Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und diesmal dreht es sich um ein Spiel, welches
ich ehrlich gesagt doch schon sehr, sehr lange vor mich hergeschoben habe.
Nicht etwas weil es so schlecht wäre oder uninteressant, sondern weil
letztendlich eine Funktion des Spiels viel Frust mit sich bringt.
„Disney Micky Epic – Macht der Fantasie“ ist der Nintendo 3DS Ableger
zur Micky Epic Reihe. Und obwohl ich zu Beginn ein wenig enttäuscht war, dass
dem Spieler gerade einmal 10 Start-Anwendungen gegönnt werden, verstand ich
schnell warum… nein eigentlich verstehe ich es bis heute nicht.
Denn das Spiel besitz keinerlei Speicherfunktion, was Folgendes
bedeutet: Spielt man die Demo nicht
in einem Rutsch durch, sondern muss sie aus welchen Gründen auch immer
vorzeitig beenden, darf man wieder komplett von vorne beginnen. So habe ich reichliche
Start-Anwendungen für nichts und wieder nichts verbraten.
Gut nun ist es natürlich auch so, dass man ein Spiel in eine Art Standby
Zustand versetzen kann, womit man das Ganze umgehen kann, doch habe ich einfach
nicht daran gedacht. Und da einer nicht allein so blöd sein kann, dürfte es
genug andere Spieler geben die nicht daran denken und unnötig Start-Anwendungen
vergeuden.
Zudem verwundert es mich immer wieder warum Entwickler so geizig mit den
Start-Anwendungen sind. Ich kann verstehen wenn ein Spiel nicht viel hermacht
oder viel Substanz hat, was eine geringe Anzahl erklären würde, doch dies ist
hier nicht unbedingt der Fall. Natürlich nervt schon ein wenig der viel zu
lange Spieleinstieg durch eine Art Zwischensequenz – gerade wenn man es schon
kennt –, da man nichts überspringen oder beschleunigen kann. Gerade für eine
Demo frage ich mich wie notwendig dies nun ist, denn so etwas sind ärgerliche
Umstände die den Spielspaß eher killen als fördern.
Hat man versucht uns so ein wenig von der Story zu zeigen, um Lust auf
mehr zu machen? Dafür hätte der richtige Spielbeginn und das damit verbundene
Treffen zwischen Micky und Jiminy Grille (wieso tendiere ich immer erst dazu
seinen englischen Namen Jiminy Cricket zu benutzen?) gereicht.
Andererseits stellt das Intro auch Fragen auf, die tatsächlich die Story
spannender macht. Während Micky nämlich einen entspannten Tag zu verbringen
gedenkt, meldet sich der Hase Oswald aus dem Wasteland über den Fernseher bei
der weltweit beliebtesten Maus. Er erklärt, dass ein seltsames Schloss
aufgetaucht sei und Toons dorthin verschleppt würden. Darunter auch Mickys
große Liebe Minnie Maus.
Natürlich macht sich der tapfere Mäuserich direkt auf den Weg zur großen
Rettungsaktion, während besagte zu Rettende in seine verlassene Wohnung kommt,
um ihm einen Besuch abzustattetn. Was zum…?!
Was hat es damit nur auf sich? Warum sollte Oswald lügen? Oder ist das
ein Trick der bösen Hexe Mizrabel, welche das Schloss der Illusionen
kontrolliert, da sie nicht akzeptieren kann vergessen worden zu sein und damit
nun nach Wasteland zu gehören? Apropo böse Hexe Mizrabel…
Warum sieht die Dame genau so aus wie Malefiz, heißt jedoch anders?
OK, OK, ich gebe zu vielleicht hat der Anfang doch seine
Daseinsberechtigung, denn nun bin ich dank der vielen Fragen doch ziemlich von
der Story angefixt, aber man hätte doch wenigstens machen können, dass man sich
schneller durch die Textblöcke klicken könnte, so wie bei normalen Dialogen ja
auch!
Abgesehen davon ist „Disney Micky Epic – Macht der Fantasie“ ein
klassischer Plattformer, mit aber der interessanten Idee Teile der Welt
reinmalen zu können oder herauszulöschen. Und das alles dank eines einfachen
Pinsels des Zauberers Yen Sid. Mit dem Micky ja selbst auch eher schon
versehentlich Unheil losgetreten hat, aber auch benutzt um Gutes damit zu tun.
Während wir uns nun durch die Level des Schlosses der Illusion bewegen,
begegnen wir auch vielen verschiedenen Disneyfiguren, die es aus diesem Ort zu
erretten gilt. Wie etwa das Biest, Goofy oder Peter Pan. Da jedoch erst ein Weg
aus dem Schloss gefunden werden muss, bleibt vorerst jedoch die Flucht an einen
sicheren Ort innerhalb des Schlosses: Die sogenannte Festung.
Hier können wir auch zwischen den Leveln hin, um mit den „Toons“ zu
reden. Oder kleinere Aufgaben für sie zu lösen. So braucht Goofy eine Rüstung
um uns zu helfen, Rapunzel einen Kamm für ihre wallende Mähne und Onkel
Dagobert ein Schild, da er selbst an diesem Ort noch das große Geld wittert.
Gut für uns, denn so können wir uns bei geldgeilen Onkel Verbesserungen
einkaufen für das Geld welches wir bei der Schlosserkundung so einsammeln.
Leider endet die Demo deutlich schneller und überraschender als ich zu
Anfang erwartet hatte. Gerade einmal zwei Level durfte ich mich durchschlagen
und den Toons ein wenig helfen, so dass ich den Naseweis-Plan bekam (man kann
Pläne freispielen, die einem eine kleine Auswahl an Dingen bescheren, welche
man in den Leveln zum gezielten Einsatz nutzen kann), wodurch ich scheinbar
einen Bosskampf gegen Käpt’n Hook auslöste.
Nur kommt es nicht zu diesem Bosskampf. Ein wenig Wortduell zwischen
Micky und Hook und schön sehen wir den Endscreen der Demo. Trotz allem überzeugt
mich die Demo und ich habe Lust auf das Vollspiel, egal wie hin und hergerissen
ich zwischen „Was ‘ne Scheißdemo!“ und „Die Demo macht alles richtig!“ bin.
Zum Abschluss natürlich noch die
Punkte Musik und Grafik. Leider ist die Musik für mich eher so im unteren
Niveau. Nicht etwa weil sie schlecht im akkustischen Sinne wäre. Sie ist jedoch
nur… einfach und angenehm, aber nichts Besonderes. Nichts was einem im Kopf
hängen bleibt. Es macht absolut keinen Unterschied ob ich mir die Musik anhöre
oder mute und stattdessen mir nebenbei YouTube Videos reinpfeife. Das ist
wirklich schade und vergeudetes Potential.
Ganz anders sieht es hier mit
der Grafik aus. Na gut, vielleicht nicht direkt die Grafik, denn hier schaut
alles nach klassischer, bunter Disneywelt aus. Aber der 3D-Effekt ist absolut
der Hammer. Nicht etwa weil er das Spiel optisch großartig verändert oder auf
dem gleichen Level wie das normale Spiel arbeitet, sprich kaum Verpixelung oder
Farbausbleichung, sondern es ist ein anderer Grund.
Ich spiele 3DS Spiele seltenst
mit dem 3D-Effekt, nicht etwa weil ich ihn schlecht finde oder mir davon
schlecht würde. Ich habe das große Glück unempfindlich darauf zu reagieren. Es
stört mich einfach nur den Nintendo 3DS stocksteif halten zu müssen, da schon
die kleinste Neigung den Effekt zerstört. Bei diesem Spiel wirkte der 3D-Effekt
aber auf mich so grandios in das Spiel passend, dass ich die Demo nach dem
ersten Anschalten nicht mehr ohne gespielt habe.
Apropo Aussehen. Es irritiert
mich nur eine Kleinigkeit. So ist Micky in einem… ich sage mal „Oldschool“-Look
gehalten, der an alte Disneyzeiten erinnern soll, wohin gegen Figuren wie Goofy
oder Dagobert ihr moderneres Aussehen besitzen. Dieser Kontrast fällt schon ein
wenig unangenehm auf.
Alles in allem ist es eine Demo
wo ich ehrlich gesagt nicht so richtig weiß, was ich davon halten soll. So
etwas habe ich selten, aber eben schon erwähnt dass ich zwischen den zwei
Extremansichten immer mal hin und her schwanke.
Liegt es daran, dass ich nicht
das 1990 erschienene Sega-Spiel „Castle of Illusion“ gespielt habe und daher
mit dem 3DS Titel nun eine andere Beziehung eingehe? Denn „Disney Micky Epic – Macht der Fantasie“ ist
im Grunde nicht nur ein weiterer Titel der „Micky Epic“-Reihe, sondern auch
eine Hommage und fast schon Fortsetzung dieses Klassikers. Ich mein allein
schon das Schloss der Illusion als Ort des Geschehens in beiden Spielen deutet
darauf hin.
Das reicht nicht? Nun wie wäre es denn damit, dass die böse Herrscherin
des Schlosses in beiden Titel die Hexe Mizrabel ist und wie beide Male Minnie
aus ihren Klauen befreien müssen? Klingt schon ziemlich nach Fortsetzung…
gleich zweier Reihen…
Hatte ich so auch noch nie.
Nun bin ich überhaupt nicht auf
die Spielmechaniken des Pinsels eingegangen. Wobei großartig viel zu erzählen
gibt es da nicht. Zwar ist dies ein interessantes Element, doch aus der Demo
heraus lässt sich schwer beurteilen wie gut es auch in der Vollversion
funktioniert.
Denn immer wieder gibt es
Stellen, wo wir Objekte durch Ausmalen der Konturen – hier ist im übrigen
schnelles, aber auch sauberes Nachzeichnen gefragt – in die Levelwelt einfügen
oder störende Dinge durch ausradieren mit dem Verdünner beseitigen können.
In der Demo hat man hier zu
einem Großteil immer dieselben Konturen, wodurch man sie irgendwann schon fast
auswendig kann. Vor allem die Krone für eine Art Kiste als zusätzliche
Plattform war ganz klarer Dauergast.
Gerade mehr Abwechslung und
vielleicht schwierigere Konturen könnten ganz gut tun und ich kann nur hoffen,
dass diese im eigentlichen Spiel vorhanden sind. Andernfalls kann so etwas vom
kreativen, schnell zum lästigen Spielelement verkehren.
Eigentlich wünsche ich an dieser Stelle euch ja immer einen guten Tag,
doch angesichts dessen wie heftig es hier bei mir gerade wieder schüttet, fällt
mir dies ein wenig schwer. Ach was, meine Aussage soll sich ja nicht auf das
Wetter allein beziehen und deshalb:
Noch ein grandios wundervoller Tag euch noch und cheerio!
Euer King Sirus
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.