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Freitag, 1. August 2014

Ein Rollenspiel im Kartenformat?

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und ehrlich gesagt bin ich doch schon ein großer Fan von Sammelkartenspielen, wie etwa „Magic“, „Yu-Gi-Oh!“ oder auch „Arcane Magic“. Das Letzte dieser Drei kommt euch nicht bekannt vor? Nun vermutlich da es sich dabei um kein TCG wie die anderen Beiden genannten handelt, sondern um ein Sammelkarten-RPG, eine App und damit auch das heutige Thema.

„Arcane Magic“ fesselt mich aktuell doch sehr stark an sich, was vermutlich daran liegt, dass man es gut nebenbei spielen kann, lediglich zwei bis dreimal am Tag kurz reinzuschauen braucht und es viele Kämpfe gibt, die man skippen kann und somit ist es auch kein zeitintensives Spiel.

Doch alles der Reihe nach. So möchte ich eine Besonderheit von „Arcane Magic“ ganz zu Anfang hervorheben. Denn euer größtmögliches Deck besteht in diesem Spiel aus gerade einmal 10 Karten! Vergleicht man dies mit anderen Sammelkartenspielen, erscheint es geradezu lächerlich.

Nun das liegt aber auch daran, dass man hier ohne Managenerierung, Fallen, Zauber oder sonstiges strategisches Zusatzkram auskommt. Das bedeutet man reduziert sich auf das Wesentliche: Monsterkarten, die sich gegenseitig zerfleischen!

Das ist aber vor allem durch die Digitalisierung des Spiels erst möglich. Denn das sogenannte Sammelkarten-RPG arbeitet nicht nur mit einem Levelsystem für den Spieler, sondern auch für seine Karten.

Mit jedem Level welches die Karte aufsteigt, werden ihr Angriff und ihre HP verbessert und auf Level 5 und 10 erlernt die Karte zusätzlich eine Fähigkeit. Ja die Karten beherrschen bestimmte Fähigkeiten, wie etwa sich selbst zu heilen, magische Zusatzangriffe auszuführen oder besiegte Karten wieder zu beleben. Auf diese Weise kommt dann ohne zusätzliche Karten ein strategischer Aspekt in das Spiel hinein.

Außer dem Level haben die Karten aber auch noch eine Stärkebewertung in Form von Sternen. Es beginnt bei 1-Stern-Karten und geht hinauf bis zu den 5-Sterne-Karten, welche natürlich die stärksten im Spiel sind. Aber auch die Teuersten.

Teuersten? Nun jede Karte hat einen gewissen Kostenwert, so dass ihr nicht unbedingt all eure stärksten Karten in euer Deck nehmen könnt, wenn die Gesamtkosten euer „Budget“ übersteigt. Man hat nämlich ein gewisses Guthaben, welches bei jedem Level-Up als Spieler auch steigt. Somit könnt ihr mit höheren Leveln auch stärkere Karten in euer Deck nehmen.

Aber zu Beginn habt ihr eh nicht alle zehn Kartenslots zur Verfügung, sondern lediglich zwei und alle fünf Level kommt ein weiterer hinzu, bis ihr irgendwann auf Level 40 euren zehnten Slot freigespielt habt.

Sieht ja doch auf einmal nach einem ganz interessanten strategischen Kartenspiel aus, nicht wahr? Während man als Spieler durch das Bestreiten von Kämpfen Erfahrung erhält und sich verbessert, ist das bei den eigenen Karten ein wenig anders. Und bei den Runen.

Was das schon wieder sind? Das sind zusätzliche Elemente, die unter bestimmten Bedienungen im Kampf zusätzliche Effekte zu euren Gunsten auslösen. Maximal vier davon könnt ihr auch hier ab Level 40 in euer Deck mit einplanen. Doch wir waren eigentlich beim Levelsystem der Karten und Runen.

Um einer Karte oder Rune Erfahrung zu geben, müssen Gold (die Ingamewährung) und andere Karten ausgegeben werden. Ja genau, ihr opfert Karten die ihr nicht mehr braucht und einen kleinen Obulus, um eine stärkere Karte noch stärker zu machen und wie gesagt neue Fähigkeiten freizuspielen.

Das Spiel besitzt im Übrigen auch eine Rangliste in der ihr euch hochkämpfen könnt, indem ihr andere Spieler in der Liste herausfordert. Aber es gibt auch ein Turnierkonzept, Klans und Klankämpfe oder einfach die Möglichkeit sich ganz frei von irgendwelchen Vergleichsoptionen zu duellieren.

Falls man sich aber nicht messen möchte, kann man auch einfach der Spielstory folgen und in Türmen Geld und Erfahrung sich erarbeiten. Natürlich gibt es noch zusätzliche Events, wie etwa die Dämoneninvasionen wo alle Spieler eines Servers sich auf ein übermächtiges Monster stürzen können und diejenigen, die den meisten Schaden angerichtet haben erhalten dafür besondere Preise.

Letztendlich kann man aber auch nur so viel tun, wie man an Bewegungspunkten zur Verfügung hat, die sich mit  der Zeit regenerieren, aber eben auch limitiert was wir am Tag tun können.

Es gibt so viele Punkte an dem Spiel die Erwähnenswert wären und die Vielfalt an Möglichkeiten hervorheben, die man im Spiel hat – beispielsweise der Tempel, den man im Verlaufe des Spiels erhält und wo man neue Runen bekommen kann oder etwa das Splittersystem, mit dem man sich Magiecoupons erarbeiten kann, die einem die Chance auf mächtige Karten ermöglichen –, aber als ich gerade versucht habe das alles zu überblicken, um es irgendwie alles in den Text unterzukriegen, habe ich auch gemerkt wie komplex das Spiel letztendlich ist.

Zuletzt möchte ich aber auf die InApp-Käufe eingehen und die Frage die bei diesem Spiel ja ganz oben auf der Frageliste steht: Ist dieses Spiel tatsächlich „Free-to-Play“?

Man kann sich für sein Echtgeld Kristalle kaufen, die man auf mehrere Arten nutzen kann. Entweder kann man sich besondere „Booster“ kaufen, in der Hoffnung auf gute Karten. Oder man nimmt mit seinen Kristallen an einem besonderen Turnier teil. Man kann aber auch die Wartezeit damit verkürzen, um einen Dieb – diese tauchen zufällig beim Erkunden der Storykarte auf – zu bekämpfen. Oder man erkauft sich weitere Bewegungspunkte, um das Spiel intensiver zu suchten.

All diese Aktionen bringen aber keine direkte Garantie mit sich, dass man auch etwas Gutes für seine Kristalle erhällt. Denn am Ende beschleunigt man eher nur alles. Ich persönlich habe nie Kristalle erkauft, sondern höchstens mal die verbraucht die mir das Spiel gegeben hat. Ich bin dennoch sehr weit inzwischen gekommen und habe ein wie ich finde ganz annehmbares Deck. Mit Kristallen hätte ich diese Situation nur früher erreicht.

Somit hat man nicht unbedingt eine „Pay-to-Win“-Situation, wobei es natürlich sein kann dass die besten Spieler diese Position auch ein wenig den Kristallen zu verdanken haben. Irgendwie tendiere ich daher dazu die Frage mit einem klaren „Jein“ zu beantworten. Hilft nicht wirklich weiter, oder?

Es zeigt aber auch, dass nicht immer eine klare Tendenz zu „Free-to-Play“ oder „Pay-to-Win“ erkennbar ist. Dennoch macht „Arcane Magic“ auch ohne Ausgaben viel Spaß und gerade für Leute die nicht viel Zeit hineininvestieren können / wollen, kann sich dieses Spiel eben als Zwischendurchoption bewähren.

Immerhin kann ich euch ganz klar ‘nen schönen Tag wünschen und cheerio sagen!
Euer King Sirus

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