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Donnerstag, 13. Februar 2014

Was wäre bei rausgekommen, wenn Magier Skat erfunden hätten?

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und erst einmal muss ich mich für den verspäteten Beitrag vielmals entschuldigen. Ich hatte versehentlich das morgige Datum eingetragen für die geplante Veröffentlichung und es vorhin bemerkt. Daher die zweistündige Verspätung. Ein riesiges Sorry, aber Pannen passieren überall wo Menschen am Werk sind… leider!

So und nun zur Antwort auf die Frage aus der Überschrift, die eindeutig „Wizard“ lautet!
Denn in der Grundidee erinnert „Wizard“ an Spiele wie „Skat“, jedoch mit einer etwas anderen Komponente, wie die Punkte zustande kommen.

Doch gehen wir Schritt für Schritt vor. Kernelement bei „Wizard“ ist es Stiche für sich zu gewinnen. So hat jeder Spieler Handkarten und legt reihum eine ab. Die werthöchste erhält den Zuschlag und gewinnt damit den Stich.

So geht es immer weiter, bis keiner mehr Handkarten hat. Dann wird ausgewertet wer wie viele Stiche in der Runde kassiert hat.

Nun gibt es jedoch zwei regeltechnische Besonderheiten zu beachten. Erstens muss jeder Spieler nach Betrachten seiner Hand vorhersagen wie viele Stiche er glaubt zu machen. Liegt er drunter oder drüber, macht er Minuspunkte. Nur wenn seine Prognose am Ende mit seiner Anzahl an Stichen übereinstimmt macht er auch wirklich Punkte.

Die zweite Schwierigkeit ist die, dass man jede Runde eine Karte mehr auf der Hand hat. Beginnt man in der ersten also mit Dreien, endet man später je nach Spielerzahl locker bei über 15 Karten auf der Hand. Was am Anfang somit noch sehr einfach ist, wird zum Ende hin immer schwieriger.

Kriegt man sechs Stiche? Oder doch sogar sieben? Und am Ende der Runde zählt man doch leider ganze Zehn auf dem Konto… wieder Minus gemacht…
Hat man aber eine Runde mit Punkten, kann es hier in den späteren Runden schnell mal welche im dreistelligen Bereich geben.

Fies wird es zudem ganz schnell, wenn man mit seinen niedrigen Karten keine Stiche erwartet und dann die Hohen oder sogar Trümpfe unter Wert anderen unterjubeln muss. Ist dann immer etwas schwierig. Gerade bei den Jokerkarten, die als die Stärksten des Spiels gelten und fast alles stechen.

So hat das Spiel seine Glückselemente, strategischen Aspekte und ist voller Schadenfreude und Spannung. Schade nur, dass man schon so seine drei Spieler braucht und nicht bereits zu zweit losstarten kann. Und obwohl es darüber hinaus auch noch ein platzsparsames Kartenspiel ist, eignet es sich doch nicht unbedingt für die Reise.

Warum? Aus Zeitgründen!
Ich habe schon 3-Spieler Sitzungen mit 20 Runden gehabt, die über 10 Stunden gingen weil einfach alle sehr verbissen jeden Zug überlegt haben. Dabei könnte man ein komplettes Spiel auch in 30 Minuten durchziehen.

Am Ende lebt dieses Spiel hauptsächlich von seinen Spielern, weniger von der Spielmechanik. Da können auch die schönen Illustrationen nicht drüber hinweg trösten. Diese sind trotz allem aber sehr gelungen und betten sich wunderbar in die Thematik ein.

Denn die Karten sind auch in vier Farben unterteilt und jede Farbe stellt ein Volk dar, was sich eben durch die Zeichnungen stark verdeutlicht. Menschen, Zwerge, Elfen und Riesen werden von den Spielern Sticht um Stich ins Rennen geschickt. Dazwischen noch vier Zauberer als Joker und vier Narren als eine Art Negativ-Joker.

Alles in allem also ein wunderbares Spiel, dessen Stärken aber nur durch die Spieler und die Art des Spielens hervorstechen kann (mieses Abschlußwortspiel – check!)

Also habt ‘nen gestochen schönen Tag und cheerio!

Euer King Sirus

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