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Donnerstag, 16. Januar 2014

Pocket Rockets treffen auf The Dead Man’s Hand!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und letzten Samstag haben sich ja bekanntlich wieder namenhafte YouTuber am Pokertisch gegenüber gesessen. Von DebitorLP bis zu LeFloid, von MissesVlog bis zu Fabian Siegismund. Sie alle wollten für den guten Zweck gewinnen.

Und aus diesem – mehr oder weniger – gegebenen Anlass, wollte ich heute über dieses sogenannte Glücksspiel reden. Sogenannt? Ja, weil ich nenne es lieber: Kartenspiel mit Menschenkenntnis. Zumindest in der auch beim LPP gespielten Variante „Texas Hold’em“.

Natürlich hat das Spiel einen gewissen Glücksfaktor. Die Karten werden – gerade in Profikreisen – maschinell gemischt und man kriegt nur zwei aus einem 52 kartenstarkem Deck ausgehändigt. Sieht ziemlich nach Glücksspiel aus, oder?

Anschließend werden die Einsätze gegeben, woraufhin drei Gemeinschaftskarten – der sogenannte Flop – offen in der Tischmitte ausgelegt werden. Nun werden wieder die Einsätze gegeben, damit der River folgen kann. Dies ist eine vierte Gemeinschaftskarte in der Tischmitte.

Es folgt die vorletzte Setzrunde und danach die letzte Gemeinschaftskarte: der Turn!

Die letzte Setzrunde ist nun dran und zum Schluss werden die verdeckten Handkarten offenbart, wenn noch jemand bis hierhin dabei ist. Aus den fünf Karten in der Mitte, wird mit den beiden Handkarten ein Blatt aus fünf Karten gebildet und die bessere Kombination gewinnt dann das zuvor eingesetzte Geld – den Pot. Klingt ziemlich nach Glücksspiel… hmmm…

Ja und nein. Aus der Sicht eines Laien womöglich. Jedoch wissen Leute, die mit einem gewissen ernst rangehen – ganz zu Schweigen von den Profis –, dass die Welt beim Pokern auch ganz anders aussehen kann.

Man achtet auf Mimik und Mikroausdrücke (bekannt dank Serien wie „Lie to me“), auf das Setzverhalten, auf das generelle Verhalten am Tisch, auf die Stimmung und die Stimme, aber noch viele weitere Indizien, die einem vielleicht helfen können das gegnerische Blatt einzuschätzen.

Es gibt somit Strategien und Taktiken, um den Gegner auszuziehen. Man legt sich ein Image am Tisch durch bestimmtes Spielverhalten zu, damit der Gegner von vornherein zu wissen glaubt, was ihn erwartet. Und so gibt es viele, andere Wege zum Erfolg als nur Glück.

Man sieht sogar, der Faktor Glück lässt sich zwar nicht aus dem Spiel entfernen, aber doch sehr stark reduzieren.

Events wie die „TV Total PokerStars.de Nacht“ oder das anfangs erwähnte „Let’s Play Poker“ Turnier machen Poker ohnehin immer salonfähiger. Die Akzeptanz wächst, der schlechte Ruf weicht und spätestens seit Pius Heinz hofft jeder beim ersten Spiel das große Geld zu machen.

Dafür bedarf es jedoch neben dem Können nun wirklich den entscheidenden Funken Glück!

Sowieso muss man beachten: wenn man als ernster Spieler gegen einen Laien antritt, wird aus einem Kartenspiel mit Menschenkenntnis doch wieder nur ein einfaches Glücksspiel.

Denn alles Wissen und Können versagen gegen Intuition und wahlloses Spielverhalten!

Also habt ein gutes Blatt und cheerio!
Euer King Sirus

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