Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und so
langsam krame ich endlich die Demos raus, die ich mir am längsten aufgesparrt
hatte, da ich hier die meiste Spielzeit, den größten Spielspaß und den
stärksten „Do want!!!“-Faktor hinter erwartet hatte. Den Anfang macht dabei ein
Titel aus der „Fire Emblem“-Reihe, der bereits ein Jahr auf dem Markt ist!
„Fire Emblem: Awakening“ hatte
mich von der ersten Minute an begeistert, gepackt und daran erinnert, warum ich
die „Fire Emblem“-Titel auf dem GameBoy Advance so liebte und ich musste mich
wirklich wundern, dass ich diese Reihe ein wenig aus dem Auge verloren hatte.
So war es nicht verwunderlich, dass mir die 10
Start-Anwendungen viel zu wenige waren, obwohl ich ja nur immer wieder den
Prolog und das erste Kapitel spielen konnte in der Demo. Ein Kauf folgt hier
definitiv und eigentlich ist es schade, dass ich das Spiel nicht auch als Let’s
Play auf meinem Kanal raushauen kann – habe keinen dafür umgebauten Nintendo
3DS –, denn das Spiel bietet einige Besonderheiten, die ich euch so gerne
dadurch zeigen wollen würde.
Doch dazu kommen wir etwas später noch einmal zurück.
Das Spiel beginnt erst einmal damit, dass man den
Schwierigkeitsgrad (Normal, Schwer oder Extrem) wählen kann und danach den
Modus (Anfänger oder Klassisch). Leider hat man gerade beim Modus in der Demo
keine Wahlmöglichkeit und muss den Anfängermodus akzeptieren, bei dem nach
einem Kampf besiegte Einheiten wieder regenriert werden.
Wer andere Teile der Reihe kennt weiß, dass klassischer
Weise besiegte Einheiten leider weg sind. Genau bringt eine zusätzliche
Herausforderung in das Spiel hinein. Wie oft habe ich in früheren Teilen Kämpfe
nochmals von vorne angefangen, weil mir eine Einheit gestorben ist…?
Ja die Figuren wachsen einem schnell ans Herz, so dass man
genau diesen Umstand verhindern will!
Nach dem Schwierigkeitsgrad und Modus, kommt die
Charaktererschaffung dran. Charaktererschaffung? Ich war genauso überrascht
darüber, doch offenbar darf man einen der Haupthelden tatsächlich nach eigenen
Vorstellungen verändern. Nun gut, nicht unbedingt in der Demo, da darf man nur
die Standard-Version bekannt als „Robin“ (die es ganz nebenbei erwähnt und scheinbar
erst gestern frisch enthüllt in das neue „Super Smash Bros.“ für Nintendo 3DS
und Wii U geschafft hat!) wählen.
Aber abgesehen vom Aussehen darf man die anderen wichtigen
Aspekte, wie Geschlecht, Name, Geburtstag wählen. Sogar zwei Punkte die „Bester“
und „Schw.“ Lauten. Was es damit auf sich hat weiß man natürlich zu Anfang
nicht. Auch nicht unbedingt was hinter den wählbaren Kürzeln steckt. Daher ist
diese Wahl nicht sonderlich einfach, jedoch auch nicht so schlimm, dass man
dafür die Demo verteufeln müsste.
Was micht nicht überraschte war die englische Sprachausgabe
mit deutschen Untertiteln in den Sequenzen und deutschen Texten in den
Sprechblasen. Auch die Anime-Zwischensequenz war keine sonderlich große
Überraschung, sieht man die bei asiatischen Spielen doch recht häufig. Eher
verwundert hatte mich hier der leichte cel-shadingartige Touch, der dabei zu
erkennen war.
Auch die Musik war etwas anders als von mir erwartet. So
hatte ich einen deutlich epischeren Stil erwartet, bekam dafür aber etwas
dynamisch, ja beinahe schon melodisch, passendes serviert. Dazu die
ausgezeichnete Grafik, die leider aber die typisch unschönen Kanten hat, die
ich eigentlich eher vom 3D-Effekt her kenne.
Übrigens hatte dieser mich ebenfalls positiv überrascht.
Denn der 3D-Effekt ist bei „Fire Emblem: Awakening“ so dermaßen gut gelungen,
dass man ihn gar nicht mehr wahrnimmt irgendwann. Er passt einfach dermaßen
perfekt in das Spiel hinein. Und auch in das grandiose Kampfsystem.
Denn dieses ist einerseits gewohnt klassisch, hat
andererseits aber auch eine kreative Nutzung der Nintendo 3DS Funktionen. Wie schon
in den Teilen auf dem GameBoy Advance blickt man auf ein als Raster angelegtes
Kampffeld, auf denen man seine Einheiten zieht. Abwechselnd agiert man selbst
oder der Gegner mit seinen Truppen. Dabei ist es wichtig die Umgebung mit
einzuplanen, aber auch die Waffen der Einheiten. So sind beispielsweise
Schwerter effektiver gegen Äxte als andersherum, so dass man im Kampf einen
Vorteil erlangt.
Übrigens sind die Kämpfe selbst besonders schön anzusehen,
wo wir auch bei dem Punkt wären, weshalb ich das Spiel gern als Let’s Play
umsetzen würde. Denn sobald zwei Einheiten aufeinander treffen, wechselt die
Ansicht und man sieht die Kontrahenten ihre Angriffe ausführen. Dabei kann man
sogar die Perspektive wechseln und beispielsweise mit den Augen des eigenen
Helden die Aktion erleben. Gerade in Kombination mit dem 3D-Effekt oder wenn
man geschickt zwischen den Ansichten wechselt, nimmt das Ganze beinahe schon
filmische Choreografiezüge an.
Wer aber darauf keine Lust hat, kann die Kampfhandlungen
auch einfach vorwärtsspulen, damit er sie schneller hinter sich hat.
Alles in allem eine grandiose Demo, bei der ich beinahe
wieder die kurze Handlungseinführung vergessen hätte. So erwachen wir – als die
von uns geschaffene Figur – an einem fremden Ort und ohne jegliche Erinnerung.
Glücklichweise treffen wir auf die drei „Hirten“ Chrom, Frederick und Chrom’s Schwester
Lissa.
Man will uns zur nächstgelegenen Stadt bringen (wobei
auffällt, dass das normale Laufen der Figuren immer wie Hufgetrampel klingt…
seeeehr seltsam…), wo überlegt werden soll, was mit uns geschieht. Immerhin
scheint gerade dem in dicker Rüstung gekleideten Frederick unsere
Amnesie-Situation nicht geheuer, wobei uns die Situation nicht geheuer sein
sollte, dass drei „Hirten“ eher wie „Ritter“ gekleidet umherziehen. Dies wird
mit der Banditensituation begründet… aaaahja…
Kurz vor der Stadt fällt Lissa jedoch dunkler Rauch auf,
offenbar findet ein Angriff stadt, weshalb die Truppe den Dörflern schnell zur
Hilfe eilt. Dabei stellt sich heraus, dass unser gedächtnisloser Kamerad sich
als geschickter Stratege entpuppt und dank seinen taktischen Anweisungen das
Banditengesindel schnell in die Flucht geschlagen werden kann.
Welche Geheimnisse sich jedoch auf den Seiten beider
Parteien verbergen, kann man nur in der Vollversion ergründen, was ich
definitiv tun werde. Diese kurze, knappe Demo hat in mir die Lust und das Feuer
wiedererweckt erneut in die Spielwelt von „Fire Emblem“ versinken zu wollen.
Doch bevor ich wohl einen weiteren Titel meinem Turm der
Schande hinzufüge, sollte ich wohl erst einmal das Spielen was sich darauf
schon gestapelt hat… oder?
Ansonsten wünsche ich noch
‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus
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