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Sonntag, 26. Januar 2014

Ich bin Erster! Da ist das Ziel! Und… da ein blauer Panzer… Dammit…

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und wer kennt nicht das im Titel beschriebene Szenario? Ein Stimmungsmachergarant, so würde ich jeden Titel aus der „Mario Kart“-Reihe bezeichnen. Aber auf der Nintendo Wii – die sich als Party-, Familien- und Casualgamerkonsole für alles und jeden sieht – durfte es auf keinen Fall fehlen. Das gute „Mario Kart Wii“.

Auf vier Strecken jeweils in acht verschiedenen Cups, liefern sich die Spieler wahlweise auf Kart oder Motorrad spannende Rennen. Die einen sliden dabei durch die Strecke, während die Anderen tollste Luftstunts präsentieren, um sich einen entscheidenden Speedboost zu ergattern.

Aber dies sind nicht die einzigen Unterschiede der fahrbaren Untersetzer. Generell haben sie unterschiedliche Vor-, aber auch Nachteile, so dass die richtige Wahl des Fahrzeugs entscheidend für den Sieg sein kann, noch bevor ein Motor zu röhren begonnen hat.

Die Motorräder sind beispielsweise schneller und wendiger, als die sperrigen Karts. Da bei diesem Spiel die gegenseitige Sabotage aber ein großer Spaßfaktor ist, wird man als Motorradfahrer schnell zum Hauptziel aller Rempelversuche. Denn dagegen haben sie nicht viel entgegen zu setzen.

Die Karts sind natürlich da schon wesentlich stoßsicherer und haben auch ein besseres Handling. Gerade für Anfänger sicherlich die bessere Wahl. Dafür ist die Beschleunigung einfach schlechter und so frisst man schnell mal den Staub anderer.

So oder so, gekämpft wird wie eh und je mit harten Bandagen und kuriosen Waffen. Rote Zielsuchschildkrötenpanzer, Raketenform für ein schnelles Vorankommen, Blitze die alle Gegner schrumpfen oder der gehasste, wie auch geliebte fliegende, blaue Panzer.

Neben den altbekannten Waffen, sind aber auch einige Neue dabei, die den Rachefaktor schön in die Höhe treiben. Sei es der POW-Block, der Wolkenblitz oder der Maxi-Pilz. Es ist immer wieder schön was für neue Waffen sich finden und damit die Möglichkeiten erweitert werden, die Gegner von den vorderen Rängen nach hinten zu verbannen.

Die Strecken sind grafisch und ideentechnisch eine Pracht und sind auch ohne Mitstreiter, die einem alles Mögliche und Unmögliche um die Ohren hauen, eine Herausforderung. Besonders genial fand ich die Idee, dass ganze vier der acht möglichen Cups mit Strecken alter Titel besetzt wurden. So konnte man einige der alten Lieblingsstrecken in neuem Gewand bestaunen und sich daran noch einmal wagen und messen.

So habe ich es geliebt mich durch das „Geistertal 2“ und „Marios Piste 3“ durchzuschlagen. Immerhin habe ich schon auf dem SNES dieses Spiel gespielt und so ein Stück Kindheit wieder genossen.

Dazu dann noch der Spiegelmodus und schon hat man das Gefühl, dass aus Streckenklassikern von früher, gänzlich neue geworden sind. Denn so einfach wie es klingt die altbekannten Pfade spiegelverkehrt zu fahren, ist es dann doch irgendwie nicht.

In welche Richtung das in Zukunft noch gehen wird, kann man inzwischen auch bereits auf dem 3DS und der Wii U mit den neuen Titeln der Serie bestaunen. Oder auch nicht, denn auf den Wii U-Teil müssen wir uns leider noch ein wenig gedulden. Doch immerhin soll es ja diesen Frühling schon erscheinen und ich bin auch bereits ganz heiß drauf.

Doch zurück zum Wii-Ableger. Die Anzahl der Fahrer und freispielbaren Fahrer war in Ordnung (immerhin insgesamt 24 Fahrer), für mich ist da aber noch Luft nach oben und der Wunsch, dass es irgendwann in so eine Richtung wie bei „Super Smash Bros.“ ginge. Nicht das ich gierig wäre, aber mit Pikachu durch die Gegend brettern hätte doch auch mal was, oder?

Schade war die eher negative Entwicklung in den Minispielen. Wo nur noch große Teammatches möglich sind und keine klassischen Duelle oder Vier-Mann-Battle-Royal! Auch das man zeitliche auf ich glaub drei Minuten oder so beschränkt wird, ist da eher eine Entwicklung in die falsche Richtung.

Warum versteht wohl keiner, aber hier wäre eine Besinnung zu den Wurzeln ganz gut, weil man vermisst die alte Form der Ballonjagd ziemlich schnell.

Toll sind in dem Bereich jedoch die Auswahl an Karten. So stehen nicht nur fünf neue Arenen einem zur Verfügung, sondern – wie schon in den Cups – es feiern auch hier einige Klassiker ihr Comeback und das in frischer, moderner Optik.

Zum Abschluss möchte ich noch auf den Online-Modus verweisen. Egal wie gut man sich meint in „Mario Kart“, sobald man online geht und gegen bis zu 11 Spieler aus der ganzen Welt versucht zu messen, merkt man schnell dass man noch lange nicht gut genug ist.

Es sei denn man weiß die grandiose Steuerung zu nutzen. Denn so gut man vielleicht mit einem Controller spielen kann, die Möglichkeiten des „Wii Wheels“ sind schier endlos. Viele sind auf dieses neue Gimmick umgestiegen, da die Steuerung präziser ist, jedoch auch schwieriger. Schnell übersteuert man oder rammt eine Wand.

Wer jedoch lernt mit dem „Wii Wheel“ zu fahren, dürfte die normalen „Controller“-Spieler weit hinter sich lassen. Und wieder beweist es, dass es am Ende Nintendo selbst ist, der die Möglichkeiten seiner innovativen Konsole zu nutzen weiß und damit den großen Erfolg einheimst.

Egal wie sich die Serie noch entwickelt, es dürfte schwer werden diesen Partyspaß tot zu kriegen. Dafür rammt man seine Freunde doch zu gern in unbesiegbaren Sternmodus oder legt ihnen eine Bananenschale vor die Nase.

Also habt ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

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