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Sonntag, 30. März 2014

Hilf dabei eine Welt zu erschaffen!

Hidiho meine Lieben,

ich bin euer King Sirus und nach Schöpfungslehre und Evolutionstheorie, steht heute eine ganz neue Erkenntnis auf dem Lehrplan, wie das mit der Entstehung der Arten so war. Denn genau darauf können wir im Laufe von „Terranigma“ Einfluss nehmen!

Als der junge Bursche Ark leben wir in einer Stadt die in der sogenannten Unterwelt liegt. Eines Tages widersetzen wir uns gemeinsam mit einigen Freunden dem Dorfältesten und erforschen eine verschlossene Tür, von der es hieß dass sie niemals geöffnet werden dürfe. Dahinter finden wir lediglich eine unscheinbare Truhe und darin wiederum ein seltsames, fliegendes, rosa Wesen namens… Fluffy?

Mit diesem ungewöhnlichen Auftakt beginnt unser großes Abenteuer! Denn zuerst erstarren alle Leute unserer Heimat, so dass wir gezwungen sind ihre Seelen zu befreien. Dies können wir indem wir fünf Türme bereisen. Doch dies ist nicht unsere einzige Heldentat dort, da wir gleichzeitig die fünf Kontinente der Oberwelt damit aus den Tiefen des Ozeans wieder empor holen. Anschließend führt unser Schicksal uns auf eben diese Oberwelt, die wir nun auch noch mit neuem Leben erfüllen sollen.

Wo also beginnen wir mit unserem göttlichen Werk? Pflanzen, Tiere, Menschen…?

Schritt für Schritt wird die Erde vom Leben erfüllt, welches wir auf den verschiedenen Kontinenten befreien. Doch damit ist unser Werk leider noch nicht getan, denn das von uns geschaffene Leben wird bedroht von einem bösen Wissenschaftler namens Beruga.

Sein Wunsch nach Unsterblichkeit, treibt ihn zu diabolischen Taten ohne Rücksicht auf irgendwelche Konsequenzen. Wobei darauf muss er ja auch nicht Rücksicht nehmen, will er doch alles Leben vernichten, bis auf diejenigen die aus seiner Sicht würdig sind ewig zu leben!

Doch ist Beruga wirklich unser Feind oder ist er auch nur…

„Terranigma“ erschien bereits in der Endphase des SNES und kurz vor der Era N64, somit ist es eines der letzten großen Spiele dieser Zeit. Storytechnisch war ich jedoch immer hin und her gerissen. Einerseits hat es tolle Plottwists und schöne Passagen zu bieten, so wie eine wirklich gute Grafik.

Wie so oft zum Ende einer Konsolengeneration, wollte man einfach nochmals das Beste rausholen. Ich erinnere mich noch an die Darstellung der Unterwelt mit diesem komischen abgerundeten Himmel, was den Unterweltcharakter deutlicher hervorhob.

Andererseits ist es manchmal für die doch ernstere Storyhandlung schon fast zu albern und auch verwirrend. Insgesamt gehört es meiner Meinung nach trotz allem zu den besten SNES-Spielen der damaligen Generation.

Vor allem hatte es schöne, kreative Spielansätze. So konnte man die Entwicklung von Städten fördern, damit diese immer größer wurden, wodurch dann auch neue Erkundungsmöglichkeiten zu Verfügung standen. Je größer die Stadt war, umso mehr Spaß machte das Erforschen dieser nach Geheimnissen, die die Entwickler versteckt haben könnten.

Daneben ist das Spiel mit einer großen Anzahl an unterschiedlichen Waffen und Rüstungen gesegnet, nach denen der Spieler nach Herzenslust suchen kann. Dazu ein kreatives und schönes Menüsystem, auch wenn ich eher die Steuerung – soweit ich mich in dem Punkt recht entsinne – bezüglich der Itemnutzung unnötig kompliziert fand und manchmal nicht so wollte, wie ich eigentlich wollte.

Ein deutlicher Gegensatz dazu, war das eher actionorientierte Kampfsystem mit Rollenspielelementen. Gerade die Spezialattacken gingen einem nach kurzer Übung leicht von der Hand und halfen einem oftmals aus der Patsche.

Natürlich durften auch Zauber in einem Spiel mit RPG-Elementen nicht fehlen. Diese waren bei „Terranigma“ in Form von Ringen und Pins eingebaut worden, die sich jedoch nach dem Nutzen direkt verbrauchen (wobei ich bei den Pins mir nicht so sicher bin) und somit immer wieder nachgekauft werden müssen.

Wobei man auch hier wieder ganz klar sagen muss, dass das Zaubersystem wieder ein schwächelnder Aspekt des Spiels ist. Denn einige der schwächeren Ringe sind absolut nutzlos – man möchte beinahe deren Daseinsberechtigung anzweifeln –, weshalb hier keine häufige Nutzung stattfindet.

Oder kurz gesagt: man muss nicht permanent Geld für diese ausgeben.

Bei den starken Ringen hat man dieses Problem weniger, stattdessen sind diese so nützlich dass man sie sich gerne für Notfälle aufspart und mit – für SNES-Zeiten – grandiosen Sequenzen belohnt wird.

Trotz seiner Schwächen ist das Spiel toll und absolut lohnenswert. Es ist so toll, dass noch heute Fans versuchen die Reihe mit eigenen Spielen zu würdigen versuchen. Zwei davon möchte ich hier kurz erwähnen.

So gab es einen Versuch eines Österreichers mit „Terranigma 2 - The Continuance“ eine Fortsetzung auf RPG-Maker XP Basis zu schaffen. Er begann offensichtlich 2008 mit dem Projekt, leider ist der letzte Eintrag auf seinem Blog aus dem Januar 2012 und berichtet von einem Seitenwechsel. Diese neue Seite existiert scheinbar aber nicht mehr, dafür jedoch noch das zugehörige Forum.

Und dann wäre da noch „Terranigma Origins“ aus dem englischen Sprachraum, welches scheinbar über dem RPG Maker VX Ace entstehen sollte. Leider hat ein Virus den Rechner des Entwicklers lahm gelegt, so dass die ganze Arbeit verloren war.

Ein kleiner Fakt zum Schluss: Aufgrund der Ähnlichkeiten gilt es mit „Illusion of Time“ auch als Nachfolger des „Soulblazer“-Spiels. Ich kann persönlich kann dies im Übrigen nur bedingt beurteilen, da ich zwar „Illusion of Time“ gespielt habe, aber nicht „Soulblazer“.

Ich wünsche euch jetzt noch ‘nen schönen Tag und cheerio!
Euer King Sirus

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