Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und
ich hatte euch ja bereits versprochen, dass mehr zur „Ace Attorney“-Reihe
kommen würde. Nachdem ich mir nun auch den neusten Teil besorgt habe, dachte
ich mir es würde Zeit für neue Beiträge zu diesen Spielen. Da der gute Phoenix
im neusten Teil der Serie sein Comeback in den Gerichtssaal feiert, wäre es
doch nur angebracht einen Blick zurück auf seine Anfänge zu werfen, nicht wahr?
Ich muss auch gestehen ich
wusste damals nicht was mich erwartete, als ich „Phoenix Wright: Ace Attorney“
zum ersten Mal startete. Doch als ich mit dem Spiel fertig war, wusste ich dass
ich mehr davon wollte! Bevor ich hier aber wieder zu chaotisch an die Sache
rangehe, sollten wir erst einmal ganz vorne anfangen: Mit der Handlung.
Wir beginnen mit einem kleinen
Fall, der für uns aber besondere Bedeutung hat. Beziehungsweise für unseren
Helden Phoenix Wright. Denn dies ist nicht nur sein erster Fall als
Verteidiger, sondern wir verteidigen gleichzeitig auch noch unseren
Kindheitsfreund Larry Butz. Dieser scheint das Unglück förmlich anzuziehen, wie
wir noch im Verlaufe der Spielereihe einige Male miterleben müssen.
So ist es nicht verwunderlich,
dass der gute Phoenix ziemlich nervös ist vor dem Fall. Zu seinem und unserem
Glück steht ihm jedoch seine Chefin und Mentorin Mia Fey zur Seite.
Doch dieser Fall war eben nur
ein Einstieg und so beginnt die große Story rund um den Anwalt Phoenix
eigentlich erst so richtig mit dem zweiten Fall, bei dem Mia ermordet wird und
ihre Schwester bei ihm Hilfe sucht, da man sie des Mordes anklagt. Dabei macht
uns der Staatsanwalt Miles Edgeworth – den wir ebenfalls aus alten Zeiten
bereits kennen – das Leben und das Beweisen der Unschuld unserer Mandantin
wahrlich schwer.
Anschließend verteidigen wir
auch noch einen stählernen Samurai, wo wir erneut auf Miles treffen und uns ein
hartes Duell vor Gericht mit ihm abliefern. Umso überraschender kommt es, als
wir gerade ihn in unserem letzten Fall verteidigen müssen, für einen Mord den
er angeblich als Kind begangen hat. Angeklagt wird er ausgerechnet von seinem
Mentor und dem härtesten Hund der Staatsanwaltschaft: Manfred von Karma!
Soviel zur… sagen wir mal „Story“
des Spiels. Doch muss ich mich bezüglich einer Aussage im letzten Abschnitt
kurz korrigieren. Und zwar zu der Sache mit dem „letzten Fall“. Nun ja, zwar
ist die Verteidigung von Miles in gewisser Weise der letzte Fall des Spiels
gewesen, jedoch war er das als „Gyakuten Saiban“ – so der japanische Titel –
damals für den GBA in Japan erschien.
Das gut vier Jahre später
erschienene Remake für den Nintendo DS schaffte es nicht nur über die
Landesgrenzen hinaus, sondern hatte auch noch einen zusätzlichen Fall parat,
der extra entwickelt wurde um die Möglichkeiten des neuen Handhelds mehr
auszuschöpfen.
Dabei erfuhr das Spiel keine
sonderlich große Überarbeitung, sondern eher nur ein Lifting in Form von
Touchscreen- und Mikrofonunterstützung, dem zusätzlichen Fall und ich mein auch
aufgebessertem Sound.
Dieser Zusatzfall hat es aber
auch in sich und ist bis heute das, was mir vom ersten „Phoenix Wright“-Teil am
stärksten in Erinnerung geblieben war. Kein Wunder, hat er doch eine komplexe
und tolle Handlung. Da raucht die Birne schnell mal, wenn man sich durch das
Netz an Lügen kämpft, um der Wahrheit auf die Schliche zu kommen. Zudem ist es
bis heute der größte Fall in einem „Ace Attorney“-Spiel!
Aber nicht nur der Zusatzfall
präsentiert sich als harte Nuss. Auch die anderen Fälle des ersten Spiels der
Reihe präsentierten sich in angemessener Schwierigkeit. Denn meinem Empfinden
nach waren es fordernde, knackige Fälle, die gut ausgearbeitet waren und sich
nicht so leicht durchschauen ließen wie ein Großteil der Fälle späterer „Ace
Attorney“-Spiele.
Zur Spielmechanik ist nicht
viel zu sagen, das „Phoenix Wright: Ace Attorney“ hier noch recht einfach
strukturiert war. Es ist ein Spiel wo nicht viel Spielmechanik dahinter steckt,
sondern mehr ein interaktiver Roman. Man liest sich durch massige Dialoge und
studiert die Beweise, um Indizien und Widersprüche zu entdecken, die einem
helfen der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
Zwischen den
Gerichtsverhandlungen untersucht man Tatorte und spricht mit Zeugen. Im
Gerichtssaal dagegen verhört man diese Zeugen und pflückt ihre Aussagen Stück
für Stück auseinander. Das berühmte „OBJECTION!“ ertönt dabei so manches Mal
durch den Raum.
Unterstrichen wird das ganze
von der mangahaften Optik des Spiels und den witzigen Animationen so wie
Fratzen der Figuren. Sei es wenn Phoenix sich in einer ausweglosen Situation
wähnt oder wenn der Täter dabei ist sich immer mehr in seinen Lügen zu
verstricken und kurz vorm Zusammenbruch steht.
Aber nicht nur die Optik des
Spiels passt zu diesem wie die Faust aufs Auge, auch die Musik macht alles
richtig. Ich habe sie ja bereits bei „Apollo Justice: Ace Attorney“ gelobt,
doch es fing nicht erst damals an so geil zu sein. Nein das war es von Anfang an
schon.
Natürlich könnte ich wieder
hauptsächlich von den stimmungsmachenden Liedern des Gerichtssaals schwärmen,
die einen so richtig aufpumpen und das Adrenalin hochjagen, wenn man glaubt den
Täter in die Enge getrieben zu haben. Die Rede ist von den Liedern „Ryuichi
Naruhodo ~ Objection! 2001“, „Pressing Pursuit ~ Cornered“ oder auch „Telling
the Truth 2001“
Das Spiel darf aber nicht nur
auf diese drei Lieder reduziert werden. So ist auch das Lied „Mayoi Ayasato ~
Turnabout Sisters Theme 2001“ – die Theme zu den Schwestern Maya und Mia Fey –
ein wunderbar schönes und herzerwärmendes Lied.
Auch wenn Maya als hilfreiche
Person Phoenix stets zur Seite steht, nachdem er ihr im zweiten Fall half, so
muss man leider auch sagen dass sie zu Nervtöterei und überspitzer Darstellung
hintendiert und man sie sich daher manches Mal aus dem Spiel rauswünscht.
Um wieder auf die Musik zurück
zu kommen, sei auch noch das ans feudale Japan erinnernde und doch mit modernem
Pepp gewürzte „Oo-edo Soldier Tonosaman“ erwähnt.
Oder das aus dem Extrafall stammende „Kyosuke Zaimon ~ Detective From the
Wilderness“, welches die Theme von meinem Lieblingschars des Spiels Jake
Marshall darstellt.
Ich glaube ich könnte allein
über die Musik einen ganzen Beitrag schreiben. Wer jedoch noch keinen Titel
dieser Reihe gespielt hat, dem Rate ich dazu noch ein wenig zu warten. Denn
Capcom hat nun ein 3DS Re-Remake angekündigt. Das Besondere hierbei: Alle drei
Ersttitel aus GBA-Zeiten sind hier in einem vereint.
Eine volle Dröhnung „Ace
Attorney“. Ich bin mal gespannt ob im Zuge dessen auch noch einmal tolle
Neuerungen dazu kommen, die selbst bereits Besitzern der Spiele diesen Titel
schmackhaft machen oder das Ganze nur dazu dient neue Fans an die Serie heran
zu locken.
Also habt einen – OBJECTION!....
ach Klappe! – schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus
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