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Dienstag, 15. Juli 2014

Auch ohne Erinnerung ein Meisterstratege! [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und so langsam krame ich endlich die Demos raus, die ich mir am längsten aufgesparrt hatte, da ich hier die meiste Spielzeit, den größten Spielspaß und den stärksten „Do want!!!“-Faktor hinter erwartet hatte. Den Anfang macht dabei ein Titel aus der „Fire Emblem“-Reihe, der bereits ein Jahr auf dem Markt ist!

„Fire Emblem: Awakening“ hatte mich von der ersten Minute an begeistert, gepackt und daran erinnert, warum ich die „Fire Emblem“-Titel auf dem GameBoy Advance so liebte und ich musste mich wirklich wundern, dass ich diese Reihe ein wenig aus dem Auge verloren hatte.

So war es nicht verwunderlich, dass mir die 10 Start-Anwendungen viel zu wenige waren, obwohl ich ja nur immer wieder den Prolog und das erste Kapitel spielen konnte in der Demo. Ein Kauf folgt hier definitiv und eigentlich ist es schade, dass ich das Spiel nicht auch als Let’s Play auf meinem Kanal raushauen kann – habe keinen dafür umgebauten Nintendo 3DS –, denn das Spiel bietet einige Besonderheiten, die ich euch so gerne dadurch zeigen wollen würde.

Doch dazu kommen wir etwas später noch einmal zurück.

Das Spiel beginnt erst einmal damit, dass man den Schwierigkeitsgrad (Normal, Schwer oder Extrem) wählen kann und danach den Modus (Anfänger oder Klassisch). Leider hat man gerade beim Modus in der Demo keine Wahlmöglichkeit und muss den Anfängermodus akzeptieren, bei dem nach einem Kampf besiegte Einheiten wieder regenriert werden.

Wer andere Teile der Reihe kennt weiß, dass klassischer Weise besiegte Einheiten leider weg sind. Genau bringt eine zusätzliche Herausforderung in das Spiel hinein. Wie oft habe ich in früheren Teilen Kämpfe nochmals von vorne angefangen, weil mir eine Einheit gestorben ist…?

Ja die Figuren wachsen einem schnell ans Herz, so dass man genau diesen Umstand verhindern will!

Nach dem Schwierigkeitsgrad und Modus, kommt die Charaktererschaffung dran. Charaktererschaffung? Ich war genauso überrascht darüber, doch offenbar darf man einen der Haupthelden tatsächlich nach eigenen Vorstellungen verändern. Nun gut, nicht unbedingt in der Demo, da darf man nur die Standard-Version bekannt als „Robin“ (die es ganz nebenbei erwähnt und scheinbar erst gestern frisch enthüllt in das neue „Super Smash Bros.“ für Nintendo 3DS und Wii U geschafft hat!) wählen.

Aber abgesehen vom Aussehen darf man die anderen wichtigen Aspekte, wie Geschlecht, Name, Geburtstag wählen. Sogar zwei Punkte die „Bester“ und „Schw.“ Lauten. Was es damit auf sich hat weiß man natürlich zu Anfang nicht. Auch nicht unbedingt was hinter den wählbaren Kürzeln steckt. Daher ist diese Wahl nicht sonderlich einfach, jedoch auch nicht so schlimm, dass man dafür die Demo verteufeln müsste.

Was micht nicht überraschte war die englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln in den Sequenzen und deutschen Texten in den Sprechblasen. Auch die Anime-Zwischensequenz war keine sonderlich große Überraschung, sieht man die bei asiatischen Spielen doch recht häufig. Eher verwundert hatte mich hier der leichte cel-shadingartige Touch, der dabei zu erkennen war.

Auch die Musik war etwas anders als von mir erwartet. So hatte ich einen deutlich epischeren Stil erwartet, bekam dafür aber etwas dynamisch, ja beinahe schon melodisch, passendes serviert. Dazu die ausgezeichnete Grafik, die leider aber die typisch unschönen Kanten hat, die ich eigentlich eher vom 3D-Effekt her kenne.

Übrigens hatte dieser mich ebenfalls positiv überrascht. Denn der 3D-Effekt ist bei „Fire Emblem: Awakening“ so dermaßen gut gelungen, dass man ihn gar nicht mehr wahrnimmt irgendwann. Er passt einfach dermaßen perfekt in das Spiel hinein. Und auch in das grandiose Kampfsystem.

Denn dieses ist einerseits gewohnt klassisch, hat andererseits aber auch eine kreative Nutzung der Nintendo 3DS Funktionen. Wie schon in den Teilen auf dem GameBoy Advance blickt man auf ein als Raster angelegtes Kampffeld, auf denen man seine Einheiten zieht. Abwechselnd agiert man selbst oder der Gegner mit seinen Truppen. Dabei ist es wichtig die Umgebung mit einzuplanen, aber auch die Waffen der Einheiten. So sind beispielsweise Schwerter effektiver gegen Äxte als andersherum, so dass man im Kampf einen Vorteil erlangt.

Übrigens sind die Kämpfe selbst besonders schön anzusehen, wo wir auch bei dem Punkt wären, weshalb ich das Spiel gern als Let’s Play umsetzen würde. Denn sobald zwei Einheiten aufeinander treffen, wechselt die Ansicht und man sieht die Kontrahenten ihre Angriffe ausführen. Dabei kann man sogar die Perspektive wechseln und beispielsweise mit den Augen des eigenen Helden die Aktion erleben. Gerade in Kombination mit dem 3D-Effekt oder wenn man geschickt zwischen den Ansichten wechselt, nimmt das Ganze beinahe schon filmische Choreografiezüge an.

Wer aber darauf keine Lust hat, kann die Kampfhandlungen auch einfach vorwärtsspulen, damit er sie schneller hinter sich hat.

Alles in allem eine grandiose Demo, bei der ich beinahe wieder die kurze Handlungseinführung vergessen hätte. So erwachen wir – als die von uns geschaffene Figur – an einem fremden Ort und ohne jegliche Erinnerung. Glücklichweise treffen wir auf die drei „Hirten“ Chrom, Frederick und Chrom’s Schwester Lissa.

Man will uns zur nächstgelegenen Stadt bringen (wobei auffällt, dass das normale Laufen der Figuren immer wie Hufgetrampel klingt… seeeehr seltsam…), wo überlegt werden soll, was mit uns geschieht. Immerhin scheint gerade dem in dicker Rüstung gekleideten Frederick unsere Amnesie-Situation nicht geheuer, wobei uns die Situation nicht geheuer sein sollte, dass drei „Hirten“ eher wie „Ritter“ gekleidet umherziehen. Dies wird mit der Banditensituation begründet… aaaahja…

Kurz vor der Stadt fällt Lissa jedoch dunkler Rauch auf, offenbar findet ein Angriff stadt, weshalb die Truppe den Dörflern schnell zur Hilfe eilt. Dabei stellt sich heraus, dass unser gedächtnisloser Kamerad sich als geschickter Stratege entpuppt und dank seinen taktischen Anweisungen das Banditengesindel schnell in die Flucht geschlagen werden kann.

Welche Geheimnisse sich jedoch auf den Seiten beider Parteien verbergen, kann man nur in der Vollversion ergründen, was ich definitiv tun werde. Diese kurze, knappe Demo hat in mir die Lust und das Feuer wiedererweckt erneut in die Spielwelt von „Fire Emblem“ versinken zu wollen.

Doch bevor ich wohl einen weiteren Titel meinem Turm der Schande hinzufüge, sollte ich wohl erst einmal das Spielen was sich darauf schon gestapelt hat… oder?

Ansonsten wünsche ich noch ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

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