Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und
diesmal gehen wir vor Gericht. Denn im Oktober diesen Jahres (genau genommen am
Tag vor Beginn meines ersten Let’s Plays auf meinem Kanal – sprich dem 24.
Oktober) erschien der neue Teil der „Ace Attorney“-Reihe von Capcom.
Natürlich werde ich jeden Teil
dieser Reihe hier euch vorstellen, doch beginnen will ich nicht am Anfang,
sondern mit dem einzigen Titel der Hauptreihe welcher nicht Phoenix Wright in
den Dreh und Angelpunkt der Geschichte setzt. Zumindest nicht direkt als
Anwalt.
„Apollo Justice: Ace Attorney“
ist natürlich gemeint.
Ein neuer Held bedeutete den
scheinbaren Beginn einer neuen Reihe. Ich stellte mir damals schon die Frage,
ob sich die Phoenix-Fans mit Apollo abfinden würden. Ich jedenfalls konnte es,
auch wenn seine Animationen – überraschenderweise – erschreckend schrecklich
waren!
Vor allem wenn er schockiert
blickte, nahm er meines Erachtens die Form eines Schweinchens kurz vor der
Schlachtbank an. Diese Momente habe ich immer besonders eilig weggeklickt…
Die neue Partnerin an der
Seite unseres ebenfalls neuen Staranwalts war wieder in alter Tradition ein
unschuldiges Mädchen, mit praktischen Fähigkeiten. Dieses unschuldige Mädchen
hieß Trucy und war ihres Zeichens Magierin.
Man kann jedoch eines sagen: sie
war weit weniger nervig als die gute Maya, die teilweise doch sehr überspitzt
wirkte. Wobei man ihr zu Gute halten muss, dass sie darin immerhin stets immer
in einem gewissen Grad amüsant war. Nervig bleibt aber nervig!
Leider war das Spiel aber auch
noch an anderen Punkten eher enttäuschend.
Die einzelnen Fälle wirkten
weit mehr statisch, als es bei den drei Vorgängerspielen noch der Fall war
(schlechter Wortwitz – check), obwohl diese eigentlich auch starr linear waren.
Das Problem ist einfach nur,
dass es man es bei „Apollo Justice: Ace Attorney“ viel deutlicher wahrnimmt.
Immerhin rettet sich die Story – und damit ein Großteil des Spiels – mit dem
letzten Fall. Dieser war einfach nur genial.
„Apollo Justice: Ace Attorney“
war auch der erste direkt für den DS entwickelte Teil der Reihe und keine
Portierung von GBA-Japan-Version auf DS-für-Europa-Version. Überraschenderweise
kamen die Funktionen vom Nintendo Handheld dafür aber recht kurz nur zum
Einsatz.
Anders noch als im Extra-Fall der
GBA-Portierung des ersten Spiels „Phoenix Wright: Ace Attorney“, durfte man das
Fingerabdruckpulver, das Gipsset, das Luminol, das Giftnachweisspray und das
Röntgengerät nicht nach Lust und Laune ausprobieren, sondern eben nur dann
benutzen, wenn sie auch spieltechnisch relevant waren.
Hier merkte man die Einengung
der spielerischen Möglichkeiten mitunter einfach am Deutlichsten.
Ein Punkt der mich aber
wirklich überzeugte, war das Bracelet-System. Das Untersuchen der Zeugen direkt
vor Gericht war ein schönes Pendant zu dem Magatama, welches aber glücklicherweise
auch hier wieder zum Einsatz kam. Die Kombination aus Beidem war auch gut
gelungen und ich hatte meinen Spaß beides einzusetzen.
Hinzu kam dann noch das MASON
System, welches mich komplett baff machte. Im Grunde war es sogar mitunter eine
der besten Stellen des Spiels, auf jeden Fall aber die geilste Idee die ich
seit langem mal wieder gesehen hatte.
„Apollo Justice: Ace Attorney“ war für mich persönlich auch
leider etwas zu einfach, vielleicht lag dies aber auch nur daran, dass ich die
ersten vier Spiele der Reihe in einem Rutsch mir reingezogen hatte. Die Grafik
hatte sich nicht großartig zu den Vorgängern verändert, da das Spiel
letztendlich seinem Stil einfach treu geblieben ist, was vermutlich auch die
beste Entscheidung ist.
Angesichts des neuen Titels ist nur die Frage in wie weit
Capcom Apollo nun nutzen will. Denn mit dem neuen Titel sind sie bereits wieder
zum guten Phoenix zurück gerudert…
Abwarten und Tee trinken heißt es wohl dann. Und sich von
Trucy ein paar schöne Zaubertricks zeigen lassen. Oder einfach nochmals sich
den alten Spielen und Fällen wieder hingeben.
Oh und bevor ich es vergesse: Der Soundtrack ist der
Hammer!
Hier macht Capcom einfach alles richtig und die einzelnen
Lieder oder auch Themes geben stets die Stimmung wieder, die man in dem Moment
empfindet. Sei es das ans feudale Japan erinnernde Musikstück der Kitaki
Familie oder das Lied von Spark Brushel, welches genauso unbeschwert und etwas
abseits des normalen sich bewegt.
Am meisten gepackt wird man aber bei jedem Teil
letztendlich wenn man im Gericht die Wahrheit sucht und die „Objection Theme“, „Cornered
Theme“ oder auch „Confess the Truth Theme“ spielen.
Das sorgt für Stimmung und feuert einen so richtig an!
In meinem ersten Review-Beitrag
des neuen Jahres möchte ich es mir natürlich auch wieder nicht nehmen lassen
und euch einen schönen Tag wünschen und zum Abschluss auch wieder ein cheerio!
Euer King Sirus
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