Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und
wie versprochen folgen heute die anderen beiden Fußballmanagerspiele, mit denen
ich mich beschäftigt habe, angestachelt durch das WM-Feeling. Ich muss
gestehen, drei davon werde ich höchst wahrscheinlich schon bald wieder vom
Handy runterhauen, jetzt wo die Fußballeuphorie langsam abflacht, doch eines
ist so gut dass ich daran wohl noch etwas kleben bleiben werde. Welches das
ist, werdet ihr am Ende des Beitrags erfahren. Jetzt geht es erst einmal los
mit…
PES Manager
„PES Manager“ steht natürlich für „Pro Evolution Soccer
Manager“ und damit unter der Publisherflagge des Hauses Konami erschienen.
Natürlich ist auch bekannt, dass „PES“ und „FIFA“ von EA die großen Namen sind,
wenn es um Fußballsimulationen auf den Konsolen geht. Die Frage ist nur, ob „PES
Manager“ auf dem Managerspielemarkt ebenfalls so groß ist.
Zumindest fällt der – ich möchte fast schon protzige – Look
des Spiels auf. Super Grafikleistung, die das Handy zum Glühen bringt (ein
Wärmekissenersatz für den Winter? Genial, Konami!), und eine realistische Optik
die sich locker an PlayStation 2 Grafik annähert.
Leider ist das Spiel durch seine Gestaltung auch sehr
überladen und verwirrend aufgebaut, so dass ich persönlich mich einige Zeit in
der Menüführung nicht zu Recht fand.
Hinzu kommt, dass ich es ohne W-LAN-Verbindung kaum richtig
spielen konnte, da es extrem viele Daten frisst durch seinen megarealistischen
Grafikstil und die damit auch verbundene hohe Grafik- und Rechenleistung des
Handys. Kein Wunder also, dass das Smartphone da schnell mal zum Fingergrill
wird… hmmm, lecker (Finger)Würstchen!
Zusätzlich empfand ich es als extrem nervig und unnütz,
dass ganze Spiele simuliert und abgespielt wurden, wenn mal als Spieler ohnehin
nicht eingreifen und interagieren kann. Selbst also wenn man den schnellsten
Abspielmodus wählt (nur Highlight-Szenen anzeigen), sitzt man so locker 3 bis 5
Minuten vorm Handy und schaut virtuellen Heinis beim Fußball spielen zu… vielen
Dank auch!
Egal wie toll die Grafik dabei auch sein mag, da reicht es
mir dann auch einfach, wenn ich nur einen Zeitstrahl habe, wo die Ereignisse
kurz eingeblendet werden und nach 30 Sekunden alles rum ist, so dass ich
weiterspielen kann.
Wer jetzt mich ausbremsen will, nach dem Motto: „Ja,
Mensch, einmal am Tag wirste die Zeit wohl haben, oder?“
Dem entgegne ich: „Einmal am Tag?! Wohl eher 10mal!“
Anders als typische Managerspiele wird hier nicht mit
klassischem Ligasystem gearbeitet, sondern wie bei „FM Football“ mit einem „Fantasy
Sport“-Stil. Wobei die realen Spieler hier als eine Art Karte existieren,
aufgelevelt werden können, in dem man andere Spielerkarten (Abzeichen genannt)
als Verbesserungsmaterial verwendet und sich so sein Top-Team gestaltet…
Irgendwie ist da die gesamte Aufmachung einfach nicht
sonderlich ansprechend für mich gewesen…
Denn obwohl es „FM Football“ wie gesagt ähnelt und grafisch
überbietet, zeigt sich doch dass dies nicht alles ist. So schafft „PES Manager“
es nicht diesen „Fantasy Sport“-Charme des Konkurrenten mitzunehmen und dadurch
zu begeistern.
Nun will ich zum Abschluss noch kurz auf mögliche
InApp-Käufe zu sprechen kommen und die Frage angehen in wie weit das Spiel ein „Free-to-Play“-Titel
ist? Um Matches auszutragen, brauch man sogenannte Game Points. Davon hat man
mehr, wenn man ein höheres Manager-Level erreicht und sie regenieren auch von
selbst wieder. Doch die ganz ungeduldigen, können natürlich auch einfach Game
Points kaufen, um so am Tag mehr Matches auszutragen und damit schneller sich
zu verbessern.
Dafür brauch man Energy Balls, die man im Spiel auch auf
diverse Weise erhalten kann oder man kauft sie sich einfach für echtes Geld. In
sofern haben wir hier hauptsächlich InApp-Käufe zur verschnellern des Erfolges
und damit steht das Spiel irgendwo auch schon auf der Kippe zwischen „Free-to-Play“
und „Pay-to-Win“. Oftmals gehen nämlich solche Verschnellerungen auch mit purem
Erfolg einher. Sprich zahl oder verlier.
Ich glaube es ist also nicht sonderlich verwunderlich, dass
ich nach weniger als einer Woche, mich von diesem Spiel wieder abgewandt habe.
Top Eleven
Als letzten Vertreter hätten wir „Top Eleven“, das Spiel
welches von allen vier vorgestellten mit über 300 Bewertungen im AppStore nicht
nur die Meisten hat, sondern auch fast nur Bewertungen im 5 Sterne Bereich!
Ich muss auch gestehen, dass ich nicht allzu viel zu diesem
Spiel zu erzählen habe. Es ist minimalistisch gehalten, hat dazu eine einfache
und übersichtliche Gestaltung, die für die eingespielteren Manager auch so
manche zusätzliche Option und Möglichkeit noch im Verborgenen bereit hält – im wahrsten
Sinne sogar!
Die Grafik sieht gut aus, hat etwas cel-shading- oder comicartiges
– es fällt mir schwer den Look eindeutig irgendwo einzuordnen – und reicht auch
für das Spiel völlig aus. Denn da man ohnehin nicht viel Zeit am Tah
investieren muss, um doch erfolgreich zu sein, sind solche Luxusprobleme wie
tolle Grafik oder bombastische Effekte irrelevant.
Natürlich kann man auch hier sein Geld reinstecken und dies
in Form von Tokens, die man aber auch durch Sponsorenverträge bekommen könnte.
Die Tokens widerum kann man für Vereinsshopkäufe, wie etwa Wappen oder Trikots
raushauen.
Oder man verkürzt damit die Bauzeiten des eigenen Stadions –
wo man von Anfang an schon Umbauarbeiten leisten kann.
Auch der Kauf von Paketen ist dadurch möglich. Diese können
Moral oder Kondition der Spieler verbessern oder die Ausfallzeit verletzter
Spieler verkürzen. Auch hier ist der Kauf ein „kann“, kein „muss“, denn diese
Pakete lassen sich ebenfalls auf andere Weise im Spiel erhalten. Wie jedoch
schon bei den Tokens: langsamer und weniger halt.
Das einzig wirklich negativ aufstoßende ist, dass man bei
jedem Gebot und / oder Kauf auf dem Transfermarkt auch einen Token mit ausgeben
muss. Gerade wenn man dann auch mal überboten wird, ist so etwas zum Kotzen…
Abgesehen von diesem Manko ist es für mich das Beste aller
hier vorgestellten Managerspiele. Leider aber im Fazit gesehen, aber auch ein
Spiel mit zwar hohem Niveau und Spielspaßfaktor, wo man in den höheren Ligen
vermutlich nicht ohne Geldinvestition weiterkommen wird. Daher vermute ich hier
in späteren Verlauf eine starke „Pay-to-Win“-Tendenz gerade durch die vorhin
erwähnten, kaufbaren Pakete!
Bis man den Punkt erreicht hat, wo ich vermute dass durch „Pay-to-Win“
einem der Spielspaß kaputt gemacht wird, hat man aber sehr lange etwas von
diesem „kostenlosen“ Spiel.
Oh und ganz wichtig! Wem es auf dem Handy zu klein ist,
kann „Top Eleven“ auch auf dem PC über Facebook oder Browsern wie Chrome
spielen.
Das Wetter ist draußen ist
super, also solltet ihr aber lieber richtigen Fußball spielen und ‘nen schönen
Tag haben, ich geh mit gutem Beispiel voran, darum nun cheerio!
Euer King Sirus
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