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Freitag, 18. Juli 2014

Kannst du ein Team ganz groß werden lassen?

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und wie versprochen folgen heute die anderen beiden Fußballmanagerspiele, mit denen ich mich beschäftigt habe, angestachelt durch das WM-Feeling. Ich muss gestehen, drei davon werde ich höchst wahrscheinlich schon bald wieder vom Handy runterhauen, jetzt wo die Fußballeuphorie langsam abflacht, doch eines ist so gut dass ich daran wohl noch etwas kleben bleiben werde. Welches das ist, werdet ihr am Ende des Beitrags erfahren. Jetzt geht es erst einmal los mit…

PES Manager
„PES Manager“ steht natürlich für „Pro Evolution Soccer Manager“ und damit unter der Publisherflagge des Hauses Konami erschienen. Natürlich ist auch bekannt, dass „PES“ und „FIFA“ von EA die großen Namen sind, wenn es um Fußballsimulationen auf den Konsolen geht. Die Frage ist nur, ob „PES Manager“ auf dem Managerspielemarkt ebenfalls so groß ist.

Zumindest fällt der – ich möchte fast schon protzige – Look des Spiels auf. Super Grafikleistung, die das Handy zum Glühen bringt (ein Wärmekissenersatz für den Winter? Genial, Konami!), und eine realistische Optik die sich locker an PlayStation 2 Grafik annähert.

Leider ist das Spiel durch seine Gestaltung auch sehr überladen und verwirrend aufgebaut, so dass ich persönlich mich einige Zeit in der Menüführung nicht zu Recht fand.

Hinzu kommt, dass ich es ohne W-LAN-Verbindung kaum richtig spielen konnte, da es extrem viele Daten frisst durch seinen megarealistischen Grafikstil und die damit auch verbundene hohe Grafik- und Rechenleistung des Handys. Kein Wunder also, dass das Smartphone da schnell mal zum Fingergrill wird… hmmm, lecker (Finger)Würstchen!

Zusätzlich empfand ich es als extrem nervig und unnütz, dass ganze Spiele simuliert und abgespielt wurden, wenn mal als Spieler ohnehin nicht eingreifen und interagieren kann. Selbst also wenn man den schnellsten Abspielmodus wählt (nur Highlight-Szenen anzeigen), sitzt man so locker 3 bis 5 Minuten vorm Handy und schaut virtuellen Heinis beim Fußball spielen zu… vielen Dank auch!

Egal wie toll die Grafik dabei auch sein mag, da reicht es mir dann auch einfach, wenn ich nur einen Zeitstrahl habe, wo die Ereignisse kurz eingeblendet werden und nach 30 Sekunden alles rum ist, so dass ich weiterspielen kann.

Wer jetzt mich ausbremsen will, nach dem Motto: „Ja, Mensch, einmal am Tag wirste die Zeit wohl haben, oder?“
Dem entgegne ich: „Einmal am Tag?! Wohl eher 10mal!“

Anders als typische Managerspiele wird hier nicht mit klassischem Ligasystem gearbeitet, sondern wie bei „FM Football“ mit einem „Fantasy Sport“-Stil. Wobei die realen Spieler hier als eine Art Karte existieren, aufgelevelt werden können, in dem man andere Spielerkarten (Abzeichen genannt) als Verbesserungsmaterial verwendet und sich so sein Top-Team gestaltet…

Irgendwie ist da die gesamte Aufmachung einfach nicht sonderlich ansprechend für mich gewesen…

Denn obwohl es „FM Football“ wie gesagt ähnelt und grafisch überbietet, zeigt sich doch dass dies nicht alles ist. So schafft „PES Manager“ es nicht diesen „Fantasy Sport“-Charme des Konkurrenten mitzunehmen und dadurch zu begeistern.

Nun will ich zum Abschluss noch kurz auf mögliche InApp-Käufe zu sprechen kommen und die Frage angehen in wie weit das Spiel ein „Free-to-Play“-Titel ist? Um Matches auszutragen, brauch man sogenannte Game Points. Davon hat man mehr, wenn man ein höheres Manager-Level erreicht und sie regenieren auch von selbst wieder. Doch die ganz ungeduldigen, können natürlich auch einfach Game Points kaufen, um so am Tag mehr Matches auszutragen und damit schneller sich zu verbessern.

Dafür brauch man Energy Balls, die man im Spiel auch auf diverse Weise erhalten kann oder man kauft sie sich einfach für echtes Geld. In sofern haben wir hier hauptsächlich InApp-Käufe zur verschnellern des Erfolges und damit steht das Spiel irgendwo auch schon auf der Kippe zwischen „Free-to-Play“ und „Pay-to-Win“. Oftmals gehen nämlich solche Verschnellerungen auch mit purem Erfolg einher. Sprich zahl oder verlier.

Ich glaube es ist also nicht sonderlich verwunderlich, dass ich nach weniger als einer Woche, mich von diesem Spiel wieder abgewandt habe.

Top Eleven
Als letzten Vertreter hätten wir „Top Eleven“, das Spiel welches von allen vier vorgestellten mit über 300 Bewertungen im AppStore nicht nur die Meisten hat, sondern auch fast nur Bewertungen im 5 Sterne Bereich!

Ich muss auch gestehen, dass ich nicht allzu viel zu diesem Spiel zu erzählen habe. Es ist minimalistisch gehalten, hat dazu eine einfache und übersichtliche Gestaltung, die für die eingespielteren Manager auch so manche zusätzliche Option und Möglichkeit noch im Verborgenen bereit hält – im wahrsten Sinne sogar!

Die Grafik sieht gut aus, hat etwas cel-shading- oder comicartiges – es fällt mir schwer den Look eindeutig irgendwo einzuordnen – und reicht auch für das Spiel völlig aus. Denn da man ohnehin nicht viel Zeit am Tah investieren muss, um doch erfolgreich zu sein, sind solche Luxusprobleme wie tolle Grafik oder bombastische Effekte irrelevant.

Natürlich kann man auch hier sein Geld reinstecken und dies in Form von Tokens, die man aber auch durch Sponsorenverträge bekommen könnte. Die Tokens widerum kann man für Vereinsshopkäufe, wie etwa Wappen oder Trikots raushauen.

Oder man verkürzt damit die Bauzeiten des eigenen Stadions – wo man von Anfang an schon Umbauarbeiten leisten kann.

Auch der Kauf von Paketen ist dadurch möglich. Diese können Moral oder Kondition der Spieler verbessern oder die Ausfallzeit verletzter Spieler verkürzen. Auch hier ist der Kauf ein „kann“, kein „muss“, denn diese Pakete lassen sich ebenfalls auf andere Weise im Spiel erhalten. Wie jedoch schon bei den Tokens: langsamer und weniger halt.

Das einzig wirklich negativ aufstoßende ist, dass man bei jedem Gebot und / oder Kauf auf dem Transfermarkt auch einen Token mit ausgeben muss. Gerade wenn man dann auch mal überboten wird, ist so etwas zum Kotzen…

Abgesehen von diesem Manko ist es für mich das Beste aller hier vorgestellten Managerspiele. Leider aber im Fazit gesehen, aber auch ein Spiel mit zwar hohem Niveau und Spielspaßfaktor, wo man in den höheren Ligen vermutlich nicht ohne Geldinvestition weiterkommen wird. Daher vermute ich hier in späteren Verlauf eine starke „Pay-to-Win“-Tendenz gerade durch die vorhin erwähnten, kaufbaren Pakete!

Bis man den Punkt erreicht hat, wo ich vermute dass durch „Pay-to-Win“ einem der Spielspaß kaputt gemacht wird, hat man aber sehr lange etwas von diesem „kostenlosen“ Spiel.


Oh und ganz wichtig! Wem es auf dem Handy zu klein ist, kann „Top Eleven“ auch auf dem PC über Facebook oder Browsern wie Chrome spielen.

Das Wetter ist draußen ist super, also solltet ihr aber lieber richtigen Fußball spielen und ‘nen schönen Tag haben, ich geh mit gutem Beispiel voran, darum nun cheerio!
Euer King Sirus

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