Hidiho meine Lieben,
ich bin euer King Sirus und
ich kann einfach nicht aufhören kleine Männer auf elektromagnetischen Feldern
zu sehen. Ein bisschen fühle ich mich ja wie Horton, nur weniger… naiv
dümmlich. Hoffe ich jedenfalls.
„The Denpa Men 2 – Beyond the
waves“ ist die Fortsetzung von „The Denpa Men – They came by wave“ (wer hätte
es gedacht?), welches ich euch letzte Woche an dieser Stelle vorstellte.
Nachdem ich ja von der Demo des ersten Teils so positiv überrascht wurde,
konnte ich einfach nicht die Finger von der Fortsetzungsdemo lassen.
Erneut stürzt ihr euch in 30
Start-Anwendungen in die Welt der Denpa Männer, die jedoch ein wenig anders
noch aussieht, als beim letzten Mal. So treffen wir diesmal auf Seth, der über
die Kamerafunktion unseres Nintendo 3DS Kontakt zu uns aufnimmt, um unsere
Hilfe zu erbitten.
Hmmm… wieso habe ich auf
einmal ein Déjà-vu?
Natürlich folgen wir dem
kleinen, blauen Knilch, um den Ritter in strahlender Rüstung zu spielen. Denn
es gibt mal wieder Ärger, diesmal jedoch in Form eines Affens, der Seths Felder
verwüstet. Da wir aber alleine nicht die Kraft haben ihn zu verjagen, zwin… öh…
rekrutieren wir in – aus dem ersten Teil bereits – bekannter Form einige andere
Denpa Männer.
Auf den ersten Blick hat sich
das Fangen der Denpa Männer auch nicht groß geändert, jedoch gibt es durchaus
einige Änderungen. So wird man nun beispielsweise stets erst gefragt, ob man
den gefangenen Recken auch in das Team aufnehmen will – was praktisch ist, wenn
mal ein anderer als erwünscht in den Schuss reingelaufen ist.
Außerdem kann man schon
während der „Jagd“… äääh… „Auswahl“ seiner Truppe sehen welche Skills die Denpa
Männer mit Antennen beherrschen, was ebenfalls ein strategisches Handeln
ermöglicht und nicht mehr einem Glücksspiel gleich kommt.
Und zu guter Letzt: Vielleicht
irre ich mich, aber ich hatte den Eindruck, dass es nun auch leichter war die
Denpa Männer zu fangen, da sie nicht mehr so extrem schnell dem abgeschossenen
Netz ausweichen.
Nachdem wir also nun eine
kräftige Truppe beisammen haben, gibt es für den Affen etwas auf die Omme, der
aber sogleich den Affenboss holt dem das so gar nicht gefallen hat. Dieser
macht mit uns kurzen Prozess und entführt zudem auch noch unsere Frau und
Kinder. Storytechnisch also kein großer Unterschied zum Vorgänger, nur eben
andere Akteure.
Seth lässt dies aber nicht auf
sich sitzen und gemeinsam geht es somit auf große Rettungsmission, nachdem der
kleine Knirps sich eine weitere Zusicherung unserer Hilfe abgeholt hat. Denn der
Denpa Mann Protagonist spricht mit uns, auch wenn es in gefühlt dreifachen
Sprachtempo vonstatten geht… und alles auf englisch ist… Text und Sprachausgabe…
ALLES!
Leider… gnarf!!!
Nachdem wir nun frei von der Story sind und die Welt der
Fortsetzung erkunden können, fällt der wohl größte Unterschied auf – eigentlich
fiel er schon vorher auf, aber hier passt die Erwähnung grad besser –, denn wir
sind nicht mehr auf einer Insel, wo wir nur die Auswahl zwischen den Gebäuden
haben, sondern haben ein freie Welt die wir erforschen können.
Die Gebäude sind dabei alle in einer Art Stadt angesammelt
und wenn wir die verlassen, laufen wir über eine klassische Weltkarte, wie man es von klassischen SNES-RPGs gewohnt war. Wobei
die Grafik natürlich schon ein wenig aufgemotzter und weiterhin kindgerecht
gehalten ist. Die 3D-Funktion ist zumindest teilweise besser eingebunden,
jedoch wird man von keinen graphisch starken Veränderungen umgehauen, so dass
die Nutzung nicht unbedingt notwendig ist, um den Spielspaß noch zu verstärken.
Somit erforschen wir diesmal nicht nur einen Dungeon, den
später aber auch, sondern primär eine Weltkarte mit versteckten Ortschaften und
da man die Gegner stets sieht, kann man auf Wunsch kämpfen auch leichter
ausweichen, als den altbekannten Zufallskämpfen von früher.
Ich persönlich empfand die Fortsetzung zudem ein wenig
schwieriger als noch den ersten Teil, was dem ganzen Kinderimage ein wenig
entgegen wirkt. Die Auto-Kampf-Funktionen sind jedoch weiterhin im Spiel
geblieben. Auch ist die Musik melodischer und angenehm stimmungsvoll, aber
nicht mehr so lebhaft wie zuvor. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass
diesmal eher die älteren Spieler die Zielgruppe sind, als die Jüngeren. Was ich
fast schon als traurig empfinde. Rollenspiele für die kleineren Zocker unter
uns, als Einstieg in das Genre, gibt es einfach zu Wenige.
Ach ja, bevor ich den Beitrag abschließe noch drei
Funktionen die ich nicht großartig ausgetestet habe, aber die in der Demo
bereits enthalten waren und somit sicherlich auch Teil der Vollversion sein
dürften.
Erstens: Die QR-Codes haben es erneut in das Spiel
geschafft. Ich vermute mal, dass dies ein wenig eine Alternative zu W-Lan
Tausch à la „Pokémon“ darstellen soll.
Zweitens: Man kann bereits die StreetPass-Funktion in der
Demo nutzen. Inwieweit das sinnig ist oder was diese zu bieten hat, kann ich
jedoch nicht großartig sagen, da ich sie nicht getestet habe / testen konnte.
Und drittens: Diesmal kriegt man Samen, die man in „Harvest
Moon“-Manier pflanzen und bewässern kann, die jedoch auch verrotten können,
wenn man sie vergisst. Der genaue Timer wann dies geschieht, wird jedoch immer
beim Betrachten der Pflanze angezeigt. Was diese Seeds und generell die
Pflanzen für eine Funktion haben, habe ich auch nicht ausgetestet. Sorry!
Wie beim ersten Teil, bin ich beinahe verlockt über einen
Kauf nachzudenken, wenn ich nicht sowieso schon viel zu viel Spiele hätte, die
ich mal zocken müsste / möchte. „The Denpa Men“ macht es einem auch nicht
leicht, immerhin soll daraus wohl eine Trilogie werden. „The Denpa Men 3: The
Rise of Digitoll“ kommt nämlich diesen Sommer zu uns, wenn es eine Demo dazu
gibt, werde ich natürlich auch darauf einen Blick werfen.
Und vielleicht, wenn irgendwann mein Spieleberg ein wenig
abgebaut ist, greife ich bei diesen kleinen Juwelchen auch einmal zu, schön wär’s
ja, denn angefixt haben sie mich leider…
Euch noch einen GROßartigen,
elektromagnetisch – was soll ich jetzt daraus machen… lassen wir es lieber
raus! – schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus
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