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Sonntag, 5. Januar 2014

Objection! Sind Sie sich sicher, dass es auch mit neuem Charakter klappt?

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und diesmal gehen wir vor Gericht. Denn im Oktober diesen Jahres (genau genommen am Tag vor Beginn meines ersten Let’s Plays auf meinem Kanal – sprich dem 24. Oktober) erschien der neue Teil der „Ace Attorney“-Reihe von Capcom.

Natürlich werde ich jeden Teil dieser Reihe hier euch vorstellen, doch beginnen will ich nicht am Anfang, sondern mit dem einzigen Titel der Hauptreihe welcher nicht Phoenix Wright in den Dreh und Angelpunkt der Geschichte setzt. Zumindest nicht direkt als Anwalt.

„Apollo Justice: Ace Attorney“ ist natürlich gemeint.

Ein neuer Held bedeutete den scheinbaren Beginn einer neuen Reihe. Ich stellte mir damals schon die Frage, ob sich die Phoenix-Fans mit Apollo abfinden würden. Ich jedenfalls konnte es, auch wenn seine Animationen – überraschenderweise – erschreckend schrecklich waren!

Vor allem wenn er schockiert blickte, nahm er meines Erachtens die Form eines Schweinchens kurz vor der Schlachtbank an. Diese Momente habe ich immer besonders eilig weggeklickt…

Die neue Partnerin an der Seite unseres ebenfalls neuen Staranwalts war wieder in alter Tradition ein unschuldiges Mädchen, mit praktischen Fähigkeiten. Dieses unschuldige Mädchen hieß Trucy und war ihres Zeichens Magierin.

Man kann jedoch eines sagen: sie war weit weniger nervig als die gute Maya, die teilweise doch sehr überspitzt wirkte. Wobei man ihr zu Gute halten muss, dass sie darin immerhin stets immer in einem gewissen Grad amüsant war. Nervig bleibt aber nervig!

Leider war das Spiel aber auch noch an anderen Punkten eher enttäuschend.
Die einzelnen Fälle wirkten weit mehr statisch, als es bei den drei Vorgängerspielen noch der Fall war (schlechter Wortwitz – check), obwohl diese eigentlich auch starr linear waren.

Das Problem ist einfach nur, dass es man es bei „Apollo Justice: Ace Attorney“ viel deutlicher wahrnimmt. Immerhin rettet sich die Story – und damit ein Großteil des Spiels – mit dem letzten Fall. Dieser war einfach nur genial.

„Apollo Justice: Ace Attorney“ war auch der erste direkt für den DS entwickelte Teil der Reihe und keine Portierung von GBA-Japan-Version auf DS-für-Europa-Version. Überraschenderweise kamen die Funktionen vom Nintendo Handheld dafür aber recht kurz nur zum Einsatz.

Anders noch als im Extra-Fall der GBA-Portierung des ersten Spiels „Phoenix Wright: Ace Attorney“, durfte man das Fingerabdruckpulver, das Gipsset, das Luminol, das Giftnachweisspray und das Röntgengerät nicht nach Lust und Laune ausprobieren, sondern eben nur dann benutzen, wenn sie auch spieltechnisch relevant waren.

Hier merkte man die Einengung der spielerischen Möglichkeiten mitunter einfach am Deutlichsten.

Ein Punkt der mich aber wirklich überzeugte, war das Bracelet-System. Das Untersuchen der Zeugen direkt vor Gericht war ein schönes Pendant zu dem Magatama, welches aber glücklicherweise auch hier wieder zum Einsatz kam. Die Kombination aus Beidem war auch gut gelungen und ich hatte meinen Spaß beides einzusetzen.

Hinzu kam dann noch das MASON System, welches mich komplett baff machte. Im Grunde war es sogar mitunter eine der besten Stellen des Spiels, auf jeden Fall aber die geilste Idee die ich seit langem mal wieder gesehen hatte.

„Apollo Justice: Ace Attorney“ war für mich persönlich auch leider etwas zu einfach, vielleicht lag dies aber auch nur daran, dass ich die ersten vier Spiele der Reihe in einem Rutsch mir reingezogen hatte. Die Grafik hatte sich nicht großartig zu den Vorgängern verändert, da das Spiel letztendlich seinem Stil einfach treu geblieben ist, was vermutlich auch die beste Entscheidung ist.

Angesichts des neuen Titels ist nur die Frage in wie weit Capcom Apollo nun nutzen will. Denn mit dem neuen Titel sind sie bereits wieder zum guten Phoenix zurück gerudert…

Abwarten und Tee trinken heißt es wohl dann. Und sich von Trucy ein paar schöne Zaubertricks zeigen lassen. Oder einfach nochmals sich den alten Spielen und Fällen wieder hingeben.

Oh und bevor ich es vergesse: Der Soundtrack ist der Hammer!
Hier macht Capcom einfach alles richtig und die einzelnen Lieder oder auch Themes geben stets die Stimmung wieder, die man in dem Moment empfindet. Sei es das ans feudale Japan erinnernde Musikstück der Kitaki Familie oder das Lied von Spark Brushel, welches genauso unbeschwert und etwas abseits des normalen sich bewegt.

Am meisten gepackt wird man aber bei jedem Teil letztendlich wenn man im Gericht die Wahrheit sucht und die „Objection Theme“, „Cornered Theme“ oder auch „Confess the Truth Theme“ spielen.
Das sorgt für Stimmung und feuert einen so richtig an!

In meinem ersten Review-Beitrag des neuen Jahres möchte ich es mir natürlich auch wieder nicht nehmen lassen und euch einen schönen Tag wünschen und zum Abschluss auch wieder ein cheerio!
Euer King Sirus

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