Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und böszüngige
Vorurteile behaupten ja, dass das Schicksal einer jeder Konsolencouchpotato sei
fett zu werden. Doch offenbar lag Nintendo 2006 das Wohl der Zocker noch am
Herzen, denn sie versuchten scheinbar Ansätze zu finden dieses Damokles Schwert
von unseren Köpfen zu entfernen!
Dieser Ansatz trägt den
simplen Namen „Wii Sports“ und ist bei jeder Wii kostenlos im Paket enthalten.
Nun ja, zumindest was den Lieferumfang europäischer und amerikanischer
Wii-Konsolen angeht. Ist dies etwa eine böse, unterschwellige Unterstellung wir
wären die Dicksten?!
Nun gut, man muss auch eigentlich dazu sagen, dass Nintendo
die Sportspiele auch nur aus Testgründen während der Konsolenentwicklung
mitentwickelten. Außerdem wollten sie mit dem innovativen Wii-Remote System
auch eher die Casualplayer und seltenen Käuferschichten wie Mädchen und ältere
Generationen als Kunden gewinnen. Da ist eine kostenlose, witzige
Sportspielesammlung wie „Wii Sports“ als kleines Schmankerl ein kluger
Schachzug.
Denn streng genommen ist „Wii Sports“ kein richtiges Spiel
im eigentlichen Sinne. Es ist ein kleiner Zeitvertreib, falls man noch kein
anderes Spiel für die Konsole hat, bei der man sofort zuschlug – so etwas fehlt
bei der Wii U nun wiederum…
Außerdem waren es – wie zuvor schon erwähnt – eigentlich nur
Technikdemos, um den Fortschritt während der Entwicklungsphase des Wii-Remote
zu testen. Shigeru Miyamoto (shame on you, wer diesen Namen nicht kennt!) haben
wir es zu verdanken, dass die Demos zusammengepackt wurden und uns Spieler
ebenfalls halfen sich von dem neuen Controllerkonzept überzeugen zu lassen.
Und diese „Tech-Demo“ von einem Spiel überzeugt
ungeheuerlich gut. Denn noch nie waren Sportspiele so realistisch ihrer
eigentlichen Bewegung realisierbar, wie es hier der Fall war. Die Sportarten
die umgesetzt wurden, waren: Tennis, Baseball, Bowling, Golf und Boxen.
Man hatte die Wahl alleine gegen den Computer oder im
Multiplayer gegen menschliche Mitspieler zu spielen oder auch nur diverse
Trainingsmodi – es gibt drei Trainingseinheiten pro Sportart – zu absolvieren.
Egal wofür man sich entschied, der Spaß war reichlich vorhanden und der Drang
sich zu verbessern, fesselte einen an „Wii Sports“.
Letztendlich muss man aber sagen, dass der Spaß in der
Gruppe deutlich überwiegt. In Mii-Form kann man sein digitales Ich zwar gerne solo
zu sportlichen Höchstleistungen treiben, aber das Training wird schnell
repetetiv und monoton. Dazu sind die Computergegner trotz steigendem
Leistungsniveau nie so herausfordern, wie ein echter Gegner. Und man findet
auch schnell heraus, dass die Bewegungssteuerung gut, aber nicht perfekt ist.
Denn bald merkt man, dass es auch reicht nur die Andeutung
der geforderten Bewegung zu machen, um Erfolg zu haben. Ein gutes Beispiel ist
hier Tennis. Habe ich zu Anfang tatsächlich mit dem Ausgeholt zum Schlagen,
ging ich später dazu über die Bewegung rein aus dem Handgelenk heraus zu
absolvieren.
Wenn man dies aber nicht ausnutzt, sondern sich in das
Spiel hineinsteigert und die Bewegungen möchlichst genau nachahmt – also
tatsächlich mit dem Arm bei Tennis ausholt –, wird man sogar körperlich etwas
gefordert und aus der Puste kommen oder am nächsten Tag einen richtigen
Muskelkater haben.
Tja, soviel Bewegung beim
Daddeln hat man eben selten. Ich persönlich das letzte Mal vielleicht als ich
ein Kind war und bei „Super Mario Kart“ auf dem SNES mich mit in die Kurven
gelegt habe... was jetzt vielleicht sogar Sinn machen würde.
Alles in allem ist „Wii Sports“ somit ein guter Zeitvertreib. Vor allem da man sowieso kein Geld ausgeben muss, um sich dem Sportsspaß hingeben zu dürfen.
Aber nun geht zum Sportmachen
lieber raus, genießt den schönen Tag noch und cheerio!
Euer King Sirus
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