Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und
wer kennt nicht das im Titel beschriebene Szenario? Ein Stimmungsmachergarant,
so würde ich jeden Titel aus der „Mario Kart“-Reihe bezeichnen. Aber auf der
Nintendo Wii – die sich als Party-, Familien- und Casualgamerkonsole für alles
und jeden sieht – durfte es auf keinen Fall fehlen. Das
gute „Mario Kart Wii“.
Auf vier Strecken jeweils in
acht verschiedenen Cups, liefern sich die Spieler wahlweise auf Kart oder
Motorrad spannende Rennen. Die einen sliden dabei durch die Strecke, während die
Anderen tollste Luftstunts präsentieren, um sich einen entscheidenden
Speedboost zu ergattern.
Aber dies sind nicht die
einzigen Unterschiede der fahrbaren Untersetzer. Generell haben sie
unterschiedliche Vor-, aber auch Nachteile, so dass die richtige Wahl des
Fahrzeugs entscheidend für den Sieg sein kann, noch bevor ein Motor zu röhren
begonnen hat.
Die Motorräder sind
beispielsweise schneller und wendiger, als die sperrigen Karts. Da bei diesem
Spiel die gegenseitige Sabotage aber ein großer Spaßfaktor ist, wird man als
Motorradfahrer schnell zum Hauptziel aller Rempelversuche. Denn dagegen haben
sie nicht viel entgegen zu setzen.
Die Karts sind natürlich da
schon wesentlich stoßsicherer und haben auch ein besseres Handling. Gerade für
Anfänger sicherlich die bessere Wahl. Dafür ist die Beschleunigung einfach
schlechter und so frisst man schnell mal den Staub anderer.
So oder so, gekämpft wird wie
eh und je mit harten Bandagen und kuriosen Waffen. Rote
Zielsuchschildkrötenpanzer, Raketenform für ein schnelles Vorankommen, Blitze
die alle Gegner schrumpfen oder der gehasste, wie auch geliebte fliegende,
blaue Panzer.
Neben den altbekannten Waffen,
sind aber auch einige Neue dabei, die den Rachefaktor schön in die Höhe
treiben. Sei es der POW-Block, der Wolkenblitz oder der Maxi-Pilz. Es ist immer
wieder schön was für neue Waffen sich finden und damit die Möglichkeiten
erweitert werden, die Gegner von den vorderen Rängen nach hinten zu verbannen.
Die Strecken sind grafisch und
ideentechnisch eine Pracht und sind auch ohne Mitstreiter, die einem alles
Mögliche und Unmögliche um die Ohren hauen, eine Herausforderung. Besonders
genial fand ich die Idee, dass ganze vier der acht möglichen Cups mit Strecken
alter Titel besetzt wurden. So konnte man einige der alten Lieblingsstrecken in
neuem Gewand bestaunen und sich daran noch einmal wagen und messen.
So habe ich es geliebt mich
durch das „Geistertal 2“ und „Marios Piste 3“ durchzuschlagen. Immerhin habe
ich schon auf dem SNES dieses Spiel gespielt und so ein Stück Kindheit wieder
genossen.
Dazu dann noch der
Spiegelmodus und schon hat man das Gefühl, dass aus Streckenklassikern von
früher, gänzlich neue geworden sind. Denn so einfach wie es klingt die
altbekannten Pfade spiegelverkehrt zu fahren, ist es dann doch irgendwie nicht.
In welche Richtung das in
Zukunft noch gehen wird, kann man inzwischen auch bereits auf dem 3DS und der
Wii U mit den neuen Titeln der Serie bestaunen. Oder auch nicht, denn auf den
Wii U-Teil müssen wir uns leider noch ein wenig gedulden. Doch immerhin soll es
ja diesen Frühling schon erscheinen und ich bin auch bereits ganz heiß drauf.
Doch zurück zum Wii-Ableger.
Die Anzahl der Fahrer und freispielbaren Fahrer war in Ordnung (immerhin
insgesamt 24 Fahrer), für mich ist da aber noch Luft nach oben und der Wunsch,
dass es irgendwann in so eine Richtung wie bei „Super Smash Bros.“ ginge. Nicht
das ich gierig wäre, aber mit Pikachu durch die Gegend brettern hätte doch auch
mal was, oder?
Schade war die eher negative
Entwicklung in den Minispielen. Wo nur noch große Teammatches möglich sind und
keine klassischen Duelle oder Vier-Mann-Battle-Royal! Auch das man zeitliche
auf ich glaub drei Minuten oder so beschränkt wird, ist da eher eine
Entwicklung in die falsche Richtung.
Warum versteht wohl keiner,
aber hier wäre eine Besinnung zu den Wurzeln ganz gut, weil man vermisst die
alte Form der Ballonjagd ziemlich schnell.
Toll sind in dem Bereich
jedoch die Auswahl an Karten. So stehen nicht nur fünf neue Arenen einem zur
Verfügung, sondern – wie schon in den Cups – es feiern auch hier einige
Klassiker ihr Comeback und das in frischer, moderner Optik.
Zum Abschluss möchte ich noch
auf den Online-Modus verweisen. Egal wie gut man sich meint in „Mario Kart“,
sobald man online geht und gegen bis zu 11 Spieler aus der ganzen Welt versucht
zu messen, merkt man schnell dass man noch lange nicht gut genug ist.
Es sei denn man weiß die
grandiose Steuerung zu nutzen. Denn so gut man vielleicht mit einem Controller
spielen kann, die Möglichkeiten des „Wii Wheels“ sind schier endlos. Viele sind
auf dieses neue Gimmick umgestiegen, da die Steuerung präziser ist, jedoch auch
schwieriger. Schnell übersteuert man oder rammt eine Wand.
Wer jedoch lernt mit dem „Wii
Wheel“ zu fahren, dürfte die normalen „Controller“-Spieler weit hinter sich
lassen. Und wieder beweist es, dass es am Ende Nintendo selbst ist, der die
Möglichkeiten seiner innovativen Konsole zu nutzen weiß und damit den großen Erfolg
einheimst.
Egal wie sich die Serie noch entwickelt, es dürfte schwer
werden diesen Partyspaß tot zu kriegen. Dafür rammt man seine Freunde doch zu
gern in unbesiegbaren Sternmodus oder legt ihnen eine Bananenschale vor die
Nase.
Also habt ‘nen schönen Tag und
cheerio!
Euer King Sirus
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