Translate

Donnerstag, 20. Februar 2014

Den Raab? Schlag erst einmal MICH!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und nach der ersten Sendung von „Schlag den Raab“ im neuen Jahr, kann man doch sicherlich auch einmal über das erste „Schlag den Raab“-Brettspiel sprechen, oder was meint ihr?

Die Show – die inzwischen so normal und ausgelutscht im Fernsehen vor sich hindümpelt, dass man gar nicht mehr wahrnimmt wenn eine neue Folge angepriesen wird – hat es auf stolze drei Brettspielversionen und ebenfalls mehrere Videospieladaptionen gebracht.

Erstaunlich ist vielleicht dabei eher nur, dass die allererste Vermarktung der Show im Merchandisebereich – sprich die Umsetzung als Brettspiel – über drei Jahre hat auf sich warten lassen und die Videospielvariante kam sogar noch einmal ein Jahr später heraus. Da wurde die Geldkuh relativ spät erst gemolken. Hatte man vielleicht mit dem Erfolg des Showkonzepts gar nicht erst gerechnet?!

Doch heute beschäftigen wir uns wie gesagt mit der ersten Brettspieledition und nicht mit wilden Spekulationen.

Das Feeling der Show wurde versucht gut umzusetzen. So liegen dem Spiel unterschiedliche Materialien bei, um diverse Geschicklichkeitsspiele oder sonstige Spiele bekannt aus der Show umzusetzen. So sind eben auch haufenweise Fragekärtchen vorhanden für bekannte Quizspiele wie „Blamieren oder Kassieren“.

Dieses hat im Übrigen auch eine eigene Spieladaption bekommen, die sich einfach mit dem Brettspiel kombinieren lässt, was für zusätzlichen Fragestoff sorgt. Das ist auch ganz praktisch, da sonst der Wiederspielfaktor nach einer gewissen Zeit doch einen steilen Absturz macht. Aber dazu kommen wir ja noch.

Wie aber funktioniert nun das Spiel eigentlich?
Ganz einfach: „Schlag den Raab“ ist für bis zu sechs Spieler konzipiert. Wobei man sagen muss, dass dies auch nur halb stimmt. Jedenfalls nimmt ein Spieler für die Spieldauer die Rolle des Herrn Raab ein und stellt sich allein den Kontrahenten. Anders als in der Show wird hier aber kein einzelner der Mitspieler als Kontrahent erwählt. Nein, viel mehr spiegeln sie gemeinsam den Kontrahenten für unseren „Raab“-Spieler wieder. Abwechselnd geht immer ein Mitspieler für ein Match in den Ring.

Und hier kommt nun die Krux an der Sache. Wenn man nämlich zu sechst versucht das Spiel zu spielen, muss man feststellen dass der sechste Spieler ebenfalls nur eine Festposition innehat: Die des Moderators!

Somit spielen eigentlich nur maximal fünf Personen das Spiel, während einer die undankbare Aufgabe des Schiedsrichters und Fragestellers hat. Ein wenig Betrug möchte man da doch der Verpackung bzw. den Spielemachern vorwerfen. Nun gut, wollen wir uns darauf aber nicht zu sehr versteifen.

Kommen wir zu der Spielauswahl. Die Matches werden nämlich per Drehrad aus einer Auswahl von – ich glaub – über dreißig Spielen zufällig rausgepickt. Auch die Spiellänge lässt sich variieren. So kann man sich vorher überlegen, ob man fünf, zehn oder die vollen fünfzehn Matches gegeneinander austragen will.

Alles in allem ist das Spiel ziemlich unterhaltsam, die Qualität der Materialien vernünftig und gebrauchsorientiert. Sprich sie gehen nicht nach der Erstbenutzung direkt kaputt. Jedoch fürchte ich, dass das Spiel gerade beim Besitzer schnell den Reiz verliert. Irgendwann kennt man alle Quizantworten, hat den Dreh bei den Geschlichkeitsspielen raus und man darf nicht mehr die „Raab“-Rolle innehaben, da man seine Gegner sonst nass macht. Aber auch die Mitspieler haben immer mit einer gewissen Wartezeit zu kämpfen, da sie nur abwechselnd gegen den Raab-Spieler antreten dürfen.

Das Spiel macht trotz dieser Schwächen einen Heidenspaß und bietet ausreichend Unterhaltung, um einen Abend zu füllen. Vor allem wenn man es nicht eilig hat und sich auch vielleicht bisschen Zeit lässt bei den Spielen. Auch können weitere Personen als „Zuschauer“ oder ein Spieler mit starken Raab-Charakterzügen (Ehrgeiz, Regelfuchserei, etc.) den Unterhaltungswert sicherlich noch weiter in die Höhe schrauben. Da das aber nicht per se gegeben ist, sind das nur mögliche Boni die von Spiel zu Spiel variieren.

Ob man das Spiel nun zum Vollpreis von knapp 40 € haben muss oder lieber auf irgendwelche Angebote wartet, sei ebenfalls jedem selbst überlassen. Ich persönlich würde eher auf die Angebote warten, da wie gesagt der Wiederspielfaktor beim Besitzer schnell gen Null gehen kann und man sich dann vielleicht über einen Vollpreiskauf doch ein wenig ärgert.

Selbstverständlich versuche ich auch die anderen Umsetzungen der bekannten Spielshow in die Pfoten zu bekommen, damit ich mich auch zu denen irgendwann einmal äußern kann.

Habt noch einen erfolgreichen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.