Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und
eigentlich wollte ich heute ja über „Professor Layton“ schreiben. Doch nachdem
ich „Batman: Arkham Asylum“ die Tage durchgespielt habe, dachte ich mir dass
ich darüber schreiben sollte solange die Spielerfahrung quasi noch ganz frisch
ist. Aus diesem Grund der kleine Wechsel, dafür geht es dann mit dem
Rätselmeister in der nächsten Woche weiter. Versprochen!
Schon lange wollte ich die
aktuelle „Batman“-Reihe ja in angriff nehmen und nachdem sich eine günstige
Möglichkeit für mich bot, dachte ich mir: „Jetzt oder nie“.
So landete das Spiel in meiner
PlayStation 3 und wurde in jeder möglichen Minute die ich frei hatte auch
gesuchtet. Zu anfang musste ich mich jedoch ein wenig in die Steuerung erst
hineingewöhnen, da ich sie doch als etwas hakelig empfand. Womöglich lag das
aber auch an der ungewöhnlichen Kameraperspektive, da man dem weltbesten
Detektiv – nein, nicht Sherlock Holmes, wir waren doch bei Batman! – im
wahrsten Sinne des Wortes über die Schulter schauen darf.
Vielleicht war es aber auch
nur das gefühlt schwerfällige bewegen unseres tollsten Superhelden des
DC-Universums, was mich ein wenig aus dem Konzept brachte…?
Sobald aber die Schergen des
Jokers in der Nähe rumtingeln, wechselt die Kameraansicht in eine typische
Rückenverfolgung von schräg oben. Im Kampf ist das durchaus besser so, da man
alles besser überblicken kann. Und vor allem: Plötzlich kann Batman geschwind
und geschickt wie eine Gazelle rumspringen, um allen eins aufs Maul zu
verpassen… was zum?!
Die Steuerung im Kampf ist
recht simpel gehalten. Eine Taste für Angriff, eine für Ausweichen und eine
fürs Kontern. Dennoch habe ich oft genug eines auf den Deckel gekriegt. Lag
leider nur daran, dass ich langsam wie ein Faultier war, für den
gepardenschnellen dunklen Ritter.
Die deutsche Synchronisation
hat mir sehr gefallen, wobei ich die deutsche Filmstimme von Christian Bale
noch immer sehr gewöhnungsbedürftig finde. Mit dem werde ich einfach nicht
warm. Aber ansonsten tolle Sprecher und eine grandios, düsterer Soundtrack
runden den akkustischen Ohrenschmaus ab.
Zum Glück muss sich die Grafik
nicht dahinter verstecken. Das Spiel ist drei Jahre nach erscheinen der Konsole
herausgekommen und hat damit einiges an Qualität auf der Brust, aber wie man an
den Nachfolgetiteln sieht, war da tatsächlich auch noch Luft nach oben. Ich persönlich
war trotz wunderbarer Grafik verleitet dauernd in dem sogenannten „Detective-Mode“
rumzulaufen, womit man die Umgebung abscannen kann nach Spuren, Hinweisen oder
einfach nur den Gegnern die um die Ecke bereits auf uns lauern.
Ohne diesen Modus hätte ich
wohl auch einige der viel zu entdeckenden Kleinigkeiten verpasst. Beispielsweise
die Riddler-Trophäen, die Riddler-Rätsel, die Tonbänder oder die versteckten Symbolsteine
des Amadeus Arkham, wodurch wir durch seinen Geist seine Geschichte erfahren.
Es gibt somit zahlreich zu tun, selbst neben der Handlung des Spiels und somit
reichlich zusätzlichen Spielspaß!
Der nächste positivie Punkt
sind die Bosskämpfe. Nun ja, sagen wir die Bosskämpfe die wirklich kreativ
sind. Nicht alle sind gut, da einige sich darauf reduzieren, dass wir
haufenweise Untergebene niederknüppeln. Leider auch… ach ne, moment:
SPOILERALARM!!!
So, jetzt aber. Der letzte
Endbosskampf gegen Joker höchst persönlich, endet leider in einem
Jokerhandlangergemetzel, trotz pompösen Auftretens des wahnsinnigen Verbrechers…
ein wenig frustierend muss ich schon sagen…
SPOILERALARM WIEDER
AUS!!!
Dagegen machen die Kämpfe mit
Bane, Poison Ivy, Scarecrow und Killer Croc deutlich mehr Spaß. Gut, ob man
Killer Croc als Boss betrachten will ist fraglich, da er einen ganzen
Spielabschnitt dominiert, aber es machte sau viel Spaß – obwohl ich nirgends so
oft krepiert bin, wie gegen das verfluchte Krokodil!
Wenn man aber noch eine
negative Sache anprangern will, muss man die KI heranziehen. So macht das
taktische Ausschalten deutlich mehr Spaß, als große Massenschlägereien. Nicht
nur weil es lebensbalkenschonender ist, sondern auch die Herausforderung mit
den eigenen Werkzeugen möglichst effektiv eine Truppe von Leuten auseinander zu
pflücken hat einen unheimlich hohen Reizfaktor. Nur muss man sich manchmal
wundern wie stumpf sich die Handlanger gegenseitig beschützen.
Spätestens wenn man zwei Kerle
dabei beobachtet, wie sie nebeneinander irgendwelche Steine mit der Spitzhacke
bearbeiten und man zu einem von ihnen schleicht zwecks lautlosem ausschalten,
der Kerl direkt daneben sich aber
keinen Millimeter bewegt um dies zu verhindern oder wenigstens Alarm zu
schlagen, wundert man sich doch ein wenig über die Teamfähigkeit der heutigen
Verbrecher…
Traurig, traurig…
Ich freu mich nun wie ein Schneekönig demnächst mit „Batman:
Arkham City“ weiter zu machen, wann dazu der Beitrag aber folgt kann ich leider
nicht voraussagen. Hängt davon ab wie ich zeitlich gesehen zum Spielen komme.
Kann es sein, dass ich ein wenig die Handlung unterschlagen
habe? Jaaaaaa… ähm… schnell nachholen: Es beginnt alles ganz harmlos mit der
Überstellung des gefangenen Jokers in das Arkham Asylum. Dummerweise werden auch
unzählige Insassen des Blackgate Gefängnisses gerade dorthin verfrachtet, da
ein Brand in Blackgate gewütet hatte. Zwar merkt Batman schon bald, dass etwas
nicht stimmt, dennoch kann Harley Quinn Joker befreien und dieser die Insel auf
der die Psychatrie steht unter seine Kontrolle bringen. Offenbar war alles von
Anfang an bereits so geplant gewesen, doch Batman wäre nicht der dunkle Ritter,
wenn er die Party nicht zu sprengen vorhätte!
Nun haben wir aber alles und
ich gehe schnell mal den Nachfolger anfangen, bevor ich wieder arbeiten darf,
daher euch nun ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus
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