Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und ehrlich gesagt bin ich doch schon ein großer
Fan von Sammelkartenspielen, wie etwa „Magic“, „Yu-Gi-Oh!“ oder auch „Arcane
Magic“. Das Letzte dieser Drei kommt euch nicht bekannt vor? Nun vermutlich da
es sich dabei um kein TCG wie die anderen Beiden genannten handelt, sondern um
ein Sammelkarten-RPG, eine App und damit auch das heutige Thema.
„Arcane Magic“ fesselt mich aktuell doch sehr stark an sich, was
vermutlich daran liegt, dass man es gut nebenbei spielen kann, lediglich zwei
bis dreimal am Tag kurz reinzuschauen braucht und es viele Kämpfe gibt, die man
skippen kann und somit ist es auch kein zeitintensives Spiel.
Doch alles der Reihe nach. So möchte ich eine Besonderheit von „Arcane
Magic“ ganz zu Anfang hervorheben. Denn euer größtmögliches Deck besteht in
diesem Spiel aus gerade einmal 10 Karten! Vergleicht man dies mit anderen
Sammelkartenspielen, erscheint es geradezu lächerlich.
Nun das liegt aber auch daran, dass man hier ohne Managenerierung,
Fallen, Zauber oder sonstiges strategisches Zusatzkram auskommt. Das bedeutet
man reduziert sich auf das Wesentliche: Monsterkarten, die sich gegenseitig
zerfleischen!
Das ist aber vor allem durch die Digitalisierung des Spiels erst
möglich. Denn das sogenannte Sammelkarten-RPG arbeitet nicht nur mit einem
Levelsystem für den Spieler, sondern auch für seine Karten.
Mit jedem Level welches die Karte aufsteigt, werden ihr Angriff und ihre
HP verbessert und auf Level 5 und 10 erlernt die Karte zusätzlich eine
Fähigkeit. Ja die Karten beherrschen bestimmte Fähigkeiten, wie etwa sich
selbst zu heilen, magische Zusatzangriffe auszuführen oder besiegte Karten
wieder zu beleben. Auf diese Weise kommt dann ohne zusätzliche Karten ein
strategischer Aspekt in das Spiel hinein.
Außer dem Level haben die Karten aber auch noch eine Stärkebewertung in
Form von Sternen. Es beginnt bei 1-Stern-Karten und geht hinauf bis zu den
5-Sterne-Karten, welche natürlich die stärksten im Spiel sind. Aber auch die
Teuersten.
Teuersten? Nun jede Karte hat einen gewissen Kostenwert, so dass ihr
nicht unbedingt all eure stärksten Karten in euer Deck nehmen könnt, wenn die
Gesamtkosten euer „Budget“ übersteigt. Man hat nämlich ein gewisses Guthaben,
welches bei jedem Level-Up als Spieler auch steigt. Somit könnt ihr mit höheren
Leveln auch stärkere Karten in euer Deck nehmen.
Aber zu Beginn habt ihr eh nicht alle zehn Kartenslots zur Verfügung,
sondern lediglich zwei und alle fünf Level kommt ein weiterer hinzu, bis ihr
irgendwann auf Level 40 euren zehnten Slot freigespielt habt.
Sieht ja doch auf einmal nach einem ganz interessanten strategischen
Kartenspiel aus, nicht wahr? Während man als Spieler durch das Bestreiten von
Kämpfen Erfahrung erhält und sich verbessert, ist das bei den eigenen Karten
ein wenig anders. Und bei den Runen.
Was das schon wieder sind? Das sind zusätzliche Elemente, die unter
bestimmten Bedienungen im Kampf zusätzliche Effekte zu euren Gunsten auslösen.
Maximal vier davon könnt ihr auch hier ab Level 40 in euer Deck mit einplanen.
Doch wir waren eigentlich beim Levelsystem der Karten und Runen.
Um einer Karte oder Rune Erfahrung zu geben, müssen Gold (die
Ingamewährung) und andere Karten ausgegeben werden. Ja genau, ihr opfert Karten
die ihr nicht mehr braucht und einen kleinen Obulus, um eine stärkere Karte
noch stärker zu machen und wie gesagt neue Fähigkeiten freizuspielen.
Das Spiel besitzt im Übrigen auch eine Rangliste in der ihr euch
hochkämpfen könnt, indem ihr andere Spieler in der Liste herausfordert. Aber es
gibt auch ein Turnierkonzept, Klans und Klankämpfe oder einfach die Möglichkeit
sich ganz frei von irgendwelchen Vergleichsoptionen zu duellieren.
Falls man sich aber nicht messen möchte, kann man auch einfach der
Spielstory folgen und in Türmen Geld und Erfahrung sich erarbeiten. Natürlich
gibt es noch zusätzliche Events, wie etwa die Dämoneninvasionen wo alle Spieler
eines Servers sich auf ein übermächtiges Monster stürzen können und diejenigen,
die den meisten Schaden angerichtet haben erhalten dafür besondere Preise.
Letztendlich kann man aber auch nur so viel tun, wie man an
Bewegungspunkten zur Verfügung hat, die sich mit der Zeit regenerieren, aber eben auch
limitiert was wir am Tag tun können.
Es gibt so viele Punkte an dem Spiel die Erwähnenswert wären und die
Vielfalt an Möglichkeiten hervorheben, die man im Spiel hat – beispielsweise der
Tempel, den man im Verlaufe des Spiels erhält und wo man neue Runen bekommen
kann oder etwa das Splittersystem, mit dem man sich Magiecoupons erarbeiten
kann, die einem die Chance auf mächtige Karten ermöglichen –, aber als ich
gerade versucht habe das alles zu überblicken, um es irgendwie alles in den
Text unterzukriegen, habe ich auch gemerkt wie komplex das Spiel letztendlich
ist.
Zuletzt möchte ich aber auf die InApp-Käufe eingehen und die Frage die
bei diesem Spiel ja ganz oben auf der Frageliste steht: Ist dieses Spiel
tatsächlich „Free-to-Play“?
Man kann sich für sein Echtgeld Kristalle kaufen, die man auf mehrere
Arten nutzen kann. Entweder kann man sich besondere „Booster“ kaufen, in der
Hoffnung auf gute Karten. Oder man nimmt mit seinen Kristallen an einem
besonderen Turnier teil. Man kann aber auch die Wartezeit damit verkürzen, um
einen Dieb – diese tauchen zufällig beim Erkunden der Storykarte auf – zu bekämpfen.
Oder man erkauft sich weitere Bewegungspunkte, um das Spiel intensiver zu
suchten.
All diese Aktionen bringen aber keine direkte Garantie mit sich, dass
man auch etwas Gutes für seine Kristalle erhällt. Denn am Ende beschleunigt man
eher nur alles. Ich persönlich habe nie Kristalle erkauft, sondern höchstens
mal die verbraucht die mir das Spiel gegeben hat. Ich bin dennoch sehr weit
inzwischen gekommen und habe ein wie ich finde ganz annehmbares Deck. Mit
Kristallen hätte ich diese Situation nur früher erreicht.
Somit hat man nicht unbedingt eine „Pay-to-Win“-Situation, wobei es natürlich
sein kann dass die besten Spieler diese Position auch ein wenig den Kristallen
zu verdanken haben. Irgendwie tendiere ich daher dazu die Frage mit einem
klaren „Jein“ zu beantworten. Hilft nicht wirklich weiter, oder?
Es zeigt aber auch, dass nicht immer eine klare Tendenz zu „Free-to-Play“
oder „Pay-to-Win“ erkennbar ist. Dennoch macht „Arcane Magic“ auch ohne
Ausgaben viel Spaß und gerade für Leute die nicht viel Zeit hineininvestieren
können / wollen, kann sich dieses Spiel eben als Zwischendurchoption bewähren.
Immerhin kann ich euch ganz klar ‘nen schönen Tag wünschen und cheerio
sagen!
Euer King Sirus
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