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Mittwoch, 29. Januar 2014

Let’s Think: Selbstsabotage bei Nintendo?

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und heute will ich einfach nur wieder meine Gedanken mit euch teilen. Als ich das damals am 26. Dezember machte, hatte ich einen riesigen Gefallen daran gefunden. Das habe ich ja bereits im Infobeitrag erwähnt. Aber natürlich mache ich mir deutlich öfters als nur rund um Weihnachten Gedanken zu den verschiedensten Sachen.

Aus diesem Grund wird aus der scheinbar einmaligen Sache, eine gänzlich neue Kategorie. Aus aktuellem Anlass will ich sogar ein Thema vorziehen, welches ich deutlicher später im Jahr geplant hatte. Es geht um Nintendo und die aktuelle Lage.

Oder besser gesagt um die Frage: Sabotiert sich Nintendo selbst?
Und im Grunde lautet die Antwort eindeutig: Ja!

Das zeigt sich schon daran, dass Nintendo es absolut missversteht Trends für sich zu nutzen. Dies sieht man beispielsweise an der Aktion Mitte 2013, als sie anfingen den Let’s Playern die Werbeeinnahmen abspenstig zu machen und in die eigene Tasche fließen zu lassen.

Natürlich kann man hier argumentieren, dass dies ihr gutes Recht sei. Immerhin geht es hier um urheberrechtlich geschütztes Material und wir Let’s Player werden ja auch nur in einer Grauzone geduldet. Wenn man nun jedoch bedenkt wieviel kostenlose Werbung für eine riesige Firma wie Nintendo Wert sein dürfte.

Beziehungsweise wieviel Geld müsste Nintendo normalerweise in die Hand nehmen, um einen solchen Werbeeffekt auszulösen, wie es einige große Let’s Player kostenlos können? Aber nein, Nintendo hat natürlich diese kostenlose Werbung absolut nicht nötig.

Immerhin läuft es momentan ja so gut – gerade mit der Wii U –, dass im laufenden Geschäftsjahr mal eben ein Minus von 300 Millionen US-Dollar gemacht wird. Und statt locker mal 9 Millionen Einheiten der neuen Konsole zu verkaufen, werden nicht einmal ein Drittel dessen über die Ladentheken gehen.

Zudem kann man ja Nintendo 3DS und Wii U auch nur gerade einmal als Upgrade ihrer jeweiligen Vorgänger ansehen. Gute Upgrades, aber mehr auch nicht. Doof nur, dass dies auch bedeutet, dass Nintendo ihre schöne Blue-Ocean-Strategie – welche ihnen zuvor gerade auf der Wii zu großem Erfolg verhalf – nicht weiter führen konnte. Sie sind somit unweigerlich wieder zur Red-Ocean-Strategie gewechselt.

Tjaaa… wie gesagt, nur Upgrades von altem Stoff. Das kann einfach nicht mit den neuen Generationen der Konkurrenz mithalten. Hätte man aber erahnen können, immerhin erging es Microsoft mit der XBox 360 ähnlich damals im Vergleich zur PlayStation 3.

Zudem ist die Wahl das eher umstrittene „The Legend of Zelda – The Wind Waker“ als HD-Remake auch nicht die Beste gewesen. Vor allem nachdem man „The Legend of Zelda – Majora’s Mask“ für Tech Demo Zwecke genutzt hatte und damit die Hoffnungen der Fans in die Höhe trieb. Damit wäre das Zelda HD Remake Bundle ein guter Verkaufsschlager geworden und hätte die Zahlen der Wii U sicherlich noch ein klein bisschen schöner gemacht.

So ist die Lage aber anders. Aktuell liegt kein neues „Mario Kart“ oder „Super Smash Bros.“ vor. Das ist ja erst einmal auch nicht sonderlich schlimm. Immerhin hatte es auch damals nach der Wii gut zwei Jahre gebraucht, bis hier die ersten Ableger erschienen sind. Ergo liegen wir mit 2014 gut in der Zeit und sie sind ja auch bereits beide für das aktuelle Frühjahr grob datiert.

Problematisch ist einfach, dass auch kein neues „The Legend of Zelda“ vorliegt, dies sah bei der Wii anders aus. Da hatten wir „The Legend of Zelda – Twilight Princess“ als Starttitel parat.

Stattdessen werden wir mit einem angekündigten „Dynasty Warrior“-Klon abgespeist. Nebenbei warten wir hoffnungsvoll auf das richtige „The Legend of Zelda“, von dem man seit der Demo von der E3 2011 nichts mehr gehört hat.

Kein Titel, keine neuen Bilder, geschweige denn neue vernünftige Trailer. Ich persönlich muss sagen, dass ich daher mit keinem „Zelda“ in diesem Jahr rechne, auch wenn Nintendo dies nun auf die Release-List gesetzt hat.

Auch hier hätte auch nur einer dieser Titel als Bundle Nintendo im Weihnachtsgeschäft 2013 einen guten Geldsegen beschert, denn sie angesichts der vorliegenden Probleme wohl gut gebrauchen könnten.

Natürlich sollte man den Videospielurgestein noch nicht abschreiben. Auch der Wii Controller wurde wenn ich mich noch recht entsinne im Vorfeld eher verspottet und verteufelt, erwies sich hinterher aber dank Spiele wie Mario Kart oder auch Wii Sports als äußerst kreatives Instrument.

Ubisofts „ZombiU“ hat gezeigt wie gut man das Gamepad nutzen kann. Mich wundert noch immer, dass dieser geniale Gruselschocker tatsächlich miese Verkaufszahlen einfuhr. Für mich war es das Spiel überhaupt bisher auf Nintendos neuster Konsole.

Am Ende ist es immer Nintendo selbst gewesen, die die kreativen Ansätze ihrer Konsolen am besten ausnutzten. Ganz offensichtlich scheint es hier anderen Firmen an Kreativität zu mangeln, angesichts dessen dass es nur noch AAA-Titel sein müssen mit so genialer Grafik, dass man sich beim Zuschauen schon einnässt.

Sicherlich hat die Wii U es dadurch erst einmal schwerer, ich glaube daher es wäre klug sich den aktuellen Indiegames Trend für sich auszunutzen. Die Wii U ist eigentlich die perfekte Konsole, damit sich die Indiegame Entwickler einmal so richtig austoben könnten!

Stattdessen versucht man es mit immer mehr Zwang seinen Usern gegenüber. Ich spreche hier vor allem vom 3DS mit dem eShop und der Nintendo ID.

Oder aber man kommt auf seltsame Ideen sein Heil im Handyapp-Markt zu suchen und damit seine Konsole zusätzlich zu befeuern.

Daneben schmeißt man mit halbgaren Versprechen um sich, wie etwa bei „Pokémon X“ und „Pokémon Y“. Da wollte man den Usern zusätzlich die Kohle aus der Tasche ziehen, indem ein kostenloses Feature des Games rausholte und zum Zahlobjekt machte. Aber irgendwie klappt das ja nicht so recht und statt weltweit ab dem 27. Dezember 2013 erhältlich zu sein, brachen die Server ein und die Software musste aus dem eShop raus.

Ergo kann man aktuell gar keine seiner alten Pokémon auf die neuen Editionen übertragen und muss warten, bis Nintendo die Serverprobleme in den Griff kriegen. Ist ja auch nicht so, als wäre dies nicht zu erwarten gewesen, nachdem zweieinhalb Monate zuvor ganze vier Millionen Editionen in der ersten Woche nach Release verkauft wurden!

Aber wenigstens steht Nintendo mit dem Serverpatzer nicht alleine da. Haben es doch Blizzard bei „Diablo 3“ und EA bei „SimCity 5“ schon vermasselt mit dem Ansturm auf ihre Spiele zu rechnen. Ich meine alte Verkaufszahlen sind ja kein grobes Indiz darauf, womit man rechnen könnte und dass Einsparungen in diesem Bereich zu einem erheblichen Imageschaden und Shitstorms führen könnten.

Und das war auch nicht Nintendos erstes halbgares Versprechen. Ich erinnere mich noch, wie damals für das zuvor schon angesprochene „The Legend of Zelda – Twilight Princess“ eine tolle Steuerung versprochen wurde. Die Bewegungen mit dem Wiimote sollten eins zu eins von Link nachgemacht werden. Am Ende hat man doch nur geschüttelt, als wollte man… neeee… den Vergleich kann ich nun wirklich nicht bringen.

Am Ende bekam man die versprochene Umsetzung dieser Steuerung erst fünf Jahre später in „The Legend of Zelda – Skyward Sword“.

Kein Wunder, dass man allmählich das Gefühl bekommt, Nintendo wolle sich mit allen Mitteln selbst sabotieren. Bleibt nur zu hoffen, dass aus Fehlern gelernt wird und wieder etwas mehr auf die Fans gehört wird und deren Bedürfnisse.

Euch trotzdem noch einen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

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