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Donnerstag, 26. Juni 2014

Hosen runter, denn die Miete ist fällig!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und man merkt, ich bin momentan ein wenig auf so einer Welle der Spiele alter Schule, aber die Klassiker von früher müssen nicht immer schlecht sein, nur weil sie schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben.

Zudem gibt es immer auch Abwandlungen dazu und Ideen neuen, frischen Wind in scheinbar ausgelutschte Spielkonzepte zu bringen. Wie wir ja auch schon in vergangenen Berichten hind und wieder festgestellt haben.

Wie man an der Überschrift vielleicht erkennen kann, geht es heute um „Monopoly“. Ich habe dieses Spiel gleichermaßen gehasst, wie auch geliebt. Es ist sehr stark vom Glücksfaktor beeinflusst und die scheinbar wenigen strategischen Elemente des Spiels haben auf den ersten Einblick kaum Einfluss auf das Spiel. Und so habe ich es als Kind auch immer gespielt und daher immer verloren.

Inzwischen weiß ich, dass es tatsächlich so etwas wie Strategien und Spielkonzepte gibt, mit denen man seine Siegeswahrscheinlichkeit deutlich verbessern, aber letztendlich aufgrund des Faktors Glück nie gänzlich garantieren kann.

Für diejenigen die „Monopoly“ noch niemals gespielt haben und daher die Regeln nicht kennen, werde ich nur eine grobe Zusammenfassung des Spielprinzips erstellen, da ich mir ehrlich gesagt irgendwie kaum vorstellen kann, dass man nicht irgendwie und irgendwann einmal mit diesem Spiel in Berührung geraten ist.

In „Monopoly“ versucht man – wie der Name schon andeutet – ein Grundstücksmonopol zu erschaffen, mit dem Bau von Häusern und / oder Hotels, wodurch auch die Mieten die ein Mitspieler zu zahlen hat, wenn er auf das Feld eines Gegners kommt, immer weiter steigen. Ziel ist es also durch den Kauf und Ausbau von Grundstücken reicher zu werden und die Mitstreiter in den Ruin zu treiben.

Quasi einmal das machen zu dürfen, was die hohen Tiere der Gesellschaft mit dem Otto Normalbürger tagtäglich machen. Nur das wir es komprimiert auf wenige Stunden und mit Spielgeld ausleben können. Yay… oder so?!

Wirklich interessant ist auch noch, dass dieses Spiel scheinbar schon 1904 entstanden ist und von einer Frau kreiert wurde, die damit auf spielerische Weise wirtschaftliche Ansichten veranschaulichen wollte. So gab es zwei Spielvarianten. Die eine ist im Grunde die Basis auf die das heutige „Monopoly“ zurückgeht. Am Ende ist einer der Reiche und die Anderen verarmt.

Die zweite Spielvariante führte lediglich eine Regel ein, die aber dazu führte dass die meisten Spieler im Spielverlauf Geld anhäuften! Im Grunde wurde hier damit das wirtschaftswissenschaftliche Konstrukt der Freiwirtschaft demonstriert.

Von hier geht die Entstehung über viele Ecken weiter, bis es bei seiner heutigen Form ankam und berühmt wurde. Aber ich muss mich selbst auch ein klein wenig korrigieren, denn im Grunde ist es zwar so, dass diese Dame – mit dem Namen Elizabeth „Lizzie“ Magie – inzwischen mit ihrem Spiel „The Landlord’s Game“ als Urheberin des heutigen „Monopoly“ gilt, aber auch nur weil sie die Erste war die sich ein Patent darauf ausstellen ließ.

Denn auch schon vorher gab es Spiele die eine ähnliche Spielidee umsetzten. Und so ist die Geschichte rund um die Entstehung dieses Klassikers interessant und ein kleines Abenteuer für sich.

Heutzutage hat aber dieses Spiel nicht aufgehört sich zu verändern und weiterzuentwickeln. So gibt es unzählige spezielle Länderversionen, Sondereditionen zu Filmen (wie etwa zu Star Wars oder Ich – Einfach unverbesserlich) und auch das MAD-Magazin hat hier wieder mit einer Parodie zugeschlagen.

Wer lieber der Welt des Computers treu bleiben will, soll auch nicht zu kurz kommen. Mit diversen Computerspielversionen ist „Monopoly“ auch auf dem digitalen Markt vertreten.

Das war’s für heute, darum wünsch ich noch ‘nen schönen Tag und cheerio!

Euer King Sirus

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