Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und heute führen wir die
Reviewkette zur „Ace Attorney“-Reihe fort, indem wir das GBA Zeitalter heute
beendigen. Wobei wir natürlich die Remake-Version betrachten von „Phoenix
Wright: Ace Attorney – Trials and Tribulations“.
Nicht nur der rote Faden
feiert in diesem Spiel sein Comeback, sondern auch der Staatsanwalt Godot
feiert sein Comeback vor Gericht. Nur dass er früher einmal ein
Strafverteidiger war. Doch es ist die Rache – Kernmotiv, welches wir schon von
Franziska kennen –, die ihn erneut in den Gerichtssaal zieht. Und gegen wen
könnte sich diese wohl richten, wenn nicht gegen unseren Lieblingsanwalt
Phoenix?
Nur komisch, dass dieser nicht
weiß warum der ominöse Weißhaarige mit der seltsamen Augenmaske ihn so hasst…
Doch beginnen wir erst einmal
mit der Story, an deren Anfang diesmal nicht Phoenix steht. Zumindest nicht auf
der Seite der Verteidigung. Viel mehr ist er es, der verteidigt werden muss.
Und zwar von Niemand geringerem als Mia Fey…
Moment einmal… ist die nicht
tot? Seit dem ersten Spiel um genauer zu sein? Ganz genau, dennoch schlüpfen
wir diesmal in ihre Haut und beginnen somit mit einem kleinen Sprung in die
Vergangenheit. Diese wagt sich nach einem traumatischen Erlebnis in ihrem
ersten Fall und einer kleinen Auszeit, nun an ihren zweiten Fall überhaupt
heran.
Dabei muss sie den jungen
Studenten Phoenix Wright verteidigen, der des Mordes beschuldigt wird. Kein
leichter Fall, doch schon damals zeigte sich ihr Credo, dass man immer an die
Unschuld seines Klienten glauben muss. Ein Glaube denn sie diesem jungen Mann
später einmal selbst auf den Weg gibt und denn er annahm, wodurch er so manchen
sicheren Schuldigen als Unschuldigen bewies!
Amüsant fand ich vor allem die
Darstellung des noch jüngeren Phoenix, so jung und so voller Liebe für seine
Freundin, die leider als Zeugin gegen ihn aussagen muss.
Doch zurück zum Glauben und
damit in die Gegenwart, wo Phoenix nicht nur einen jungen Mann gegen die
Anklage des Diebstahls und anschließend auch noch gegen die Anklage zum Mord
verteidigen muss, sondern auch ein eher unschönes Wiedersehen mit Maggey Byrde.
Diese ist ebenfalls zum
wiederholten Male des Mordes angeklagt worden. Demnächst können sie und Maya
sicherlich eine Selbsthilfegruppe eröffnen. Doch eines unterscheidet die Beiden
dann doch, denn Maggey wurde bereits vor einem Monat schuldig gesprochen, da
Phoenix sie nicht freigesprochen bekam vor Gericht… äääähmmm… seltsam… wir
haben sie doch gar nicht verteidigt?!
So beginnt der seltsame Fall,
wo Phoenix feststellen muss, dass jeder Mensch auf der Welt einen Doppelgänger
hat und seiner sich für ihn vor Gericht ausgab, um Maggey mehr schlecht als
recht zu verteidigen, doch wieso das alles?!
Nachdem auch diese Frage
geklärt ist und die Akte abgelegt werden kann, geht es erneut in die
Vergangenheit. Der vorletzte Fall kann viel mehr als ein kleiner Prolog für den
Letzten verstanden werden, da die Handlungen so dicht verwoben sind und sich
hier auch der grandiose rote Faden des Spiels offenbart, dessen Wurzeln sogar
zurück in den Vorgänger führen und sich mit der Familie Fey eng verbindet.
Wieder sind wir als Mia Fey im
Gericht, diesmal ist es ihr erster Fall dessen Ausgang sie dermaßen
traumatisieren wird, dass sie ein volles Jahr Auszeit brauchte ehe sie Phoenix
Wright verteidigen würde. Und genau in dieser Vergangenheit und diesem Fall
liegt auch in gewisser Weise der Ursprung in Godots Rachewunsch begraben. Stück
für Stück wird dessen tragische Vergangenheit klarer.
Aber auch andere tragische
Vergangenheiten offenbaren sich im letzten Fall des Spiels, der eine große
Brücke über alle drei Titel schlägt und es schafft sie alle irgendwie zu
verbinden. Dies ist natürlich nicht die einzige Besonderheit, denn Miles
Edgeworth kehrt zurück, um im Namen von Phoenix Wright die Verteidigung zu
übernehmen.
Wie das alles zusammen passt
und wie das Ende dieses ganzen Wirrwarrs ist, solltet ihr am Besten selbst
herausfinden, indem ihr das Spiel antestet. Oder eben wartet bis das Re-Remake „Ace
Attorney 123: Phoenix Selection“ (habe auch den Namen „Ace Attorney 123: Wright
Selection“ gefunden, offenbar kann sich hier also der Name noch ändern, wobei
diese beiden Versionen sich nicht viel an Unterschied geben) bei uns erscheint.
Wenn es denn bei uns erscheint.
Für mich sind die Fälle auf
jeden Fall unglaublich spannend, verzwickt und interessant gestaltet. Gerade
die Tiefe der Story die hier aufblüht ist eine wahre Pracht und kommt mit
grandiosen Wendungen daher. Auch die Kreativität die in den einzelnen Fällen
steckt im Bezug darauf wie man sich an die Wahrheit herankämpft, weiß zu
gefallen und wirkt nicht wie 08/15 Kram den man schon dutzende Male in anderen
Krimis gesehen und/oder gelesen hat.
Aber auch die Figuren tragen
viel zum Charme des Spiels bei. So waren die Charaktere und deren Benehmen bei
Phoenix Wright schon immer kurios und so ist es auch in diesem Teil wieder.
Denke ich nur an einen Furioso Tigre, Ron DeLite oder Jean Armstrong, zaubert
sich direkt wieder ein Schmunzeln auf meine Lippen.
Eindeutig den Vogel schießt
jedoch unser Gegner vor Gericht ab. So ist Godot nicht nur einer der
mysteriösesten Figuren der ganzen Serie, sondern auch einer der seltsamsten und
lustigsten Gestaltet. Na ja, vielleicht wird er nur vom armen Phoenix
übertroffen, der in seiner Karriere bereits ausgepeitscht, niedergemacht und
mit Kaffee beworfen wurde.
Ich weiß noch wie ich damals das Spiel bewertet hatte. Alle
drei Titel waren stets im Abstand etwa eines Jahres erschienen und „Phoenix
Wright: Ace Attorney“ hatte damals – gerade auch wegen des Bonusfalles – einen immens
starken Eindruck bei mir hinterlassen, so dass ich den Anfang der Serie besser
bewertet hatte, als die späteren Teile.
Nun einige Jahr später und nachdem ich mir sämtliche Fälle
nochmals im Phoenix Wright Wiki durchgelesen hatte, um meine Erinnerung auch
ein wenig aufzufrischen, muss ich diese Ansicht ein wenig revidieren. So hatte
ich mich damals zu stark von der spielmechanischen Seite des Erstremakes
beeinflussen lassen. Natürlich fehlen in „Phoenix Wright: Ace Attorney –
Trials and Tribulations“ leider Gottes wieder verstärkte Nutzungen der
DS-Funktionen, dass sollte jedoch kein Grund sein die Story des Spiels außer
acht zu lassen.
Vor allem da ich schon immer
jemand war, der eigentlich auf eine gute Spielhandlung geschworen hatte! Aus
diesem Grund sehe ich den letzten Teil der ursprünglichen Trilogie inzwischen
auch als besten Teil aus den GBA-Zeiten an. Denn jeder einzelne Fall bleibt auf
einem meiner Meinung nach gleich hohen Niveau, so dass letztendlich vielleicht
kein einzelner Fall besonders stark in Erinnerung hängen bleibt – anders als
der Manfred von Karma-Fall oder der Bonusfall des ersten Spiels bzw. der finale
Fall um Mayas Entführung und die Erpressung mit den zwei Enden des zweiten Spiels
–, doch dafür erinnert man sich an das Gesamterlebnis.
Von der Musik brauch ich nicht
weiter zu schwärmen. Die Themes sind wieder einmal passend gewählt und die
Musik bringt einen stets in die richtige Stimmung an den entscheidenden
Stellen. Ein bisschen
könnte man mir vermutlich also auch schon Fanboytum nachsagen.
So viel dazu und euch noch einen
– OBJECTION!.... schön einmal Kaffee als Wurfgeschoss abbekommen? Nein? Dann
Klappe! – schönen Tag, mitsamt cheerio!
Euer King Sirus
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.