Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und im Beitrag zu „Rayman Origins“ erwähnte ich
ja bereits, wie es sein kann wenn ein Spiel auf den ersten Eindruck einen
überhaupt nicht überzeugt und dann nach einiger Zeit es plötzlich doch tut.
Manchmal passiert es aber, dass ein Spiel einen guten Eindruck macht und man es
einfach nicht rafft.
Also das Gameplay aufs Verrecken einfach nicht versteht. Dann legt man
es eine Zeit weg und wenn man es wieder in die Hand nimmt, hat man scheinbar
einen Moment der Erleuchtung und alles wirkt so simpel und einfach. Ob man es
danach aber auf einmal gut findet, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.
Zumindest hatte ich diese Erleuchtung bei der Nintendo DS Demo zu „World
Conqueror 3D“.
Das Spiel erinnert an das klassische Brettspiel „Risiko“, nur dass man
versucht hat die Spielelemente mit neuen Ideen aufzupeppen und dem Spiel auch
in eine geschichtlich passende Situation einzubetten. Im Hintergrund des
zweiten Weltkriegs können wir uns also durch drei vorgegebene Kampagnen kämpfen
in drei wählbaren Schwierigkeitsgraden, um einen ersten Eindruck vom Spiel zu
gewinnen.
Dabei sollte man sich wirklich vorher die Instruktionen durchlesen, auch
wenn die auf englisch sind, da das Spielprinzip sonst ein wenig irritierend
sein kann. Denn es gibt Karten die sich in die drei Kategorien „Units“, „Tactics“
und „Upgrade“ aufteilen und vom Geld, welches man jede Runde bekommt, gekauft
werden können.
Während die „Units“-Karten noch sehr simpel sind – Soldaten, Panzer und
Artellerie –, sollte man die genaue Wirkung der „Tactics“ und „Upgrade“-Karten
genau durchlesen, um nicht versehentlich etwas zu kaufen und anzuwenden, was
sich hinterher als hinderlich herausstellt.
Denn das Upgrade „Fortress“ wirkt ja anfangs ganz schön, mit einem
Verteidigungsbonus auf die eigenen Einheiten, doch diese können sich dann drei
Runden nicht bewegen. Gut, wenn man eh eingekesselt ist und nur die Stellung im
Spartastil 300 vs. Xerxes halten will wirkt das ja ganz praktisch, doof nur
wenn man auch zurückschlagen will und nicht kann. Denn nicht bewegen bedeutet
auch selbst keine Angriffe starten zu können!
Auch bei den Einheiten kann es schnell passieren, dass man Dinge
übersieht, denn die Panzer und die Artellerie haben besondere Eigenschaften,
die man durchaus als taktisches Element nutzen könnte. Abgesehen verläuft der
Kampf aber anders als in Spiele wie „Advance Wars“ nicht nach dem „Schere,
Stein, Papier“-Prinzip. Ergo sind alle drei Einheitenarten mehr oder weniger
gleichwertig.
Und obwohl ich Spiele wie eben „Advance
Wars“, „Risiko“ oder dergleichen wirklich liebe, konnte mich „World Conqueror
3D“ kein bisschen überzeugen. Typische taktische und strategische Elemente die
man versucht hat einzubringen, bringen rein gar nichts und am Ende reicht es
einfach Truppen wie doof zu bauen und die eigenen Finanzen aufzupumpen, um
letztendlich durch pure Übermacht zu gewinnen.
Grafisch mag das Spiel ganz
ordentlich sein und der 3D-Effekt sieht sogar richtig geil aus, da man kaum
eine Verpixelung wahrnimmt, doch reicht das einfach nicht aus um einen an der
Stange zu halten.
Auch die Musik ist nicht
sonderlich besonders, jedoch auch kein Reinfall. Sie passt gut zum Spiel und
schafft es wie die Musik eines Kriegsfilms zu kliegen, wodurch das Szenario gut
unterstützt wird.
Und zum Schluss bleibt die Frage
ob so etwas einen 30 Start-Anwendungen lang an die Demo fesselt oder gar zum
Kauf der Vollversion anregt. Ich für meinen Teil war nicht überzeugt.
Zwar scheinen die sonnigeren Tage vorbei zu sein, dennoch hindert mich
dies nicht daran euch einen schönen Tag zu wünschen und sage cheerio!
Euer King Sirus
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