Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und
erst einmal muss ich mich für den verspäteten Beitrag vielmals entschuldigen.
Ich hatte versehentlich das morgige Datum eingetragen für die geplante
Veröffentlichung und es vorhin bemerkt. Daher die zweistündige Verspätung. Ein
riesiges Sorry, aber Pannen passieren überall wo Menschen am Werk sind… leider!
So und nun zur Antwort auf die
Frage aus der Überschrift, die eindeutig „Wizard“ lautet!
Denn in der Grundidee erinnert
„Wizard“ an Spiele wie „Skat“, jedoch mit einer etwas anderen Komponente, wie
die Punkte zustande kommen.
Doch gehen wir Schritt für
Schritt vor. Kernelement bei „Wizard“ ist es Stiche für sich zu gewinnen. So
hat jeder Spieler Handkarten und legt reihum eine ab. Die werthöchste erhält
den Zuschlag und gewinnt damit den Stich.
So geht es immer weiter, bis
keiner mehr Handkarten hat. Dann wird ausgewertet wer wie viele Stiche in der
Runde kassiert hat.
Nun gibt es jedoch zwei
regeltechnische Besonderheiten zu beachten. Erstens muss jeder Spieler nach
Betrachten seiner Hand vorhersagen wie viele Stiche er glaubt zu machen. Liegt
er drunter oder drüber, macht er
Minuspunkte. Nur wenn seine Prognose am Ende mit seiner Anzahl an Stichen
übereinstimmt macht er auch wirklich Punkte.
Die zweite Schwierigkeit ist
die, dass man jede Runde eine Karte mehr auf der Hand hat. Beginnt man in der
ersten also mit Dreien, endet man später je nach Spielerzahl locker bei über 15
Karten auf der Hand. Was am Anfang somit noch sehr einfach ist, wird zum Ende
hin immer schwieriger.
Kriegt man sechs Stiche? Oder
doch sogar sieben? Und am Ende der Runde zählt man doch leider ganze Zehn auf
dem Konto… wieder Minus gemacht…
Hat man aber eine Runde mit
Punkten, kann es hier in den späteren Runden schnell mal welche im
dreistelligen Bereich geben.
Fies wird es zudem ganz
schnell, wenn man mit seinen niedrigen Karten keine Stiche erwartet und dann
die Hohen oder sogar Trümpfe unter Wert anderen unterjubeln muss. Ist dann
immer etwas schwierig. Gerade bei den Jokerkarten, die als die Stärksten des
Spiels gelten und fast alles stechen.
So hat das Spiel seine
Glückselemente, strategischen Aspekte und ist voller Schadenfreude und
Spannung. Schade nur, dass man schon so seine drei Spieler braucht und nicht
bereits zu zweit losstarten kann. Und obwohl es darüber hinaus auch noch ein
platzsparsames Kartenspiel ist, eignet es sich doch nicht unbedingt für die
Reise.
Warum? Aus Zeitgründen!
Ich habe schon 3-Spieler
Sitzungen mit 20 Runden gehabt, die über 10 Stunden gingen weil einfach alle
sehr verbissen jeden Zug überlegt haben. Dabei könnte man ein komplettes Spiel
auch in 30 Minuten durchziehen.
Am Ende lebt dieses Spiel
hauptsächlich von seinen Spielern, weniger von der Spielmechanik. Da können
auch die schönen Illustrationen nicht drüber hinweg trösten. Diese sind trotz
allem aber sehr gelungen und betten sich wunderbar in die Thematik ein.
Denn die Karten sind auch in
vier Farben unterteilt und jede Farbe stellt ein Volk dar, was sich eben durch
die Zeichnungen stark verdeutlicht. Menschen, Zwerge, Elfen und Riesen werden
von den Spielern Sticht um Stich ins Rennen geschickt. Dazwischen noch vier
Zauberer als Joker und vier Narren als eine Art Negativ-Joker.
Alles in allem also ein
wunderbares Spiel, dessen Stärken aber nur durch die Spieler und die Art des
Spielens hervorstechen kann (mieses Abschlußwortspiel – check!)
Also habt ‘nen gestochen
schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus
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