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Samstag, 28. Juni 2014

Let’s Think: Was ein %§&*'#?! – Das Land der Vorenthaltungen

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und wem von euch ist es nicht auch schon manchmal auf den Nerv gegangen, dass uns Sachen vorenthalten oder zumindest das Gefühl hattet, es werden Spiele im Rest der Welt verteilt, nur eben nicht in Deutschland.

Dabei meine ich wahrlich nicht die GEMA-Problematik, wenn man ein YouTube-Video anmacht, wobei dies wiederum ein Streitthema für sich ist und stets darauf zurückzuführen ist, dass alle Gesetzesansichten und überholte Haltungen sich nicht an moderne, verändernde Gegebenheiten anpassen.

Ja nicht einmal sich mit diesen Veränderungen auseinandersetzen!

Aber wie gesagt, darum geht es nicht. So stört es mich immer wieder, wenn ich Trailern zu tollen japanischen Spielen sehe, die dann oftmals niemals nach Deutschland rüberschwappen. So geschah es 2008 mit dem Nintendo DS Spiel „Sigma Harmonics“ und 2011  mit dem zweiten Teil des „Ace Attorney“ Spin-Offs „Ace Attorney Investigations: Miles Edgeworth“.

Immerhin kam das Crossover mit Professor Layton nach 1 ½ Jahren wenigstens nun zu uns, während die Amerikaner immer noch darauf warten dürfen!

Auch „Danganronpa: Trigger Happy Havoc“ kam erst als PS Vita Remake gut 3 ½ später zu uns, als es ursprünglich damals auf dem PSP erschienen war. Bei solchen Spielen kann man sich ja immerhin dann noch freuen, dass sie überhaupt noch einmal zu uns kamen. Wobei ich bei „Danganronpa: Trigger Happy Havoc“ eigentlich schon die Hoffnung aufgegeben hatte!

Meistens werden solche Dinge ja immer mit der finanziellen Schiene abgespeist. So heißt es die gering erwarteten Umsätze würden die Kosten nicht rechtfertigen, weshalb die Spiele keine Amerika- oder Europalokalisierung erhalten. Manchmal ist es aber auch die Sorge, ob die doch etwas verrückteren asiatischen Spielen auf dem westlichen Markt bestehen können, so dass man von vornherein gar nicht das Risiko eingehen will.

Daneben gibt es dann noch die Spiele, wo solche Begründungen haltlos sind. Die Spiele die zu berühmten, absatzhohen Manga oder Anime erscheinen. Das beste Beispiel wären hier die Spiele rund um „Detektiv Conan“!

So gibt es ganze 18 (!!!) Spiele zu dieser weltbekannten Mangaserie. Davon erschienen drei auf einem hierzulande vermutlich sehr unbekannten Handheld (dem WonderSwan beziehungsweise WonderSwan Color) und nur einer dieser Titel schaffte es als westliche Lokalisierung in unsere Regale.

Leider wurde hier auch noch einer der schwächsten Titel im Repertoire ausgewählt, was natürlich zu geringen Absätzen führte und damit die asiatischen Entwickler erneut davon abschreckte nochmals mit einem Spiel bei uns anzuklopfen. Wer ist für eine solch dumme Entscheidung verantwortlich gewesen, damit ich ihm ordentlich eine vor den Latz semmeln kann?

Um aber auf das eigentliche Thema zurück zu kommen, so sind auch die Spiele zu diesen Manga und Anime eher rar gesäht und oftmals kann man die Hoffnungen auch ganz streichen.

Und es gibt noch ein Punkt wo die Finanzen immer wieder gerne als Ausrede genommen werden. Wenn Spiele als reines Downloadspiel angeboten werden. So geschehen erst vor kurzem bei „Phoenix Wright: Ace Attorney – Dual Destinies“ für den Nintendo 3DS. Während die Japaner eine richtige Spielehülle mit Datenträger in ihrem Regal bestaunen dürfen, haben wir und die Amis lediglich eine digitale Version auf unserem Handheld.

Das Problem für mich ist dabei, dass dieser reine digitale Download aber genau so viel gekostet hat, wie ein Spiel mit Case und Datenträger. Wenn ich also schon nichts in mein Regal stellen kann, will ich auch das Spiel etwas günstiger haben, immerhin kann man den höheren Preis ja nicht mit den Produktionskosten von Case und Datenträger allein mehr rechtfertigen, was ebenfalls in der Vergangenheit gerne gemacht wurde.

Vor allem habe ich als Spieler somit auch nicht mehr die Chance das Spiel, wenn ich es durch habe und nicht unbedingt sammeln will, irgendwann wieder weiterzuverkaufen, um mir einen Teil meiner Ausgaben so wieder reinzuholen. Ein Punkt der im Übrigen von Verbraucherschützern gerade bei großen Plattformen wie Steam regelmässig angekreidet wird. Aber das nur so am Rande.

Ich kann verstehen, dass die Entwickler Geld verdienen müssen. Immerhin leben wir nicht in einer Traumwelt, wo alles einem geschenkt wird, Milch und Honig fließt und wir alle glücklich bis an unser Ende sind. Dennoch muss man auch bedenken, dass bei steigenden Spielepreisen, die Absatzzahlen nicht unbedingt besser werden. Immerhin entscheiden sich unsere Chefs oder Eltern auch nicht dazu permanent den Lohn oder unser Taschengeld zu erhöhen, damit wir uns alles kaufen können, was wir auch gerne zocken wollen würden!

Und so trauere ich dem asiatischen Markt nach, der einige wunderbare Spiele hervorgebracht hat – gerade auf Sonys Konsole findet sich ein großes Angebot, das wir nur aus der Ferne betrachten dürfen (vielleicht sollte ich doch japanisch lernen, wo es doch nun keine Regionalcodes in den Konsolen mehr gibt) – und die mit viel Glück ja in ein paar Jahren in irgendwelchen Remakevarianten doch noch eine Chance bei uns erhalten.

Immerhin schaffte es die „Ace Attorney“-Reihe so auch nach Deutschland und wurde dann scheinbar urplötzlich und ganz überraschend ein Erfolg. Scheinen ja doch nicht alle Deutschen so auf realistisch anmutende Spiele zu stehen, als das die Japaner es nicht doch einmal versuchen sollten, oder?

Euch nun aber noch ‘nen schönen Tag, denn ich muss noch fix zum IKEA huschen und cheerio!
Euer King Sirus

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