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Sonntag, 6. Juli 2014

Große Party in der Anstalt und wir sind der Ehrengast

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und eigentlich wollte ich heute ja über „Professor Layton“ schreiben. Doch nachdem ich „Batman: Arkham Asylum“ die Tage durchgespielt habe, dachte ich mir dass ich darüber schreiben sollte solange die Spielerfahrung quasi noch ganz frisch ist. Aus diesem Grund der kleine Wechsel, dafür geht es dann mit dem Rätselmeister in der nächsten Woche weiter. Versprochen!

Schon lange wollte ich die aktuelle „Batman“-Reihe ja in angriff nehmen und nachdem sich eine günstige Möglichkeit für mich bot, dachte ich mir: „Jetzt oder nie“.

So landete das Spiel in meiner PlayStation 3 und wurde in jeder möglichen Minute die ich frei hatte auch gesuchtet. Zu anfang musste ich mich jedoch ein wenig in die Steuerung erst hineingewöhnen, da ich sie doch als etwas hakelig empfand. Womöglich lag das aber auch an der ungewöhnlichen Kameraperspektive, da man dem weltbesten Detektiv – nein, nicht Sherlock Holmes, wir waren doch bei Batman! – im wahrsten Sinne des Wortes über die Schulter schauen darf.

Vielleicht war es aber auch nur das gefühlt schwerfällige bewegen unseres tollsten Superhelden des DC-Universums, was mich ein wenig aus dem Konzept brachte…?

Sobald aber die Schergen des Jokers in der Nähe rumtingeln, wechselt die Kameraansicht in eine typische Rückenverfolgung von schräg oben. Im Kampf ist das durchaus besser so, da man alles besser überblicken kann. Und vor allem: Plötzlich kann Batman geschwind und geschickt wie eine Gazelle rumspringen, um allen eins aufs Maul zu verpassen… was zum?!

Die Steuerung im Kampf ist recht simpel gehalten. Eine Taste für Angriff, eine für Ausweichen und eine fürs Kontern. Dennoch habe ich oft genug eines auf den Deckel gekriegt. Lag leider nur daran, dass ich langsam wie ein Faultier war, für den gepardenschnellen dunklen Ritter.

Die deutsche Synchronisation hat mir sehr gefallen, wobei ich die deutsche Filmstimme von Christian Bale noch immer sehr gewöhnungsbedürftig finde. Mit dem werde ich einfach nicht warm. Aber ansonsten tolle Sprecher und eine grandios, düsterer Soundtrack runden den akkustischen Ohrenschmaus ab.

Zum Glück muss sich die Grafik nicht dahinter verstecken. Das Spiel ist drei Jahre nach erscheinen der Konsole herausgekommen und hat damit einiges an Qualität auf der Brust, aber wie man an den Nachfolgetiteln sieht, war da tatsächlich auch noch Luft nach oben. Ich persönlich war trotz wunderbarer Grafik verleitet dauernd in dem sogenannten „Detective-Mode“ rumzulaufen, womit man die Umgebung abscannen kann nach Spuren, Hinweisen oder einfach nur den Gegnern die um die Ecke bereits auf uns lauern.

Ohne diesen Modus hätte ich wohl auch einige der viel zu entdeckenden Kleinigkeiten verpasst. Beispielsweise die Riddler-Trophäen, die Riddler-Rätsel, die Tonbänder oder die versteckten Symbolsteine des Amadeus Arkham, wodurch wir durch seinen Geist seine Geschichte erfahren. Es gibt somit zahlreich zu tun, selbst neben der Handlung des Spiels und somit reichlich zusätzlichen Spielspaß!

Der nächste positivie Punkt sind die Bosskämpfe. Nun ja, sagen wir die Bosskämpfe die wirklich kreativ sind. Nicht alle sind gut, da einige sich darauf reduzieren, dass wir haufenweise Untergebene niederknüppeln. Leider auch… ach ne, moment:

SPOILERALARM!!!
So, jetzt aber. Der letzte Endbosskampf gegen Joker höchst persönlich, endet leider in einem Jokerhandlangergemetzel, trotz pompösen Auftretens des wahnsinnigen Verbrechers… ein wenig frustierend muss ich schon sagen…
SPOILERALARM WIEDER AUS!!!

Dagegen machen die Kämpfe mit Bane, Poison Ivy, Scarecrow und Killer Croc deutlich mehr Spaß. Gut, ob man Killer Croc als Boss betrachten will ist fraglich, da er einen ganzen Spielabschnitt dominiert, aber es machte sau viel Spaß – obwohl ich nirgends so oft krepiert bin, wie gegen das verfluchte Krokodil!

Wenn man aber noch eine negative Sache anprangern will, muss man die KI heranziehen. So macht das taktische Ausschalten deutlich mehr Spaß, als große Massenschlägereien. Nicht nur weil es lebensbalkenschonender ist, sondern auch die Herausforderung mit den eigenen Werkzeugen möglichst effektiv eine Truppe von Leuten auseinander zu pflücken hat einen unheimlich hohen Reizfaktor. Nur muss man sich manchmal wundern wie stumpf sich die Handlanger gegenseitig beschützen.

Spätestens wenn man zwei Kerle dabei beobachtet, wie sie nebeneinander irgendwelche Steine mit der Spitzhacke bearbeiten und man zu einem von ihnen schleicht zwecks lautlosem ausschalten, der Kerl direkt daneben sich aber keinen Millimeter bewegt um dies zu verhindern oder wenigstens Alarm zu schlagen, wundert man sich doch ein wenig über die Teamfähigkeit der heutigen Verbrecher…

Traurig, traurig…

Ich freu mich nun wie ein Schneekönig demnächst mit „Batman: Arkham City“ weiter zu machen, wann dazu der Beitrag aber folgt kann ich leider nicht voraussagen. Hängt davon ab wie ich zeitlich gesehen zum Spielen komme.

Kann es sein, dass ich ein wenig die Handlung unterschlagen habe? Jaaaaaa… ähm… schnell nachholen: Es beginnt alles ganz harmlos mit der Überstellung des gefangenen Jokers in das Arkham Asylum. Dummerweise werden auch unzählige Insassen des Blackgate Gefängnisses gerade dorthin verfrachtet, da ein Brand in Blackgate gewütet hatte. Zwar merkt Batman schon bald, dass etwas nicht stimmt, dennoch kann Harley Quinn Joker befreien und dieser die Insel auf der die Psychatrie steht unter seine Kontrolle bringen. Offenbar war alles von Anfang an bereits so geplant gewesen, doch Batman wäre nicht der dunkle Ritter, wenn er die Party nicht zu sprengen vorhätte!

Nun haben wir aber alles und ich gehe schnell mal den Nachfolger anfangen, bevor ich wieder arbeiten darf, daher euch nun ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

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