Denn die vier „Abschnitte“ (bin mir nicht mehr ganz sicher, ob es womöglich sogar geografische Länder waren) des Spiels sind vier Zeitepochen nachempfunden. Während drei davon in der Vergangenheit angesiedelt sind, soll die letzte die Zukunft darstellen. Genau hier lag auch mein Erinnerungsfehler, da ich tatsächlich dachte, dass man Zeitepochen von Evermore durchspielt, aber so ist es nicht.

Spieltechnisch ähneln sich „Secret of Mana“ (welches in Japan ein Jahr vorher erschien) und „Secret of Evermore“. Kein Wunder, beide Spiele stammen von Squaresoft. Da haben es sich die Entwickler in Punkte Gameplay sehr einfach gemacht. Um eine Aktion durchzuführen, muss sich die Aktionsleiste bis auf 100% füllen. Dies gilt nicht nur für den Hauptcharakter, sondern auch seinen Hund (der je nach Epoche eine äußerlich angepasste Form annimmt – vom Wolfshund bis zum Toasterroboter).

Damit die Kämpfe aber nicht zu öde werden auf Dauer, hat das Spiel sein eigenes Magiesystem, welches hier jedoch auf Alchemie basiert. So erlernen wir im Laufe des Spiels von diversen Personen alchemistische Formeln in Hülle und Fülle, dürfen aber nur eine begrenzte Auswahl davon quasi „ausrüsten“ und somit verwenden. Zur Anwendung der alchemistischen Tricks bedarf es dann noch Zutaten, von denen es ebenfalls eine reichliche Palette gibt. Diese kann man entweder kaufen oder dank der guten Spürnase vom Hundi auch finden.

Das Interessante war immer, dass beide „Secret“-Spiele zwar Rollenspiele waren, aber mit dem bereits damals schon „klassischen“ Bild eines Rollenspiels brachen.

Leider kann ich auch nicht intensiver auf die Story oder die zentralen Figuren die man im Laufe des Spiels trifft eingehen, da ich sonst nur in den Spoilerbereich verfallen würde. Es sei aber gesagt, dass die Welt, Figuren und somit das Spiel in seiner Gesamtheit sehr ungewöhnlich und auch ein wenig verrückt waren, gerade dies es aber war was mir so sehr daran gefiel.

Wirklich schade, dass ich mich hier so knapp halten muss…

Ich hoffe euer schöner Tag wird nicht knapp, sondern richtig lang. Cheerio!
Euer King Sirus

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