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Sonntag, 22. Juni 2014

Mit digitalem Sport zur Sportskanone?!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und böszüngige Vorurteile behaupten ja, dass das Schicksal einer jeder Konsolencouchpotato sei fett zu werden. Doch offenbar lag Nintendo 2006 das Wohl der Zocker noch am Herzen, denn sie versuchten scheinbar Ansätze zu finden dieses Damokles Schwert von unseren Köpfen zu entfernen!

Dieser Ansatz trägt den simplen Namen „Wii Sports“ und ist bei jeder Wii kostenlos im Paket enthalten. Nun ja, zumindest was den Lieferumfang europäischer und amerikanischer Wii-Konsolen angeht. Ist dies etwa eine böse, unterschwellige Unterstellung wir wären die Dicksten?!

Nun gut, man muss auch eigentlich dazu sagen, dass Nintendo die Sportspiele auch nur aus Testgründen während der Konsolenentwicklung mitentwickelten. Außerdem wollten sie mit dem innovativen Wii-Remote System auch eher die Casualplayer und seltenen Käuferschichten wie Mädchen und ältere Generationen als Kunden gewinnen. Da ist eine kostenlose, witzige Sportspielesammlung wie „Wii Sports“ als kleines Schmankerl ein kluger Schachzug.

Denn streng genommen ist „Wii Sports“ kein richtiges Spiel im eigentlichen Sinne. Es ist ein kleiner Zeitvertreib, falls man noch kein anderes Spiel für die Konsole hat, bei der man sofort zuschlug – so etwas fehlt bei der Wii U nun wiederum…

Außerdem waren es – wie zuvor schon erwähnt – eigentlich nur Technikdemos, um den Fortschritt während der Entwicklungsphase des Wii-Remote zu testen. Shigeru Miyamoto (shame on you, wer diesen Namen nicht kennt!) haben wir es zu verdanken, dass die Demos zusammengepackt wurden und uns Spieler ebenfalls halfen sich von dem neuen Controllerkonzept überzeugen zu lassen.

Und diese „Tech-Demo“ von einem Spiel überzeugt ungeheuerlich gut. Denn noch nie waren Sportspiele so realistisch ihrer eigentlichen Bewegung realisierbar, wie es hier der Fall war. Die Sportarten die umgesetzt wurden, waren: Tennis, Baseball, Bowling, Golf und Boxen.

Man hatte die Wahl alleine gegen den Computer oder im Multiplayer gegen menschliche Mitspieler zu spielen oder auch nur diverse Trainingsmodi – es gibt drei Trainingseinheiten pro Sportart – zu absolvieren. Egal wofür man sich entschied, der Spaß war reichlich vorhanden und der Drang sich zu verbessern, fesselte einen an „Wii Sports“.

Letztendlich muss man aber sagen, dass der Spaß in der Gruppe deutlich überwiegt. In Mii-Form kann man sein digitales Ich zwar gerne solo zu sportlichen Höchstleistungen treiben, aber das Training wird schnell repetetiv und monoton. Dazu sind die Computergegner trotz steigendem Leistungsniveau nie so herausfordern, wie ein echter Gegner. Und man findet auch schnell heraus, dass die Bewegungssteuerung gut, aber nicht perfekt ist.

Denn bald merkt man, dass es auch reicht nur die Andeutung der geforderten Bewegung zu machen, um Erfolg zu haben. Ein gutes Beispiel ist hier Tennis. Habe ich zu Anfang tatsächlich mit dem Ausgeholt zum Schlagen, ging ich später dazu über die Bewegung rein aus dem Handgelenk heraus zu absolvieren.

Wenn man dies aber nicht ausnutzt, sondern sich in das Spiel hineinsteigert und die Bewegungen möchlichst genau nachahmt – also tatsächlich mit dem Arm bei Tennis ausholt –, wird man sogar körperlich etwas gefordert und aus der Puste kommen oder am nächsten Tag einen richtigen Muskelkater haben.

Tja, soviel Bewegung beim Daddeln hat man eben selten. Ich persönlich das letzte Mal vielleicht als ich ein Kind war und bei „Super Mario Kart“ auf dem SNES mich mit in die Kurven gelegt habe... was jetzt vielleicht sogar Sinn machen würde.

Alles in allem ist „Wii Sports“ somit ein guter Zeitvertreib. Vor allem da man sowieso kein Geld ausgeben muss, um sich dem Sportsspaß hingeben zu dürfen.

Aber nun geht zum Sportmachen lieber raus, genießt den schönen Tag noch und cheerio!
Euer King Sirus

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