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Donnerstag, 14. August 2014

Mach mir ein Kind… WOOOOT?! [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und nein, der familienfreundliche Nintendo 3DS bietet nicht auf einmal Eroge (wer diese Genrebezeichnung nicht kennen sollte, dabei handelt es sich um ein Kofferwort aus dem japanischenエロチックゲーム – erochikku gēmu –, was für erotisches Spiel steht wie man sich denken kann) als Demodownload in ihrem eShop an.

Doch was hat dann diese seltsame Überschrift zu bedeuten und zu welch seltsamen Spiel könnte sie passen? Die Bedeutung wird gleich erklärt und das Spiel direkt verraten: „Conception II – Children of the Seven Stars“!

Germe würde ich euch nun etwas zur Story des Spiels sagen, doch erfahren wir in der Demo nur Bruchstücke, da wir mitten in das Geschehen hineingeworfen werden. Zwar können wir gerade zu Beginn wählen, ob wir eine Erklärung über die Situation haben wollen oder direkt in das Spiel starten möchten, doch die Erklärung ist halt auch recht mager gehalten.

Was wir erfahren ist, dass wir in einer Welt leben in der seltsame Dusk Circles auftauchen, welche wiederum die sogenannten Dusk Labyrinthe beinhalten. Diese werden von Monstern bewohnt, die auch unsere Welt angreifen, jedoch können wir uns dank einer Gabe des Star God’s verteidigen.

Dabei spielt Ether (einer Art Gegenelement zu Dusk) eine zentrale Rolle, denn nur damit lässt sich die Gabe des Star Gods, die sogenannte Star Energy, nutzen und obwohl die Menschen in der Lage sind sich auf ihrem Grund und Boden zu verteidigen, können sie die Heimat ihrer Feinde nicht ergründen, da dort alles an Ether quasi aufgelöst wird.

Hier kommt unsere nicht namentlich genannte Spielfigur ins Spiel, denn selbst unter den Besonderen ist er noch ein ganz Besonderer. Denn sein Körper erzeugt eine besonders hohe Dichte an Ether, wodurch es erstmals möglich ist in die Dusk Labyrinthe einzudringen ohne dass die gesamte Etherkonzentration sich auflöst. Vor allem reicht die Etherkonzentration seines Körpers aus, dass die Helden sich auch verteidigen können.

Klingt erst einmal alles sehr verwirrend und ist es auch irgendwie, doch das Erkunden der Dusk Labyrinthe ist aber auch nur ein Teil des Spiels. Der andere Part erinnerte an klassische Dating-Sim-Spiele, denn wir besuchen eine Schule speziell für Personen die das Zeichen des Star Gods aufweisen und damit Star Energy nutzen können.

Auf dieser Schule befinden sich aber nicht nur Jungs, sondern auch ein paar nette Mädchen und mit denen sollten wir uns ja gut verstehen, denn wir brauchen sie. Denn in einem Prozess genannt „classmating“ erschafft unser Held gemeinsam mit einer der wählbaren weiblichen Schönheiten ein… Kind?!

Na ja… irgendwie schon… zumindest heißen sie Star Children, sind aber keine Kinder wie wir sie kennen. Offenbar wird durch die starke Bindung des Helden mit seiner Auserwählten Energie in einer Matrjoschka (Matroschka für diejenigen die es in der richtigen Schreibweise nicht aussprechen können) kanalisiert, woraus dann das Star Child entsteht…

Soviel zum verwirrenden und seltsamen Part des Spiels…

Diese Star Children können dann in kleinen 3-Mann-Teams zusammengestellt werden, um uns in den Kämpfen in den Dusk Labyrinthen zu unterstützen. Was auch bitter nötig ist, denn ansonsten würde unser Held samt weiblicher Unterstützung doch sehr schnell den Monsterhorden unterliegen. Doch mit drei 3-Mann-Teams im Gepäck – ja genau! Wozu ein Team von den kleinen Rabauken mitnehmen, wenn man eh mehrere von ihnen… „erschafft“… da solllen die ruhig alle dem Papa bei der Arbeit helfen! –, sieht das schon wieder ganz anders aus.

Und so dürfen wir diese essentiellen Dinge auch in der Demo tätigen. Mit einer kleinen Auswahl an Personen etwas labern, Star Children machen, Teams bilden und ein Dusk Labyrinth erkunden.

Da hat man einiges zu tun und trotz dem etwas ungewohnten, vielleicht auch verwirrend bis hin zu verstörendem Setting, macht das Spiel bereits als Demo mächtig Spaß. Da haben die Leute von Spike Chunsoft (bekannt für Spiele wie „999: Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors“ wovon ich bereits berichtete und „Danganronpa: Trigger Happy Havoc“ von dem ich demnächst berichten werde) wieder einen Kracher hingelegt.

Man muss aber auch sagen, dass das Storykonzept des zweiten Teils – der storytechnich unabhängig vom ersten Teil ist –, deutlich besser zusammen zu passen scheint, als beim Vorgänger. Vielleicht hat man sich daher nicht getraut Teil eins außerhalb Japans zu lokalisieren?

„Conception II – Children of the Seven Stars“ schafft es aber nun zu uns und sieht dabei auch richtig gut aus. Grafisch bietet das Spiel eine gute Qualität, jedoch ist es schon seltsam warum es zwei Dialogkonzepte gibt. Wenn man beispielsweise mit einer der holden Weiblichkeiten redet, hat man eine Person vor sich deren optischer Stil irgendwo zwischen gezeichnet und animiert liegt, dennoch aber absolut sich in das Konzept einfügt.

Redet man aber mit einigen, scheinbar nicht so wichtigen Gestalten – wie etwa den beiden Personen die einem zu Beginn der Demo begrüßen – werden handgezeichnete und leicht bewegungsanimierte Sprites verwendet…

Muss man den Sinn dahinter verstehen?

Zumindest verändert sich während des 3D-Effekts nichts urplötzlich. Es wird höchstens ein bisschen blasser was die Farbsättigung angeht, jedoch bleibt die Grafikqualität gleich.

Die Musik des Spiels machte einen leicht futuristischen Eindruck auf mich, wobei die Bandbreite an Stücken sehr vielfältig ist. So kommt während der Star Children Erschaffung ein Stück zum Einsatz, welches mich durch den Gesangpart darin ein wenig an „The World ends with you“ erinnerte.

Generell findet man reichliche Vergleichsmöglichkeiten zu diversen anderen Spielen. Ich weiß nicht, ob hier der Einfluss des Publishers für den amerikanischen und europäischen Markt – meine Lieblingsspieleschmiede Atlus – zu bemerken ist oder ob man die anderen Spiele als Inspirationsquelle verwendete, jedoch sind die Parallelen wie gesagt sehr deutlich.

So erinnern auch das Spielekonzept und der Dungeonaufbau mit den sichtbaren Gegnern in schattenartiger Form an die „Shin Megami Tensei: Persona“-Spielereihe. Habe ich persönlich auch nicht unbedingt etwas dagegen, denn das Spiel ist trotzdem sehr gut gemacht. Wäre nur nicht wieder alles lediglich auf englisch…

Auch die Sprachausgaben unserer potentiellen Partnerinnen und da ist nicht nur das Problem in welcher Sprache sie reden, sondern auch das sie in Relation zur Hintergrundmusik zu leise reden!

Zuletzt seien noch die Kämpfe erwähnt. Zwar kann man einen AutoPlay Modus wählen, jedoch finde ich das Kampfmenü so interessant, dass ich jedem empfehlen würde selbst einen Blick hinein zu werfen. So umzingeln die eigenen Teams den Gegner und können ihn aus verschiedenen Richtungen angreifen. Dabei gibt es stets Richtungen, welche die Schwachpunkte des Gegners anvisieren und daher mehr Schaden machen

Damit man aber nicht ständig nur alle Einheiten auf diese Schwachstellen losgehen lassen kann, ist es so dass nicht zwei Star Children Teams aus derselben Richtung die Monster attackieren können. Lediglich der Held samt seiner weiblichen Unterstützung sind von dieser Regelung ausgenommen und können mit einem Star Children Team aus derselben Richtung ihre Angriffe starten.

Dazu kommen taktische Elemente wie den Gegner zu chainen, wodurch er in der Aktionsreihenfolge wieder nach hinten rutscht und im besten Falle gar nicht erst zum Zuge kommt. Auch der rundenbasierte Ablauf verlangt eine strategische Herangehensweise an die Kämpfe.

Obwohl mehrere Funktionen des Spiels in der Demo ausgegraut sind, gibt sie soviel her und bietet massig Spaß, dass man vielleicht nicht alle 30 Start-Anwendungen verbrauchen wird, aber dennoch einiges an Zeit in diese Demo investieren kann.

Doch für heute war’s das auch schon wieder, denn ich muss mich nun auf den Weg machen (gut wenn ihr dies lest, bin ich schon einige Zeit auf dem Weg) Richtung Köln. Denn morgen wird ja endlich die Gamescom unsicher gemacht, wozu auch ein Text folgen wird und Aufnahmen vor Ort möchte ich auch machen. Hoffe es klappt alles, da ich leider nur auf eine Digicam und ein Handy… Verzeihung, meine natürlich „Smartphone“ ausweichen kann.

Unabhängig davon ob ihr heute schon vor mir auf der Gamescom seid oder nicht, sei ein schöner Tag gewünscht und cheerio!

Euer King Sirus

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