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Dienstag, 19. August 2014

Die Welt ist MEIN?! [3D]

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und im Beitrag zu „Rayman Origins“ erwähnte ich ja bereits, wie es sein kann wenn ein Spiel auf den ersten Eindruck einen überhaupt nicht überzeugt und dann nach einiger Zeit es plötzlich doch tut. Manchmal passiert es aber, dass ein Spiel einen guten Eindruck macht und man es einfach nicht rafft.

Also das Gameplay aufs Verrecken einfach nicht versteht. Dann legt man es eine Zeit weg und wenn man es wieder in die Hand nimmt, hat man scheinbar einen Moment der Erleuchtung und alles wirkt so simpel und einfach. Ob man es danach aber auf einmal gut findet, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

Zumindest hatte ich diese Erleuchtung bei der Nintendo DS Demo zu „World Conqueror 3D“.

Das Spiel erinnert an das klassische Brettspiel „Risiko“, nur dass man versucht hat die Spielelemente mit neuen Ideen aufzupeppen und dem Spiel auch in eine geschichtlich passende Situation einzubetten. Im Hintergrund des zweiten Weltkriegs können wir uns also durch drei vorgegebene Kampagnen kämpfen in drei wählbaren Schwierigkeitsgraden, um einen ersten Eindruck vom Spiel zu gewinnen.

Dabei sollte man sich wirklich vorher die Instruktionen durchlesen, auch wenn die auf englisch sind, da das Spielprinzip sonst ein wenig irritierend sein kann. Denn es gibt Karten die sich in die drei Kategorien „Units“, „Tactics“ und „Upgrade“ aufteilen und vom Geld, welches man jede Runde bekommt, gekauft werden können.

Während die „Units“-Karten noch sehr simpel sind – Soldaten, Panzer und Artellerie –, sollte man die genaue Wirkung der „Tactics“ und „Upgrade“-Karten genau durchlesen, um nicht versehentlich etwas zu kaufen und anzuwenden, was sich hinterher als hinderlich herausstellt.

Denn das Upgrade „Fortress“ wirkt ja anfangs ganz schön, mit einem Verteidigungsbonus auf die eigenen Einheiten, doch diese können sich dann drei Runden nicht bewegen. Gut, wenn man eh eingekesselt ist und nur die Stellung im Spartastil 300 vs. Xerxes halten will wirkt das ja ganz praktisch, doof nur wenn man auch zurückschlagen will und nicht kann. Denn nicht bewegen bedeutet auch selbst keine Angriffe starten zu können!

Auch bei den Einheiten kann es schnell passieren, dass man Dinge übersieht, denn die Panzer und die Artellerie haben besondere Eigenschaften, die man durchaus als taktisches Element nutzen könnte. Abgesehen verläuft der Kampf aber anders als in Spiele wie „Advance Wars“ nicht nach dem „Schere, Stein, Papier“-Prinzip. Ergo sind alle drei Einheitenarten mehr oder weniger gleichwertig.

Und obwohl ich Spiele wie eben „Advance Wars“, „Risiko“ oder dergleichen wirklich liebe, konnte mich „World Conqueror 3D“ kein bisschen überzeugen. Typische taktische und strategische Elemente die man versucht hat einzubringen, bringen rein gar nichts und am Ende reicht es einfach Truppen wie doof zu bauen und die eigenen Finanzen aufzupumpen, um letztendlich durch pure Übermacht zu gewinnen.

Grafisch mag das Spiel ganz ordentlich sein und der 3D-Effekt sieht sogar richtig geil aus, da man kaum eine Verpixelung wahrnimmt, doch reicht das einfach nicht aus um einen an der Stange zu halten.

Auch die Musik ist nicht sonderlich besonders, jedoch auch kein Reinfall. Sie passt gut zum Spiel und schafft es wie die Musik eines Kriegsfilms zu kliegen, wodurch das Szenario gut unterstützt wird.

Und zum Schluss bleibt die Frage ob so etwas einen 30 Start-Anwendungen lang an die Demo fesselt oder gar zum Kauf der Vollversion anregt. Ich für meinen Teil war nicht überzeugt.

Zwar scheinen die sonnigeren Tage vorbei zu sein, dennoch hindert mich dies nicht daran euch einen schönen Tag zu wünschen und sage cheerio!
Euer King Sirus

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